Also Hunger hat sie keinen wenn sie so brüllt.
Eigentlich komm ich grad drauf, dass ich nur Beruhigung brauche... denn es klappt ja nun recht gut wenn ich sie ins Tuch nehme. Nach ca. 15-20 Min. schläft sie dann und lässt sich problemlos "umpflanzen".
Ich bin nur so hin- und hergerissen weil die blöde Stimme in mir droht: "Und dann wirst du ihr das nicht mehr abgewöhnen und irgendwann nervts dich... du wirst schon sehen...

"
Aber mich nervt gerade nun mal VIIIIIEL mehr, neben ihr zu liegen während sie müde rumturnt und nicht einschläft. DA werd ich wütend und angenervt. Das mit dem im-Tuch-einschlafen nervt mich nicht, gar nicht. Im Gegenteil, alle Nerv-Gefühle wandeln sich in "OH sie ist so süß!"-Gefühle um, denn im Gegensatz zu untertags im Tuch, starrt sie mich abends oft mit riesigen Augen von da unten an und das ist sooooo niedlich!!! *zerschmelz* Klar, auch im Tuch - egal ob abends oder untertags - macht sie zur Zeit Ramba-Zamba beim Einschlafen: Schnulli ausspucken, kurzes Heulen, meckern, sich rumstemmen usw. Aber wiegesagt, nach 20 Min. schläft sie dann friedlich ein und wacht auch nicht auf wenn ich sie dann hinlege.
Und ich denke mir weiter: Selbst WENN sie sich das nun angewöhnt (was ich gar nicht so sehr glaube, das ist einfach eine Phase), solange es mich nicht stört ist es ja erst mal völlig schnurz, oder?
So, und sollte es mich mal anfangen zu stören, kann ich immer noch versuchen was anderes zu finden. Wo hab ich das nun wieder gelesen? Ich glaube es ist Sears der sagt: Ändere das, was du hasst. Naja, das habe ich ja getan. Dieses Neben-ihr-liegen während sie nicht schlafen kann - 30 Minuten, 40 Minuten, 50... - DAS hasse ich. Deswegen habe ich es nun geändert. Und sollte ich das in-den-Schlaf-tragen hassen, ändere ich eben wieder etwas. Ist doch besser, als jetzt zu "leiden". Selbst wenn ich nächstes Mal keine so einfache Lösung finde. - Aber wenn doch, würde ich ja jetzt umsonst "leiden" - oder?
Sind meine Gedanken verquer? Oder macht das Sinn?
Ich weiß schon, für so Ferber-Leute und Co. ist es furchtbar inkonsequent, weil ich nachgebe und dem Kind nicht zeige wer der Herr ist oder so.
Aber ist es nicht ok. sich für einen sanften Weg zu entscheiden, der in Liebe und Einklang mit dem Kind geschieht (zumindest so weit das möglich ist)?
Und: Denkt ihr nicht auch, dass es nur eine Phase ist????
Oder sollte ich es auch laut euch lassen, sie in den Schlaf zu tragen und lieber "härter" durchgreifen?
tania: Wir halten sie auch vor dem Stillen ab, haben aber die Erfahrung gemacht, dass sie - wenn sie dann NICHT macht und nach dem Stillen gleich weiterschläft - dann zu über 90 Prozent NICHT pinkelt (weil sie ja schläft). Schläft sie nach dem Stillen unruhig und wirft sich rum, halten wir sie doch noch mal ab - das ist aber nur selten nötig.
Das Problem ist ja eher, dass sie eben nicht ZU schläftig sein darf, denn sonst pinkelt sie ja nicht. Wir unterscheiden da zwischen "schlafenden Halbschlaf" - da gehts nicht und "wachen Halbschlaf" - da pinkelt sie, schläft dann aber eh gleich wieder weiter (evtl. nach einer kurzen Unruhe). Aber zur Zeit ist es eben so, dass sie, wenn sie vom schlafenden in den wachen Halbschlaf wechselt oft fürchterlich zu heulen beginnt. Das hat sie früher nicht... ich rätsle noch, wie ich das lösen könnte, denn recht ist mir das nicht.
