Hilfe... Brustverweigerung seit gestern Abend

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Shinsai
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Hilfe... Brustverweigerung seit gestern Abend

Beitrag von Shinsai »

Ich weiß grad nicht mehr weiter :cry:
.
Ich fange mal von vorne an, gestern war einer dieser Zahn-Tage mit viel Jammern und Tragen. Hab ihr Osanit und Dentinox gegeben, das hat dann auch geholfen. Getrunken hat sie für ihre Verhältnisse recht wenig. Gestern Abend hat sie das letzte Mal um ca 19:30 Uhr, normalerweise kommt sie dann noch mal gegen 23-24 Uhr und dann noch mal in der Nacht gegen 3-4 Uhr. Beide Mahlzeiten hat sie ausgelassen. Habe gegen Mitternacht bevor ich ins Bett gehe nochmal versucht anzulegen, da wollte sie nicht. Die Nachtmahlzeit hat sie auch komplett ausgelassen und ist erst gegen 5Uhr wachgeworden genau wie ich auch, weil ich kurz vorm Platzen stand. Wollte sie anlegen, aber sie hat sich mit Händen und Füssen gewehrt, habe alles an Tricks und so versucht. Also hab ich abgepumpt. Habe mich nachher mit ihr noch mal aufs Sofa gelegt und ein wenig gespielt, dabei ist sie wieder eingeschlafen. Als sie wieder wach wurde, so gegen neun, hab ich wieder versucht sie anzulegen, genau das gleiche Spiel. Hab ihr jetzt Milch mit dem Becher gefüttert was auch gut klappte. Schnuller hab ich ihr weggenommen. Flasche nimmt sie eh nicht.Fieber hat sie auch keins und ist auch soweit gut zufrieden. Das einzige was sie hat sind recht rote Wangen.
Ob das eine Saugverwirrung ist, was mich aber wundern würde da eigentlich alles so wie immer ist, oder kann sowas auch durch Zufüttern kommen? Sie hat diese Woche Mittags mal mikroskopisch kleine Mengen Kürbis zu sich genommen. Was mir noch einfällt der Stuhlgang ist schon wieder 3 Tage her. Oder doch gleich zum KiA fahren?

Hoffe ihr kommt durch das Gewusel oben durch und könnt mir helfen.

Lg

Tanja
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Emilia Sonderbar
hat viel zu erzählen
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Re: Hilfe... Brustverweigerung seit gestern Abend

Beitrag von Emilia Sonderbar »

Das hört sich nach einem Stillstreik an, der sicherlich durch das Zahnen kommt.

Versuche es so ruhig wie möglich zu nehmen. Biete ihr oft die Brust an, versuche sie im Halbschlaf bzw. Schlaf zu stillen oder beim Herumtragen. Und am Besten widmestst du dich ihr die nächsten Tage voll und ganz, soweit möglich.

Ich wünsche dir, dass sich das schnell wieder gibt!
Liebe Grüße von Emilia mit Sohn (02/06) und Tochter (10/08)
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Shinsai
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Re: Hilfe... Brustverweigerung seit gestern Abend

Beitrag von Shinsai »

Zwischenstand:

Sie hat heute morgen gegen 11:00Uhr noch mal gestillt nachdem ich ihr dentinox und osanit gegeben hab. Seitdem hat sie nicht wieder getrunken,weder Brust,Becher oder Flasche. Hab sie immer wieder angelegt, aber sie wehrt sich nach wie vor. Hab auch versucht ihr den Schnuller zugeben und ihn gegen die Brust auszutauschen, aber das gab erst richtig Geschrei :( Stuhlgang hat sie jetzt zwischenzeitlich gehabt. Ansich ist sie gut drauf, weint nur wenn ich versuche sie anzulegen.
Wielange dürfen Babys, ohne was zu essen? Eine Freundin (hat eine Tochter die 3 Wochen älter ist, aber Flaschenkind) meinte ich sollte es mal mit Stracciatella Brei auprobieren. Aber das wäre doch kontraproduktiv oder? Geschweige das sie von Gemüsebrei ja auch nicht viel hält.
Oh man, bin fix und alle.
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Annabanana
ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Hilfe... Brustverweigerung seit gestern Abend

Beitrag von Annabanana »

Gut, dass sie zwischendurch nochmal gestillt hat. Wenn es sich um einen Stillstreik handelt oder Dein Kind wg. Schmerzen nicht saugen mag, was z.B. bei Ohrenschmerzen oder Aphten im Mund etc, der Fall sein kann, klappt das Stillen meist besser im Halbschlaf. Manchmal hilft es auch im Umhergehen zu stillen. Und oft ist der Spuk genauso schnell wieder vorbei, wie er gekommen ist.
Achte gut auf Deine Brust. Wenn sie die Milch mit dem Becher gut annimmt, musst Du Dir zumindest keine Sorgen um Dehydration machen. Sinnvoll ist es, ihr zuerst die Brust anzubieten, was Du ja auch immer wieder machst und erst dann zu bechern. 3 Löffel Stracciatella-Brei tragen da eher noch zu einer Dehydration bei, oder? Kalorien- und Flüssigkeitstechnisch macht das Bechern Deiner Milch klar mehr Sinn.

Ich wünsche Euch, dass ihr bald wieder ganz einfach stillen könnt!

LG, Silke
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Minchen
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Re: Hilfe... Brustverweigerung seit gestern Abend

Beitrag von Minchen »

Hast Du mal Deine Milch gekostet? Bei einer Freundin wurde damals die Milch salzig und die Kleine hat sie komplett verweigert...

Wünsche Euch alles Gute!!
"Tanze mit Deinem Baby im Mondschein, wenn es die Nacht zum Tag macht, singe fröhliche Lieder mit Deinen Kindern im Regen, mache Kissenschlachten, matsche mit ihnen im Schlamm und springe in Pfützen, macht ein Picknick UNTERM Tisch - vergiss nie: in 20 Jahren wirst Du sagen, es war die schönste Zeit Deines Lebens!"
von Minchen mit Frühling (2008), Sommer (2009), Herbst (2013) und Winter (2011)
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Shinsai
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Re: Hilfe... Brustverweigerung seit gestern Abend

Beitrag von Shinsai »

Guten Morgen zusammen,

Stand der Dinge: Sie trinkt immer noch nicht. :cry:
Sie ist grad wie immer wach geworden, aber nimmt die Milch nicht, weder Brust(auch nicht im Halbschlaf), Becher noch Flasche. Hab grad versucht ihr etwas zulöffeln, aber sie will nicht. Gestern Abend hat sie ca. 100ml aus der Flasche genommen, die hat sie dann auch zügig geleert.(ich weiss das Flasche nicht grad förderlich ist, aber sie hat wenigstens was getrunken) Hab echt das Gefühl das sie nicht wirklich Hunger hat, wenn ich ihr die Brust anbiete, dreht sie einfach nur den Kopf weg. Aber sie müsste doch eigentlich Schmacht ohne Ende haben. Sie macht nicht mal ansatzweise den Versuch zu saugen. Fängt nur an zu Schimpfen und zu Jammern, wenn ich es etwas länger versuche. Weinen tut sie garnicht, sonst hätte ich gedacht sie hat irgendwelche Schmerzen. Sie liegt grad neben mir und spielt.
Sie ist doch noch zu klein zum sich selbst abstillen oder? Was kann ich denn noch tun?

@ Minchen: Geschmacklich finde ich schmeckt die Milch wie immer, zumindest nicht salzig.

Lg
Tanja
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jusl
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Re: Hilfe... Brustverweigerung seit gestern Abend

Beitrag von jusl »

Hallo Shinsai,

Du Arme, ich glaube Dir, dass Du fertig mit den Nerven bist!
Hab ich das richtig verstanden, dass Dein Kind quasi noch vollstillt, bis auf ganz geringe Mengen Beikost? Das bedeutet, dass ihr bis vorgestern ganz normal nach Bedarf gestillt habt, also mehrmals täglich und nachts?

Ich vermute da ebenfalls einen klaren Zusammenhang mit den Zahnungsbeschwerden (nicht jedes Kind schreit dabei!.. Vielleicht juckt es einfach unangenehm, vielleicht scheuert es im Mund, und sie ist deshalb fröhlich wenn sie nichts im Mund hat, aber mag eben gar nix trinken).
Ich möchte Dich ermutigen, dennoch Schnuller und Flasche konsequent wegzulassen. Wenn Du ihr mehrmals über den Tag verteilt etwas Milch im Becher oder vom Löffel anbietest, reicht das zum Durstlöschen. Ein Stück Gurke oder Birne o.ä. zwischendurch zum Lutschen ist ebenfalls risikofrei (manche Babys mögen auch gerne (Muttermilch- oder Wasser-)Eiswürfel lutschen).

Stillstreiks gehen vorbei. Manchmal findet man sogar raus, was die Ursache war (z.B. med. Probleme beim Kind oder der Mutter, oder psycho-soziale Ursachen wie Umzug, Trennung, Schreck usw.) , oft auch nicht. Das große Problem an Stillstreiks entsteht eigentlich erst, wenn die Babys Saugflaschen bekommen. Der Grund dafür, also die Sorge um Flüssigkeitsmangel und der Wunsch, das Kind möge wenigstens irgendwie irgendetwas trinken, ist ja komplett nachvollziehbar. Dennoch: es ist nicht unwahrscheinlich, dass das Baby sich in diesem Zusammenhang dann von der Brust komplett zur Flasche hin ent- bzw. umgewöhnt. Eine Rückgewöhnung ist hinterher zwar möglich, aber oft mit seeeehr viel Schwierigkeiten verbunden (zu dem Thema können Dir einige hier aus dem Forum ein Lied singen...). Daher ist es besser, Saugflaschen bei Stillstreik wenn irgend möglich zu vermeiden, falls man eigentlich gerne die Stillbeziehung fortführen möchte. (Dehydrationssymptome sind theoretisch nicht ausgeschlossen, deshalb hat es Sinn, während dieser Streikphasen z.B. die nassen Windeln zu zählen (die Anzahl der Stuhlwindeln hat wenig bis gar keine Aussagekraft, da auch muntere Vollstill-Babys gerne mal 10-14 Tage lang gar keinen Stuhlgang haben). Aber die Wahrscheinlichkeit für Dehydrationsprobleme ist bei einem klassischen Stillstreik doch eher gering - dafür ist er meist zu schnell vorbei (meist irgendwas zwischen 2 Tagen und 2 Wochen) und ein bisschen was trinken die Kinder dabei ja meist doch. Mir jedenfalls ist eine behandlungsbedürftige Dehydration im Zuge eines klassischen Stillstreiks bislang noch nicht begegnet.)

Weiterhin Geduld, Vertrauen und gute Nerven,
LG,
Julia
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Shinsai
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Re: Hilfe... Brustverweigerung seit gestern Abend

Beitrag von Shinsai »

jusl hat geschrieben:Hallo Shinsai,

Hab ich das richtig verstanden, dass Dein Kind quasi noch vollstillt, bis auf ganz geringe Mengen Beikost? Das bedeutet, dass ihr bis vorgestern ganz normal nach Bedarf gestillt habt, also mehrmals täglich und nachts?
So ist es, eigentlich sind wir noch voll am Stillen, bis auf 3-4 Löffel Kürbisbrei, was wohl noch nicht so ihr Ding ist. Hab auch schon überlegt, wo der Wurm drin ist und die Ursache liegt.
Unten die ersten zwei Schneidezähne sind ja schon seit ca 2 Wochen durch, aber die Anzeichen passen einfach.(Sabbern,auf den Fingern kauen, rote Wangen) Montag war sie ein wenig heiser, aber die KiÄ(war zur U5) meinte so wäre da nix, käme wohl von dem hohem Quietschen was sie seit Tagen für sich entdeckt hat. Was mir auch noch eingefallen ist: Donnerstagmorgen hat sie mich gebissen, hab mich ganz schön erschrocken und sie abgedockt und nein gesagt, aber danach hat sie ja wieder getrunken.

Gott sei dank hat sie vorhin wieder Milch aus dem Becher genommen(was mich doch jetzt schon unwahrscheinlich beruhigt) und nun schläft sie grad. Hab aber keine Ahnung ob das von der Menge her reicht, waren ca. 100 ml, mehr mochte sie nicht. Das Abpumpen klappt ganz gut und ich bekomme pro Pumpsitzung ca. 160 ml zusammen. Wie oft sollte ich eigentlich abpumpen? Pumpe jetzt in ihrem Trinkrythmus.
Werd gleich mal meinen Mann losschicken Gurke und Birne zu besorgen, oder kann ich auch mal kaltes Obstgläschen probieren? Wie gebe ich ihr denn Eiswürfel, die glitschen doch so weg, oder? Ich hab aber glaub ich noch diese Dinger zum Eismachen...hmm.. gleich mal nachschauen.

Hab auch schon mal überlegt, ob ich wohl zum Kinderarzt fahren sollte, aber ich denke der wird mir nicht viel weiterhelfen können. Ich werd mal schauen wie es den Vormittag weitergeht.

Vielen lieben Dank für euren Zuspruch

Lg
Tanja
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jusl
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Re: Hilfe... Brustverweigerung seit gestern Abend

Beitrag von jusl »

Wie oft sollte ich eigentlich abpumpen? Pumpe jetzt in ihrem Trinkrythmus.
Ja, das ist total OK. Ist ja nicht von Dauer! ;-)
Werd gleich mal meinen Mann losschicken Gurke und Birne zu besorgen, oder kann ich auch mal kaltes Obstgläschen probieren?
Ja klar, spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle. Du schriebst ja, Beikost ist eigentlich eh noch nicht so wirklich ihr Ding, was ja auch total in Ordnung ist; hier geht es ja im Grunde nur darum, dass Dein Kind etwas Flüssigkeit bekommt.
Hab auch schon mal überlegt, ob ich wohl zum Kinderarzt fahren sollte, aber ich denke der wird mir nicht viel weiterhelfen können.
Ein akutes medizinisches Problem, welches ärztlicher Betreuung bedarf, besteht ja nun offenbar auch nicht - insofern dürfte ein Besuch beim KiA nicht wirklich was bringen, außer nem Zusatztermin am Wochenende. (Wenn Du aber das Gefühl hast, Deine Tochter ist krank, hat Schmerzen, die nicht vom Zahnen herrühren oder ähnliches, dann fahr, klaro.)

100ml Bechern ist jedenfalls ne SUPER Menge; so werdet Ihr die Stunden/Tage, die der Streik noch dauert, sicher gut hinter Euch bringen.

LG und weiterhin gute Geduld,
Julia
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tania
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Re: Hilfe... Brustverweigerung seit gestern Abend

Beitrag von tania »

kleiner nachsatz: viele babys lieben es, an nassen waschlappen zu nuckeln. und dich beruhigt es hinsichtlich dehydration.

muss schlimm sein für dich!

halte durch und berichte bitte, ja?

liebe grüße, tania
tania mit sohn *09 und sohn *12
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