Also ich seh diese alten Bücher auch nicht unbedingt sooooo tragisch

Es kommt sicher drauf an, wie man sie einsetzt und in wieweit man da wirklich irgendwelche "Erziehungsmaßnahmen" direkt thematisiert. Neulich war z.Bsp eine sehr liebe Freundin von mir da, deren Tochter (wird 2) nuckelt am Daumen. Sie hatte im Schlepptau auch dieses Struwelpeterbuch, wo die Geschichte vom Daumenlutscher drin ist. Plötzlich wollte die Kleine genau diese Geschichte vorgelesen bekommen und steckte dazu den Daumen in den Mund. Meine Freundin erklärte dann noch dazu, daß dann eben wie in der Geschichte der Daumen abgeschnitten wird, wenn sie weiter am Daumen lutscht. ich fand den Ton dazu für mich sehr erschreckend und mußte dann nur verwundert feststellen, wie die Kleine über diese Bemerkung lachte und weiter nuckelte. Und sie verstand schon, worum es eigentlich ging!
Was ich damit sagen wollte, ich denke, soooo krass nehmen die Kids das einfach nicht auf. Wir Erwachsenen sehen in diesen Geschichten mit unserem heutigen Denken & Wissen wohl viel Schlimmere "Botschaften", als sie tatsächlich beim Kind ankommen.
So seh ich das auch bei den ach so grausamen Märchen

Wie oft erkenne ich erst JETZT für mich in manchen Märchen/Geschichten die Grundbotschaft (öffne nie jemand fremden die Tür....geh nicht vom "rechten Weg" ab....) und ich bin echt mit vielen Märchen groß geworden. Aber in dem Sinne Querverweise auf mein VErhalten hab ich nie geschlossen *lach*. Darum denk ich, daß man die Geschichten ruhig mal anbieten kann und dann einfach schaut, wie die Kids reagieren. Die verweigern schon von ganz allein die Geschichten/Märchen, die ihnen Angst machen.
(mein Tom liebt z.Bsp. "das FEuerzeug"...ich habe es gehasst, weil die Hunde für mich übelst bedrohlich waren...Tom liebt sie)