Nachts aufwachen und frühmorgenliches Dauergenuckel

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

Karlina

Nachts aufwachen und frühmorgenliches Dauergenuckel

Beitrag von Karlina »

ich bin gerade ziemlich ratlos. töchterlein wacht auch mit fast 20 monaten nachts noch 2-5 mal auf. eigentlich nicht sooo schlimm, weil sie beim stillen sehr schnell wieder einschläft. bis etwa 4 uhr, dann geht es los: dauergenuckel bis wir um 6.30 uhr aufstehen müssen. und das schlaucht mittlerweile, weil ich dann nicht mehr wirklich schlafe.
heute nacht hab ich dann probiert, nicht zu stillen. um 1.30 wurde sie das erste mal wach. ich gab ihr wasser zu trinken. dann ein kurzer protest, aber danach hat sie versucht, einzuschlafen. VERSUCHT! denn die arme maus hat sich eine halbe stunde nur von einer seite auf die andere gewälzt. schließlich hab ich sie doch nochmal kurz an die brust gelassen und sie war sofort weg. ok, stört mich nicht, kann ich beibehalten.
um 5 wurde sie dann aber wieder wach. ich gab ihr wasser, sie akzeptierte es sofort. nur schlafen konnte sie dann wieder nicht. also wieder von 5.30-6.30 dauergenuckel, damit wir wenigstens noch ein bisschen ruhe hatten. das kanns doch nicht sein! was kann ich denn noch tun? habt ihr tipps?
Karlina

Re: Nachts aufwachen und frühmorgenliches Dauergenuckel

Beitrag von Karlina »

Keiner eine Idee? Ist mein Kind wirklich so außergewöhnlich? Oder ich so wenig leidensfähig? Oder stelle ich doch besser nur Fragen über die neuesten DD-Modelle? ;)
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cocotte
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Re: Nachts aufwachen und frühmorgenliches Dauergenuckel

Beitrag von cocotte »

Hallo Mel!
Bin zwar grad im Büro :oops: , wollte dich aber nun wirklich nicht länger vertrösten mit ner Antwort.
Ich kann dich beruhigen - bei uns ist es meistens haaaaaaargenau dasselbe. Dauernuckeln am Morgen hat so vor ca. 3 Monaten angefangen.
Mit ziemlich viel Durchhaltevermögen, etwas abgewandelten Methoden à la "No cry sleep solution" und mit viel Hilfe vom Papa hab ich die letzte ZEit versucht, das nächtliche Stillen runterzuschrauben, so dass meine Maus in letzter Zeit ganz oft nur noch 1x nachts wach wurde, was schon mal sehr angenehm war. Leider hat das dem Dauernuckeln am Morgen keinen Abbruch getan, im Gegenteil... Sie wird auch ab ca. 5 Uhr oder 5.40 Uhr wach,kommt zu uns rüber (Beistellbett) und hört nicht auf zu nuckeln bis wir/ich aufstehen müssen. Erst gegen 7 lässt sie von ihrer "Bu" ab und könnte dann auch noch ne Runde schlafen, aber sie geht ja in die Kita, und da ist es schon besser, wenn sie um 7 aufsteht.

Vor 3 Tagen wurd es mir echt zuviel, und ich hab sie nach 20 min nuckeln abgedockt (sie war so um 10 nach 5 wachgeworden). Dass sie wütend sein würde, hab ich mir ja gedacht, aber es war sehr, sehr heftig. Sie hat geweint, geschimpft, getobt, an meinem T-Shirt gezerrt, nach der Brust gewühlt, nach meinem Gesicht gehauen, meine Hand weggeschlagen, wenn ich sie streicheln wollte. Ich konnte mich eigentlich gar nicht zu ihr hindrehen, das hat sie sofort als Aufforderung zum Stillen aufgefasst und nach der Brust gegriffen. Ich musste mich echt auf den Bauch legen (soweit das noch geht :wink: ). Wenn ich angefangen hab zu singen (was nachts super funktioniert), wurde sie noch wütender. Kurz: es ging irgendwie gar nichts mehr... :( Nach ca. 30 Minuten hat sich der Papa eingeschaltet und sie mit Singen und und Halten irgendwann (ca. 6.15 Uhr) wieder zum Schlafen gebracht.

Also, ich fand es sehr schlimm, war aber doch froh darüber, dass es mit dem Papa geklappt hat und sie sich beruhigen konnte. Sie hat an dem Morgen tatsächlich bis 9.30 Uhr (!) weitergeschlafen.

Ich war dann echt gespannt auf den folgenden Morgen - tja, und was war... Seit 2 Tagen schläft sie plötzlich nachts durch! :shock: Das hat zwar sicher nichts mit dieser "Aktion" zu tun, aber es ist auf jeden Fall ein Gefühl wie Weihnachten für mich. Sie hat einfach so am nächsten Tag von 8.30 Uhr bis 6 Uhr morgens weitergeschlafen. Da hat mir 30 Minuten "Aufwachstillen" gar nichts ausgemacht. Und heute nacht hat sie von 19.45 Uhr bis 7.00 Uhr früh geschlafen. Da waren Papa und ich schon auf, also ist das Aufwachstillen einfach weggefallen, hat sie auch gar nicht gestört, aber das hatten wir auch schon öfter mal.

Mal sehen, was die nächsten Tage so bringen.

Kann sich bei Euch evtl. auch der Papa einbringen, oder meinst du, das bringt es nun gar nicht? Sonst kann ich nicht viel sagen, außer: Wenn Du wirklich genervt bist und es gar nicht mehr aushältst, zieh es einfach mal durch. Wird sie auch so wütend wie meine Kleine? Oder weint sie gar nicht?

GLG
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Karlina

Re: Nachts aufwachen und frühmorgenliches Dauergenuckel

Beitrag von Karlina »

Danke dir für deine Antwort! Ehrlich gesagt hatte ich mit einem solchen Drama bei uns auch gerechnet. Umso überraschter war ich, dass sie das letzte Nacht so gut weggestckt hat. Nur richtig einschlafen konnte sie halt nicht mehr...
Naja, ich werde es heute Nacht auf jeden Fall wieder probieren. Und der Papa hat gerade Urlaub, vielleicht kann der ja auch einspringen. Ich schrecke nur davor zurück, GRÖßEREN Aufwand zu haben als zu Stillen. Aber mit der Hoffnung auf durchgeschlafene Nächte.... Das wär schon was.
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Nina
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Re: Nachts aufwachen und frühmorgenliches Dauergenuckel

Beitrag von Nina »

Hallo.

Mir geht es genauso, jeden Morgen Dauernuckeln, und jetzt war er krank, da wird er auch nachts sooo oft wach, daß es mich total kaputtmacht. Das Dauergenukcle ist mir auch körperlich ser, sehr unangenehm. Wenn ich ihn nicht lasse, wird er auch sehr wütend, und morgens schläft er dann gar nicht mehr ein. Die reine Erpressung also :evil: Und leider kann bei mir ja auch niemand einspringen, weil ich alleinerziehend bin.

Bei Em war es damals genau so, und ich habe sie dann nachts abgestillt - und dann wurde es erst richtig schlimm. Sie wurde krank, und hat dann jede Nacht geschrien, mehrmals eine halbe Stunde lang, und ich konnte ihr NULL bieten, durfte sie nicht anfassen, nichts, ich musste einfach warten, bis es aufhört. Das ging so bis sie 3,5 Jahre alt war. Und aus Angst, daß sich das wiederholen könnte, traue ich mich nicht, Jonathan nachts abzustillen :?

Ich bin echt nicht glücklich mit der Situation, aber total ratlos :(
LG,

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cocotte
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Re: Nachts aufwachen und frühmorgenliches Dauergenuckel

Beitrag von cocotte »

Nina hat geschrieben:Bei Em war es damals genau so, und ich habe sie dann nachts abgestillt - und dann wurde es erst richtig schlimm. Sie wurde krank, und hat dann jede Nacht geschrien, mehrmals eine halbe Stunde lang, und ich konnte ihr NULL bieten, durfte sie nicht anfassen, nichts, ich musste einfach warten, bis es aufhört. Das ging so bis sie 3,5 Jahre alt war. Und aus Angst, daß sich das wiederholen könnte, traue ich mich nicht, Jonathan nachts abzustillen :?
Oh je, das klingt aber echt heftig.... Genau das ist wohl auch die Horrorvorstellung jeder Stillmama, die das nächtliche Abstillen ausprobieren möchte. Aber im Fall von Krankheit würde ich dann eben einfach wieder stillen. Oder hat sie die Brust dann auch gar nicht mehr akzeptiert?

Also das Stillen nachts finde ich eigentlich gar nicht schlimm, solange es bei 2-3 (höchstens) Mal bleibt. Aber Dauergenuckel zerrt mittlerweile völlig an meinen Nerven. Nach spätestens 20 Minuten werd ich DERMASSEN kribbelig und angespannt, dass ich es fast nicht mehr aushalte. Und an dem Punkt muss man dann auch was ändern, denke ich.
Nina hat geschrieben:Und leider kann bei mir ja auch niemand einspringen, weil ich alleinerziehend bin.


Das ist natürlich ziemlich blöd, gelinde ausgedrückt. (Hut ab an der Stelle vor allen alleinerziehenden Mamas mit Kleinkind(ern), ganz ehrlich!!!!!!) Ohne meinen Mann würd ich das gar nicht hinkriegen. Wenn ich jetzt z.B. abstillen wollte, würde das nur gehen, wenn er einspringt. Es heißt hier zwar oft, dass das für das Kind doppelt schlimm ist, wenn Mama UND Brust fehlen, aber bei uns ist es genau umgekehrt. Ich hab das Gefühl, dass meine Kleine total verzweifelt ist, wenn ich neben ihr liege und sie ausgerechnet von mir keinen Trost durch die Brust bekommt. Wenn ich nicht da bin, bin ich einfach nicht da, das kann sie auch akzeptieren und hat einfach überhaupt nicht die Erwartung, dass sie jetzt Mumi bekommen könnte. Sie meckert dann halt auch mal, aber nie lange oder weint auch nicht herzzerreißend.
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Nina
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Re: Nachts aufwachen und frühmorgenliches Dauergenuckel

Beitrag von Nina »

cocotte hat geschrieben:Oh je, das klingt aber echt heftig.... Genau das ist wohl auch die Horrorvorstellung jeder Stillmama, die das nächtliche Abstillen ausprobieren möchte. Aber im Fall von Krankheit würde ich dann eben einfach wieder stillen. Oder hat sie die Brust dann auch gar nicht mehr akzeptiert?


Ich war damals wieder schwanger, und habe das Stillen nach einigen Monaten nicht mehr ertragen können. Deswegen war doch wieder stillen keine Option. Und ind em Zustand, in dem sie nachts dann war, durfte ich sie sowieso nicht berühren, nichtmal ansprechen. Das war echt gruselig teilweise und hat mich wirklich ganz ganz hart an die Grenze zum Durchdrehen gebracht.

cocotte hat geschrieben: Das ist natürlich ziemlich blöd, gelinde ausgedrückt. (Hut ab an der Stelle vor allen alleinerziehenden Mamas mit Kleinkind(ern), ganz ehrlich!!!!!!) Ohne meinen Mann würd ich das gar nicht hinkriegen. Wenn ich jetzt z.B. abstillen wollte, würde das nur gehen, wenn er einspringt. Es heißt hier zwar oft, dass das für das Kind doppelt schlimm ist, wenn Mama UND Brust fehlen, aber bei uns ist es genau umgekehrt. Ich hab das Gefühl, dass meine Kleine total verzweifelt ist, wenn ich neben ihr liege und sie ausgerechnet von mir keinen Trost durch die Brust bekommt. Wenn ich nicht da bin, bin ich einfach nicht da, das kann sie auch akzeptieren und hat einfach überhaupt nicht die Erwartung, dass sie jetzt Mumi bekommen könnte. Sie meckert dann halt auch mal, aber nie lange oder weint auch nicht herzzerreißend.
Bei Jonathan ist es auch so. Wenn er bei meinen Eltern ist, kommt er den ganzen Tag wunderbar ohne Stillen zurecht, ist ausgeglichen und fröhlich. Aber wenn er hier ist, und ich mich auch nur mal kurz hinsetze kommt er an wie eine Hyäne und dann hilft nichts, dann schreit und nervt er rum, bis ich ihn stille. Meine Mutter kann ihn auch ins Bett bringen, er kriegt dann ein Fläschchen Hafermilch und schläft dabei ein. Wenn ich das Genuckel nachts gar nicht mehr ertragen kann, dann mache ich ihm auch manchmal ein Fläschchen. Er akzeptiert es aber nur, wenn ich es frisch mache und ihn mitnehme, also aufstehe, mit ihm in die Küche, Milch warmmachen, in die Flasche, und dann zurück ins Bett. Vorbereiten und ans Bett stellen kann ich abhaken :roll: Aber wenn der Leidensdruck groß genug ist, dann bin ich froh, mich danach gemütlich hinlegen zu können und nicht mehr stillen zu müssen (für eine Stunde :| ) Beim frühmorgendlichen Dauernuckeln wird kein Fläschchen akzeptiert :roll:
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cocotte
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Re: Nachts aufwachen und frühmorgenliches Dauergenuckel

Beitrag von cocotte »

Das klingt ja alles ganz schön hart.... Aber die Flasche Hafermilch wäre für mich an deiner Stelle auch ne echte Option, einfach um gelegentlich mal vom Stillen wegzukommen. Vorbereiten und in die Küche stellen hilft auch nix? Dann wär wenigstens das Warmmachen gespart (obwohl es darauf dann wahrscheinlich auch nicht mehr ankommt...)??
cocotte hat geschrieben:Beim frühmorgendlichen Dauernuckeln wird kein Fläschchen akzeptiert :roll:
Komisch, das scheint ja wirklich so zu sein, dass ab 4-5 Uhr bei den meisten Stillkindern echt "die Klappe fällt". Letzte Woche hat mich ne üble Magenverstimmung erwischt, mit Dauererbrechen an einem Abend, kurz nachdem ich die Kleine ins Bett gebracht hatte. Ich hab dann auf der Couch geschlafen, wei lich sooo fertig war. Mein Mann hat sich dann um die Maus gekümmert, sie ist auch 2x noch wach geworden in der Nacht, ließ sich auch total schnell beruhigen, hat eigentlich garnicht geweint. Aber so gegen 5, halb 6, war es dann vorbei - sie verlangte lauthals nach ihrer "Bu" und ich bin dann rüber und hab gestillt.
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Re: Nachts aufwachen und frühmorgenliches Dauergenuckel

Beitrag von jolean »

Hallo Mel,

ich habe leider keinen richtigen Tipp, denn ich habe das Problem jetzt nicht. Beim Großen war es teilweise so, aber weil es mich so geschlaucht hat habe ich ihn nachts gleich komplett abgestillt. Das soll aber nicht heissen, dass ich denke, dass das die Lösung für dein Problem ist.

Jedenfalls kann ich nachfühlen, dass es dich schlaucht und drücke dir die Daumen, dass ihr bald eine gute Lösung findet oder es sich von alleine bessert.
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Matilda'sMama
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Re: Nachts aufwachen und frühmorgenliches Dauergenuckel

Beitrag von Matilda'sMama »

Und ich dachte immer mit dem ersten Geburtstag kommt der große Durchbruch was das Schlafen angeht :roll:
Dabei hat Matilda damals gar nicht mal so schlecht geschlafen, wenn ich mir nun die derzeitige Situation ansehe.
Mein Stillkind schläft nachts ganz gut, was heißt, dass sie durchschnittlich ungefähr 3 Mal wach wird.
Sie stillt dann kurz und schläft weiter.

Einschlafen an der Brust geht momentan überhaupt nicht. Sie mag stillen, dockt ab, klettert auf mich, ich leg' meinen Kopf auf sie (mag sie gerne), ich singe, sie mag wieder an die Brust (mag ich dann aber nicht mehr), sie nimmt ihre Flasche, legt sich wieder auf mich...
Das Ganze kann sich über eine Stunde hinziehen :?
Und wenn sie dann schläft, dann schläft sie häufig auf mir und ich muss einen Weg finden mich irgendwie unter ihr wegzubewegen.
Natürlich frage ich mich, warum die Situation ist wie sie ist.
Wenn ich momentan an der Uni wäre, dann würde ich sagen, sie hat Mamaentzug am Tag, aber dem ist derzeit nicht so. Ich bin Tag und Nacht für sie da.
Auch am Tag ist sie sehr anhänglich und mag viel kuscheln und küssen.
Sicherlich hat sie viel zu verarbeiten und findet deshalb so schwer in den Schlaf.
Und dann sind gerade auch wieder Zähne unterwegs, weshalb ich vermute, dass sie beim Stillen Schmerzen hat und deshalb so häufig abdockt, nicht stillen kann und deshalb auch nicht in den Schlaf findet.
Viele Vermutungen, aber keine Lösung.

Nachts trinkt Matilda nur kurz und schläft meist auch gleich wieder ein. Gott sei Dank!

Aber gegen morgen - ihr werdet es erahnen - wird es ganz schlimm! Am liebsten würde sie dauernuckeln.
Aber ganz ehrlich: Ich kann's nicht ertragen und verbiete es ihr. Sie darf stillen, aber nach einer gewissen Zeit ist meine Grenze erreicht. Dann bekommt sie ihre Flasche mit Saft. Ab und zu gibt sie sich für ein paar Minuten :roll: damit zufrieden, manchmal wird sie auch wütend. Manchmal schafft sie es auch alleine wieder in den Schlaf zu finden, aber nur manchmal.
Ab und zu ist auch schon der Papa kurz nach 5 Uhr aufgestanden mit der Maus. Entweder sie schläft oder sie lässt es halt :|
Ich sehe es nicht als meine Aufgabe an mich täglich über Wochen als Dauernuckel am Morgen benutzen, für mich missbrauchen, zu lassen.

Immer öfter kommt mir in letzter Zeit der Gedanke Matilda nachts abzustillen... dabei wollte ich es immer ganz sanft für Matilda... dann hätte ich sie mit 10 Monaten einfacher abstillen können... Ich fänds so schade!
Auf der anderen Seite wäre eine klare Grenze für sie vielleicht einfacher zu verstehen und auch zu akzeptieren.

Manchmal frage ich mich wirklich, ob ein solches Verhalten noch normal sein kann. Vielleicht würde sie ja auch gerne schlafen und kann einfach nicht weil sie die Brust braucht. Ist sie in einem Abhängigkeitsverhältnis in dem sie eigentlich nicht sein müsste, wenn ich sie früher anders als mit Stillen bruhigt hätte?
Manchmal glaube ich, dass ich mich falsch verhalten habe in meinem Stillwahn :oops:
Gerne hätte ich ihr das nächtliche Aufwachen, die Schwierigkeiten beim Einschlafen und das morgendliche nicht mehr schlafen können, erspart - und mir natürlich auch :wink:
... ich hab die Befürchtung, dass wir irgendwann einen falschen Weg gegangen sind, denn die Situation fühlt sich oft falsch an für mich.
Dann müsste ich Matilda "schupsen" um sie wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Ein Kind dass mit 3 oder 4 Jahren ggf. älter nicht ohne Brust einschlafen kann macht mich nämlich traurig.

Vielleicht ist aber auch alles normal so wie's ist (ich kann mich noch nicht so recht entscheiden, weil ich die Situation schlecht objektiv bewerten kann)
Dann würde ich aber auch nichts an der Situation ändern wollen, sondern ehrgeizig durchhalten und hoffen, dass Matilda baldmöglichst die Kurve bekommt und ein Stück selbstständiger wird. Wenns normal wäre, dann könnte ich nämlich davon ausgehen, dass sich mit der Zeit etwas verändert.

Wenn ich also sicher wäre, dass es der richtige Weg ist, dann würde ich ihn mit aller Kraft und Überzeugung gehen - aber diese Überzeugung ist mir derzeit irgendwo verloren gegangen und Zweifel kriechen in mir hoch.
(Genau wie ich momentan das Familienbett verteufle - schlimme Situation gerade :? Schlafmangel!!!!)

... wenn ich dann allerdings von Kindern lese, die nie gestillt wurden und trotzdem des Öfteren wach werden in der Nacht, phasenweise auch sehr schwierig sind, dann gehts mir wieder besser - auch wenn sich's fies anhört 8)


Richtige Tipps hatte ich nun leider keine für dich, nur meine wirren Gedanken zum Thema und meine Anteilnahme an eurem "Schicksal".

Ich wünsche euch, dass es sich bald von alleine erledigt hat und diese doch sehr anstrengende Phase schnell vorüber geht!
Mein Sonnenblümchen (7) ♥ & mein Schneeflöckchen (4) ♥ & meine kleine Wassernixe (2) ♥ & mein Sonntags-Mucki (April 15) ♥
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