Stillstart, clusterfeeding und Umfeld
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- Nandu
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Stillstart, clusterfeeding und Umfeld
Ihr Lieben....
...ich möchte mich gerne vorstellen, habe hier schon viel gelesen und viele Beiträge haben mir schon in der Schwangerschaft meinen Weg gestärkt. Meine Kleine ist jetzt etwa drei Wochen alt. Wir hatten eine nicht ganz einfache Entbindung, versuchen das aber mit viel kuscheln und Nähe auszugleichen, was nicht nur meinem Kind, sondern auch mir gut tut. Wir stillen voll und hatten meiner Meinung nach einen wirklich guten Stillstart. Diesen auch ganz ohne wunde Brustwarzen. In der Klinik in der ich entbunden habe, hat man mich machen lassen und weder gewogen noch kontrolliert, sondern mich in dem bestärkt, was und wie ich alles mache. Auch meine Hebamme ist sehr zufrieden mit uns und bestärkt uns darin, auf unsere innere Stimme zu hören.... Meine Kleine nimmt langsam, aber stetig zu und hat jede Windel voll (kleine, gelbe Knüddelchen)... ich fühle mich damit sicher und wohl und habe keinen Gedanken, dass mein Kind schlecht versorgt ist....
Meine Tochter neigt abends zum Clusterfeeding und möchte dann gerne auch mal alle 20 Minuten an die Brust. Das ist natürlich anstrengend, gerade, wenn man dann doch unsicher ist ob sie wirklich an die Brust möchte oder ob sie was anderes quält.... ich möchte ihr ja auch nicht immer den "Mund stopfen" sobald sie mal quäkt. Habe aber auch erst gestern vom Clusterfeeding gelesen und bin dadurch in meinem Handeln auch wieder bestärkt.
Ich habe bis jetzt darüber nachgedacht, wie lange ich das durchhalten kann und ob ich das schaffe.... und bin für mich zu einer, eigentlich verblüffenden, Antwort gekommen.... nicht das eigentliche Anlegen strengt mich an, sondern das ganze Rechtfertigen meinem Umfeld gegenüber raubt mir den Nerv.... hört das irgendwann mal auf? Irgendwie haben alle "gute Ratschläge" und das geht von... "bin mal gespannt wann dir das Kind das erste mal aus dem TT fällt" bis "stillen ist ja schön und gut, aber damit verwöhnt man sein Kind zu sehr" über "Du musst doch wissen wie viel Gramm sie jetzt getrunken hat!" und "lass die Kleine auch mal schreien und mache die Türe zu, dann hörst Du sie nicht!" Da habe ich die Tränen in den Augen stehen.... Es fühlt sich wie ein Kampf an und ich bin gewillt den zu gewinnen, aber ich würde mich so freuen, wenn ich diese Kraft für andere Dinge einsetzen könnte.
Wie war das bei Euch? Hört das irgendwann auf? Ich habe in der Schwangerschaft nicht einmal am Stillen gezweifelt... bin so zufrieden mit uns beiden... wir stillen mal mit Kissen mal ohne... mal beim Essen und mal auf dem Sofa... mal trinkt sie beide Seiten mal nur eine... nachts schlafen wir Bauch an Bauch ein und es fühlt sich alles so richtig an... ich habe nun bewiesen, dass wir das können und schon kommen die "warte mal ab, wenn du blutige Brustwarzen hast, hast du auch keine Lust mehr zu stillen" mit neuen guten Ratschlägen...
Entschuldigt... dass es jetzt so viel geworden ist, aber je mehr ich darüber nachdenke, desto trauriger werde ich.
Hört das irgendwann mal auf?
Liebe Grüße an Euch...
Nandu
...ich möchte mich gerne vorstellen, habe hier schon viel gelesen und viele Beiträge haben mir schon in der Schwangerschaft meinen Weg gestärkt. Meine Kleine ist jetzt etwa drei Wochen alt. Wir hatten eine nicht ganz einfache Entbindung, versuchen das aber mit viel kuscheln und Nähe auszugleichen, was nicht nur meinem Kind, sondern auch mir gut tut. Wir stillen voll und hatten meiner Meinung nach einen wirklich guten Stillstart. Diesen auch ganz ohne wunde Brustwarzen. In der Klinik in der ich entbunden habe, hat man mich machen lassen und weder gewogen noch kontrolliert, sondern mich in dem bestärkt, was und wie ich alles mache. Auch meine Hebamme ist sehr zufrieden mit uns und bestärkt uns darin, auf unsere innere Stimme zu hören.... Meine Kleine nimmt langsam, aber stetig zu und hat jede Windel voll (kleine, gelbe Knüddelchen)... ich fühle mich damit sicher und wohl und habe keinen Gedanken, dass mein Kind schlecht versorgt ist....
Meine Tochter neigt abends zum Clusterfeeding und möchte dann gerne auch mal alle 20 Minuten an die Brust. Das ist natürlich anstrengend, gerade, wenn man dann doch unsicher ist ob sie wirklich an die Brust möchte oder ob sie was anderes quält.... ich möchte ihr ja auch nicht immer den "Mund stopfen" sobald sie mal quäkt. Habe aber auch erst gestern vom Clusterfeeding gelesen und bin dadurch in meinem Handeln auch wieder bestärkt.
Ich habe bis jetzt darüber nachgedacht, wie lange ich das durchhalten kann und ob ich das schaffe.... und bin für mich zu einer, eigentlich verblüffenden, Antwort gekommen.... nicht das eigentliche Anlegen strengt mich an, sondern das ganze Rechtfertigen meinem Umfeld gegenüber raubt mir den Nerv.... hört das irgendwann mal auf? Irgendwie haben alle "gute Ratschläge" und das geht von... "bin mal gespannt wann dir das Kind das erste mal aus dem TT fällt" bis "stillen ist ja schön und gut, aber damit verwöhnt man sein Kind zu sehr" über "Du musst doch wissen wie viel Gramm sie jetzt getrunken hat!" und "lass die Kleine auch mal schreien und mache die Türe zu, dann hörst Du sie nicht!" Da habe ich die Tränen in den Augen stehen.... Es fühlt sich wie ein Kampf an und ich bin gewillt den zu gewinnen, aber ich würde mich so freuen, wenn ich diese Kraft für andere Dinge einsetzen könnte.
Wie war das bei Euch? Hört das irgendwann auf? Ich habe in der Schwangerschaft nicht einmal am Stillen gezweifelt... bin so zufrieden mit uns beiden... wir stillen mal mit Kissen mal ohne... mal beim Essen und mal auf dem Sofa... mal trinkt sie beide Seiten mal nur eine... nachts schlafen wir Bauch an Bauch ein und es fühlt sich alles so richtig an... ich habe nun bewiesen, dass wir das können und schon kommen die "warte mal ab, wenn du blutige Brustwarzen hast, hast du auch keine Lust mehr zu stillen" mit neuen guten Ratschlägen...
Entschuldigt... dass es jetzt so viel geworden ist, aber je mehr ich darüber nachdenke, desto trauriger werde ich.
Hört das irgendwann mal auf?
Liebe Grüße an Euch...
Nandu
- LaLeMi
- Miss SuTiversum
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- Wohnort: Rhein-Main
Re: Stillstart, clusterfeeding und Umfeld
Herzlich Willkommen 
So ganz aufgehört hat es bei uns nicht - naja, irgendwann geben sie ein bißchen auf *g* Dann kommen Phasen oder Zeitpunkte, so um ein halbes Jahr und um ein Jahr oder dann zwei Jahre, da ist es wieder mehr.
Man ärgert sich schon, aber manchmal hilft nur Ohren auf Durchzug....
Vielleicht ist es ja auch jetzt extrem mit dem Clusterfeeding - was meine Maus auch sehr extrem gemacht hat - und bessert sich dann.
Und hauptsache ist doch, daß es EUCH gut mit Eurer Situation geht.
So ganz aufgehört hat es bei uns nicht - naja, irgendwann geben sie ein bißchen auf *g* Dann kommen Phasen oder Zeitpunkte, so um ein halbes Jahr und um ein Jahr oder dann zwei Jahre, da ist es wieder mehr.
Man ärgert sich schon, aber manchmal hilft nur Ohren auf Durchzug....
Vielleicht ist es ja auch jetzt extrem mit dem Clusterfeeding - was meine Maus auch sehr extrem gemacht hat - und bessert sich dann.
Und hauptsache ist doch, daß es EUCH gut mit Eurer Situation geht.
-
jusl
- Jusl Almighty
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- Wohnort: nördlich des Weißwurstäquators
Re: Stillstart, clusterfeeding und Umfeld
wow. Respekt! Manch andere Mütter brauchen JAHRE, bis sich diese Erkenntnis bei ihnen durchsetzt.und bin für mich zu einer, eigentlich verblüffenden, Antwort gekommen.... nicht das eigentliche Anlegen strengt mich an, sondern das ganze Rechtfertigen meinem Umfeld gegenüber raubt mir den Nerv...
Ich kann Dich nur ermutigen: tausch Dich mit Leuten aus, die so wie Du einen bedürfnisorientierten Betreuungsstil pflegen (hier zum Beispiel!
Herzlichen Glückwunsch zum Baby und
hier.LG;
Julia
- Nyrith
- ist mit Leidenschaft dabei
- Beiträge: 998
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Re: Stillstart, clusterfeeding und Umfeld
Herzlich Willkommen,
hört sich klasse an, wie ihr das so macht.
Glücklicherweise hör ich sowas nur von meiner Schwiegerfamilie und entfernten Bekannten/ Verwandten und wildfremden Leuten auf der Straße und da denke ich an meine beiden Ohren und wie jusl schon sagte "da rein, da raus"
LG Moni
hört sich klasse an, wie ihr das so macht.
Bei uns bisher nicht, im Moment heißt es mal wieder, dass ich ja nun spätestens jetzt aufhören müsse zu stillen, da er ja nun ein Zähnchen hat und mich beißen könnte. Und wenn die Leute das Stillen akzeptiert haben kommen sie mit anderen Sachen an. "Er muss doch mal was richtiges essen, und wenn er kein Gemüse oder Obst mag, dann gib ihm doch mal was von der Fleischwurst."Nandu hat geschrieben:Hört das irgendwann auf?
Glücklicherweise hör ich sowas nur von meiner Schwiegerfamilie und entfernten Bekannten/ Verwandten und wildfremden Leuten auf der Straße und da denke ich an meine beiden Ohren und wie jusl schon sagte "da rein, da raus"
LG Moni
mit
Frosch 13.02.2009
Raupe 13.01.2013
Zwerg 13.09.2015
und
Hui-Buh 08.03.2019
Frosch 13.02.2009
Raupe 13.01.2013
Zwerg 13.09.2015
und
Hui-Buh 08.03.2019
-
Elena
- Miss SuTiversum
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- Registriert: 05.08.2009, 17:08
Re: Stillstart, clusterfeeding und Umfeld
Hallo,
ich hatte irgendwie Glück und musste mir in den fast 8 Monaten bisher eigentlich nichts in der Richtung anhören. Meine Schwiegermutter, die keins ihrer drei Kinder gestillt hat, staunt zwar immer mal, dass ich trotz Zähnchen und wiederaufgenommener Berufstätigkeit immer noch stille, aber sie findet es auch irgendwie gut. Ihr erkläre ich dann, was ich warum mache - weil sie zugänglich und interessiert ist.
Sturköpfe, die mir immer wieder mit dem Schreienlassen kommen und Argumenten nicht zugänglich sind, würde ich wohl versuchen spüren zu lassen, dass ich sie nicht ernst nehme, und antworten: "Klar lasse ich sie ordentlich schreien. Wenn sie nach 15 Minuten nicht aufhört, bringe ich sie jetzt neuerdings immer runter in den Keller. Da ist es dunkel und kalt. Im warmen, weichen Bett schreien verwöhnt das Kind nur." Oder so ähnlich... Würde mich echt mal interessieren, wie jemand darauf reagiert.
Grundsätzlich würde ich versuchen, mich nicht auf Diskussionen mit Leuten einzulassen, bei denen das eh nichts bringt.
LG Elena
ich hatte irgendwie Glück und musste mir in den fast 8 Monaten bisher eigentlich nichts in der Richtung anhören. Meine Schwiegermutter, die keins ihrer drei Kinder gestillt hat, staunt zwar immer mal, dass ich trotz Zähnchen und wiederaufgenommener Berufstätigkeit immer noch stille, aber sie findet es auch irgendwie gut. Ihr erkläre ich dann, was ich warum mache - weil sie zugänglich und interessiert ist.
Sturköpfe, die mir immer wieder mit dem Schreienlassen kommen und Argumenten nicht zugänglich sind, würde ich wohl versuchen spüren zu lassen, dass ich sie nicht ernst nehme, und antworten: "Klar lasse ich sie ordentlich schreien. Wenn sie nach 15 Minuten nicht aufhört, bringe ich sie jetzt neuerdings immer runter in den Keller. Da ist es dunkel und kalt. Im warmen, weichen Bett schreien verwöhnt das Kind nur." Oder so ähnlich... Würde mich echt mal interessieren, wie jemand darauf reagiert.
Grundsätzlich würde ich versuchen, mich nicht auf Diskussionen mit Leuten einzulassen, bei denen das eh nichts bringt.
LG Elena
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- Daria
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Re: Stillstart, clusterfeeding und Umfeld
Hallo und Herzlich Willkommen!Nandu hat geschrieben:Da habe ich die Tränen in den Augen stehen....
Diesen Satz finde ich am wichtigsten. Denn der zeigt doch, dass Du eigentlich richtig liegst im Sinne Deines Kindes und es andere nicht sehen.
Nein, es hört nicht so schnell auf und im Gegenteil, wenn man das ganze dann länger betreibt als die übliche Gesellschaft, wird es nochmal sehr anstrengend. Aber in der Regel gibt Dir Dein Kind so viel zurück, dass Du schon weisst, wofür Du es tust.
Denn kein anderer erlebt es so wie Du - kein anderer sieht, dass es Deinem Kind gutgeht dabei und es sich so, und nur so, wohlfühlt.
Lies Dich ein bisschen hier durch und Du wirst sehen, dass Dein Wissensschatz und Dein Fell größer bzw. dicker werden
P.S.: Ja, das clusterfeeding ist was ganz Normales, das sich erst mehr und mehr durchsetzt in den Köpfen, hab ich das Gefühl. Sei unbesorgt. Selbst wenn das Baby gerade nicht unbedingt Milch trinken will, dann nimmt es die Brust gerne als Ort, wo es Ruhe und Geborgenheit findet, es befriedigt sein natürliches Saugbedürfnis und spürt und hört Dich. Manchmal nuckeln sie dann eben nur, ohne dass Milch kommt. Und auch wenn Milch kommt, schaden wird die nicht
-
weberin
- gut eingelebt
- Beiträge: 46
- Registriert: 17.06.2009, 20:17
- Wohnort: Recklinghausen
Re: Stillstart, clusterfeeding und Umfeld
Nööö, das hört nicht auf! Es sei denn, man/frau sucht sich ein Umfeld, wo das Normale (Stillen, Clusterfeeding & Bedürfnisbefriedigung sind NORMAL...) auch als Normal angesehen wird...
Das von Dir zitierte Umfeld mit den Negativmotivationen wird erfahrungsgemäß NOCH nerviger
Da hilft dann nur offensives
-- auch von Kindern, die schon Laufschuhe anhaben & "Mamamilch" brüllen -- ich provoziere mittlerweile richtig gern
höhö!!
Das von Dir zitierte Umfeld mit den Negativmotivationen wird erfahrungsgemäß NOCH nerviger

An mein Kind
Dir will ich meines Liebsten Augen geben
und seiner Seele flammenreines Glühn
Ein Träumer wirst du sein und dennoch kühn,
verschloßne Tore aus den Angeln heben.
Wirst ausziehn, das gelobte Glück zu schmieden.
Dein Weg sei frei. Denn aller Weisheit Schluß
bleibt doch zuletzt, daß jedermann hienieden
all seine Fehler selbst begehen muß.
Ich kann vor keinem Abgrund dich bewahren,
hoch in die Wolken hängte Gott den Kranz.
Nur eines nimm von dem, was ich erfahren:
Wer Du auch seist, nur eines - sei es ganz!
Mascha Kaléko (1907-1975)
-
prinzesschen
- ist gern hier dabei
- Beiträge: 79
- Registriert: 17.05.2008, 22:32
Re: Stillstart, clusterfeeding und Umfeld
hallo,
ich habe die erfahrung gemacht, dass je selbstverständlicher man sein ding durchzieht, desto weniger wird darum einen aufstand gemacht. also weder groß rechtfertigen, noch groß missionieren. aber klar, man neigt einfach dazu, so viel zu erklären, weil man ja auch verstanden werden möchte und das kostet so viel kraft. vom clusterfeeding hab ich nie groß erzählt, meine verwandten haben sich vielleicht gewundert, wenn wir bei denen zu besuch waren, aber ansonsten: igelt euch schön ein, genießt euer wochenbett und versuche gelassen zu sein. dein gefühl ist dein bester kompass. und wenn die leute merken, wie sicher du dir damit bist, verlieren sie schnell die lust an tollen tipps.
ich hab mich übrigens das letzte mal verunsichern lassen, als es um das thema schlafen ging, denn schatz wird nach wie vor oft wach abends. und da hab ich das erste mal gemerkt, dass mich nicht das verhalten meines kindes stresst, sondern die falschen normalitätsvorstellungen, die ich von anderen unbewusst übernommen habe, obwohl ich weiß, dass es normal ist.
ich habe die erfahrung gemacht, dass je selbstverständlicher man sein ding durchzieht, desto weniger wird darum einen aufstand gemacht. also weder groß rechtfertigen, noch groß missionieren. aber klar, man neigt einfach dazu, so viel zu erklären, weil man ja auch verstanden werden möchte und das kostet so viel kraft. vom clusterfeeding hab ich nie groß erzählt, meine verwandten haben sich vielleicht gewundert, wenn wir bei denen zu besuch waren, aber ansonsten: igelt euch schön ein, genießt euer wochenbett und versuche gelassen zu sein. dein gefühl ist dein bester kompass. und wenn die leute merken, wie sicher du dir damit bist, verlieren sie schnell die lust an tollen tipps.
ich hab mich übrigens das letzte mal verunsichern lassen, als es um das thema schlafen ging, denn schatz wird nach wie vor oft wach abends. und da hab ich das erste mal gemerkt, dass mich nicht das verhalten meines kindes stresst, sondern die falschen normalitätsvorstellungen, die ich von anderen unbewusst übernommen habe, obwohl ich weiß, dass es normal ist.
-
ricky1974
- gehört zum Inventar
- Beiträge: 451
- Registriert: 24.06.2007, 07:43
Re: Stillstart, clusterfeeding und Umfeld
mir ging es bei meiner tochter auch so, dass mich mein umfeld mehr gestresst hat, als das viele stillen und das große nähebedürfnis meiner tochter.
ich glaube meine tochter war ca. 4 monate alt und konnte nicht einschlafen als wir zu besuch bei meinen eltern waren. laut meinem vater lag das ja alles an der modernen (?!) tragerei mit dem tuch
da bin ich so richtig ausgetickt und seitdem war eigentlich im großen und ganzen ruhe.
mit dem lzstillen haben sie sich erstaunlich gut arrangiert. wahrscheinlich letztens endes auch, weil ich dann sogar meine diplomarbeit über das thema geschrieben habe und sie gesehen haben, dass meine tochter ganz gut geraten ist, obwohl sie lange getragen, lange gestillt wurde und bis heute im familienbett schläft.
beim nächsten kind mache ich mir da gar keinen kopf mehr. ich weiß, dass meine mutter traurig ist, dass sie ihren neuen kleinen enkel nicht lange alleine haben kann, weil er eben voll gestillt wird und keinen 4h trinkabstand haben wird, so wie sie das von ihren flaschenernährten kindern kennt. aber dieses mal mache ich mir da keinen kopf mehr drum und fühle mich auch nicht schlecht dabei. so ist das eben, da muß sie durch
sonstiges umfeld läßt mich eh kalt. andere mütter aus der karbbelgruppe sollen es so machen, wie sie meinen. bei ferbergeschichten oder ammenmärchen zum stillen sage ich sehr deutlich meine meinung, aber immer auf meine persönliche situation bezogen, so dass sich keiner angegriffen fühlen muß. das selbstbewußtsein wächst mit der zeit, dann lassen auch die dummen kommentare nach, so zumindest meine erfahrung.
alles gute für euch und lg
ich glaube meine tochter war ca. 4 monate alt und konnte nicht einschlafen als wir zu besuch bei meinen eltern waren. laut meinem vater lag das ja alles an der modernen (?!) tragerei mit dem tuch
da bin ich so richtig ausgetickt und seitdem war eigentlich im großen und ganzen ruhe.
mit dem lzstillen haben sie sich erstaunlich gut arrangiert. wahrscheinlich letztens endes auch, weil ich dann sogar meine diplomarbeit über das thema geschrieben habe und sie gesehen haben, dass meine tochter ganz gut geraten ist, obwohl sie lange getragen, lange gestillt wurde und bis heute im familienbett schläft.
beim nächsten kind mache ich mir da gar keinen kopf mehr. ich weiß, dass meine mutter traurig ist, dass sie ihren neuen kleinen enkel nicht lange alleine haben kann, weil er eben voll gestillt wird und keinen 4h trinkabstand haben wird, so wie sie das von ihren flaschenernährten kindern kennt. aber dieses mal mache ich mir da keinen kopf mehr drum und fühle mich auch nicht schlecht dabei. so ist das eben, da muß sie durch
sonstiges umfeld läßt mich eh kalt. andere mütter aus der karbbelgruppe sollen es so machen, wie sie meinen. bei ferbergeschichten oder ammenmärchen zum stillen sage ich sehr deutlich meine meinung, aber immer auf meine persönliche situation bezogen, so dass sich keiner angegriffen fühlen muß. das selbstbewußtsein wächst mit der zeit, dann lassen auch die dummen kommentare nach, so zumindest meine erfahrung.
alles gute für euch und lg
- Minou
- ist mit Leidenschaft dabei
- Beiträge: 990
- Registriert: 13.05.2008, 15:40
- Wohnort: Spanien
Re: Stillstart, clusterfeeding und Umfeld
Bei uns hiess das schlicht "Dauernuckeln" und meine Tochter hing monatelang an meiner Brust, es lohnte sich kaum mir etwas anzuziehen
Da wir sehr zurückgezogen und 4000km von der Verwandschaft entfernt leben braucht sich keiner darüber aufzuregen. Nur im Urlaub bei der Familie kam es nicht so gut an. Meine Schwägerin meinte irgendwann, meine Tochter würde mich als Schnullerersatz nehmen, da habe ich einfach erklärt das ICH das Original bin und die Kleine keinen Gummi-Mamaersatz haben mag. Darauf hat sie sehr nett reagiert. Sie hat nicht gestillt und meint, ich werde schon wissen was ich tue. Sehr entspannend
Meine Mutter hat gleich die Klappe gehalten, ich werde schon sehen was ich davon habe das Kind so zu verwöhnen
Mein Freund wird langsam etwas Eifersüchtig, weil die Kleine wirklich extrem an mir klammert. Bei Papa wird gequakt, sie lässt sich nicht beruhigen, kaum sieht sie mich dreht sie völlig durch, und wenn ich sie dann nehme lacht sie sich schlapp... Aber ich konnte ihn beruhigen, je grösser sie wird, desto weniger ist sie von mir abhängig und kann sich auch mehr auf andere Bezugspersonen einlassen. Sie findet ihren Papa ganz toll, aber wenn sie müde oder hungrig ist muss Mama ran, ganz klar! Und wenn man nach 7 Monaten noch nicht flott wickeln kann und sich weigert das Kind zu tragen (einzig akzeptierte Alternative zum Nuckeln) ist man ja auch selber Schuld, finde ich
Mit großer (11.'99) und kleiner Maus (03.'09)







