unsre nächte *heul* - bitte um rat

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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mucha
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unsre nächte *heul* - bitte um rat

Beitrag von mucha »

ich drück mich schon seit tagen hier rum und weil ich schon wieder angst vor der kommenden nacht hab, schreib ich lieber endlich mal meine sorgen auf.

jakob stillt eigentlich nur noch nachmittags und abends vor dem einschlafen (er braucht das nur zum runterfahren - hunger hat er keinen und er schläft auch nicht dabei ein, das klappt einfach so) - und nachts.
irgendwie hab ich wohl gedacht, wenn ich wieder arbeiten gehe (das ist seit montag der fall), hört er einfach auf damit, mich ab 0 uhr alle zwei stunden zu wecken :roll: . ein frommer wunsch, ich weiß. natürlich ist das nicht der fall. er trinkt nicht wirklich bzw. trinkt aus seiner wasserflasche richtig viel, an der brust nuckelt er nur rum. vielleicht hab ich auch nicht mehr genug milch, ich bin ja wieder schwanger?! es nervt mich tierisch und ich würde so gerne nachts abstillen. morgens bin ich wie gerädert, wenn ich um 6 uhr aufstehen muss und keine nacht länger als 2 stunden am stück schlafen kann.
als jakob noch klein war, konnte ich beim stillen dösen, mittlerweile geht das nicht mehr. ich bin hellwach, mir tun die brustwarzen weh, er schmatzt und grunzt wie irre dabei - ich krieg manchmal echt aggressionen :oops: . und das schlimmste: ich kann nicht mehr richtig einschlafen, brauche ewig bis ich wieder runterfahre und grübel über diese blöde stillerei nach...
momentan sehen die nächte so aus: er geht um 19 uhr schlafen, hat vorher ordentlich gegessen und noch ein bisschen genuckelt vorm schlafen. bis ca 0/1 uhr schläft er durch, manchmal wacht er auf und weint, lässt sich durch streicheln aber beruhigen. wenn wir ins bett kommen, wird er spätestens eine halbe stunde später wach und will stillen. ich lass ihn dann, weil ich denke, dass er echt hunger haben könnte (seinen durst stillt er ja mit wasser). wobei es mir auch spanisch vorkommt, dass er nachts hunger hat - sollte das nicht eigentlich bis morgens langen?
dann kommt er um 2/3 uhr - ich leg ihn an, weil ich ruhe haben will.
dann kommt er nochmal 2 stunden später - an dem punkt bin ich so genervt, dass ich ihn nicht ranlasse meistens :oops: . er schimpft und heult dann natürlich. ich fühl mich schlecht dabei, mag eigentlich keine machtkämpfe mit meinem kind ausfechten, genauso kommts mir aber vor. wenn ich "durchhalte" (mann, wie schrecklich das klingt :cry: ), ist nach max 5 minuten weinen meist ruhe und er schläft wieder ein. aber es fühlt sich so falsch für mich an :cry: .
das muss so verwirrend für ihn sein, wenn er mal stillen darf und mal nicht.
am liebsten würde ich nachts abstillen, wenn ich nur wüsste wie?! ich will ihm nicht schaden und es tut mir soooo leid, wenn er so weinen muss. gibt es einen weniger schmerzvollen weg? es muss ja nicht von jetzt auf gleich sein, aber ich weiß, dass ich definitiv nicht 2 kinder nachts stillen möchte.

sorry, ich glaub ich schreibe ein wenig wirr - aber das ganze ist auch so diffus in meinem kopf... es hat aber schonmal gut getan, es loszuwerden.
viele grüße von v. mit j. (10/08) und a. (5/10) und e. (4/13)

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Altraia
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Re: unsre nächte *heul* - bitte um rat

Beitrag von Altraia »

Ich finde es nur verständlich, dass er jetzt, wo Du arbeiten gehst, immer noch oder sogar erst recht nachts stillen will. Er muss Dich tagsüber entbehren und fordert nachts Nähe ein. Wenn es Dir aber nicht möglich ist, auf diese Forderung einzugehen, musst Du Dir etwas überlegen.

Er schläft ja offenbar durch, bis Ihr Euch nachts zu ihm legt. Habt Ihr schon versucht, in getrennten Räumen zu schlafen, so dass dieses Signal "Mama ist jetzt da" entfällt?
Liebe Grüße,
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mucha
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Re: unsre nächte *heul* - bitte um rat

Beitrag von mucha »

na ja, er war auch vorher schon täglich 5-6 stunden in der kita, wir gewöhnen schon länger ein (seit juni). das ist nichts neues für ihn, nur dass ich halt jetzt nicht mehr zu hause bin, wenn er in der krabbelstube ist.
vorher hat er aber nur 1-2 mal nachts stillen wollen, was in ordnung für mich war. umquartieren möchte ich ihn nicht - ich habs so gerne, dass er bei uns schläft.

ganz vergessen: wenn er abends einschläft und bis zum ersten stillen schhläft er in seinem bettchen, das ohne seitenteil an unserem angebaut ist. nach dem stillen bin ich meist zu faul, ihn wieder runterzulegen. vielleicht muss ich da konsequenter sein. er schläft ohne uns nebendran schon wesentlich ruhiger.
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mucha
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Re: unsre nächte *heul* - bitte um rat

Beitrag von mucha »

Wenn es Dir aber nicht möglich ist, auf diese Forderung einzugehen, musst Du Dir etwas überlegen.
ja, das ist ja mein problem. ich würde ihm so gerne geben, was er braucht. aber ich stoße echt an meine grenzen und mag mir gar nicht ausmalen was ist, wenn ich hochschwanger oder dann mit zwei babys bin.
"was überlegen" ist gut... was denn... *jammer*?
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Re: unsre nächte *heul* - bitte um rat

Beitrag von susannehanssen »

Wenn DU Dich schon mit ihm hinlegst, verlegt er da seine nächtlichen Mahlzeiten vor?
jackie-brown
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Re: unsre nächte *heul* - bitte um rat

Beitrag von jackie-brown »

oh je, das hört sich anstrengend an :(

ich habe die erfahrung auch gemacht, als ich wieder arbeiten gegangen bin. es wurde erst in den letzten 3 monaten besser. bei uns war es so, dass die mami tagsüber weg war und dann das ganze kuscheln und rückversichern nachts stattgefunden hat. bis ich das kapiert hab*kopfschüttel*. ich habe dann meine einstellung geändert und habe es genossen, dass wir jetzt eben nachts intensiv kuscheln. dann habe ich auch leichter wieder in den schlaf gefunden, wie zu beginn der stillzeit. aber das ist in deiner situation einfacher gesagt als getan.

ich war zu diesem zeitpunkt gsd nicht schwanger. sonst wüsste ich auch nicht wie ich das überlebt hätte. meine brustwarzen waren am anfang der jetzigen schwangerschaft auch so empfindlich. ich hätte beim stillen die wände hochgehen können, das hat mich richtig agressiv gemacht und dabei stillen wir nur noch zum einschlafen und aufwachen. bei mir hielt dieses gefühl nur am anfang der schwangerschaft an. jetzt ist es wie vorher. tut nicht mehr weh, nervt nicht mehr :mrgreen:

ich wünsche euch, dass ihr den richtigen weg für euch findet. die zeit wird es vielleicht auch richten.
glg jackie
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mucha
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Re: unsre nächte *heul* - bitte um rat

Beitrag von mucha »

Wenn DU Dich schon mit ihm hinlegst, verlegt er da seine nächtlichen Mahlzeiten vor?
das hab ich noch nicht ausprobiert. vielleicht kann ich so sein kuschelbedürfnis auch stillen meinst du - sodass es mich spätnachts nicht so trifft?

ich wünschte, ich könnte mich kopfmäßig ein bisschen freier machen. ich glaube, wenn ich nicht schwanger wäre und diese horrorszenarien in meinem kopf (ein nuckelndes kind links eins rechts, ich mit ringen unter den augen und nervlich am ende *übertreib*) nicht wären, könnte ich das entspannter sehen.

mal konkret, was würdet ihr mir raten?
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Altraia
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Re: unsre nächte *heul* - bitte um rat

Beitrag von Altraia »

das hab ich noch nicht ausprobiert. vielleicht kann ich so sein kuschelbedürfnis auch stillen meinst du - sodass es mich spätnachts nicht so trifft?
Oder sie meint, dass Du abends quasi vorschlafen könntest. Das wäre zum Beispiel eine Möglichkeit. Eine andere wäre, Dich damit abzufinden und auf Besserung zu hoffen, evtl. unterstützt durch den Gedanken, den Jackie-Brown schon ausführte: Du gibst ihm, was er braucht, und Du machst es Dir dabei so kuschelig wie möglich. Oder Du ziehst nachts ein Abstillprogramm durch, indem Du es die ganze Nacht so hältst wie früh morgens.

Nur solltest DU Dir klar werden, was Du möchtest. Dann wird jeder der genannten Lösungen einfacher umzusetzen sein. Leider kann man nicht alles haben - Ruhige Nächte, glückliches Kind, das nichts entbehrt, volle Konzentration aufs Zweitkind... Manches Ideal muss evtl. fallengelassen werden oder neue Lösungen gefunden werden.

Da ich weder berufstätig bin noch in einer Schwangerschaft gestillt habe, hoffe ich, dass noch andere Mütter Dir Tipps geben, wie Du die Situation meistern kannst.
Liebe Grüße,
Christine mit Sohn (2/05), Tochter (6/07) und Tochter (2/14)
susannehanssen
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Re: unsre nächte *heul* - bitte um rat

Beitrag von susannehanssen »

Vielleicht ists auch ein blöder Ratschlag, ich arbeite ja erst wieder voll, wenn Enea 4 Monate alt ist. Ich dachte nur, erstens ausruhen, und evtl kommt er da schon häufiger und pennt dann? Aber Erfahrung habe ich selbst nciht damit, war nur ne Überlegung.
vroni
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Re: unsre nächte *heul* - bitte um rat

Beitrag von vroni »

mucha hat geschrieben: ich glaube, wenn ich nicht schwanger wäre und diese horrorszenarien in meinem kopf (ein nuckelndes kind links eins rechts, ich mit ringen unter den augen und nervlich am ende *übertreib*) nicht wären, könnte ich das entspannter sehen.
Warum ist das Tandemstillen denn so eine "gruselige" Vorstellung für Dich?
Auch hier im SuT gibt es ja einige Mütter mit Tandemstillerfahrung - vielleicht könnten diese Erfahrungen Dich ein wenig ermutigen.
Das Stillen des größeren (Klein-)Kindes in dieser Situation kann z.B. ganz viel Eifersucht abfangen und damit die Ankunft des Geschwisterchens erleichtern.
Die Muttermilch richtet sich zwar immer nach dem Baby, aber über sie bekommt das "große" Kind einges an Abwehstoffen und wird dadurch seltener (oder gar nicht) krank, bzw. es kann einen Infekt leichter überstehen.
Und Tandemstillen heißt nicht immer zwingend, dass beide Kinder gleichzeitig gestillt werden.

Viele Mütter machen die Erfahrung, dass eine Situation einfacher zu tragen ist, wenn sie diese akzeptieren und eben nicht mehr damit hadern.
Jakob ist doch noch sooo klein, und ich bin überzeugt davon, dass das nächtliche Stillen für ihn gut und auch notwendig ist - wenn man überlegt, was alles in dieser Zeit an kognitiver Entwicklung geschieht - und das Gehirn entwickelt sich nachts weiter und braucht Energie dafür.
Vielleicht ist auch der Anspruch, nachts länger als zwei Stunden am Stück schlafen zu müssen, als Mutter eines Baby und Kleinkindes verfehlt - es ist ganz normal, dass Kinder in dem Alter von Jakob nachts öfter aufwachen und stillen wollen. Und den schon erwähnten Satz wieder aufgreifend, sich darüber "zu ärgern" kostet (unnötig) Kraft.
Natürlich ist es anstrengend für ein Baby und Kleinkind da zu sein und es weiß ja auch nichts von den Anforderungen der modernen Gesellschaft, davon, dass ihre Mama auch im Erwerbsleben steht und dafür Kraft braucht.

Vielleicht kannst Du Dich tagsüber häufger ausruhen oder Du gehst eben - wie auch schon vorgeschlagen - selber früher ins Bett, um in der ersten Hälfte der Nacht etwas länger am Stück zu schlafen.
Liebe Grüße
vroni mit Augenstern (*10/02) und Goldkrümel (*10/06)
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