da gehen die empfehlungen auch auseinander. ich persönlich gebe *keine* kuhmilch - aber aus dem einfachen grund, dass ich mich ja selbst täglich 1-2 mal anzapfe.
kuhmilch ist übrigens ja auch der ausgangsstoff für formula.
schau mal:
forschungsinstitut für kinderernährung dortmund empfiehlt:
Ab dem (6.-)8. Monat (abgekocht)
täglich 200 g Kuhmilch abgekocht* im Getreidebrei für eine ausreichende Kalziumversorgung wird empfohlen. Frische Kuhmilch* im ersten Lebensjahr ist umstritten.
die who empfiehlt: Ab dem 12. Monat
Kuhmilch besser in Form von Käse, Joghurt oder abgekocht im Getreidebrei geben. Keine frische, unerhitzte Kuhmilch* in den ersten zwölf Lebensmonaten.
die amerikanische akademie für kinderheilkunde empfiehlt: Ab dem 12. Monat
Muttermilch ist im ersten Lebensjahr die beste Quelle für Kalzium. Käse, Joghurt etc. zwischen dem zehnten und zwölften Lebensmonat, frische Kuhmilch* nach dem 12. Lebensmonat einführen.
quelle:
http://www.still-lexikon.de/90_beikost_einfuehrung.html
dann habe ich noch dies hier gefunden:
"DGE-Info
Aus dem Bereich: Ernährung
Milch für die Säuglingsernährung
06.10.2008
DGEInfo 09/2008 – Beratungspraxis
Frage: Ist Trinkmilch im ersten Lebensjahr geeignet?
Antwort: Herkömmliche Trinkmilch ist wegen ihrer Zusammensetzung im ersten Lebensjahr für die Ernährung des Säuglings nicht geeignet. Grund ist der hohe Protein- und Mineralstoffgehalt sowie ein zu geringer Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Eisen und Jod. Milchmahlzeiten im ersten Lebensjahr sollten aus Muttermilch oder Säuglingsmilchnahrungen bestehen.
Geringe Mengen an Vollmilch im Vollmilch-Getreide-Brei können frühestens ab dem sechsten Monat gefüttert werden. "
quelle:
http://www.dge.de/modules.php?name=News ... le&sid=872
ich habe hier noch einen text zum thema, den ich in einem forum gefunden habe, leider kann ich dir keien quelle dazu sagen, weil ich nicht weiß, wo die verfasserin das her hat.
"Schon seit 2006 wird von der DGE im zweiten Lebenshalbjahr Milch selbst für allergiegefährdete Säuglinge wieder empfohlen. Die Hysterie vor Milch war etwas übers Ziel hinausgeschossen. Wenn auch selbst innerhalb der Allergologenriege keine Einigkeit darüber herrscht.
Klar ist die Milcheiweißallergie die häufigste Allergie bei Säuglingen. Das liegt aber weniger an der Milch ansich, sondern an der immensen Flut von Pulvermilch auf Kuhmilchbasis, die inzwischen so viele Säuglinge bekommen. Bei schätzungsweise 80% Kuhmilchproteinkonsum im ersten Lebenshalbjahr in der gesamten deutschen Säuglingswelt ist es ja nicht verwunderlich, dass die Milcheiweißallergie an erster Stelle steht. Würden 80% der Säuglinge ab dem ersten Tag tägl. Hühnerei bekommen würde diese Allergie in astronomische Höhen schnellen. Das ganze ist also wohl eher auch ein statistisches Problem.
Die Wahrscheinlichkeit eine Kuhmilcheiweißallergie zu bekommen ist nicht mehr signifikant höher wenn das Kind schon mit 7 statt erst mit 12 Monaten Kuhmilch bekommt. Insofern kann man sagen: Bekommt ein Kind mit 12 Monaten eine solche Allergie hätte es sie mit allergrößter Wahrscheinlichkeit auch mit 7 Monaten bekommen.
Problem bei Kuhmilch ist der hohe Protein und Mineralstoff-Gehalt. Zuviel Eiweiß kann die Nieren zu sehr belasten und der höhere Salzgehalt der Kuhmilch kann den empfindlichen Natrium/Kalium-Haushalt des Säuglings durcheinander bringen.
Kuhmilch enthält etwa doppelt so viel Eiweiß und einen höheren Mineralstoffgehalt (bs. Natrium). Aus diesem Grund wird empfohlen, Kuhmilch zunächst als Halbmilch einzuführen, eben um genau den Protein- und Salzgehalt zu senken. Zeigt das Kind darauf keine Reaktion (2-3 Tage) kann man den Gehalt schrittweise oder gleich komplett (nach etwa 7 Tagen) auf 100% Kuhmilch steigern. Denn letztlich verdünnt man mit der Halbmilch auch die wertvollen Stoffe wie etwa Calcium, weshalb Kuhmilch ja eigentlich auf dem Baby- und Kleinkindspeiseplan steht.
Ob Milch generell vertragen wird kann man auch anhand eines Reibetests ermitteln: Man gibt Baby ein paar Tage hintereinander ein paar Tropfen Mich auf den Unterarm und verreibt es etwas. Zeigt sich (sofort oder nach ein paar Tagen) kein nesselsuchtartiger Ausschlag und keine Rötung kann man recht bedenkenlos Kuhmilch geben.
Für Säuglinge bis zum ersten Geburtstag sollte man unbedingt vollfette Milch mit mindestens 3,5% Fettgehalt verwenden. Ab dem 1. Geburtstag können es auch nur 1,5% Fett sein. Empfohlen wird, auch im zweiten Lebensjahr noch vollfette Milch zu geben. Ob man Frisch- oder H-Milch gibt ist jedem selbst überlassen und man sollte sich nach eigenen Konsum und Geschmacksempfinden richten. Rohmilch ist für Säuglinge nur dann geeignet wenn sie vorher aufgekocht wird. Anderenfalls kann sie Keime enthalten (Campylobacter, Escherichia coli, Staphylokokken, Listerien), die zu schweren Erkrankungen führen können.
Empfohlen wird, nicht vor dem 7. Monat mit Kuhmilch anzufangen. Bis zum 10. Monat sind bis zu 200ml Kuhmilch tgl. akzeptabel. Z.B. im Milchbrei. Ab da bis zu 400ml tgl. Etwa 300ml reichen ab dem 1. Geburtstag in etwa aus um den Calcium-Bedarf zu decken. Ein höherer Milchkonsum ab dem 1. Geburtstag ist dann nicht problematisch, wenn das Kind auch ausreichend andere Nahrungsmittel zu sich nimmt und sich nicht nur ausschließlich von Kuhmilch ernährt."
also unter dem strich: ich würde im zweifelsfall keine kuhmilch geben, WENN kuhmilch, dann nur voll fette und diese vorher abkochen. wenn formula, dann nur pre.