Im Grossen und Ganzen entwickelt sich Aidan prima, denke ich. Er ist froehlich, erzaehlt viel, ist immer gut beschaeftigt, liebt Buecher und Autos in jeder Form, ist ein kleiner Kuscheltiger usw. Was mir aber etwas Gedanken macht, ist seine Reaktion auf andere Kinder und Kindergruppen. Obwohl er sonst (bei Erwachsenen) als sehr kontaktfreudig rueberkommt, reagiert er auf andere Kinder aeusserst scheu und oft sogar sehr aengstlich. Wenn wir z.B. zu einer Spielgruppe gehen, will er zu mir auf den Schoss und will gar nichts von Rutsche, Autos etc. wissen. Wenn wir Besuch von anderen Kindern bekommen, haelt er sich auch erstmal sehr nah bei uns und sich moeglichst weit von ihnen entfernt, auch wenn er sie schon einigermassen kennt. Es dauert eine geraume Zeit bis er auftaut und vorsichtig beginnt sich den anderen zu naehern.
Ich frage mich, wie das kommt, denn kaum ein Kind, das ich kenne, ist im Umgang mit anderen Kindern so aengstlich. Er ist zwar ein Einzelkind, aber wir haben genug Kontakt zu anderen Leuten mit Kindern, also kann es ja nicht sein, dass es etwas voellig Ungewohntes ist. Von August bis Juni war er 2 Tage pro Woche in der KiTa, da es arbeitsmaessig nicht anders zu machen war. Die morgendliche Trennung war zwar immer sehr schwer, aber er schien da sehr gut klar zu kommen (was ich selbst beobachten konnte) und er hatte da auch zwei recht gute kleine Freunde. Die Erzieherinnen erzaehlten, dass er sehr kontakfreudig sei und dass er oft, wenn ein anderes Kind weinte, hinging und troestete, d.h. diesem Kind dann den Arm streichelte. Aber sie hatten auch bemerkt, dass er sich sehr zurueckhielt und den Erzieherinnen nicht von der Seite wich, wenn die Gruppe draussen spielte und die Kinder von der etwas aelteren Gruppe auch mit dabeiwaren.
Ich habe dieses Verhalten erst festgestellt, nachdem er in der angefangen KiTa hatte, und habe mich gefragt, ob er da vielleicht eine schlechte Erfahrung mit einem der aelteren Kinder gemacht hat, aber ich weiss es wirklich nicht. Und dieses Verhalten bezieht sich auch ausschliesslich auf andere kleine Kinder (bis ca. 6 Jahre), nicht auf Erwachsene und groessere Kinder.
Ich hoffe, es ist nur eine Phase. Hat jemand aehnliche Erfahrungen?
Er tut sich mit anderen Kindern schwer...
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Falcon
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Er tut sich mit anderen Kindern schwer...
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Sagittaria
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Re: Er tut sich mit anderen Kindern schwer...
Anna ist nur in vertrauter Umgebung so wie Anna zu Hause ist: plappert, lacht, rennt rum, spielt usw.
In fremder Umgebung hängt sie an mir und braucht mind. ne halbe Stunde, bevor sie auftaut.
Für mich klingt das Verhalten von Aidan also ganz normal.
Mir ist es so sogar lieber, als wenn sie gleich davon stürmen würde
In fremder Umgebung hängt sie an mir und braucht mind. ne halbe Stunde, bevor sie auftaut.
Für mich klingt das Verhalten von Aidan also ganz normal.
Mir ist es so sogar lieber, als wenn sie gleich davon stürmen würde
LIEBE Grüße,
Denise, Anna (12/2007), Mika (05/2010), Jonathan (08/2013) und Lebens/Liebespartner Thomas
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- shina
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Re: Er tut sich mit anderen Kindern schwer...
Hihi, also dass er bei meinen Jungs auf Abstand geht finde ich völlig verständlich
Du kennst ja Robin, selbst er sitzt fast nur auf meinem Schoss wenn wir zu einer Spielgruppe gehen. Und auch wenn er von mir weggeht dann nur, um alleine mit irgendwas zu spielen aber er spielt nicht mit anderen Kindern. Ich denke einfach dass das das Alter ist und würde mir da nicht zu viele Sorgen machen.
Du kennst ja Robin, selbst er sitzt fast nur auf meinem Schoss wenn wir zu einer Spielgruppe gehen. Und auch wenn er von mir weggeht dann nur, um alleine mit irgendwas zu spielen aber er spielt nicht mit anderen Kindern. Ich denke einfach dass das das Alter ist und würde mir da nicht zu viele Sorgen machen.
LG Sandra mit 3 Kids
- judith
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Re: Er tut sich mit anderen Kindern schwer...
du, ich hab mir hier auch ganz lang nen kopf gemacht! bei uns kam das erst vor einigen wochen, dass sie mit vertrauten, bekannten (!) kindern spielt. fremde kinder sind ihr immer noch nicht so geheuer, da ist sie sehr kritisch und misstrauisch, bei bestimmten kindern "funkts", vor anderen hat sie ´sehr lange respekt (was außenstehende immer so schlecht verstehen können, das ist eigentlich das anstrengenste dabei).
mag dir keinen kopf, in dem alter ist es sowieso noch total normal. und das er andere kinder trösten möchte,das finde ich schon sehr sozial
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Judith mit Großer (07/06) und Kleinem (12/09)
Die Nach- und Querdenker sind es, die uns weiterbringen, nicht die unendliche Schar derjenigen, die sich nicht aus den engen Hohlwegen ihrer Fachgebiete lösen können.
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Falcon
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Re: Er tut sich mit anderen Kindern schwer...
Es sind nicht nur deine Jungs, Sandra, sondern auch fast alle anderen Kinder.shina hat geschrieben:Hihi, also dass er bei meinen Jungs auf Abstand geht finde ich völlig verständlich![]()
Vielen Dank fuer eure Antworten - das macht mir ja schon Mut!!!
Mir war halt aufgefallen, dass er sehr viel schuechterner und aengstlicher gegenueber anderen Kindern ist als alle anderen (bis auf ein Kind), die wir kennen, sogar, wenn wir zu Hause sind. Deswegen habe ich mich gefragt, ob das wirklich so normal ist. Aber wie es aussieht, ist es das. Und alle Kinder sind ja auch verschieden.
Ich glaube, da hast du wirklich Recht, Judith. Manchmal habe ich das Gefuehl, dass einige (zum Glueck wenige) Muetter / Grossmuetter in der Spielgruppe denken, ich waere eine richtige Glucke, und dass ich Aidan einfach mal von meinem Schoss runterschubsen und ihm sagen sollte, dass er sich nicht so anstellen und doch einfach ein bisschen spielen soll.judith hat geschrieben:du, ich hab mir hier auch ganz lang nen kopf gemacht! bei uns kam das erst vor einigen wochen, dass sie mit vertrauten, bekannten (!) kindern spielt. fremde kinder sind ihr immer noch nicht so geheuer, da ist sie sehr kritisch und misstrauisch, bei bestimmten kindern "funkts", vor anderen hat sie ´sehr lange respekt (was außenstehende immer so schlecht verstehen können, das ist eigentlich das anstrengenste dabei).
Das sind dann aber auch die, die sich beschweren, dass ihre Kinder gar nicht so gerne Kuscheln kommen wie er.
Es wird sich bestimmt auch aendern, denn als wir heute Morgen im Buchladen waren, hat Aidan richtig gut in der Spielecke gespielt und als ein kleines Maedchen dazukam, hat er kurz aufgeschaut, einfach weitergemacht und ist sogar naeher rangegangen, als er seinen Zug naeher an sie rangeschubst hatte. Ich hatte eigentlich erwartet, dass er das Weite sucht und sofort auf den Arm will, denn das ist genau das, was er sonst macht. Ich habe mich richtig darueber gefreut.
- judith
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Re: Er tut sich mit anderen Kindern schwer...
ich hab festgestellt, dass diese "vorsicht" nicht nur unangenehm, weil anders als "erwünscht" ist.
sie ist auch im umgang mit anderen kindern sehr vorsichtig. sie hat noch nie ein kind mutwillig gehauen, geschubst oder gekniffen, geschweige denn gebissen. sie kommuniziert schon immer mit worten - davor eben nur durch weinen (meine hilfe suchend).
mittlerweile verteidigt sie sich recht taff, wenn das nachbarskind kommt und sein bobby car unter ihrem hintern wegreißen will (es kann allerdings ebenso gut auch reden...): "Du bekommst es doch gleich wieder, ich wills mir nur mal kurz ausborgen!"
so lange er deine sicherheit bekommen kann, ist alles gut. ich muss aber auch zugeben, dass ich dann, als sie doch auf andere zuging, auch lernen musste, mich zurückzuhalten, falls ein Konflikt sich anbahnte. das sollte sie dann doch zuerst selbst lösen, oder mich eben um hilfe bitten.
sie ist auch im umgang mit anderen kindern sehr vorsichtig. sie hat noch nie ein kind mutwillig gehauen, geschubst oder gekniffen, geschweige denn gebissen. sie kommuniziert schon immer mit worten - davor eben nur durch weinen (meine hilfe suchend).
mittlerweile verteidigt sie sich recht taff, wenn das nachbarskind kommt und sein bobby car unter ihrem hintern wegreißen will (es kann allerdings ebenso gut auch reden...): "Du bekommst es doch gleich wieder, ich wills mir nur mal kurz ausborgen!"
so lange er deine sicherheit bekommen kann, ist alles gut. ich muss aber auch zugeben, dass ich dann, als sie doch auf andere zuging, auch lernen musste, mich zurückzuhalten, falls ein Konflikt sich anbahnte. das sollte sie dann doch zuerst selbst lösen, oder mich eben um hilfe bitten.
Judith mit Großer (07/06) und Kleinem (12/09)
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