Hilfe, weiss nicht mehr weiter...
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- boobazoo
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Hilfe, weiss nicht mehr weiter...
Achtung Jammerpost! Aber ich bin bald am Ende...
Ich versuche mich möglichst kurz zu fassen, aber ein bisschen ausholen muss ich leider...
Unsere 1. Tochter wurde leider nur 3 Monate voll gestillt, danach habe ich solange ich konnte, Milch abgepumpt und geschöppelt. Das Problem war, dass sie einen sehr starken Reflux hatte und alles unverdünnte in Schwallen wieder erbrach! Sogar eingedickte Milch hat sie noch bis ins Alter von 13 Monaten erbrochen, sowie auch sämtliche Breie. Das ganze erste Lebensjahr war sehr schwierig. Einerseits trauerte ich dem Nicht-Stillen-Können nach, dann war halt das Erbrechen, die Medikamente die sie nehmen musste, dass ich ihr nie zusätzlich Flüssigkeit geben durfte (trank sie Wasser, kam danach der ganze Mageninhalt mitsamt Wasser wieder raus)... Mit 6 Monaten fing sie an zu Husten, das macht sie heute noch. Mit 9 Monaten waren wir deshalb 5 Tage hospitalisiert, da sie eine Lungenentzündung hatte. Heute muss sie 2x täglich Kortison inhalieren und der Husten hält sich in Grenzen. Jeder Absetzversuch führt in die Katastrophe. Man nimmt an, dass dieser jetzt chronische Husten durch den Reflux ausgelöst wurde.
So, nun habe ich vor 5 Wochen unsere 2. Tochter geboren. Ihr könnt euch bestimmt vorstellen, dass meine grösste Angst war, dass sie auch Reflux hat und mein grösster Wunsch, dass ich sie lange voll stillen kann. Ersteres ist leider nicht eingetreten, sie hat auch Reflux und muss seit 2 Wochen Medikamente einnehmen und zumindest das Durchstrecken hat gebessert. Zweiteres ist gerade massiv am Schwanken....
Von Anfang an trank sie schlecht an der Brust, denn ich kann sie nicht richtig ansetzen. Meine Hebamme hat alle Tricks versucht, aber sie öffnet den Mund einfach nicht richtig. Zudem verschluckt sie sich ständig, dockt an und ab, weint, etc. Zuerst dachte ich, das sei wegen dem Reflux, aber es hat sich mit dem Medi nicht geändert. Also bin ich zum Osteopathen, welcher eine Verschiebung im Nacken gefunden und behoben hat. Keine Besserung. Weiter bin ich dann zu Dr. Maggi nach Zürich, dem KISS-Spezialisten. Er fand jedoch, die Asymetrie sei sehr gering und hat eine leichte Manipulation durchgeführt. Das war letzten Dienstag. Danach war die Hölle los, sie schrie pausenlos den Rest des Tages und die Nacht.... Ach ja, habe ich schon erwähnt, dass sie ein Schreibaby ist? Item, auf jeden Fall hat sich immer noch nichts gebessert. Meine BW tun höllisch weh, die ganze Zeit hindurch und sie trinkt so nervös, dass ich fast die Geduld verliere... Sie nimmt die BW, lässt sie wieder los, weint, klemmt wieder, zieht die BW lange, etc. Niemand weiss, was das Problem ist, aber etwas muss doch sein?! Ich werde trotz Schmerzen weiterstillen, aber ewig kann es doch nicht so weiter gehen! Ich bin ratlos und traurig....
Ihr seid meine letzte Hoffnung. Was soll ich tun, was könnte sie haben? Zunehmen tut sie übrigens gut.
Ich danke euch jetzt schon.
LG, bbz
Ich versuche mich möglichst kurz zu fassen, aber ein bisschen ausholen muss ich leider...
Unsere 1. Tochter wurde leider nur 3 Monate voll gestillt, danach habe ich solange ich konnte, Milch abgepumpt und geschöppelt. Das Problem war, dass sie einen sehr starken Reflux hatte und alles unverdünnte in Schwallen wieder erbrach! Sogar eingedickte Milch hat sie noch bis ins Alter von 13 Monaten erbrochen, sowie auch sämtliche Breie. Das ganze erste Lebensjahr war sehr schwierig. Einerseits trauerte ich dem Nicht-Stillen-Können nach, dann war halt das Erbrechen, die Medikamente die sie nehmen musste, dass ich ihr nie zusätzlich Flüssigkeit geben durfte (trank sie Wasser, kam danach der ganze Mageninhalt mitsamt Wasser wieder raus)... Mit 6 Monaten fing sie an zu Husten, das macht sie heute noch. Mit 9 Monaten waren wir deshalb 5 Tage hospitalisiert, da sie eine Lungenentzündung hatte. Heute muss sie 2x täglich Kortison inhalieren und der Husten hält sich in Grenzen. Jeder Absetzversuch führt in die Katastrophe. Man nimmt an, dass dieser jetzt chronische Husten durch den Reflux ausgelöst wurde.
So, nun habe ich vor 5 Wochen unsere 2. Tochter geboren. Ihr könnt euch bestimmt vorstellen, dass meine grösste Angst war, dass sie auch Reflux hat und mein grösster Wunsch, dass ich sie lange voll stillen kann. Ersteres ist leider nicht eingetreten, sie hat auch Reflux und muss seit 2 Wochen Medikamente einnehmen und zumindest das Durchstrecken hat gebessert. Zweiteres ist gerade massiv am Schwanken....
Von Anfang an trank sie schlecht an der Brust, denn ich kann sie nicht richtig ansetzen. Meine Hebamme hat alle Tricks versucht, aber sie öffnet den Mund einfach nicht richtig. Zudem verschluckt sie sich ständig, dockt an und ab, weint, etc. Zuerst dachte ich, das sei wegen dem Reflux, aber es hat sich mit dem Medi nicht geändert. Also bin ich zum Osteopathen, welcher eine Verschiebung im Nacken gefunden und behoben hat. Keine Besserung. Weiter bin ich dann zu Dr. Maggi nach Zürich, dem KISS-Spezialisten. Er fand jedoch, die Asymetrie sei sehr gering und hat eine leichte Manipulation durchgeführt. Das war letzten Dienstag. Danach war die Hölle los, sie schrie pausenlos den Rest des Tages und die Nacht.... Ach ja, habe ich schon erwähnt, dass sie ein Schreibaby ist? Item, auf jeden Fall hat sich immer noch nichts gebessert. Meine BW tun höllisch weh, die ganze Zeit hindurch und sie trinkt so nervös, dass ich fast die Geduld verliere... Sie nimmt die BW, lässt sie wieder los, weint, klemmt wieder, zieht die BW lange, etc. Niemand weiss, was das Problem ist, aber etwas muss doch sein?! Ich werde trotz Schmerzen weiterstillen, aber ewig kann es doch nicht so weiter gehen! Ich bin ratlos und traurig....
Ihr seid meine letzte Hoffnung. Was soll ich tun, was könnte sie haben? Zunehmen tut sie übrigens gut.
Ich danke euch jetzt schon.
LG, bbz
Liebe Grüsse, Nicole mit der grossen Luusmuus (03/08) und der kleinen Luusmuus (06/09)
- boobazoo
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Re: Hilfe, weiss nicht mehr weiter...
Ach, was ich vergessen habe zu erwähnen: der Reflux ist bei der Kleinen anders. Sie spuckt nicht in Schwallen, sonder nur kleine Mengen, dafür stösst sie sehr oft auf. Von daher steht zumindest der Reflux dem Stillen nicht im Wege, so wie es bei der Grossen war.
Liebe Grüsse, Nicole mit der grossen Luusmuus (03/08) und der kleinen Luusmuus (06/09)
- Gabriela
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Re: Hilfe, weiss nicht mehr weiter...
Also das 'Gütschlen' nach dem Stillen ist ja an und für sich normal. Und dafür müsst Ihr Medis geben? Wird das wirklich schon als Reflux klassiert?
Was bedeutet Schreibaby? Schreit sie mehr als 3 Stunden pro Tag? Wann schreit sie? Wo schreit sie?
Wie stillt sie in der Nacht? Ruhig und entspannt im Halbschlaf oder auch unruhig? Stillst Du sie erst, wenn sie schon argen Hunger hat oder vorher? Stillst Du nach Bedarf? Hat sie Kunstsauger?
Ich kann ohne genau Angaben nur kurz auf das Gütschlen eingehen: Unser Kind hat bis etwa zum 8. Lebensmonat auch immer sehr viel wieder heraus gegeben. Am allerbesten war es, wenn er nach dem Stillen mindestens eine Stunde hochgelagert war. Das hiess für mich, ihn nach dem Stillen im Tragetuch zu tragen, weil er da 'obsi' gelagert war. Ich durfte einfach nicht zu straff binden, sonst hat er durch das Einbinden ins Tuch gleich wieder alles erbrochen...
Alles Gute!
Was bedeutet Schreibaby? Schreit sie mehr als 3 Stunden pro Tag? Wann schreit sie? Wo schreit sie?
Wie stillt sie in der Nacht? Ruhig und entspannt im Halbschlaf oder auch unruhig? Stillst Du sie erst, wenn sie schon argen Hunger hat oder vorher? Stillst Du nach Bedarf? Hat sie Kunstsauger?
Ich kann ohne genau Angaben nur kurz auf das Gütschlen eingehen: Unser Kind hat bis etwa zum 8. Lebensmonat auch immer sehr viel wieder heraus gegeben. Am allerbesten war es, wenn er nach dem Stillen mindestens eine Stunde hochgelagert war. Das hiess für mich, ihn nach dem Stillen im Tragetuch zu tragen, weil er da 'obsi' gelagert war. Ich durfte einfach nicht zu straff binden, sonst hat er durch das Einbinden ins Tuch gleich wieder alles erbrochen...
Alles Gute!
mit D.F. 16.08.2006
- Iris
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Re: Hilfe, weiss nicht mehr weiter...
Au weh, da habt Ihr ja schon was durch!
Ich finde es aus der Ferne sehr schwer, die Situation einzuschätzen. Hast Du in der Gegend evt. eine Stillberaterin (am besten ein Profi - IBCLC- ich weiß nicht, wie viele es davon in der Schweiz gibt), die Euch mal besuchen könnte?
Trotzdem versuche ich mal ein paar Gedanken niederzuschreiben.
Das viele Schreien - könnte das nicht doch mit dem Reflux zusammenhängen? Immerhin verursacht die Säure ja in der Speiseröhre, aber auch im Magen üble Schmerzen. Auch könnte die Unruhe an der Brust daher rühren, dass deine Tochter den Zusammenhang zwischen Nahrungsaufnahme und Schmerz bereits verstanden hat.
Andererseits könnte es auch sein, dass zusätzlich noch weitere Ursachen für die Unruhe an der Brust hinzukommen. Kann es sein, dass deine Tochter sich auch deshalb häufig verschluckt, weil dein Milchspendereflex (noch) recht stark ist? In diesem Fall ist eine Stillhaltung hilfreich, die möglichst gegen die Schwerkraft geht. D. h. entweder rücklings: Du legst dich auf den Rücken bzw. setzt dich weit zurückgelehnt in einen Sessel und legst dein Kind auf dich drauf. In Zusammenhang mit dem Reflux würde ich aber die sog. Hoppe-Reiter-Stellung vorziehen, bei der dein Kind auf deinem Oberschenkel "sitzt" (natürlich gut abgestützt, z. B. durch ein Stillkissen). Bei starkem Milchspendereflex kann es auch nützlich sein, vor dem Stillen bereits den Milchspendereflex auszulösen und den ersten Druck schon einmal abzulassen. Zur Regulierung des Milchflusses könntest du auch über mehrere Stunden hinweg immer dieselbe Brust anbieten und an der anderen gerade so viel Milch ausdrücken, dass der Druck nachlässt.
Grundsätzlich solltest du - falls deine Tochter dies zulässt - lieber viele kleine Mahlzeiten als wenige große anbieten. Dies ist bei Reflux besonders wichtig.
Nach dem Trinken solltest du sie möglichst lange aufrecht halten und nicht zu früh ablegen, schon gar nicht in eine Wippe oder Babyschale, weil da der Druck auf den Magen besonders stark ist.
Ich finde es aus der Ferne sehr schwer, die Situation einzuschätzen. Hast Du in der Gegend evt. eine Stillberaterin (am besten ein Profi - IBCLC- ich weiß nicht, wie viele es davon in der Schweiz gibt), die Euch mal besuchen könnte?
Trotzdem versuche ich mal ein paar Gedanken niederzuschreiben.
Das viele Schreien - könnte das nicht doch mit dem Reflux zusammenhängen? Immerhin verursacht die Säure ja in der Speiseröhre, aber auch im Magen üble Schmerzen. Auch könnte die Unruhe an der Brust daher rühren, dass deine Tochter den Zusammenhang zwischen Nahrungsaufnahme und Schmerz bereits verstanden hat.
Andererseits könnte es auch sein, dass zusätzlich noch weitere Ursachen für die Unruhe an der Brust hinzukommen. Kann es sein, dass deine Tochter sich auch deshalb häufig verschluckt, weil dein Milchspendereflex (noch) recht stark ist? In diesem Fall ist eine Stillhaltung hilfreich, die möglichst gegen die Schwerkraft geht. D. h. entweder rücklings: Du legst dich auf den Rücken bzw. setzt dich weit zurückgelehnt in einen Sessel und legst dein Kind auf dich drauf. In Zusammenhang mit dem Reflux würde ich aber die sog. Hoppe-Reiter-Stellung vorziehen, bei der dein Kind auf deinem Oberschenkel "sitzt" (natürlich gut abgestützt, z. B. durch ein Stillkissen). Bei starkem Milchspendereflex kann es auch nützlich sein, vor dem Stillen bereits den Milchspendereflex auszulösen und den ersten Druck schon einmal abzulassen. Zur Regulierung des Milchflusses könntest du auch über mehrere Stunden hinweg immer dieselbe Brust anbieten und an der anderen gerade so viel Milch ausdrücken, dass der Druck nachlässt.
Grundsätzlich solltest du - falls deine Tochter dies zulässt - lieber viele kleine Mahlzeiten als wenige große anbieten. Dies ist bei Reflux besonders wichtig.
Nach dem Trinken solltest du sie möglichst lange aufrecht halten und nicht zu früh ablegen, schon gar nicht in eine Wippe oder Babyschale, weil da der Druck auf den Magen besonders stark ist.
Iris mit Großer -10/05- und Kleiner -02/08- , erzogen und geimpft
- boobazoo
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Re: Hilfe, weiss nicht mehr weiter...
Danke für Eure Antworten. Ich versuche mal, eure Fragen zu beantworten.
@Gabriela
Also das 'Gütschlen' nach dem Stillen ist ja an und für sich normal. Und dafür müsst Ihr Medis geben? Wird das wirklich schon als Reflux klassiert?
Nicht das Gütscheln ist der Reflux, sondern das ständige saure Aufstossen. Dabei kommt manchmal geronnene Milch raus, meist aber, schluckt sie es gleich wieder. Es schmerzt ihr deutlich, denn sie schreckt dabei immer auf, auch im Schlaf, und streckt sich dann durch (Banane) und schreit vor Schmerzen. Kennen wir leider alles schon von der Grossen.... Seit sie die Säurehemmer bekommt, ist dieses Symptom zumindest verschwunden.
Was bedeutet Schreibaby? Schreit sie mehr als 3 Stunden pro Tag? Wann schreit sie? Wo schreit sie?
Ich nehme an, die Definition kennst du
Ja, sie schreit leider mehrere Stunden täglich. Der grösste Happen ist abends, da sind's bestimmt 2h. Komischerweise schreit sie weniger, wenn wir draussen sind (letzte Woche z.B. im Schwimmbad, gestern Abend im Restaurant...).
Wie stillt sie in der Nacht? Ruhig und entspannt im Halbschlaf oder auch unruhig? Stillst Du sie erst, wenn sie schon argen Hunger hat oder vorher? Stillst Du nach Bedarf? Hat sie Kunstsauger?
In der Nacht trinkt sie leider gleicht schlecht, was für mich dann noch schlimmer ist, da ich einen massiven Schlafmangel habe...
Ich stille nach Bedarf, d.h. wenn sie sich meldet. Ist so ca. alle 3-4h. Nein, kein Schoppen, sie wird ausschliesslich gestillt. Ach ja, und den Schnuller hat sie von Anfang an verweigert.
Ich kann ohne genau Angaben nur kurz auf das Gütschlen eingehen: Unser Kind hat bis etwa zum 8. Lebensmonat auch immer sehr viel wieder heraus gegeben. Am allerbesten war es, wenn er nach dem Stillen mindestens eine Stunde hochgelagert war. Das hiess für mich, ihn nach dem Stillen im Tragetuch zu tragen, weil er da 'obsi' gelagert war. Ich durfte einfach nicht zu straff binden, sonst hat er durch das Einbinden ins Tuch gleich wieder alles erbrochen...
Sie ist praktisch den ganzen Tag hochgelagert... Tagsüber abwechslungsweise im TT und Sling und in der Nacht leider sitzend auf unserer Brust
Aber anders schläft sie nicht.....
@Iris
Ich finde es aus der Ferne sehr schwer, die Situation einzuschätzen. Hast Du in der Gegend evt. eine Stillberaterin (am besten ein Profi - IBCLC- ich weiß nicht, wie viele es davon in der Schweiz gibt), die Euch mal besuchen könnte?
Aufgrund der Probleme die wir haben, wurde mein Wochenbett verlängert und ich bin immer noch durch die Hebamme betreut, welche auch Stillberaterin ist. Aber sie weiss auch nicht mehr weiter. Sie hat das Gefühl, dass sie ein Problem mit dem Kiefer hat. Es fühle sich einfach so an - wenn man ihr den Finger in den Mund gibt und den Saugreflex auslöst - wie es sollte.
Das viele Schreien - könnte das nicht doch mit dem Reflux zusammenhängen? Immerhin verursacht die Säure ja in der Speiseröhre, aber auch im Magen üble Schmerzen. Auch könnte die Unruhe an der Brust daher rühren, dass deine Tochter den Zusammenhang zwischen Nahrungsaufnahme und Schmerz bereits verstanden hat.
War vor 2 Wochen bestimmt noch so. Aber seit sie die Säurehemmer bekommt, schliessen wir den Reflux als alleinige Ursache aus.
Andererseits könnte es auch sein, dass zusätzlich noch weitere Ursachen für die Unruhe an der Brust hinzukommen. Kann es sein, dass deine Tochter sich auch deshalb häufig verschluckt, weil dein Milchspendereflex (noch) recht stark ist? In diesem Fall ist eine Stillhaltung hilfreich, die möglichst gegen die Schwerkraft geht. D. h. entweder rücklings: Du legst dich auf den Rücken bzw. setzt dich weit zurückgelehnt in einen Sessel und legst dein Kind auf dich drauf. In Zusammenhang mit dem Reflux würde ich aber die sog. Hoppe-Reiter-Stellung vorziehen, bei der dein Kind auf deinem Oberschenkel "sitzt" (natürlich gut abgestützt, z. B. durch ein Stillkissen). Bei starkem Milchspendereflex kann es auch nützlich sein, vor dem Stillen bereits den Milchspendereflex auszulösen und den ersten Druck schon einmal abzulassen.
Mache ich schon: ich stille zurückgelehnt und die Kleine so senkrecht wie möglich. Hat leider auch nichts geändert... Die Position war ich mir ja schon von der Grossen gewohnt! Ich glaube nicht, dass am Anfang zuviel kommt. Bestimmt habe ich genügend Milch, sie nimmt ja auch gut zu. Aber das Verschlucken kommt nur selten gleich am Anfang. Meist kommt es erst so nach 1-3 Minuten das erste Mal. Zudem ist sie keine hastige Trinkerin, im Gegenteil, sie ist eher faul... sie hat pro Brust mind. 12-15 Minuten und trinkt gemütlich, bzw. pausiert oft. Daran musste ich mich gewöhnen, denn die Grosse trank die Brust immer innert 6 Minuten zügig leer
Grundsätzlich solltest du - falls deine Tochter dies zulässt - lieber viele kleine Mahlzeiten als wenige große anbieten. Dies ist bei Reflux besonders wichtig.
Ich weiss. Aber ein Rythmus unter 3h würde meine Brust auf keinen Fall mitmachen. Die BW sind jetzt schon wund, ich würde das nicht aushalten

Nach dem Trinken solltest du sie möglichst lange aufrecht halten und nicht zu früh ablegen, schon gar nicht in eine Wippe oder Babyschale, weil da der Druck auf den Magen besonders stark ist.
Ich trage sie den ganzen Tag im TT, nach dem Stillen achte ich daraus, dass sie nicht zuviel Druck auf den Bauch hat. Aber mit der richtigen ASH und rundem Rücken, ist ja sowieso meist viel Luft zwischen Bauch und Bauch
Ich weiss wirklich nicht, woran es noch liegen könnte. Heute habe ich mich gefragt, ob ich sie z.T. zu früh stille und sie dann einfach zu wenig motiviert ist zu trinken und deshalb nicht richtig tut. Denn gestern und heute Abend waren wir vom Timing her etwas schlampig und sie musste sich recht aufregen bevor ich stillen konnte. Sie schrie dann wirklich vor Hunger! Beide Male ging's dann aber deutlich besser. Sie trank in einem Schwall durch, ohne "Theater". Ob dies Zufall ist?
Gute Nacht.
@Gabriela
Also das 'Gütschlen' nach dem Stillen ist ja an und für sich normal. Und dafür müsst Ihr Medis geben? Wird das wirklich schon als Reflux klassiert?
Nicht das Gütscheln ist der Reflux, sondern das ständige saure Aufstossen. Dabei kommt manchmal geronnene Milch raus, meist aber, schluckt sie es gleich wieder. Es schmerzt ihr deutlich, denn sie schreckt dabei immer auf, auch im Schlaf, und streckt sich dann durch (Banane) und schreit vor Schmerzen. Kennen wir leider alles schon von der Grossen.... Seit sie die Säurehemmer bekommt, ist dieses Symptom zumindest verschwunden.
Was bedeutet Schreibaby? Schreit sie mehr als 3 Stunden pro Tag? Wann schreit sie? Wo schreit sie?
Ich nehme an, die Definition kennst du
Wie stillt sie in der Nacht? Ruhig und entspannt im Halbschlaf oder auch unruhig? Stillst Du sie erst, wenn sie schon argen Hunger hat oder vorher? Stillst Du nach Bedarf? Hat sie Kunstsauger?
In der Nacht trinkt sie leider gleicht schlecht, was für mich dann noch schlimmer ist, da ich einen massiven Schlafmangel habe...
Ich kann ohne genau Angaben nur kurz auf das Gütschlen eingehen: Unser Kind hat bis etwa zum 8. Lebensmonat auch immer sehr viel wieder heraus gegeben. Am allerbesten war es, wenn er nach dem Stillen mindestens eine Stunde hochgelagert war. Das hiess für mich, ihn nach dem Stillen im Tragetuch zu tragen, weil er da 'obsi' gelagert war. Ich durfte einfach nicht zu straff binden, sonst hat er durch das Einbinden ins Tuch gleich wieder alles erbrochen...
Sie ist praktisch den ganzen Tag hochgelagert... Tagsüber abwechslungsweise im TT und Sling und in der Nacht leider sitzend auf unserer Brust
@Iris
Ich finde es aus der Ferne sehr schwer, die Situation einzuschätzen. Hast Du in der Gegend evt. eine Stillberaterin (am besten ein Profi - IBCLC- ich weiß nicht, wie viele es davon in der Schweiz gibt), die Euch mal besuchen könnte?
Aufgrund der Probleme die wir haben, wurde mein Wochenbett verlängert und ich bin immer noch durch die Hebamme betreut, welche auch Stillberaterin ist. Aber sie weiss auch nicht mehr weiter. Sie hat das Gefühl, dass sie ein Problem mit dem Kiefer hat. Es fühle sich einfach so an - wenn man ihr den Finger in den Mund gibt und den Saugreflex auslöst - wie es sollte.
Das viele Schreien - könnte das nicht doch mit dem Reflux zusammenhängen? Immerhin verursacht die Säure ja in der Speiseröhre, aber auch im Magen üble Schmerzen. Auch könnte die Unruhe an der Brust daher rühren, dass deine Tochter den Zusammenhang zwischen Nahrungsaufnahme und Schmerz bereits verstanden hat.
War vor 2 Wochen bestimmt noch so. Aber seit sie die Säurehemmer bekommt, schliessen wir den Reflux als alleinige Ursache aus.
Andererseits könnte es auch sein, dass zusätzlich noch weitere Ursachen für die Unruhe an der Brust hinzukommen. Kann es sein, dass deine Tochter sich auch deshalb häufig verschluckt, weil dein Milchspendereflex (noch) recht stark ist? In diesem Fall ist eine Stillhaltung hilfreich, die möglichst gegen die Schwerkraft geht. D. h. entweder rücklings: Du legst dich auf den Rücken bzw. setzt dich weit zurückgelehnt in einen Sessel und legst dein Kind auf dich drauf. In Zusammenhang mit dem Reflux würde ich aber die sog. Hoppe-Reiter-Stellung vorziehen, bei der dein Kind auf deinem Oberschenkel "sitzt" (natürlich gut abgestützt, z. B. durch ein Stillkissen). Bei starkem Milchspendereflex kann es auch nützlich sein, vor dem Stillen bereits den Milchspendereflex auszulösen und den ersten Druck schon einmal abzulassen.
Mache ich schon: ich stille zurückgelehnt und die Kleine so senkrecht wie möglich. Hat leider auch nichts geändert... Die Position war ich mir ja schon von der Grossen gewohnt! Ich glaube nicht, dass am Anfang zuviel kommt. Bestimmt habe ich genügend Milch, sie nimmt ja auch gut zu. Aber das Verschlucken kommt nur selten gleich am Anfang. Meist kommt es erst so nach 1-3 Minuten das erste Mal. Zudem ist sie keine hastige Trinkerin, im Gegenteil, sie ist eher faul... sie hat pro Brust mind. 12-15 Minuten und trinkt gemütlich, bzw. pausiert oft. Daran musste ich mich gewöhnen, denn die Grosse trank die Brust immer innert 6 Minuten zügig leer
Grundsätzlich solltest du - falls deine Tochter dies zulässt - lieber viele kleine Mahlzeiten als wenige große anbieten. Dies ist bei Reflux besonders wichtig.
Ich weiss. Aber ein Rythmus unter 3h würde meine Brust auf keinen Fall mitmachen. Die BW sind jetzt schon wund, ich würde das nicht aushalten
Nach dem Trinken solltest du sie möglichst lange aufrecht halten und nicht zu früh ablegen, schon gar nicht in eine Wippe oder Babyschale, weil da der Druck auf den Magen besonders stark ist.
Ich trage sie den ganzen Tag im TT, nach dem Stillen achte ich daraus, dass sie nicht zuviel Druck auf den Bauch hat. Aber mit der richtigen ASH und rundem Rücken, ist ja sowieso meist viel Luft zwischen Bauch und Bauch
Ich weiss wirklich nicht, woran es noch liegen könnte. Heute habe ich mich gefragt, ob ich sie z.T. zu früh stille und sie dann einfach zu wenig motiviert ist zu trinken und deshalb nicht richtig tut. Denn gestern und heute Abend waren wir vom Timing her etwas schlampig und sie musste sich recht aufregen bevor ich stillen konnte. Sie schrie dann wirklich vor Hunger! Beide Male ging's dann aber deutlich besser. Sie trank in einem Schwall durch, ohne "Theater". Ob dies Zufall ist?
Gute Nacht.
Liebe Grüsse, Nicole mit der grossen Luusmuus (03/08) und der kleinen Luusmuus (06/09)
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Re: Hilfe, weiss nicht mehr weiter...
Hallo Boobazoo
Weisst Du, warum sie nach Maggi mehr geschrien hat? Das kann vorkommen, das ist eine Erstverschlimmerung, die sich nach einigen Tagen legen sollte.
Mir fällt ein, ziehe auch mal eine andere Stillberaterin zu. Damit "entmachtest" Du ja Deine Hebamme nicht. Sieh es so: Vier Augen erkennen mehr als zwei! Ich hoffe sehr für Dich, dass Ihr bald was herausfindet.
Liebe Grüsse
Dorothea
Weisst Du, warum sie nach Maggi mehr geschrien hat? Das kann vorkommen, das ist eine Erstverschlimmerung, die sich nach einigen Tagen legen sollte.
Mir fällt ein, ziehe auch mal eine andere Stillberaterin zu. Damit "entmachtest" Du ja Deine Hebamme nicht. Sieh es so: Vier Augen erkennen mehr als zwei! Ich hoffe sehr für Dich, dass Ihr bald was herausfindet.
Liebe Grüsse
Dorothea
hausgeburtserprobte, langzeitstillende und kinderwagenfreie Mutter von Eva Sophia (Mai 2002) und Susanna Martina (Sept. 2004)
Trageberaterin
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Re: Hilfe, weiss nicht mehr weiter...
@Dorothea
Bin mir auch sicher, dass die Krise am Dienstag die Reaktion auf Dr. Maggi war und eigentlich war ich froh drum, weil ich dachte, danach wird's besser, weil er etwas ändern konnte. Aber heute ist Samstag und die Besserung müsste doch schon da sein!
Hmm.... Ja, vielleicht gehe ich mal zur Stillberaterin, die ich bei meiner Grossen im Spital hatte. Die ist bekannt hier in der Gegend und soll sehr gut sein.
Was ich mir gerade noch überlegt habe.... Könnte es ein Versuch wert sein, ihr mal nur eine Brust in Abwechslung zu geben? Ich denke, es könnte ihr von der Menge her schon reichen. Zumindest jetzt noch.
Bin mir auch sicher, dass die Krise am Dienstag die Reaktion auf Dr. Maggi war und eigentlich war ich froh drum, weil ich dachte, danach wird's besser, weil er etwas ändern konnte. Aber heute ist Samstag und die Besserung müsste doch schon da sein!
Hmm.... Ja, vielleicht gehe ich mal zur Stillberaterin, die ich bei meiner Grossen im Spital hatte. Die ist bekannt hier in der Gegend und soll sehr gut sein.
Was ich mir gerade noch überlegt habe.... Könnte es ein Versuch wert sein, ihr mal nur eine Brust in Abwechslung zu geben? Ich denke, es könnte ihr von der Menge her schon reichen. Zumindest jetzt noch.
Liebe Grüsse, Nicole mit der grossen Luusmuus (03/08) und der kleinen Luusmuus (06/09)
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Re: Hilfe, weiss nicht mehr weiter...
Mach das! Hast ja nichts zu verlieren, höchstens zu gewinnen!boobazoo hat geschrieben:@Dorothea
Bin mir auch sicher, dass die Krise am Dienstag die Reaktion auf Dr. Maggi war und eigentlich war ich froh drum, weil ich dachte, danach wird's besser, weil er etwas ändern konnte. Aber heute ist Samstag und die Besserung müsste doch schon da sein!
Hmm.... Ja, vielleicht gehe ich mal zur Stillberaterin, die ich bei meiner Grossen im Spital hatte. Die ist bekannt hier in der Gegend und soll sehr gut sein.
zum Anderen: Bin "nur" Trageberaterin.....
Liebe Grüsse
Dorothea
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Re: Hilfe, weiss nicht mehr weiter...
Ach, Sch..., auch noch wunde BW! Du nimmst ja echt alles mit.boobazoo hat geschrieben:Grundsätzlich solltest du - falls deine Tochter dies zulässt - lieber viele kleine Mahlzeiten als wenige große anbieten. Dies ist bei Reflux besonders wichtig.
Ich weiss. Aber ein Rythmus unter 3h würde meine Brust auf keinen Fall mitmachen. Die BW sind jetzt schon wund, ich würde das nicht aushalten![]()
Zu deiner anderen Frage: Ob nur eine Brust reicht, kannst du ja leicht ausprobieren. Evt. würde deine Tochter dann öfter stillen - das wäre ja gut.
Iris mit Großer -10/05- und Kleiner -02/08- , erzogen und geimpft
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Re: Hilfe, weiss nicht mehr weiter...
@Iris
Also das BW-Problem kommt bestimmt vom zwicken und losreissen! Sie nimmt ja nie den ganzen BW-Hof in den Mund, wie sie es sollte. Und korrigieren lässt sie sich nicht (Kinn sanft nach unten ziehen z.B.). Heute Nachmittag z.B. hat sie mir die BW einmal ruckartig langgezogen, ich hab nur noch Sterne gesehen
Das mit dem Wundsein war ja von anfang an so, aber ich dachte halt, die härten sich mal ab... Bis jetzt ist aber noch nichts dergleichen passiert! Es ist auch nicht selten, dass ich Blutergüsse habe... DER Beweis, dass sie nicht richtig andockt. Aber wie soll ich das korrigieren, wenn sie den Mund nicht öffnet?! Es ist echt schwierig...
So, jetzt muss ich aber ins Bett, bin eh schon hundsmüde, aber die Suche nach einer Lösung lässt mich eh nicht schlafen
Also das BW-Problem kommt bestimmt vom zwicken und losreissen! Sie nimmt ja nie den ganzen BW-Hof in den Mund, wie sie es sollte. Und korrigieren lässt sie sich nicht (Kinn sanft nach unten ziehen z.B.). Heute Nachmittag z.B. hat sie mir die BW einmal ruckartig langgezogen, ich hab nur noch Sterne gesehen
So, jetzt muss ich aber ins Bett, bin eh schon hundsmüde, aber die Suche nach einer Lösung lässt mich eh nicht schlafen
Liebe Grüsse, Nicole mit der grossen Luusmuus (03/08) und der kleinen Luusmuus (06/09)