ich schreibe, weil ich auf der Suche nach Ratschläge, Tipps, Mutmachern oder Kritikern bin. Unsere momentane Situation ist etwas unentspannt, das möchte ich gern ändern, daher die Frage.
Am besten ich erzähle einfach mal.
Der Sohnemann ist 19 Monate alt und ich habe ihn bis vor 2 Monaten bis auf wenige Ausnahmen nach Bedarf (und fast voll) gestillt. Irgendwann wurde mit das halb- bis stündliche Trinken tagsüber zu viel, vorallem emotional, weniger körperlich. Also haben wir die Vereinbarung getroffen, dass wir tags nur noch zum einschlafen stillen, also mittags und abends. Naja, und dann auch die ganze Nacht durch.
Das hatte zur Folge, dass er eine Phase entwickelte, in der er bis zu 2h dauernuckelte. Ich habe einen sehr festen Schlaf, merke das stillen kaum, aber mein Mann teile mir immer mal mit, dass ich wohl sehr aggressiv, gereizt und genervt reagieren würde. Was ihn zum einen beim Schlafen stört (von ihm hat der Sohnemann seinen leichten Schlaf), zum anderen uns beiden leid tat, dem Sohnemann gegenüber.
Also haben wir mit einer Übergangsphase von ca. 2 Wochen (in denen ich stillte, wie vorher), das ganze herumgedreht. Tags, wie er will, nachts abgestillt. Das ging recht gut, natürlich war er wütend und traurig, und hat das mitgeteilt. Aber ich war immer bei ihm, habe gestreichelt, geflüstert, gesungen, gekuschelt... Ich war mir meiner Sache sehr sicher, das hat er sicher gemerkt.0 Nach einer Woche hat er durchgeschlafen.
Das tags nach Bedarf stillen hat sich aber auch als sehr schwierig erwiesen, da er oft auch in Situationen wollte, in denen er müde war und dann kurz vorm Einschlafen war, obwohl ich ihn gern ohne Brust zu Bett gebracht hätte. Diese Brust-Bett-Entkoppelung wollten wir eigentlich gern beibehalten, damit auch mein Mann Chance hat, den Kleinen mal hinzulegen. Wir haben es zwar nur selten gebraucht, aber brauchte dann bis zu 3 Stunde, obwohl ihm schon im Sitzen die Augen zufielen... Außerdem hatte ich durch ein unglückliches Andocken mit darauf folgendem immer wieder sich lösenden Grind auf der BW höllische Schmerzen beim Stillen. Also haben wir nur einmal am Vormittag und einmal am Nachmittag gestillt. Ich hatte ihm das erklärt, und er war stets besorgt um die Brust ("Brust-aua-Creme-drauf").
Diese Variante ging einige Tage sehr gut, er schlief recht harmonische ein, war tags recht ausgeglichen. Ich auch endlich wieder.
Aber seit gestern herrscht Bettgehen nur noch Chaos. Er ist total wütend und verlangt stets die Brust. Mir tut das auch so leid, aber ich habe Angst davor, dass ich alles wieder schlimmer mache, wenn ich ihm den kleinen Finger gebe, aber nicht die ganze Hand. Außerdem glaube ich, dass er in letzter Zeit genug Veränderungen hatte, ich außerdem mit der momentanen Situation wesentlich ausgeglichener und zufriedener bin, was ihm ja auch zu gute kommt.
Andererseits will ich nicht, dass er sich in den Schlaf weinen muss, mit einem ständigen "Brust-Brust-Brust" auf den Lippen. Die Frage nach Trinken/Essen verneint er jeweils, also biete ich ihm Kuscheln an, aber das kann er in einer solchen Situation kaum ertragen. Einzig das Einschlafen auf meiner Brust/Bauch (wie in der Känguruhtrage) hilft ihm, aber abrollen lässt er sich nicht, er wir wach dabei und weint wieder und ruft die Brust.
Daher habe ich überlegt, wenn es ihm so wichtig ist, zum Einschlafen zu stillen. Aber ich bange dabei um das Durchschlafen...?! Hat da jemand Erfahrungen?
Außerdem war es abends manchmal so, dass er durch das Stillen (so gegen acht) einen solchen Turbo bekam, dass er bis 10/11 mit wach war..., was ich auch nicht ständig haben muss
Ich freue mich auf zahlreiche Anworten, dir mir in meiner Verwirrung vielleicht weiter helfen könnten...
LG,
billabong