Bin ich eine Glucke?
- monchi
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- Registriert: 23.10.2008, 14:46
- Wohnort: Wien
Bin ich eine Glucke?
Hallo ihr Lieben,
ich hoffe, ich bin im richtigen Unterforum aber ich muss mir heute was von der Seele schreiben.
Hatte heute Besuch von 3 Freundinnen die ich im KH kennengelernt hab - wir waren mit unseren Zwergen im selben Zimmer und sind seitdem in Kontakt, treffen uns alle 2 Wochen. Sind etwa im selben Alter (Ende 20, Anfang 30)
Eine der Mädels konnte nicht stillen (habe ihren Kampf 6 Tage hautnah miterlebt), die anderen beiden, wie auch ich letztendlich schon.
Relativ bald haben die beiden Stillenden angefangen Abends ein Fläschchen zu geben zwecks Durchschlafen und Freiheit, keines der anderen 3 Kinder hat bei den Eltern im Bett geschlafen, anfangs zwar teilweise in Wiegen oder Beistellbetten im Schlafzimmer, wurden aber relativ bald ausquartiert, alle 3 nehmen Schnuller und haben mit 4 bis 4 1/2 Monaten die erste Beikost bekommen.
Das Flaschenkind bekam mit 3 Monaten schon 1er Milch und mittlerweile 2er Milch, zu trinken geben die anderen 3 Tee's mit Zucker oder Säfte.
Die Mami's haben schon wieder recht viele Freiheiten, gehen stundenweise arbeiten, gehen ihren Hobbies nach usw und haben schon das dringende Bedürfnis nach Ausgehen und Party.
Mittlerweile bin ich in der Runde die einzige die noch stillt - bei einer hat sich die Kleine selber abgestillt und die andere hat aktiv abgestillt weil sie (zitat) "wieder Party machen will"
Und ich?
Ich habe Lisa ab dem ersten Lebenstag bei mir im Bett gehabt, mittlerweile liegt sie aus Platzgründen im Babybalkon, schläft aber die halbe Nacht trotzdem bei uns im Bett, habe erst mit 6,5 Monaten mit Beikost begonnen, möchte Lisa bis zum 1. Geburtstag stillen da ichs nicht notwendig finde, eine funktionierende Stillbeziehung zu beenden nur weil die Freiheit ruft - Party machen und ausgehen kann ich im 2. LJ auch noch, mein Kind ist aber nur jetzt so klein.
Mittlerweile akzeptiert Lisa zwar eh auch das Fläschchen aber dennoch fühlt es sich für mich einfach nicht gut und richtig an und ich möchte diese Option eigentlich nur in Ausnahmefällen nutzen.
Ich stille Lisa zu 95% der Fälle noch in den Schlaf, sie kann es zwar alleine (sowohl unterwegs in der Trage oder dem Kiwa oder auch abends im Bett) aber braucht es anscheinend auch und warum nicht, andere Kinder nuckeln sich mit Schnuller in den Schlaf, Lisa bevorzugt halt das Original - da wurde mir geraten ihr das schnell abzugewöhnen, das wäre nicht gut und sie würde dann nie ohne mich einschlafen können.
Auch haben die anderen 3 schon Ambitionen stundenweise zu arbeiten - ich hingegen geniesse die Zeit die ich jetzt mit Lisa gemeinsam verbringen kann, meine Karenz (Elternzeit) endet sowieso schon in 1 Jahr und bis dahin kann ich noch gut ohne Arbeit leben.
So lange Rede, kurzer Sinn - ich möchte die 3 jetzt nicht an den Pranger stellen oder mich in den Himmel heben, ich bin nur durch den heutigen Besuch nachdenklich geworden ob ich wirklich so anders bin? Ob die Ansichten die ich habe wirklich so selten und seltsam sind und das ich wahrscheinlich jetzt als Glucke oder dergleichen dastehe weil ich noch nicht mit ihnen bzw generell noch nicht abends weggehen will weil ich da sein möchte wenn Lisa nachts aufwacht.
Ich war bisher einmal abends weg - für 3 Std auf einer, mir wichtigen, Geburtstagsfeier - und Lisa hat davon nix mitbekommen, habe sie noch hingelegt und bin dann los und war wieder da als sie wach geworden ist.
Alle 4 Wochen bin ich mal 2 Stunden beim Friseur, da ist Lisa beim Papa und hin und wieder leiste ich mir eine Pediküre, da dreht derweil die Oma mit Lisa eine Runde.
Ich liebe mein Kind (manche finden ich himmle sie an und vergöttere sie nahezu *hmmmm*), sie war ein absolutes Wunschkind und ja ich bin vernarrt in sie und verbringe einfach gerne meine Zeit mit ihr - auch wenn mich auch manchmal die Freiheit ruft, ich weiß das ich dann doch wieder nur an sie denken würde und ich bekomme meine Freiheiten ja irgendwann wieder, nur verzichte ich jetzt einfach darauf und das auch gerne aber wenn dann an solchen Nachmittagen die 3 von ihren Erlebnissen, Hobbies etc schwärmen oder planen wann sie denn endlich mal um die Häuser ziehen und ich nur danebensitze und zuhöre komm ich mir irgendwie komisch vor...
Wenn das jetzt wirklich jemand bis zum Ende gelesen hat, DANKE *g*, ich hoffe es war nicht zu wirr geschrieben und ihr versteht was ich meine....
Liebe Grüße,
Petra
ich hoffe, ich bin im richtigen Unterforum aber ich muss mir heute was von der Seele schreiben.
Hatte heute Besuch von 3 Freundinnen die ich im KH kennengelernt hab - wir waren mit unseren Zwergen im selben Zimmer und sind seitdem in Kontakt, treffen uns alle 2 Wochen. Sind etwa im selben Alter (Ende 20, Anfang 30)
Eine der Mädels konnte nicht stillen (habe ihren Kampf 6 Tage hautnah miterlebt), die anderen beiden, wie auch ich letztendlich schon.
Relativ bald haben die beiden Stillenden angefangen Abends ein Fläschchen zu geben zwecks Durchschlafen und Freiheit, keines der anderen 3 Kinder hat bei den Eltern im Bett geschlafen, anfangs zwar teilweise in Wiegen oder Beistellbetten im Schlafzimmer, wurden aber relativ bald ausquartiert, alle 3 nehmen Schnuller und haben mit 4 bis 4 1/2 Monaten die erste Beikost bekommen.
Das Flaschenkind bekam mit 3 Monaten schon 1er Milch und mittlerweile 2er Milch, zu trinken geben die anderen 3 Tee's mit Zucker oder Säfte.
Die Mami's haben schon wieder recht viele Freiheiten, gehen stundenweise arbeiten, gehen ihren Hobbies nach usw und haben schon das dringende Bedürfnis nach Ausgehen und Party.
Mittlerweile bin ich in der Runde die einzige die noch stillt - bei einer hat sich die Kleine selber abgestillt und die andere hat aktiv abgestillt weil sie (zitat) "wieder Party machen will"
Und ich?
Ich habe Lisa ab dem ersten Lebenstag bei mir im Bett gehabt, mittlerweile liegt sie aus Platzgründen im Babybalkon, schläft aber die halbe Nacht trotzdem bei uns im Bett, habe erst mit 6,5 Monaten mit Beikost begonnen, möchte Lisa bis zum 1. Geburtstag stillen da ichs nicht notwendig finde, eine funktionierende Stillbeziehung zu beenden nur weil die Freiheit ruft - Party machen und ausgehen kann ich im 2. LJ auch noch, mein Kind ist aber nur jetzt so klein.
Mittlerweile akzeptiert Lisa zwar eh auch das Fläschchen aber dennoch fühlt es sich für mich einfach nicht gut und richtig an und ich möchte diese Option eigentlich nur in Ausnahmefällen nutzen.
Ich stille Lisa zu 95% der Fälle noch in den Schlaf, sie kann es zwar alleine (sowohl unterwegs in der Trage oder dem Kiwa oder auch abends im Bett) aber braucht es anscheinend auch und warum nicht, andere Kinder nuckeln sich mit Schnuller in den Schlaf, Lisa bevorzugt halt das Original - da wurde mir geraten ihr das schnell abzugewöhnen, das wäre nicht gut und sie würde dann nie ohne mich einschlafen können.
Auch haben die anderen 3 schon Ambitionen stundenweise zu arbeiten - ich hingegen geniesse die Zeit die ich jetzt mit Lisa gemeinsam verbringen kann, meine Karenz (Elternzeit) endet sowieso schon in 1 Jahr und bis dahin kann ich noch gut ohne Arbeit leben.
So lange Rede, kurzer Sinn - ich möchte die 3 jetzt nicht an den Pranger stellen oder mich in den Himmel heben, ich bin nur durch den heutigen Besuch nachdenklich geworden ob ich wirklich so anders bin? Ob die Ansichten die ich habe wirklich so selten und seltsam sind und das ich wahrscheinlich jetzt als Glucke oder dergleichen dastehe weil ich noch nicht mit ihnen bzw generell noch nicht abends weggehen will weil ich da sein möchte wenn Lisa nachts aufwacht.
Ich war bisher einmal abends weg - für 3 Std auf einer, mir wichtigen, Geburtstagsfeier - und Lisa hat davon nix mitbekommen, habe sie noch hingelegt und bin dann los und war wieder da als sie wach geworden ist.
Alle 4 Wochen bin ich mal 2 Stunden beim Friseur, da ist Lisa beim Papa und hin und wieder leiste ich mir eine Pediküre, da dreht derweil die Oma mit Lisa eine Runde.
Ich liebe mein Kind (manche finden ich himmle sie an und vergöttere sie nahezu *hmmmm*), sie war ein absolutes Wunschkind und ja ich bin vernarrt in sie und verbringe einfach gerne meine Zeit mit ihr - auch wenn mich auch manchmal die Freiheit ruft, ich weiß das ich dann doch wieder nur an sie denken würde und ich bekomme meine Freiheiten ja irgendwann wieder, nur verzichte ich jetzt einfach darauf und das auch gerne aber wenn dann an solchen Nachmittagen die 3 von ihren Erlebnissen, Hobbies etc schwärmen oder planen wann sie denn endlich mal um die Häuser ziehen und ich nur danebensitze und zuhöre komm ich mir irgendwie komisch vor...
Wenn das jetzt wirklich jemand bis zum Ende gelesen hat, DANKE *g*, ich hoffe es war nicht zu wirr geschrieben und ihr versteht was ich meine....
Liebe Grüße,
Petra

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Lalumama
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2843
- Registriert: 28.08.2007, 13:21
Re: Bin ich eine Glucke?
Ja, du bist so anders, als die meisten Leute (leider) - dein Kind hat einfach Glück!
Ich habe auch nur eine Freundin, die ähnlich tickt. Für die meisten hier ist langes Stillen, Familienbett etc. ein Fremdwort, ganz zu schweigen von stoffwickeln oder Hausgeburt
Deshalb bin ich so froh, dass es euch hier gibt!!
Ich habe auch nur eine Freundin, die ähnlich tickt. Für die meisten hier ist langes Stillen, Familienbett etc. ein Fremdwort, ganz zu schweigen von stoffwickeln oder Hausgeburt
Deshalb bin ich so froh, dass es euch hier gibt!!
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yogamama
- schreibt ganz schön oft
- Beiträge: 105
- Registriert: 17.10.2007, 14:06
- Wohnort: Köln
Re: Bin ich eine Glucke?
... Na klar, bist Du eine Glucke!!! Und was für eine schöne 
Du wirst immer wieder auf Frauen stossen, die es ganz anders machen als du - und es wird sicher nicht immer leicht sein, damit umzugehen.
Doch wenn Du Dein Kind bei Dir am Herzen hast, merkst Du ja selber ganz deutlich (zumindest höre ich das aus deinen Zeilen heraus), daß es genau richtig ist, so wie es ist.
Mein Empfinden ist meistens, wenn ich mit Frauen sprechen, die es so ganz anders machen als ich, daß ich mich frage, ob sie die enge Bindung zu ihrem Kind überhaupt gespürt haben bzw. zulassen konnten.
Ich denke, viele Frauen sind so wenig mit ihrem Bauchgefühl verbunden (nach 9 Monaten Bauchdialog natürlich nochmal besonders beklagenswert), daß sie einfach gar nicht auf die Idee kommen, das in Frage zu stellen, was "die Gesellschaft" als erstrebenswert hinstellt.
Versuche einfach ruhig, deinen Freundinnen auch deinen Standpunkt zu erklären - meines Erachtens können sie nur davon profitieren.
Ich finde, es klingt sehr schön, was du über dich und Lisa schreibst, und ich wünsche Dir, daß es weiter so wunderschön bleibt!!
Du wirst immer wieder auf Frauen stossen, die es ganz anders machen als du - und es wird sicher nicht immer leicht sein, damit umzugehen.
Doch wenn Du Dein Kind bei Dir am Herzen hast, merkst Du ja selber ganz deutlich (zumindest höre ich das aus deinen Zeilen heraus), daß es genau richtig ist, so wie es ist.
Mein Empfinden ist meistens, wenn ich mit Frauen sprechen, die es so ganz anders machen als ich, daß ich mich frage, ob sie die enge Bindung zu ihrem Kind überhaupt gespürt haben bzw. zulassen konnten.
Ich denke, viele Frauen sind so wenig mit ihrem Bauchgefühl verbunden (nach 9 Monaten Bauchdialog natürlich nochmal besonders beklagenswert), daß sie einfach gar nicht auf die Idee kommen, das in Frage zu stellen, was "die Gesellschaft" als erstrebenswert hinstellt.
Versuche einfach ruhig, deinen Freundinnen auch deinen Standpunkt zu erklären - meines Erachtens können sie nur davon profitieren.
Ich finde, es klingt sehr schön, was du über dich und Lisa schreibst, und ich wünsche Dir, daß es weiter so wunderschön bleibt!!
Liebe Grüsse von Satyavati, Linnéa (knapp 7 J.), Fenya (4J.) und Anandi (10 Monate
Om Shanti
Om Shanti
- Yvi73
- hat viel zu erzählen
- Beiträge: 164
- Registriert: 13.01.2008, 15:53
- Wohnort: Märkischer Kreis
Re: Bin ich eine Glucke?
Hallo!
Ich verstehe absolut, was du meinst! Ich bin eine Glucke
Ich kenne viele, die alles anders machen als ich. Ich hab aufgehört, mir darüber Gedanken zu machen. Für uns passt das wunderbar so! Und bei dir hört es sich auch stimmig an, oder hast du das Gefühl, du musst auf was verzichten, was du ganz dringend tun müsstest? Party kann man "später" immer noch machen, das läuft ja nicht weg. Die Kinder sind aber nur einmal so klein. Ich genieße das, auch wenns mal anstrengend ist!
Alles Gute!
Ich verstehe absolut, was du meinst! Ich bin eine Glucke
Ich kenne viele, die alles anders machen als ich. Ich hab aufgehört, mir darüber Gedanken zu machen. Für uns passt das wunderbar so! Und bei dir hört es sich auch stimmig an, oder hast du das Gefühl, du musst auf was verzichten, was du ganz dringend tun müsstest? Party kann man "später" immer noch machen, das läuft ja nicht weg. Die Kinder sind aber nur einmal so klein. Ich genieße das, auch wenns mal anstrengend ist!
Alles Gute!
L. 11/05 und L. 03/08
-
Millefiori
- Dipl.-SuT
- Beiträge: 4642
- Registriert: 09.06.2007, 20:27
- Wohnort: Bayern
Re: Bin ich eine Glucke?
laut der neuen ausgabe der "eltern" gehörst du und wahrscheinlich 99,9% aller frauen hier zu den "natürlichen" eltern
langsam ist das gsd nichts besonderes mehr.
langsam ist das gsd nichts besonderes mehr.
liebe Grüße von mir mit
11/03 ,
07/07 und
06/09
Mein Bücherblog
Auf meinem Grabstein soll stehen: Schau nicht so doof, ich läge jetzt auch lieber am Strand!
11/03 ,
07/07 und
06/09Mein Bücherblog
Auf meinem Grabstein soll stehen: Schau nicht so doof, ich läge jetzt auch lieber am Strand!
- daifuku
- ist mit Leidenschaft dabei
- Beiträge: 764
- Registriert: 24.11.2007, 10:50
Re: Bin ich eine Glucke?
Ich hab beim Lesen deines Textes gedacht, dein Kind ist mindestens ein Jahr alt oder so!
Ach komm, mit so einem kleinen Baby ist es doch totaaaaaal normal und natürlich, wenn man gluckt.
Tu ich übrigens immer noch und genieße es.
Habe immer noch kein Bedürfnis nach Party ohne mein Kind, und wenn doch, dann lad ich mir Freunde zu uns nachhause ein. Ich stille noch in den Schlaf und genieße es, ich trage noch und liebe es, ich himmle meinen Sohn an und schäme mich kein Bisschen.
Dass man mich als Glucke sieht, ist mir klar, aber ich habe auch schon sehr viele positive Rückmeldungen von Außenstehenden bekommen (auch von solchen, die ganz anders mit ihren Kindern umgehen): "Wie liebevoll du mit deinem Sohn umgehst!" "Du bist gerne Mutter, oder? Das sieht man!" Die schönste Bestätigung ist aber mein Sohn selbst. Er braucht die Nähe und Zuwendung, er genießt sie und für uns - auch für meinen Mann - ist dieser Weg genau richtig. 
LG von Alex




-
hoppsasa
Re: Bin ich eine Glucke?
Als Avi auf die Welt kam, hatte ich auch gar kein Bedürfnis nach etwas anderem als Baby und Familie. Ich habe andere Frauen und Männer nie verstehen können und mir gesagt, die Menschen sind verschieden.
Und jetzt mit meiner einjährigen Gil: Letztens traf ich die Frauen aus dem Geburtsvorbereitungskurs: Keine stillt mehr. Und ich dachte, na toll, die können trinken, rauchen weg sein und ich? Ich war ein bisschen neidisch. Nicht so schlimm, dass ich jetzt nur mit Frust stille und unbedingt abstillen muss. Nur fühle ich jetzt, was ich nie verstehen konnte: Trotz kleinem Baby steht mir der Sinn nach anderem. Zum Beispiel nach etwas so "sinnlosem" wie eine Party mit lauter semiintellektuellen Gesprächen im halben Vollrausch und einem Spritzer Sex in den Worten.
Vielleicht sollte Unterschiede einfach hingenommen werden. Ohne Wertungen. Weder bist Du eine Glucke, noch die anderen Rabenmütter (böser Mainstream).
Und jetzt mit meiner einjährigen Gil: Letztens traf ich die Frauen aus dem Geburtsvorbereitungskurs: Keine stillt mehr. Und ich dachte, na toll, die können trinken, rauchen weg sein und ich? Ich war ein bisschen neidisch. Nicht so schlimm, dass ich jetzt nur mit Frust stille und unbedingt abstillen muss. Nur fühle ich jetzt, was ich nie verstehen konnte: Trotz kleinem Baby steht mir der Sinn nach anderem. Zum Beispiel nach etwas so "sinnlosem" wie eine Party mit lauter semiintellektuellen Gesprächen im halben Vollrausch und einem Spritzer Sex in den Worten.
Vielleicht sollte Unterschiede einfach hingenommen werden. Ohne Wertungen. Weder bist Du eine Glucke, noch die anderen Rabenmütter (böser Mainstream).
- monchi
- gut eingelebt
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Re: Bin ich eine Glucke?
nein denn die dinge die ich wirklich dringend tun will (eben friseur, pediküre zB) mache ich auch.Yvi73 hat geschrieben: oder hast du das Gefühl, du musst auf was verzichten, was du ganz dringend tun müsstest?
bzgl bindung zulassen - ich möchte natürlich nicht den müttern dies anders machen eine enge bindung zu ihrem kind absprechen aber ich hab das gefühl das sich manche nicht hineinversetzen können/wollen und stattdessen blind auf den rat von kinderärzten und dem sonstigen umfeld zu manchen dingen hören oder einfach aus diesem "das muss so und so sein" zwang.
es fällt mir aber auch so schwer meinen standpunkt zu vertreten weil ich nicht belehrend wirken will.

- monchi
- gut eingelebt
- Beiträge: 44
- Registriert: 23.10.2008, 14:46
- Wohnort: Wien
Re: Bin ich eine Glucke?
ich verstehe sehrwohl die sehnsucht nach unbeschwertheit und "freiheit", würde lügen wenn ich nicht manchmal lust hätte und neidisch bin wenn ich mitkriege das meine (kinderlosen oder schon mit größeren kindern) freunde gemeinsam weggehen.hoppsasa hat geschrieben:Als Avi auf die Welt kam, hatte ich auch gar kein Bedürfnis nach etwas anderem als Baby und Familie. Ich habe andere Frauen und Männer nie verstehen können und mir gesagt, die Menschen sind verschieden.
Und jetzt mit meiner einjährigen Gil: Letztens traf ich die Frauen aus dem Geburtsvorbereitungskurs: Keine stillt mehr. Und ich dachte, na toll, die können trinken, rauchen weg sein und ich? Ich war ein bisschen neidisch. Nicht so schlimm, dass ich jetzt nur mit Frust stille und unbedingt abstillen muss. Nur fühle ich jetzt, was ich nie verstehen konnte: Trotz kleinem Baby steht mir der Sinn nach anderem. Zum Beispiel nach etwas so "sinnlosem" wie eine Party mit lauter semiintellektuellen Gesprächen im halben Vollrausch und einem Spritzer Sex in den Worten.![]()
Vielleicht sollte Unterschiede einfach hingenommen werden. Ohne Wertungen. Weder bist Du eine Glucke, noch die anderen Rabenmütter (böser Mainstream).
aber so wie du sagst, so wichtig das ich jetzt nurmehr gefrustet bin weil ich nicht mit kann und deshalb fläschchen einführen oder gar abstillen will ist es mir nicht und ICH finds eigentlich auch voll normal, grad im 1. jahr und verstehe nicht warum ich dabei nicht verstanden werde...
aber du hast recht, jeder ist anders und jeder erlebt und lebt die dinge anders

- Bess
- ist nicht mehr wegzudenken
- Beiträge: 1667
- Registriert: 07.01.2009, 16:07
- Wohnort: Taunus
- Kontaktdaten:
Re: Bin ich eine Glucke?
Ja, leider sind nicht mehr Leute wie du, sonst gäb es nicht so viele kaputte Kinder...
Ich meine alles hat seine Zeit und zumindest das erste Jahr nach der Geburt ist halt dem Baby gewidmet... Weggehen und Party machen kann man schließlich vorher meist genug und hinterher auch irgendwann wieder. Die kleinen werden so schnell groß... Nicht nur für's Baby ist die Zeit wichtig, auch für die Mutter denke ich. Man würde es sicher irgendwann bereuen wenn man sie nicht intensiv genossen hätte.
Du machst das schon gut so !
Mir fällt grad nicht ein von wem der Spruch war, aber er steht in "Geborgene Babys - Beziehung statt Erziehung":
Wir brauchen ein paar verrückte Leute, denn seht euch an, wohin uns die normalen gebracht haben ! (frei zitiert)
gelle ?
Ich meine alles hat seine Zeit und zumindest das erste Jahr nach der Geburt ist halt dem Baby gewidmet... Weggehen und Party machen kann man schließlich vorher meist genug und hinterher auch irgendwann wieder. Die kleinen werden so schnell groß... Nicht nur für's Baby ist die Zeit wichtig, auch für die Mutter denke ich. Man würde es sicher irgendwann bereuen wenn man sie nicht intensiv genossen hätte.
Du machst das schon gut so !
Mir fällt grad nicht ein von wem der Spruch war, aber er steht in "Geborgene Babys - Beziehung statt Erziehung":
Wir brauchen ein paar verrückte Leute, denn seht euch an, wohin uns die normalen gebracht haben ! (frei zitiert)
gelle ?