Wie meine Kinder mich erziehen...

Was kommt nach dem Vollstillen?

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Luema
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Wie meine Kinder mich erziehen...

Beitrag von Luema »

Brei? Ne danke. Obwohl ich mir solche Mühe gegeben hatte, Luisa mit ihren gut 6Monaten wollte sowas oranges pampiges nicht in den Mund geschoben bekommen. Auch Kartoffeln oder Zucchini machten das nicht besser. Verzweifelt meldete ich mich hier im Forum... mein Kind will nicht essen! Alles normal, wurde mir geschrieben, lies das betreffende Buch von Goncales und biete Fingerfood an. Ok, gemacht. Und dabei entspannt. Weitergestillt, bestimmt zu 99%, uns gings gut dabei. Und ich war glücklich... dss fühlte sich so richtig, so natürlich an.
Mit einem Jahr dann schlich sich bei mir das Gefühl ein, dass etwas nicht stimmt. Der Arztbesuch ergab die ernüchternde Diagnose: Eisenmangeanämie, mit Folgen: Entwicklungsverzögerung, extreme Müdigkeit. Ich war erschrocken. Da ich keinen Brei gab, konnte ich ja auch kein Flesich geben... und nun sowas.
Hier im Forum schrieb ich dann enttäuscht, dass das ganze ja doch nicht klappt, und dass ich beim zweiten Kind garantiert den klassischen Breiweg gehen werde - um auch Flesisch geben zu können. Auf den Einwand, dass der Eisenmangel bei Luisa bestimmt auf die Frügeburtlichkeit zurückzuführen sei, und dass ich noch so viel Fleisch hätte geben können, und es kaum was genützt hätte... den überlas ich zum grössten Teil. Mein zweites Kind isst Brei, soviel war klar. Und seither las ich hier kaum mehr mit.

Mein zweites Kind war da, mein zweites Kind war 6 Monate alt - und kriegte Brei. Anfangs ass er ihn einigermassen. Aber dann... nach vielleicht einer Woche, begann er den Kopf wegzudrehen, sobald ich mit dem Löffel kam. Fünf Löffelchen, das wars dann. Und sobald das wichtigste drin war, nämlich Fleisch, verweigerte er alles. Ne, nicht der auch noch. Ich ging zur Mütterberatung, und schilderte dort mein "Problem". Die Antwort - so klar wie ernüchternd: "Sie haben ein so gutes Gefühl für die Bedürfnisse Ihrer Kinder. Was sagt Ihnen denn Ihr Gefühl?" Hmmmmm.... was sagte es mir bloss.....? Nach einigen Tagen musste ich mir eingestehen, dass es mir eigentlich sagte, dass es nur einen guten Weg gab, das Kind an Beikost heranzuführen. Fleisch hin oder her. die Mütterberaterin meinte dazu: "wissen Sie, solange es für Sie innerlich nicht stimmt, Brei zu geben, wird Ihr Sohn bestimmt auch keinen Brei essen. Sie müssen das tun, was für Ihr Gefühl stimmt. Ihr Sohn zeigt Ihnen nur, dass der Weg, den Sie bis jetzt gewählt haben, nicht natürlich ist."

:shock:

Das sass. Und - ich musste gestehen - sie hatte recht.
Und jetzt?
Ja, jetzt gibts Fingerfood. Der Kleine sitzt auf meinen Knien und klaut ab meinem Teller... Und ich bin bekehrt. Ich weiss wieder, was ich zu tun habe: Auf mein Gefühl hören.

:wink:
Liebe Grüsse von Maria
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Angela83
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Re: Wie meine Kinder mich erziehen...

Beitrag von Angela83 »

Ein schönger Bericht, der wird vielen bestimmt helfen denen es ähnlich geht!

P.S. ich glaube auch nicht daran dass man den Eisenbedarf mit Fleisch decken muss!
Lg
Angela mit Amelie 12/07, Annika 04/10 und Bauchmädchen 10/21
Luema
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Re: Wie meine Kinder mich erziehen...

Beitrag von Luema »

Angela83 hat geschrieben:P.S. ich glaube auch nicht daran dass man den Eisenbedarf mit Fleisch decken muss!
Ich auch nicht mehr :lol: Und wie gesagt, ein Frühchen kann noch so viel Fleisch essen und dennoch Eisenmangel haben.
Liebe Grüsse von Maria
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Dickkopf-Mama
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Re: Wie meine Kinder mich erziehen...

Beitrag von Dickkopf-Mama »

Danke für den Beitrag! Den werde ich mir beim nächsten Kind übers Bett hängen, wenn die Hebamme wieder mit ihrem ab 6 Monaten Fleisch im Brei kommt :lol:
Liebe Grüße von Meike mit drei Dickköpfen ( * 2007),( * 2010) und (*2013)
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Nuala
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Re: Wie meine Kinder mich erziehen...

Beitrag von Nuala »

Schöner Beitrag! :D
Wegen dem Fleisch: Das kann man auch als Fingerfood essen. :wink:
Und: Ich bin seit vielen Jahren Vegetarier, in der SS wurde mein Eisenwert überprüft - er war zu hoch... :shock: Ich glaube das der Fleischkomsum nur wenig mit dem persönlichen Eisengehalt zu tun hat...
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Luema
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Re: Wie meine Kinder mich erziehen...

Beitrag von Luema »

Das glaub ich ja auch, dass es nicht unbedingt Fleisch braucht (auch wenn ich nicht vegetarisch lebe, ich würds wohl tun, wenn mein Mann nicht sooo ein Fleischesser wär...)

manchmal hört man einfach auf die falschen (z.B, auf den Kinderarzt... :wink: ) Gut dass mein Baby nicht weiss, was der Kinderarzt dazu meint :wink:
Liebe Grüsse von Maria
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Dickkopf-Mama
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Re: Wie meine Kinder mich erziehen...

Beitrag von Dickkopf-Mama »

Ja, es gibt immer Leute die einen verrückt machen :? .
Aber manchmal hat das auch sein gutes, denn sonst wäre ich vor ca 1,5 Jahren nicht auf der Suche nach weiteren Informationen über das Forum gestolpert :D
Liebe Grüße von Meike mit drei Dickköpfen ( * 2007),( * 2010) und (*2013)
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gelumpe
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Re: Wie meine Kinder mich erziehen...

Beitrag von gelumpe »

Da bin ich jetzt aber sehr erleichtert. In meinem Kopf spukte immer wieder dieser "Eisenmangel" rum und irgendwie hatte ich mich dann vorläufig für das Standardprogramm, Beikost mach dem 6.Monat entschieden. Allerdings unter Vorbehalt. Feste Zeiten waren mir zuwieder, weil das mit dem Stillen nach Bedarf blöd zu händeln ist. Also gab es zu unterschiedlichen Zeiten den Gemüse-Fleisch-Brei. Außerdem gibt es immer auch Tage, wo wir ganz darauf verzichten. Sie isst den Brei dann zwar, aber nach fünf-sechs Löffeln hat Lea keine Lust mehr und ich finde diese Pampe auch nicht gerade appetitlich. Die ganze Fütteraktion ist mittlerweiler ehr ein Pflichtprogramm für uns beide geworden. Deshalb bin ich heute mal auf die Suche gegangen und fündig geworden. Lieben Dank, für deinen Bericht. :D Dann können wir ja beruhigt zum Fingerfood übergehen. :wink:

Lg Sandra+Lea
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:slürp* - SLURP NUCKEL SCHLABBER
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