Ich möchte meine Tochter jetzt so langsam abstillen. Spätestens zum zweiten Geburtstag soll es geschehen sein.
Ich fühle mich nicht mehr wohl damit, so gebunden zu sein. Manchmal nervt es mich so sehr, dass sie mich damit von irgendetwas abhält, dass ich regelrecht wütend werde. Sie haut und tritt mich dabei, wie sie lustig ist und schert sich herzlich wenig darum, wie ich das finde.
Seit ich diesen Entschluss gefasst habe, kann ich wieder entspannter mit ihr umgehen und merke, dass ich mich ihr konzentrierter zuwende.
Das Problem an der Sache: Sie betrachtet die Brust als ihr Eigentum! Es ist für sie Gesetz, dass sie sie bekommt, wenn sie es so will. Sie hat es ja auch nicht anders gelernt..
Sie ist das totale Mama-Kind, wenn nachts der Papa ankommt, um sie wieder in den Schlaf zu schunkeln, rastet sie regelrecht aus. Schreit sich um den Verstand, bis sie bekommt, was sie will... Bisher war das so, wenn ich abends/nachts mal weg war. Danach hat sie's ja bekommen. Sie hat dabei schon über eine Stunde jeden Anflug von Müdigkeit bekämpft, um ihren Willen durchzusetzen.
Andererseits: Neulich war ich einen ganzen Tag weg, von morgens acht bis abends sieben (puh, waren das Schmerzen!) und sie hat nicht einmal nach "Tsi" gefragt!!! Also kann sie wohl ganz gut ohne leben... Als ich dann mit fiesem Milchstau auf Erleichterung gewartet habe, dockte sie nach 2 min. Stillen ab und wollte nicht mehr...
Sie stillt derzeit morgens zum Aufstehen, mittags und abends zum Einschlafen, nachts 3-4 mal und tagsüber zwischendurch, wenn sie irgendwen anderes Stillen sieht...
Wie fange ich jetzt an, sie abzustillen, ohne das große Drama auszulösen?!?!?!?!? Ich habe keinen Plan! Macht es Sinn, mit der Nacht anzufangen? Das ginge derzeit aber nur mit "Gewalt" und das möchte ich eigentlich vermeiden...
- viel Pfefferminztee trinken, um weniger Milch zu produzieren
- meiner Tochter erklären, dass die Brust jetzt bald "alle" ist...... (oder so ähnlich)
- versuchen, Stillmahlzeiten zu verhindern und alternative Kuschelzeiten mit Fingerspielchen etc zelebrieren...
(wie bekomme ich sie nur in den Schlaf?????)
Was sagt ihr dazu? Könnte das gehen - relativ sanft? Hätte die Hoffnung, dass sie so von selbst auf die nächtliche Stillerei verzichtet. (Seit sie nicht mehr in unserem Bett schläft, ist die Frequenz schon deutlich weniger geworden.)
Habt ihr Tipps für mich? Will noch die örtliche Stillgruppe besuchen, um mir Expertinnentipps vor Ort zu holen, aber vielleicht habt ihr schonmal ein paar Denkansätze für mich?
Danke im Voraus... Hoffnungsvolle Grüße!


