Ab 9. Lebensmonat arbeiten-wie ist das dann mit dem Stillen?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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mayra
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Ab 9. Lebensmonat arbeiten-wie ist das dann mit dem Stillen?

Beitrag von mayra »

Meine Frage(n) sind etwas erklärungsbedürftig, befürchte ich.... :oops:

Ab Linus' 9. Lebensmonat werde ich wieder arbeiten gehen, und zwar ist geplant, 3 volle Tage. Zur Zeit stillen wir noch voll und Linus Interesse an Essen ist sagen wir, eher untergeordnet... :lol: Er mag bisher noch nichts essen. Und ich möchte eigentlich auch gar nicht unbedingt, dass er soviel essen soll. Mein Wunsch wäre es, dass er selbst entscheiden kann, wie lange er gestillt werden will und wann er zu essen beginnt. In der Zeit, in der ich nicht daheim sein werde, wird mein Mann ihn betreuen.

1. Frage: Wie mache ich das mit seiner Ernährung? Ich dachte an abpumpen und mit dem Doidybecher verfüttern (das würde mein Mann machen, probiert haben wir das aber noch nie) (Bekomme ich so spät noch eine Milchpumpe verschrieben, was denkt ihr?) Oder gibts bessere Alternativen? Zusätzlich könnte mein Mann dann was zu essen anbieten.

2. Frage: Wie schaffe ich es, dass er solange er möchte stillen kann, sprich, dass die Milchproduktion nicht nachlässt, nur weil 3x tagsüber gepumpt statt gestillt wird?? Ich wäre wirklich unglücklich, wenn er frühzeitig abgestillt würde nur wegen unserer finanziellen Lage... :(
mayra mit Schlawiner 07/08 und Lockenkopf 07/10
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BettyBoo

Re: Ab 9. Lebensmonat arbeiten-wie ist das dann mit dem Stillen?

Beitrag von BettyBoo »

Ich bin zwar nicht voll berufstätig, aber durch Studium und Nebenjobs oft länger und regelmäßig weg. Ich habe von Anfang an abgepumpt und mein Kleiner hat super gegessen und vertragen. Wegen dem Milchfluss: nimm einfach eine Pumpe mit und mach Stilllpäuschen (Die dir gesetzlich sogar zustehen). Wenn du die Möglichkeit hast, die Milch zu kühlen und gekühlt mit nach Hause zu nehmen, kannst du bei der Arbeit sogar einen "Vorrat" anlegen. Ansonsten wegschütten, aber für den Milchflúss ist ja nur das Pumpen wichtig. Ich habe damit gute Erfahrngen gemacht.

Solltest auf jeden Fall vorher testen, ob das läuft. Mein Sohn war nochsehr viel jünger, als er stundenweise dann mit der Fläsche und Mumi ernäht wurde.

Was auch eine Möglichkeit ist, die dir ebenso gesetzlich zusteht: dein Mann kann dir deinen Soh zum Stillen bringen. Aber ich persönlich finde das immer schwer umsetzbar.
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mayra
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Re: Ab 9. Lebensmonat arbeiten-wie ist das dann mit dem Stillen?

Beitrag von mayra »

Ja, testen müssen wir das ja auf jeden Fall. Kann ja nicht Knall auf Fall für 8 Stunden weggehen... Wegschütten wär ja Quatsch, mein Mann braucht dann die Milch ja sehr wahrscheinlich am nächsten Tag, oder?

Hab noch ne Frage: welche elektrische Pumpe könnt ihr empfehlen?? Handpumpen mag ich nicht, das mach ich jetzt ab und an, für den Notfall-Vorrat, aber jeden Tag wär mir damit zu stressig...
mayra mit Schlawiner 07/08 und Lockenkopf 07/10
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Linnea
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Re: Ab 9. Lebensmonat arbeiten-wie ist das dann mit dem Stillen?

Beitrag von Linnea »

Hallo Mayra,

ich habe bei meinen ersten 3 Kindern auch in der Vollstillzeit schon gearbeitet. Mein Ältester hat leider alle Becher- und Fläschchenversuche weitestgehend abgewehrt, so dass mein Mann 2 Mal (Vor- und Nachmittag) am Tag das Baby zum Stillen an meinen Arbeitsplatz gebracht hat. Ich bin in der Mittagspause heimgefahren und habe gestillt und selbst gegessen. Das ging gut, weil wir zu diesem Zeitpunkt sehr nah an der Arbeitsstelle wohnten. So habe ich also die mir zustehenden Stillpausen eine Zeit lang in Anspruch genommen.
Die Pumpe - eine Ameda lactaline Personal Doppelbrustpumpe - hatte ich über eine Kleinanzeige gebraucht gekauft. Ich glaube nicht, dass du eine verschrieben bekommst (frag mal bei der Kasse nach). Viel benutzt habe ich sie nicht (hauptsächlich auf Dienstreisen), weil mein Mann auch beim 2. und 3. Kind meist lieber das Kind brachte, statt Milch zu wärmen und sie zu verfüttern. Und stillen konnte ich im Büro auch wenn ich nicht allein war, die Pumperei ist da schon etwas aufwändiger und geht nicht so diskret.

Mittlerweile hat mein Arbeitgeber einen Stillraum eingerichtet und ich bin auch nicht mehr die einzige stillende Mutter, die dort arbeitet.

Das mit der Milchproduktion regelt sich ganz gut, fand ich. Habe ich tags weniger gestillt, hat sich mein Kind das einfach nachts geholt und damit die Produktion aufrecht erhalten. Und wenn du 3 Tage arbeitest, stillst du 4 ja noch ganz normal. Pumpen brauchte etwas Übung, um den Milchfluss auszulösen, dan ging es auch gut. Wichtig fand ich im Vorfeld schon einen Vorrat anzulegen, das nimmt den Erfolgsdruck raus, und dein Mann hat auf jeden Fall genügend Nahrung für das Kind da.

Beikost haben meine Kinder ganz unterschiedlich akzeptiert (im 7. / 9. bzw. 11. Monat), dann wurde es etwas einfacher mit der Arbeit.

Viele Grüße, Linnea (mit 4 Kindern zwischen 8 Jahren und 8 Monaten)
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mayra
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Re: Ab 9. Lebensmonat arbeiten-wie ist das dann mit dem Stillen?

Beitrag von mayra »

Hmm, bringen lassen wär zwar einfacher fürs stillen, aber es ist leider einfach zu weit weg. Dann bräuchte ich nicht mehr arbeiten gehen, dann würde mein Lohn verfahren...

Ich hoffe, dass er wenigstens das nötigste trinkt oder isst, sodass er nicht hungert während ich weg bin. Er kann ja dann abends bzw. nachts bei mir trinken...

Das Abpumpen bei der Arbeit stell ich mir auch schwierig vor, da wir ein Großraumbüro haben. Da könnte ich nur auf einen Besprechungsraum ausweichen, wenn denn einer frei ist. Oder die Toilette (bäh...).... Ich weiß gar nicht, wie das in LUX ist, ob sie mir einen Raum stellen müssen? Muss mich mal erkundigen. Aber wenn keiner da ist, nutzt das reine Recht mir ja leider auch nicht weiter...
mayra mit Schlawiner 07/08 und Lockenkopf 07/10
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Iris
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Re: Ab 9. Lebensmonat arbeiten-wie ist das dann mit dem Stillen?

Beitrag von Iris »

Leider kenne ich mich mit Luxemburgischem Recht überhaupt nicht aus. Ich weiß nicht einmal, welche Stillorganisationen es dort gibt - müsste ich genauso ergooglen wie du.
Meine Erfahrung ist, dass die Kinder sich meist recht schnell mit der Situation arrangieren. Wenn Mama nicht da ist, wird eben was anderes gegessen bzw. die abgepumpte Mumi getrunken. Meine Große hat bei mir weder "gut" gegessen noch geschlafen, bei Oma und Opa war das überhaupt kein Problem - ein Effekt, den ich von so vielen Kindern kenne.
Mit 9 Monaten ist es durchaus möglich, dass dein Kind seinen Nahrungsbedarf in deiner Abwesenheit locker mit Beikost deckt. Dann bräuchtest du die Pumpe allenfalls um die Produktion aufrecht zu erhalten. Wobei selbst das nicht unbedingt nötig ist, weil sich ja dann auch der Bedarf ändert. Wenn du zuhause dein Kind zum Stillen ermutigst und auch auf sein höchstwahrscheinlich steigendes nächtliches Stillbedürfnis eingehst, wird die Brust sich auch so auf den veränderten Bedarf und die anderen Zeiten einstellen. Wenn er bis dahin noch keine nennenswerten Beikostmengen isst, wirst du pumpen müssen, aber ich bin relativ sicher, dass dieser Zustand nicht lange anhält.
Iris mit Großer -10/05- und Kleiner -02/08- , erzogen und geimpft
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mayra
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Re: Ab 9. Lebensmonat arbeiten-wie ist das dann mit dem Stillen?

Beitrag von mayra »

Also, dass er sich irgendwie arrangieren wird, darauf hoffe ich jetzt einfach mal, sonst wäre mein Arbeitsbeginn zum scheitern verurteilt...
mayra mit Schlawiner 07/08 und Lockenkopf 07/10
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mayra
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Re: Ab 9. Lebensmonat arbeiten-wie ist das dann mit dem Stillen?

Beitrag von mayra »

So, jetzt noch mal ausführlicher, gestern abend schrie Linus und da hab ich mich gleich auch ins Bett gelegt... :D

Ich hoffe, dass er sich mit der Situation irgendwie arrangieren wird... ich frage mich halt nur, wie das wäre, wenn er 4 Tage die Woche viel stillt und die drei, die ich da bin, essen würde, was macht dann an den Tagen meine Brust? Bestimmt platzt sie dann fast... naja, beantworten kann das bestimmt im voraus keiner, aber ich mache mir halt so meine Gedanken...
mayra mit Schlawiner 07/08 und Lockenkopf 07/10
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Iris
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Re: Ab 9. Lebensmonat arbeiten-wie ist das dann mit dem Stillen?

Beitrag von Iris »

Das ist sehr unterschiedlich. Ich selbst hatte überhaupt keine Probleme damit. An 5 Tagen in der Woche hat meine Große nach Bedarf gestillt, an 2 Tagen war ich halt weg - kein Problem. Solltest du aber merken, dass die Brust spannt, dann kannst du zwischendurch ein wenig ausstreichen. Bist du in der Zeit noch darauf angewiesen, die Produktion aufrecht zu erhalten, kannst du ja auch eine größere Menge abpumpen - dann ersetzt das Pumpen eben das Stillen an den freien Tagen. Das wird schon, mach dir nicht so nen Kopp. Und wenn es soweit ist, sind wir ja auch immer noch da! :D
Iris mit Großer -10/05- und Kleiner -02/08- , erzogen und geimpft
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mayra
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Re: Ab 9. Lebensmonat arbeiten-wie ist das dann mit dem Stillen?

Beitrag von mayra »

Heute habe ich mal mit meinem Teamleiter telefoniert und unter anderem angesprochen, dass ich dann voraussichtlich auch abpumpen muss... was darauf kam, könnt ihr euch sicher denken: Wie, willst du dann noch stillen?? Bei meiner Frau hat da die Milch längst nicht mehr gereicht und außerdem.. er wird doch dann schon essen oder?? :evil:

Naja, ich hab dann gesagt, dass ich den Kleinen ja wohl kaum verhungern lassen kann, wenn er bis dahin nicht isst (mal davon abgesehen, dass er dann trotzdem Milch zusätzlich braucht) und dass ich einen Raum zum abpumpen brauchen werde (wir sind in einem Großraumbüro). Er meinte dann, dann solle ich vorher Bescheid geben, er reserviert mir dann einen Besprechungsraum.

Unser Gebäude ist allerdings aus Glas, d.h. entweder sitze ich mit der Brust Richtung Fenster, nur geschützt durch Jalousien (vorndran steht noch ein Gebäude mit Büros) bzw. ich sitze mit der Brust Richtung Tür, immer Gefahr laufend, dass einer reinkommt.... man ist das alles bescheiden. Ich würd am liebsten daheim bleiben!!! :cry:
mayra mit Schlawiner 07/08 und Lockenkopf 07/10
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