habe vor ca. 7,5 Wochen abstillen wollen. Ich wollte am nächsten Tag wieder zurück, aber meine Hebamme meinte, es ginge nicht mehr. Irgendwann würde Phytolacca wirken und dann wüsste ich nicht mehr, ob mein Kleiner satt wird. Ich habe ihr damals geglaubt und unter Tränen meine Milch ausgestrichen, obwohl ich meinem Sohn diese geben wollte. Heute bin ich schlauer und weiß, dass ich durch Disziplin und häufigem Anlegen alles wieder geschafft hätte. Ich dachte auch, irgendwann wird es besser. Aber ich glaube, ich kann ohne Stillen nicht leben. So komisch das klingt. Ich würde meinen Sohn so gern anlegen. Er bekommt auch immer noch ca. 3 TL pro Tag ausgestrichene Muttermilch. Ich weiß, dass er aber an der Brust viel effektiver trinken würde und stillen ist ja auch soviel mehr als nur Nahrungsaufnahme. Aber ich habe es drei Tage lang - auch mit sehr viel Ruhe und Geduld - versucht, ihn anzulegen. Aber es hat nur hin und wieder geklappt. Meist hat er minutenlang gebrüllt wie am Spieß. Das will ich ja auch nicht, obwohl man wahrscheinlich auch konsequent bleiben muss. Dass ich es nicht mehr schaffe ihn voll zu stillen, damit habe ich mich abgefunden. Aber ich kann nicht damit leben, ihn gar nicht mehr anzulegen. Ich würde die Zeit so gern zurückdrehen und hätte ihn weiter angelegt. Aber wahrscheinlich ist man im Wochenbett unzurechnungsfähig. Was kann ich denn noch tun, um ihn wenigstens wieder - und wenn auch nur zum nuckeln - an die Brust zu gewöhnen? Stillberaterinnen konnte mir bis jetzt auch nicht helfen. Und beim Abpumpen kommt gar nichts. Nur beim Ausstreichen. Ich bin so sehr verzweifelt und wollte mich so auf meinen Sohn konzentrieren und damit klar kommen, Flasche zu geben. Aber es geht nicht und jetzt ist soviel Zeit vergangen, dass ich gar nicht mehr weiß, wie ich die Milchmenge noch steigern soll und ihn wieder an die Brust zu gewöhnen. Ich möchte ihm doch nur das Beste geben und ihn liebhaben. Aber ich kann ohne Stillen nicht. Wenn ich vorher gewusst hätte, was ich jetzt weiß, hätte ich nie auf die Hebamme gehört und am nächsten Tag wieder angefangen. Ich kann damit einfach nicht leben, dass es jetzt vorbei sein soll...Ich will nicht, dass sein Risiko für plötzlichen Kindstod, Allergien, Darmkrankheiten, Atemwegsinfekte, Dicksein, Diabetes höher ist. Ich möchte nicht, dass mein Sohn wegen meinem Egoismus später mal leiden muss. Damit könnte ich nicht umgehen... Schützen 3 TL auch schon vor den o.g. Sachen??? Es sind doch in jedem Tropfen Muttermilch Antikörper drin, oder? Ich möchte ihn nicht immer mit Schuldgefühlen ansehen müssen... Ich will doch auch nur glücklich sein, ihn genießen und liebhaben. Was ich natürlich auch tue und ihn auch nicht spüren lassen möchte, dass ich traurig bin. Meist gelingt mir das auch, aber leider nicht immer. Er soll doch eine gute Mutter haben.
Wie wieder an Brust gewöhnen???
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Ni.ra
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Wie wieder an Brust gewöhnen???
Hallo,
habe vor ca. 7,5 Wochen abstillen wollen. Ich wollte am nächsten Tag wieder zurück, aber meine Hebamme meinte, es ginge nicht mehr. Irgendwann würde Phytolacca wirken und dann wüsste ich nicht mehr, ob mein Kleiner satt wird. Ich habe ihr damals geglaubt und unter Tränen meine Milch ausgestrichen, obwohl ich meinem Sohn diese geben wollte. Heute bin ich schlauer und weiß, dass ich durch Disziplin und häufigem Anlegen alles wieder geschafft hätte. Ich dachte auch, irgendwann wird es besser. Aber ich glaube, ich kann ohne Stillen nicht leben. So komisch das klingt. Ich würde meinen Sohn so gern anlegen. Er bekommt auch immer noch ca. 3 TL pro Tag ausgestrichene Muttermilch. Ich weiß, dass er aber an der Brust viel effektiver trinken würde und stillen ist ja auch soviel mehr als nur Nahrungsaufnahme. Aber ich habe es drei Tage lang - auch mit sehr viel Ruhe und Geduld - versucht, ihn anzulegen. Aber es hat nur hin und wieder geklappt. Meist hat er minutenlang gebrüllt wie am Spieß. Das will ich ja auch nicht, obwohl man wahrscheinlich auch konsequent bleiben muss. Dass ich es nicht mehr schaffe ihn voll zu stillen, damit habe ich mich abgefunden. Aber ich kann nicht damit leben, ihn gar nicht mehr anzulegen. Ich würde die Zeit so gern zurückdrehen und hätte ihn weiter angelegt. Aber wahrscheinlich ist man im Wochenbett unzurechnungsfähig. Was kann ich denn noch tun, um ihn wenigstens wieder - und wenn auch nur zum nuckeln - an die Brust zu gewöhnen? Stillberaterinnen konnte mir bis jetzt auch nicht helfen. Und beim Abpumpen kommt gar nichts. Nur beim Ausstreichen. Ich bin so sehr verzweifelt und wollte mich so auf meinen Sohn konzentrieren und damit klar kommen, Flasche zu geben. Aber es geht nicht und jetzt ist soviel Zeit vergangen, dass ich gar nicht mehr weiß, wie ich die Milchmenge noch steigern soll und ihn wieder an die Brust zu gewöhnen. Ich möchte ihm doch nur das Beste geben und ihn liebhaben. Aber ich kann ohne Stillen nicht. Wenn ich vorher gewusst hätte, was ich jetzt weiß, hätte ich nie auf die Hebamme gehört und am nächsten Tag wieder angefangen. Ich kann damit einfach nicht leben, dass es jetzt vorbei sein soll...Ich will nicht, dass sein Risiko für plötzlichen Kindstod, Allergien, Darmkrankheiten, Atemwegsinfekte, Dicksein, Diabetes höher ist. Ich möchte nicht, dass mein Sohn wegen meinem Egoismus später mal leiden muss. Damit könnte ich nicht umgehen... Schützen 3 TL auch schon vor den o.g. Sachen??? Es sind doch in jedem Tropfen Muttermilch Antikörper drin, oder? Ich möchte ihn nicht immer mit Schuldgefühlen ansehen müssen... Ich will doch auch nur glücklich sein, ihn genießen und liebhaben. Was ich natürlich auch tue und ihn auch nicht spüren lassen möchte, dass ich traurig bin. Meist gelingt mir das auch, aber leider nicht immer. Er soll doch eine gute Mutter haben.
habe vor ca. 7,5 Wochen abstillen wollen. Ich wollte am nächsten Tag wieder zurück, aber meine Hebamme meinte, es ginge nicht mehr. Irgendwann würde Phytolacca wirken und dann wüsste ich nicht mehr, ob mein Kleiner satt wird. Ich habe ihr damals geglaubt und unter Tränen meine Milch ausgestrichen, obwohl ich meinem Sohn diese geben wollte. Heute bin ich schlauer und weiß, dass ich durch Disziplin und häufigem Anlegen alles wieder geschafft hätte. Ich dachte auch, irgendwann wird es besser. Aber ich glaube, ich kann ohne Stillen nicht leben. So komisch das klingt. Ich würde meinen Sohn so gern anlegen. Er bekommt auch immer noch ca. 3 TL pro Tag ausgestrichene Muttermilch. Ich weiß, dass er aber an der Brust viel effektiver trinken würde und stillen ist ja auch soviel mehr als nur Nahrungsaufnahme. Aber ich habe es drei Tage lang - auch mit sehr viel Ruhe und Geduld - versucht, ihn anzulegen. Aber es hat nur hin und wieder geklappt. Meist hat er minutenlang gebrüllt wie am Spieß. Das will ich ja auch nicht, obwohl man wahrscheinlich auch konsequent bleiben muss. Dass ich es nicht mehr schaffe ihn voll zu stillen, damit habe ich mich abgefunden. Aber ich kann nicht damit leben, ihn gar nicht mehr anzulegen. Ich würde die Zeit so gern zurückdrehen und hätte ihn weiter angelegt. Aber wahrscheinlich ist man im Wochenbett unzurechnungsfähig. Was kann ich denn noch tun, um ihn wenigstens wieder - und wenn auch nur zum nuckeln - an die Brust zu gewöhnen? Stillberaterinnen konnte mir bis jetzt auch nicht helfen. Und beim Abpumpen kommt gar nichts. Nur beim Ausstreichen. Ich bin so sehr verzweifelt und wollte mich so auf meinen Sohn konzentrieren und damit klar kommen, Flasche zu geben. Aber es geht nicht und jetzt ist soviel Zeit vergangen, dass ich gar nicht mehr weiß, wie ich die Milchmenge noch steigern soll und ihn wieder an die Brust zu gewöhnen. Ich möchte ihm doch nur das Beste geben und ihn liebhaben. Aber ich kann ohne Stillen nicht. Wenn ich vorher gewusst hätte, was ich jetzt weiß, hätte ich nie auf die Hebamme gehört und am nächsten Tag wieder angefangen. Ich kann damit einfach nicht leben, dass es jetzt vorbei sein soll...Ich will nicht, dass sein Risiko für plötzlichen Kindstod, Allergien, Darmkrankheiten, Atemwegsinfekte, Dicksein, Diabetes höher ist. Ich möchte nicht, dass mein Sohn wegen meinem Egoismus später mal leiden muss. Damit könnte ich nicht umgehen... Schützen 3 TL auch schon vor den o.g. Sachen??? Es sind doch in jedem Tropfen Muttermilch Antikörper drin, oder? Ich möchte ihn nicht immer mit Schuldgefühlen ansehen müssen... Ich will doch auch nur glücklich sein, ihn genießen und liebhaben. Was ich natürlich auch tue und ihn auch nicht spüren lassen möchte, dass ich traurig bin. Meist gelingt mir das auch, aber leider nicht immer. Er soll doch eine gute Mutter haben.
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Ehut
Re: Wie wieder an Brust gewöhnen???
vorab: du bist keine schlechte Mutter weil du auf deine Hebamme gehört hast.
Du kannst sehr wohl stillen und die Milchmenge auch steigern! Das erste ist, dass du Phytolacca nicht mehr nimmst. Dann würde ich viel trinken, Stilltee am besten und so oft wie möglich anlegen, auch wenns hart ist. Wenn du es willst, dann klappt es bestimmt.
Ich glaube man nennt dies auch "Laktation"? Aber damit kennen sich die Stillberaterinnen hier sicher besser aus. Am besten kannst du dich auch an die La Leche Liga wenden, die sind sehr kompetent was das Stillen anbelangt.
Darf ich fragen wieso du überhaupt aufgehört hast zu stillen?
Du kannst sehr wohl stillen und die Milchmenge auch steigern! Das erste ist, dass du Phytolacca nicht mehr nimmst. Dann würde ich viel trinken, Stilltee am besten und so oft wie möglich anlegen, auch wenns hart ist. Wenn du es willst, dann klappt es bestimmt.
Ich glaube man nennt dies auch "Laktation"? Aber damit kennen sich die Stillberaterinnen hier sicher besser aus. Am besten kannst du dich auch an die La Leche Liga wenden, die sind sehr kompetent was das Stillen anbelangt.
Darf ich fragen wieso du überhaupt aufgehört hast zu stillen?
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Ni.ra
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Re: Wie wieder an Brust gewöhnen???
Hallo,
Ich nehme Phytolacca schon seit Wochen nicht mehr, obwohl meine Hebamme darauf bestanden hat bis die Milch weg ist. Habe mich da aber schon nicht richtig wohlgefühlt bei. Ich würde ich auch ständig anlegen, wenn er denn noch wollte. Aber er sträubt sich und sonst ist er so ein fröhliches Kind, dass ich so ein schlechtes Gewissen habe, ihn ranzuzwingen.
Tja, warum habe ich abgestillt? Das frage ich mich jetzt auch. Muss etwas weiter ausholen. Habe schon eine Tochter, mit der das Stillen eine Qual war - 6 Monate lang voll und bis zum 10 Monat teils. Naja, nach drei/vier Monaten wurde es besser. Bei ihr hatte ich eine Brustentzündung mit ca. 2,5 Wochen. Davor war sie nur am Schreien, nicht schlafen, nicht trinken, einschlafen nur an der Brust, so dass sie an mir dran geschlafen hat. Ich natürlich ins KH mit 41 Grad Fieber und an den Tropf. Ich wollte weiterstillen. Am Anfang hat sie die Flasche bekommen. Das hat mich so angekotzt, dass ich sie nur noch stillen wollte, weil ja auch Milch kam, wenn ich gedrückt habe. So habe ich nur noch gestillt unter Schreien, nicht schlafen, ständigem Weinen durch mich und nicht mehr am Leben teilhaben - oft stündlich. Doch sie nahm manchmal gar nicht manchmal nur 60 g zu. Jedenfalls waren wir jede Woche beim Arzt zum Wiegen. Aber ich war stolz durchgehalten zu haben und mich gegen alle miesen Gegenstimmen gewehrt zu haben.
So, nun kam mein Sohn vier Jahre später zur Welt: Ein Naturtalent schon im Kreissaal. Hat mehr geschlafen und mir ging es so gut. Kaum zu Hause ist er auch an der Brust eingeschlafen, hat nicht zugenommen und Gelbsucht gehabt. Hebamme meinte, er müsse zunehmen und ich müsse zufüttern (fataler Fehler, wie ich heute weiß!). Damit mein Kind gesund wird, habe ich zugefüttert. Er weiterhin eingeschlafen an der Brust, ich immer gestresster, weil ich an meine Tochter dachte. Dann waren wir mit 3,5 Wochen zu Besuch bei meinen Eltern um Unterstützung zu haben. Alle kannte ja die Phase mit meiner Tochter. Da haben wir immer versucht zuzufüttern, weil er nicht satt zu werden schien, Schnuller wollte er am Anfang nicht nehmen (bis wir auf Latex umgestiegen sind, wie an der Flasche). Alle redeten mir zu, er wird nicht satt. Ich wieder Panik. Da er aber die Flasche kaum wollte und nachts schon viel besser schlief, habe ich mich entschieden weiterzustillen, obwohl es sich oft anfühlte als ob er mir das Brustgewebe rauszog. Ich hasste das Stillen.
Dann wurde die Brust rot - großflächig ohne Knoten allerdings. Ich bekam Fieber. Im KH konnte man mir nicht sagen, ob es eine Mastitis war. Der Arzt meinte ja, die Schwester meinte nein, weil meine Brust nicht geschwollen war. Sie tippte eher auf einen Infekt. Heute denke ich, dass es Soor war, weil mein Sohn es bei der U3 drei Tage später auch hatte. Ich dachte voller Panik, es geht wieder los wie bei meiner Tochter. Zwei Nächte hatte ich hohes Fieber. Er kam aber ca. alle 4 h zum Stillen (Tagsüber öfter). Ich habe zwei Betten und 4 Schlafanzüge durchgeschwitzt. Zwei Tage später war es überstanden. Wir sind nach Hause gefahren. An dem Montag kam er so oft, dass ich Panik hatte, er wird doch nicht satt und ihm und uns das gleiche Schicksal wie bei meiner Tochter ersparen wollte. Beim Arzt hatte er dann bei der U3 aber super zugenommen. Dazu muss ich sagen, dass wir ihm ca. jede Woche eine Flasche gegeben hatte, weil wir dachten er wird nicht satt. Stress soll ja bekanntlich die Milchmenge reduzieren.
Jetzt hatte ich nur noch den Gedanken, abstillen. Meine Hebamme hat es mir nicht ausgeredet, mir keine Stillberatung empfohlen. Mein Mann hat mich unterstützt, weil er sowas wie bei meiner Tochter nicht nochmal durchmachen wollte. Wie geschrieben wollte ich sofort wieder alles rückgängig machen. Aus Unwissenheit ging es nicht. Habe eine Stillberaterin angerufen ein paar Tage später, die sich mit meiner Hebamme in Verbindung setzte, so dass ich zum Psychiater sollte, weil ich vom Stillen nicht loskam. Ich war so eingeschüchtert, dass ich es nicht wagte anzulegen, zumal meine Mutter und mein Mann auch kein Verständnis zeigten. Jetzt nach 7,5 Wochen erkennen alle, dass ich mehr leide unter dem Nichtstillen als unter dem Stillen. Jetzt, wo es zu spät ist, wollen mich alle unterstützen...
LG
Nira
Ich nehme Phytolacca schon seit Wochen nicht mehr, obwohl meine Hebamme darauf bestanden hat bis die Milch weg ist. Habe mich da aber schon nicht richtig wohlgefühlt bei. Ich würde ich auch ständig anlegen, wenn er denn noch wollte. Aber er sträubt sich und sonst ist er so ein fröhliches Kind, dass ich so ein schlechtes Gewissen habe, ihn ranzuzwingen.
Tja, warum habe ich abgestillt? Das frage ich mich jetzt auch. Muss etwas weiter ausholen. Habe schon eine Tochter, mit der das Stillen eine Qual war - 6 Monate lang voll und bis zum 10 Monat teils. Naja, nach drei/vier Monaten wurde es besser. Bei ihr hatte ich eine Brustentzündung mit ca. 2,5 Wochen. Davor war sie nur am Schreien, nicht schlafen, nicht trinken, einschlafen nur an der Brust, so dass sie an mir dran geschlafen hat. Ich natürlich ins KH mit 41 Grad Fieber und an den Tropf. Ich wollte weiterstillen. Am Anfang hat sie die Flasche bekommen. Das hat mich so angekotzt, dass ich sie nur noch stillen wollte, weil ja auch Milch kam, wenn ich gedrückt habe. So habe ich nur noch gestillt unter Schreien, nicht schlafen, ständigem Weinen durch mich und nicht mehr am Leben teilhaben - oft stündlich. Doch sie nahm manchmal gar nicht manchmal nur 60 g zu. Jedenfalls waren wir jede Woche beim Arzt zum Wiegen. Aber ich war stolz durchgehalten zu haben und mich gegen alle miesen Gegenstimmen gewehrt zu haben.
So, nun kam mein Sohn vier Jahre später zur Welt: Ein Naturtalent schon im Kreissaal. Hat mehr geschlafen und mir ging es so gut. Kaum zu Hause ist er auch an der Brust eingeschlafen, hat nicht zugenommen und Gelbsucht gehabt. Hebamme meinte, er müsse zunehmen und ich müsse zufüttern (fataler Fehler, wie ich heute weiß!). Damit mein Kind gesund wird, habe ich zugefüttert. Er weiterhin eingeschlafen an der Brust, ich immer gestresster, weil ich an meine Tochter dachte. Dann waren wir mit 3,5 Wochen zu Besuch bei meinen Eltern um Unterstützung zu haben. Alle kannte ja die Phase mit meiner Tochter. Da haben wir immer versucht zuzufüttern, weil er nicht satt zu werden schien, Schnuller wollte er am Anfang nicht nehmen (bis wir auf Latex umgestiegen sind, wie an der Flasche). Alle redeten mir zu, er wird nicht satt. Ich wieder Panik. Da er aber die Flasche kaum wollte und nachts schon viel besser schlief, habe ich mich entschieden weiterzustillen, obwohl es sich oft anfühlte als ob er mir das Brustgewebe rauszog. Ich hasste das Stillen.
Dann wurde die Brust rot - großflächig ohne Knoten allerdings. Ich bekam Fieber. Im KH konnte man mir nicht sagen, ob es eine Mastitis war. Der Arzt meinte ja, die Schwester meinte nein, weil meine Brust nicht geschwollen war. Sie tippte eher auf einen Infekt. Heute denke ich, dass es Soor war, weil mein Sohn es bei der U3 drei Tage später auch hatte. Ich dachte voller Panik, es geht wieder los wie bei meiner Tochter. Zwei Nächte hatte ich hohes Fieber. Er kam aber ca. alle 4 h zum Stillen (Tagsüber öfter). Ich habe zwei Betten und 4 Schlafanzüge durchgeschwitzt. Zwei Tage später war es überstanden. Wir sind nach Hause gefahren. An dem Montag kam er so oft, dass ich Panik hatte, er wird doch nicht satt und ihm und uns das gleiche Schicksal wie bei meiner Tochter ersparen wollte. Beim Arzt hatte er dann bei der U3 aber super zugenommen. Dazu muss ich sagen, dass wir ihm ca. jede Woche eine Flasche gegeben hatte, weil wir dachten er wird nicht satt. Stress soll ja bekanntlich die Milchmenge reduzieren.
Jetzt hatte ich nur noch den Gedanken, abstillen. Meine Hebamme hat es mir nicht ausgeredet, mir keine Stillberatung empfohlen. Mein Mann hat mich unterstützt, weil er sowas wie bei meiner Tochter nicht nochmal durchmachen wollte. Wie geschrieben wollte ich sofort wieder alles rückgängig machen. Aus Unwissenheit ging es nicht. Habe eine Stillberaterin angerufen ein paar Tage später, die sich mit meiner Hebamme in Verbindung setzte, so dass ich zum Psychiater sollte, weil ich vom Stillen nicht loskam. Ich war so eingeschüchtert, dass ich es nicht wagte anzulegen, zumal meine Mutter und mein Mann auch kein Verständnis zeigten. Jetzt nach 7,5 Wochen erkennen alle, dass ich mehr leide unter dem Nichtstillen als unter dem Stillen. Jetzt, wo es zu spät ist, wollen mich alle unterstützen...
LG
Nira
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Ehut
Re: Wie wieder an Brust gewöhnen???
ach je, das hört sich ja ziemlich krass an.
aber weisst du, mir ging es anfangs auch nicht "besser". fynn hat zwar viel geschlafen, aber auch viel geschrien und ich habe oft gedacht es reicht ihm nicht. dann habe ich mich an die la leche liga gewandt, meine hebamme war nämlich auch nich so dolle, und seither geht alles wunderbar! ich habe dort wirklich gute hilfe bekommen.
geh einfach mal auf www.lalecheliga.de und suche dir eine Stillberaterin in deiner Nähe raus, die zu dir kommen kann. Wenn du ein gutes Verhältnis mit ihr hast, fühlst du dich sicher auch ruhig und geborgen und alles wird gut. Glaub an dich und deinen Mutterinstinkt und nicht an die Milchindustrie oder irgendjemanden aus der Familie der dich und dein Kind nicht so gut kennt wie du selbst.
Hör auf dich und dein Bauchgefühl und es klappt bestimmt! Alles Gute!
aber weisst du, mir ging es anfangs auch nicht "besser". fynn hat zwar viel geschlafen, aber auch viel geschrien und ich habe oft gedacht es reicht ihm nicht. dann habe ich mich an die la leche liga gewandt, meine hebamme war nämlich auch nich so dolle, und seither geht alles wunderbar! ich habe dort wirklich gute hilfe bekommen.
geh einfach mal auf www.lalecheliga.de und suche dir eine Stillberaterin in deiner Nähe raus, die zu dir kommen kann. Wenn du ein gutes Verhältnis mit ihr hast, fühlst du dich sicher auch ruhig und geborgen und alles wird gut. Glaub an dich und deinen Mutterinstinkt und nicht an die Milchindustrie oder irgendjemanden aus der Familie der dich und dein Kind nicht so gut kennt wie du selbst.
Hör auf dich und dein Bauchgefühl und es klappt bestimmt! Alles Gute!
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jusl
- Jusl Almighty
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- Registriert: 19.03.2007, 10:54
- Wohnort: nördlich des Weißwurstäquators
Re: Wie wieder an Brust gewöhnen???
Hallo,
erstmal: ein dicker Drücker für Dich - Du hast ja schon sehr viel mitgemacht mit dem Thema!
Relaktation, also die Wiederaufnahme des Stillens nach vorherigem Abstillen, ist immer eine Herausforderung, denn meist geht es dabei um zwei Dinge gleichzeitig: 1. die Milchproduktion wieder aufzubauen, und 2. das Baby zurück an die Brust zu bekommen. Welches von beiden die größere Aufgabe darstellt, empfinden die betroffenen Mütter durchaus unterschiedlich.
Sowohl für die Steigerung der Milchmenge als auch für die Zurückgewöhnung des Babys an die Brust gibt es mehrere Möglichkeiten. Es wäre sehr günstig, wenn Du eine erfahrene(!) Stillberaterin in der Nähe hättest, die Dir diese Möglichkeiten vorstellt, alles erklärt und Dich beim Ausprobieren, welches für Euch der passende Weg ist, begleitet. Wichtig zu wissen ist zu Beginn sicherlich, dass KEINE dieser Methoden mit Hunger, Frustration oder Weinenlassen des Babys arbeitet (dieses Vorurteil begegnet einem manchmal noch!).
Der "Erfolg" ist auch eine Frage der Definition - im Vordergrund sollte immer die Beziehung zum Baby stehen, nicht unbedingt das Erreichen des VOLLstillens! (In diesem Zusammenhang: JEDER einzelne Tropfen Muttermilch ist wertvoll fürs Kind. In einem Tropfen(!) sind ca 4000 lebende Zellen, die helfen, seine Gesundheit zu schützen.) Wichtig ist auch, dass Du Dir über Deine Motivation noch mal klar wirst: ein schlechtes Gewissen, evtl gepaart mit falschen Erwartungen, ist mitunter ein schlechter Ratgeber. Wesentlich für das Gelingen der Relaktation ist auch die Unterstützung Deiner Familie - GEGEN den Vater geht das nicht! Auch der Vater braucht vorab Informationen, worum es geht, und er muss wissen, dass seine Unterstützung notwendig sein wird, wenn die Mutter relaktieren will.
Ein weiterer wesentlicher Faktor ist das Alter des Babys (hab ich's überlesen?) - wie alt ist denn Dein Kind jetzt? Wann habt Ihr das allerletzte Mal gestillt? Es macht einen Unterschied, ob ein Baby erst einige Wochen oder schon einige Monate alt ist, sowohl was die Erfolgsaussichten als auch die wahrscheinlich erfolgversprechendste Methode anbelangt.
Hast Du im www mal Berichte gelesen von anderen Frauen, die relaktiert haben?
Liebe Grüße,
Julia
erstmal: ein dicker Drücker für Dich - Du hast ja schon sehr viel mitgemacht mit dem Thema!
Relaktation, also die Wiederaufnahme des Stillens nach vorherigem Abstillen, ist immer eine Herausforderung, denn meist geht es dabei um zwei Dinge gleichzeitig: 1. die Milchproduktion wieder aufzubauen, und 2. das Baby zurück an die Brust zu bekommen. Welches von beiden die größere Aufgabe darstellt, empfinden die betroffenen Mütter durchaus unterschiedlich.
Sowohl für die Steigerung der Milchmenge als auch für die Zurückgewöhnung des Babys an die Brust gibt es mehrere Möglichkeiten. Es wäre sehr günstig, wenn Du eine erfahrene(!) Stillberaterin in der Nähe hättest, die Dir diese Möglichkeiten vorstellt, alles erklärt und Dich beim Ausprobieren, welches für Euch der passende Weg ist, begleitet. Wichtig zu wissen ist zu Beginn sicherlich, dass KEINE dieser Methoden mit Hunger, Frustration oder Weinenlassen des Babys arbeitet (dieses Vorurteil begegnet einem manchmal noch!).
Der "Erfolg" ist auch eine Frage der Definition - im Vordergrund sollte immer die Beziehung zum Baby stehen, nicht unbedingt das Erreichen des VOLLstillens! (In diesem Zusammenhang: JEDER einzelne Tropfen Muttermilch ist wertvoll fürs Kind. In einem Tropfen(!) sind ca 4000 lebende Zellen, die helfen, seine Gesundheit zu schützen.) Wichtig ist auch, dass Du Dir über Deine Motivation noch mal klar wirst: ein schlechtes Gewissen, evtl gepaart mit falschen Erwartungen, ist mitunter ein schlechter Ratgeber. Wesentlich für das Gelingen der Relaktation ist auch die Unterstützung Deiner Familie - GEGEN den Vater geht das nicht! Auch der Vater braucht vorab Informationen, worum es geht, und er muss wissen, dass seine Unterstützung notwendig sein wird, wenn die Mutter relaktieren will.
Ein weiterer wesentlicher Faktor ist das Alter des Babys (hab ich's überlesen?) - wie alt ist denn Dein Kind jetzt? Wann habt Ihr das allerletzte Mal gestillt? Es macht einen Unterschied, ob ein Baby erst einige Wochen oder schon einige Monate alt ist, sowohl was die Erfolgsaussichten als auch die wahrscheinlich erfolgversprechendste Methode anbelangt.
Hast Du im www mal Berichte gelesen von anderen Frauen, die relaktiert haben?
Liebe Grüße,
Julia
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Ni.ra
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Re: Wie wieder an Brust gewöhnen???
Hallo, hab mich sehr mit dem Thema beschäftigt. Mehrere Stillberaterinnen befragt. Sie haben mir auch einige Wege aufgezeigt. Ich weiß nur nicht, ob diese für uns so gehen. Werde mein möglichstes versuchen. Mein Kleiner ist im Moment so verwirrt, dass er bis jetzt mit 13 Wochen und 6,2 kg heute nicht mal 400 ml getrunken hat. Gestern hat er 755 geschafft. Weiß nicht, ob ich ihm daher den Stress zumuten soll. Wenn in jedem Tropfen soviele lebende Zellen drin sind. Dann sin doch meine paar TL besser als gar nichts oder? Warum soll ich ihn dann an die Brust quälen? Die wichtigsten 5,5 Wochen hat er doch was gekriegt. Wegen unseren Allergien würde ich ihn gern stillen. Aber es muss endlich Ruhe in unsere Familie einkehren. Sonst vergesse ich über all dem noch, ihn zu genießen. Sie werden so schnell groß.
LG
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Lovis
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Re: Wie wieder an Brust gewöhnen???
Und wenn Du anfängst, mehr auszustreichen und ihm mehr ausgestrichene Milch gibst als 3 Teelöffel? So als Variante vom Pumpstillen?
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Ni.ra
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Re: Wie wieder an Brust gewöhnen???
Wenn das geht, sehr gern. Aber ich habe Angst, mein Brustgewebe kaputt zu machen. Wie muss denn da die Technik sein, damit es noch effektiv ist. Im Moment drücke ich und streiche dabei immer noch drückend nach unten aus mit starken Druck.
LG
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Lovis
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Re: Wie wieder an Brust gewöhnen???
Kennst Du die Marmet-Methode? Die ist schonend und effektiv. Bei der LaLecheLiga gibt es ein Faltblatt mit einer Anleitung, besser finde ich aber die Erklärung durch eine Stillberaterin (die von der LLL sollten das können).
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Ni.ra
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Re: Wie wieder an Brust gewöhnen???
Habe ich von einer netten Stillberaterin der LLL gerade per Mail bekommen. Werder ich mir morgen in Ruhe ansehen. Und du meinst, dass ich dadurch die Milchmenge auch steigern kann? Das wäre ja wunderbar und wahrscheinlich das sinnvollste für uns. Für mich kein Abpumpdilemma, wo ja doch nichts kommt und für meinen Kleinen kein Brustzwang. Und kuscheln, wenn auch nicht an der Brust nuckelnd, kann er bei mir ja trotzdem 
LG und einen schönen 4. Advent. Muss jetzt meine Große ins Bett bringen
LG und einen schönen 4. Advent. Muss jetzt meine Große ins Bett bringen
