Ich fang jetzt mal an zu schreiben, wenn ich aufhör, dann ist mein Kleiner wieder wach, dann schreib ich später weiter.
Also ich heiße Jutta und komme aus Oberösterreich. Ich bin verheiratet, 32 und habe am 29.9.08 mein erstes Kind bekommen. Niklas ist um 15.33 per Notkaiserschnitt geholt worden, da er die Nabelschnur 3 x um den Hals hatte. Morgens um 6 Uhr hatte ich einen Blasensprung und dann wurde den ganzen Tag gewartet, ob es nicht doch noch auf natürliche Weise geht. Ständig wurden mir Wehenhämmer gespritzt, da Niklas Herztöne bei jeder Wehe abgefallen sind. Naja, auf jeden Fall wurde dann auf die Schnelle ein Kaiserschnitt gemacht und mein Zwergl ist gesund und es geht ihm gut. Um 19 Uhr hab ich ihn das erste Mal auf der Säuglingsstation besuchen dürfen, er lag im Brutkasten, wo er über Nacht zur Beobachtung blieb. Erst am nächsten Tag um ca. 13 Uhr wurde er mir gebracht und da wurde er mir auch das erste Mal angelegt. Auf der Säuglingsstation bekam er gleich Fläschchen, wodurch er natürlich gleich zugenommen hat. Da ich natürlich keine Milch hatte, hat er erstmal abgenommen und die Schwestern haben rot gesehen! Ich musst vor und nach dem Stillen wiegen und wenn er nicht genug getrunken hatte, dann wurde ihm ein Fläschchen zugefüttert. Mir passte das gar nicht, weil ich merkte, daß er an der Brust auf einmal zu bocken anfing und dann das Fläschchen gierig trank. Ich sah meine Stillzukunft dahinschwinden und hab dann gedacht: Hey, Du bist die Mutter, Du bestimmst, was gemacht wird!!! Ich hab dann der Schwester gesagt, daß ich nicht mehr einverstanden damit bin, daß zugefüttert wird und ich es nur mit Stillen versuchen will, und wenn ich den ganzen Tag stillen muss. Ich musste das mit dem Kinderarzt abklären, weil ich kein Risiko eingehen wollte und der gab seine Zustimmung. Wir zogen uns auf unser Zimmer zurück und das Stillen klappte wunderbar, als wir dem Druck der Schwestern im Stillzimmer nicht mehr ausgesetzt waren. Ein großer Trinker war er allerdings trotzdem nicht.
Als wir daheim waren, redeten mir meine Mutter und meine Oma ein, daß ich langsam einen Rhytmus zusammenbringen muss und ihn nur alle 3 h füttern soll. das hab ich gemacht, aber er hat geschrien und geschrien. Meine Mutter (die nie gestillt hat) meinte: Also ich weiß nicht, ob die Stillerei so gut ist, du siehst doch, wie sehr er Bauchschmerzen hat!!! Auch mein Vater meint: Vielleicht sollst Du mit der Stillerei aufhören!!!
Meine Schwester hat mich bestärkt und meinte, mach weiter, Stillen ist das beste für dein Kind, aber halte dich an die 3 Stunden. Wenn Du darunter stillst, dann wird in seinem Bauch die Milch sauer (wenn alte und neue zusammenkommt) und dann hat er noch mehr Blähungen. Ich hab mich also großteils daran gehalten und hatte ein schlechtes Gewissen, wenn ich ihn mal nach 2 Stunden angelegt habe.
Wir waren beim Kinderarzt, der hat uns Milchsäurebakterientropfen verschrieben, die auch keine Besserung brachten. Wir waren beim Osteopathen, der meinte, sein Zwerchfell ist verspannt, davon kommen die Blähungen! Wir sind nach wie vor dort in Behandlung, weil es meinem Kleinen gut tut.
Auf jeden Fall waren wir bei der U2 als er 6 Wochen war und da hatte er in 2 Wochen nur 40 g zugenommen. Der Arzt meinte, das ist zu wenig und ich muss Fläschchen zufüttern. Für mich ist eine Welt zusammengebrochen, hab mich unfähig gefühlt. Erst kann ich mein Kind nicht normal auf die Welt bringen und dann kann ich es auch nicht ernähren!!! Ich hab nur noch geheult und hab ihm widerwillig das FLäschchen gegeben, nach jedem Stillen und er hat es gierig angenommen. Das war ein Dienstag, Mittwoch haben wir zugefüttert und da hab ich erfahren, daß es in unserem KRankenhaus eine Stillambulanz gibt und das die immer Donnerstags besetzt ist.
Da bin ich dann gleich am Donnerstag hin und die Schwester war toll. Sie war total ruhig, hat sich meinen Zwerg angesehen und ihn gewogen. Sie hat sich genau angesehen, wie ich ihn anlege, hat mich korrigiert und hat darauf geachtet, wie er ansaugt. Sie hat mir gesagt, worauf ich achten soll und ich hab mich wieder sicher gefühlt. Sie hat vorgeschlagen, daß ich am Wochenende "Powerstillen" soll, hat mir einen Stilltee empfohlen und am Montag sollte ich wieder kommen. Ich hab den Tee getrunken und fast nur gestillt, solange, bis meine Brustwarzen blutig waren und er dadurch Blut erbrochen hatte und dennoch hatte er am Montag 5 g abgenommen.
Sie hat dann gesagt, sie traut sich nun auch nichts anderes mehr sagen, als daß ich zufüttern muss. Mal sehen, vielleicht kann ich das Fläschchen dann wieder weg lassen. Ich hab dann also wieder zugefüttert und wir sind beide wieder zur Ruhe gekommen. Niklas war ausgeglichen, satt und ruhig und hat brav geschlafen, das hat er vorher nie gemacht!!
Am Donnerstag sind wir wieder hin und er hatte schön zugenommen gehabt. In der 1. Woche zufüttern hat er 460 g zugenommen, in der zweiten dann 160 g. Gerade haben wir die 3. Woche zufüttern hinter uns und ich mach es immer so, daß ich ihn erst an beiden Seiten anlege und ihm dann die Flasche anbiete. Wenn er fertig ist mit Stillen, dann ist die Brust nicht leer, wenn ich drücke und deshalb hab ich mir ein Abpumpgerät ausgeliehen um eine größere Nachfrage zu simulieren. Viel kommt da allerdings nicht raus und ich muss zugegen, daß ich etwas nachlässig bin. Erst stillen 30 min oder länger, dann Flasche und dann abpumoen,







