rückentragen in straßenbahn?

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cukalel
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rückentragen in straßenbahn?

Beitrag von cukalel »

hallo mal an alle hier!

hier gibt es sicher wen, der in der stadt mit öffentlichen verkehrsmitteln fährt und dabei am rücken trägt, oder?
blöde frage, aber ich kann mir das so schlecht vorstellen, wie geht das am besten? in fahrtrichtung hinsetzen mit kind am rücken? da könnt man ja womöglich irgendwas quetschen bei einer bremsung oder sonstigem rumgeruckel..? und stehen? sicherer erscheint mir das auch nicht, und bequemer für die tragenden ist es wohl auch nicht?
und jetzt im winter, drinnen ist es kurz warm, draußen wieder kalt: tragecover auflockern, haube absetzen wär wohl günstig - und das in einer straßenbahn?
und angenommen das kind wird mit einem ergo getragen, bei längeren strecken in der schnellbahn, wenn das kind mal rauswill und raugenommen wird - gibt es da irgendwelche guten methoden das kind im fahrenden zug wieder da hineinzukriegen? womöglich ohne aufzustehen?
honigbienchen
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Re: rückentragen in straßenbahn?

Beitrag von honigbienchen »

Hallo und willkommen erstmal :wink:

Wie alt ist dein Mäuschen denn??

Ich bin häufig Bus und Bahn gefahren.
Mit Kind auf dem Rücken ist es in der Tat etwas schwierig. Hatte die gleichen Gedanken und bin für mich zu dem Entschluß gekommen, daß es am sichersten ist, das Kind tatsächlich rauszu nehmen, auf den Schoß zu setzen (dabei am besten auch noch gegen die Fahrtrichtung) und anschließend draußen wieder neu binden.
Einmal sagte mir sogar ein Busfahrer, als ich erst Noah hingestez hatte, ich solle doch bitte dran denken, ich hätte ein KIND auf dem Rücken und keinen Rucksack!! Recht hatte er, wie ich finde, denn bei einem Sturz (von einem Unfall gehen wir mal gar nicht aus!) ist das Kleine auf dem Rücken wohl meist echt am gefährdesten. :(

Einen Ergo im Bus oder nahn anzulegen geht sogar ganz leicht, im Sitzen. Dann schockt man sein Umfeld auch nicht so sehr.
Wenns nicht geht würde ich, wie gesagt, Tasche, Tuch/Ergo und Kind unter den Arm packen und draußen neu binden oder Ergo anlegen.


Vor dem Bauch fand ich es übrigens gar nicht so problematisch. Irgendwie kam mir das Verletzungsrisiko da nicht so groß vor, zumindest nicht größer, als wenn ich mein Kind auf dem Schoß hätte. da hab ich immer nur drauf geachtet entgegen der fahrtrichtung zu sitzen, so denn möglich.

LG.
Annette

Die Tugend des Alltags ist die Hoffnung, in der man das Mögliche tut und das Unmögliche Gott zutraut.
Karl Rahner
jusl
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Re: rückentragen in straßenbahn?

Beitrag von jusl »

Also ich kenne die offizielle EMpfehlung: so hinsetzen, dass im Falle einer heftigen Bremsung das Kind gegen die mütterlichen Körper gedrückt wird (also in Fahrtrichtung, wenn Baby auf dem RÜcken). Man kann ja auch einfach stehen bleiben und sich "passend" hinstellen.
Ganz ehrlich: wenn ein Bus schlimm verunfallt, ist es fürchte ich ziemlich wurscht, ob das Baby im Tuch auf dem Rücken ist, oder unangeschnallt auf dem Schoß sitzt ("festhalten" kann man es dort dann sowieso keinesfalls!!).

LG;
Julia
Elise

Re: rückentragen in straßenbahn?

Beitrag von Elise »

Ich bin bei meinen Großstadtbesuchen auch immer gestanden, nur bei längeren Fahrten über ca. 15min. hab ich das Kind rausgeholt und auf den Schoß gesetzt. Immer in Fahrtrichtung, denn sonst wär mir schlecht geworden :wink:
honigbienchen
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Re: rückentragen in straßenbahn?

Beitrag von honigbienchen »

Wir könnten ja so zusammenfassen:
Wenn man sein Kind eingebunden lassen möchte, darf man sich nicht hinsetzen, muss sich dann aber auch sehr sicher hinstellen IN Fahrtrichtung (so hab ich es auch übrigens schon oft gemacht :wink: )
Möchte man sich hinsetzen, weil die Fahrt u.U. länger dauert, ist es ratsam sein Kind rauszuholen und sich mit Kind auf dem Schoß in entgegengesetzter Fahrtrichtung zu setzen.
:wink:
Annette

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Karl Rahner
cukalel
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Re: rückentragen in straßenbahn?

Beitrag von cukalel »

danke!
ja, mein kleiner ist 13 monate alt - und vor dem bauch fand ich das ja auch furchtbar praktisch in den öffentl verkehrsmitteln.
eben hab ich probiert ihn im sitzen in den ergo zu stopfen und habs hingekriegt (mit manduca geht das sicher auch, oder? der ergo ist nämlich nur geliehen und ich überleg manduca zu kaufen). jetzt muss ich das nur noch über dem mantel probieren und auch schaffen. und dann werd ich mal eine 20 minuten fahrt in der schnellbahn antreten.


aber ich fürchte kurze strecken in straßenbahn oder ubahn sind einstweilen nix für mich. ich hab ja eh so eine dünne haut, mich stören schon die vorwurfsvollen blicke, wenn ich mit dem buggy irgendwem den weg blockiere - und buggy ist ja immerhin eine anerkannte beförderungstechnik für kleinkinder - wer weiß was man dann für kommentare mit kind am buckel erntet wenn man sich nicht hinsetzt und was für welche wenn man dann womöglich noch einen bestimmten sitzplatz einfordert.
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Re: rückentragen in straßenbahn?

Beitrag von annanyma »

cukalel hat geschrieben:wer weiß was man dann für kommentare mit kind am buckel erntet wenn man sich nicht hinsetzt und was für welche wenn man dann womöglich noch einen bestimmten sitzplatz einfordert.
ich bin nur öffentlich unterwegs mit zwutschki (8 monate alt). wird mir kein platz angeboten, bitte ich die person, die auf einem der "speziellen" plätze sitzt (und dort offensichtlich nicht hingehört) höflich um den platz. ich stehe auch in öffis, aber mittlerweile finde ich sitzen schon besser, bei dem gedränge, das da oft herrscht...

würde die kommentare und blicke ignorieren, so es diese tatsächlich gibt. DU weißt, dass tragen eine feine sache ist - was die anderen denken, ist doch egal?

rückentragen in öffis finde ich aber auch nicht so toll, wenn ich alleine unterwegs bin... lieber hab ich zwutschki vorne, noch geht das, wenn auch nimma lange, bei seinem gewicht :D

lg
pisces
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Re: rückentragen in straßenbahn?

Beitrag von pisces »

Also hier "aufm Dorf" ist immer soviel Platz im Bus, dass ich 2 Sitze für mich hab und uns quer hinsetze- ich trage nur auf dem Rücken.
Raus- und reinsetzen lohnt sich bei den kurzen Strecken nicht und sitzen selber find ich sicherer.
Ich sitze in Fahrtrichtung und passe auf, dass der Zauberer nirgens gegengedrückt wird.

Bei längeren Strecken (ab 15/20Min) im Zug hole ich ihn i.d.R. raus- aber manchmal ergibt sich das garnicht (z.B. wenn ich am Eingang mit einer KiWa Mama ins Gespräch komme.;))
Im Sommer wars irgendwie einfacher :lol: , nun ist ja immer noch das Cover drüber :D

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Alles passiert aus einem bestimmten Grund, auch wenn wir ihn manchmal nicht gleich sehen.
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Montanara
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Re: rückentragen in straßenbahn?

Beitrag von Montanara »

Das sah bei mir etwa gleich aus wie bei meiner Vorschreiberin. In unseren Bussen gibt es Klappsitze, wie gemacht für Tragemamas, die seitlich sitzen sollten! :wink:
Da ich nicht lange Strecken Bus fahre, bin ich auch mal stehen geblieben und habe die Jacke angelassen. Wenn mein Kind sich beschwert hat, da zu warm, habe ich vernehmlich und für die Umstehenden hörbar gesagt "Ja, Dir ist warm, nicht?" - um den doofen Bemerkungen gleich zum Vornherein den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Bei längeren Strecken habe ich dann die Jacke ausgezogen. Das Kind habe ich meist im Tuch gelassen, bis es von alleine rauswollte, Ausnahme: lange Zugsfahrten.

Mit etwas Übung schafft man es selbst in einem ziemlich vollbesetzten Zug, ein Kind auf den Rücken zu binden, das sorgt für "Lokalkolorit" und meist lächelnde Augen rundum und nette Gespräche!

Liebe Grüsse
Dorothea
hausgeburtserprobte, langzeitstillende und kinderwagenfreie Mutter von Eva Sophia (Mai 2002) und Susanna Martina (Sept. 2004)
Trageberaterin
xknäckebrotx

Re: rückentragen in straßenbahn?

Beitrag von xknäckebrotx »

Ich bin häufig im Großstadtdschungel mit Bus, Bahn und Tram unterwegs, meine Erfahrungen dazu sind:

Rückentrageweisen sind wirklich am sinnvollsten, vor allem wenn man Treppen hoch runter und mal etwas in Eile durch das Gewühl muss - weitaus sicherer für alle Beteiligten, wenn ich dabei sehen kann, wo ich meine Füße hinsetze ;)

Zur Hauptverkehrszeit (also eigentlich immer :roll: ) und in Verkehrsmitteln, wo es mal etwas ruckeliger wird und schlenkert, nehme ich das Kind bei unter 20 Minuten Fahrtzeit (vor allem nicht, wenn ich eine Stunde unterwegs bin und dreimal umsteigen muss) lieber nicht raus und versuche, ihr etwas interessantes zu zeigen oder sie flirtet mit den Mitfahrern.

Am sichersten dabei ist es, mit dem Blick in Fahrtrichtung zu stehen, sich gut festzuhalten und einen sicheren Stand einzunehmen. Wenn es dann mal dolle ruckt oder bremst, fällst du eher nach vorne und nicht auf dein Kind. Im Sitzen kann man sich da nicht so gut festhalten, am wenigsten auf den ungesichterten Klappsitzen.

Einbinden ins Tragetuch in Verkehrsmitteln mit kürzeren Abständen zwischen den einzelnen Haltestellen würde ich nicht so empfehlen, denn erstens braucht man da doch meistens einen guten Stand bzw. sollte sich mit einer Hand festhalten können und zweitens steht man dann schon etwas im Weg. Also lieber Kind auf den Arm, Tuch in die Hand und auf dem Bahnsteig in aller Ruhe binden. Im Zug ist das natürlich was anderes, da hat man ja in der Regel mehr Zeit als 90 Sekunden und die Fahrt ist etwas ruhiger ;)

Tragling im Sitzen in eine Fertigtragehilfe auf den Rücken zu befördern geht bestimmt irgendwie, da ich bei solchen Geräten aber immer ein bisschen hüpfen und rucken muss, bis das Ding ordentlich sitzt, steig ich damit auch lieber aus und mach das dann außerhalb auf festem Boden.
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