Einige von euch werden sich vielleicht noch an uns erinnern... ich hatte ja massive Stillkrisen die sich über gute 2 Monate hingezogen hatten.
Aber ich wollte auch mal was positives berichten: momentan läuft alles PRIMA, ich bin rundum zufrieden und vor allem sehr glücklich, doch nicht abgestillt zu haben. Theresa ist ein zufriedenes, selbstbewusstes kleines Mäuschen, daß das Stillen mehr denn je genießt - vor allem als "Nachspeise" nach Obst oder Gemüsebrei
Ich glaube ich weiß jetzt auch, warum wir überhaupt in diese verworrene Situation geraten sind. Irgendwie war für mich von vorne herein klar, daß "man" mit 6 Monaten abstillt, auf Flasche umstellt und fertig. Genau so kriegt man es ja auch irgendwie medial vermittelt (schon klar, steckt ja die Babynahrungsindustrie dahinter).
So - Theresa wurde älter, war schon 5 Monate alt und so rein ganz und gar nicht bereit, die flasche zu nehmen und sich abstillen zu lassen - im Gegenteil, grade zu dieser Zeit hatte sie eine extrem anspruchsvolle Phase (Schub ?) und hing mehr an der Brust denn je.
Meine Mum hat wohl auch noch ein übriges dazu getan und mich immer und immer wieder geschubst, wann ich denn abstillen werde. Sie hat mir sogar unter die Nase gerieben, daß meine Kleine einen psychischen Schaden nehmen würde, wenn ich sie ZU LANGE stille (ohne Worte
Irgendwie hat das ganze dann eine Eigendynamik bekommen, die mich mehr und mehr in eine ganz arge Stillkrise getrieben hat. Mich hab (und jetzt getrau ich mich das auch zu schreiben ohne mich zu schämen) tatsächlich beinahe jedes Mal Agressionen bekommen, wenn die Kleine "schon wieder" an die Brust wollte, weil ich mich gleichzeitig unfähig fühlte, das mit dem Abstillen in den Griff zu kriegen etc.
Theresa hat das natürlich gespürt, war unsicher. Und wo wollen Babys hin, wenn sie unsicher und verängstigt sind ??? EBEN... und so haben wir zum Schluss fast den ganzen Tag gestillt - und in der Nacht fast nur mehr mit Brust-im-Mund "überstanden".
Es hat zwar fast 2 Monate gedauert, bis ich kapiert hab, daß es AN MIR liegt das ganze zu ändern und zwar nicht über´s abstillen, sondern indem ich meiner Süßen gebe, was sie so sehr braucht. Aber immerhin hab ich´s ja gerafft ;o)
Ich habe den Kontakt zu Menschen, die mir einreden ich solle abstillen, von heute auf morgen abgebrochen, und von da weg ging es mir psychisch sehr viel besser. Keiner mehr, der meckert wie lange ich das noch so handhaben will, keiner mehr der mir erklärt wie schlecht stillen nach dem 6. Monat ist etc.
Ich habe keinerlei Druck mehr - und siehe da - binnen weniger Tage hat sich alles entspannt.
Theresa isst inzwischen 4 Mahlzeiten täglich, stillt aber hinterher immer soviel sie Lust hat und genießt diese Sonderportion Mama sichtlich.
Unsere Nächte sind immer noch katastrophal - das waren sie von Anfang an, aber irgendwie kann ich jetzt damit umgehen. Klar bin ich oft müde, aber nimmer zornig auf mein am Busen-hängendes Kind.
wer weiß, wie die Nächte wären, wenn sie Flasche trinken würde... mehr schlafen würde sie wohl auch nicht.
LEIDER LEIDER hat es tatsächlich über ein halbes Jahr gedauert, bis ICH das stillen wirklich zu 100% genießen gelernt hab.
Meiner Meinung nach ist daran zum Großteil das Umfeld schuld, Leute die einen einreden daß man ein halbes Jahr stillt und daß Babys mit 2 Monaten durchschläft.
Würde es heissen "man" stillt 2 Jahre und Kinder schlafen vielleicht auch in diesem Alter durch würden sich solche Zwangs-Situationen vielleicht vermeiden lassen.
Diese Seite hätte ich jedenfalls VIEL FRÜHER finden sollen - mir hätte sie geholfen, unseren gemeinsamen Weg früher zu finden:
http://das-kind-muss-ins-bett.de/
WIR SIND GLÜCKLICH, und das wollte ich euch mitteilen


