Auch nach 4,5 Wochen nicht ansatzweise genug Milch.

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Lim
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Auch nach 4,5 Wochen nicht ansatzweise genug Milch.

Beitrag von Lim »

Liebe Stillen und Tragen-Community,

zunächst einmal ein großes Lob für Eure tolle Arbeit hier.

Oh mein Gott, ist das lang geworden, es tut mir leid. Aber aktuell kriege ich es mit meinem Kopf und dem Schlafentzug wohl nicht besser hin.

Ich schreibe Euch, weil ich inzwischen, wie so viele, wirklich verzweifelt bin. Stillen will seit 4,5 Wochen nicht klappen (Milchmenge) und ich merkte erst mit der Zeit, wie wichtig mir das Thema offensichtlich ist. Am schlimmsten ist gerade die fehlende Zuversicht. Hebamme und eine Stillberaterin wissen keinen Rat mehr. Ich merke, wie ich mich innerlich von dem Thema verabschiede, was gerade ganz schön weh tut.

Ich suche also idealerweise nach positiven Erfahrungsberichten, Tipps und Tricks einer Stillmod oder - schonungslos ehrliche Worte, dass ich meiner Familie eine ganze Menge Stress ersparen kann und sollte. Im Prinzip hab ich die ja auch schon bekommen, merke aber, ich muss es noch aus weiteren Richtungen hören muss, ehe ich meinen Frieden damit machen kann.

Zunächst der Fragenkatalog:

1. Mädchen
2. Ja, ab Tag 3 im Krankenhaus. Mischung aus Muttermilch (unklar wie viel) und Prenahrung. Immer wenn sie Hunger hatte, oder alle 3 Stunden, bekam sie 20ml per Aufziehspritze und Sonde an der Brust. Seit Tag 6 zu Hause per Flasche (sowohl NUK Perfect match (größerer Durchlauf) als auch Philipps Avent (schwerer zu saugen) aktuell zwischen 330 und 490ml (meist 100 ml Muttermilch zusätzlich, wieviel über Brust ist fraglich, wird aber sehr wenig sein).
3. Ich versuche vor jeder Mahlzeit beidseitig zu stillen, was nicht immer gelingt. Sie ist laut Hebamme von Anfang an ein ungewöhnlich waches Kind. Schlafpausen gehen oft weit über die normalen 60-90 Minuten hinaus. Schlafphasen dazwischen können von 5 Minuten bis 4 Stunden gehen. Nachts schläft meine Tochter meist 3-4 Stunden am Stück, selten auch mal 5. Stilldauer kann von 1 Minute bis 20 Minuten alles sein. Wobei vor allem am Anfang effektiv saugt, danach eher Nuckeln zur Beruhigung.
4. Durchschnittlich 6 und Stuhlgang alle 1-2 Tage.
5. Nach der Spontangeburt wurde sie mir direkt auf die Brust gelegt und nach wenigen Minuten ging sie schon auf die Suche und die Hebamme half beim anlegen. Kurz darauf musste ich sie an meinen Mann abgeben, weil mir unter Vollnarkose die Plazenta entfernt werden musste. Am Abend legte ich sie unter Anleitung von zwei Schwestern an, die leider etwas sehr schnell damit waren, mir ein Stillhütchen zu geben (habe laut meiner Hebamme Bilderbuchbrustwarzen). Das habe ich dann auf anraten einer Hebamme ab dem dritten Tag weg gelassen. Es stellte sich aber bei der U2 Untersuchung heraus, dass die Kleine zu viel abgenommen hat (wog bei Geburt nur knapp 2900gr. obwohl eine Woche nach ET, deshalb viel Gewichtsverlust wohl kritischer) und deutlich dehydriert war (Stehfalten). Ich hatte es die letzten zwei Tage also offensichtlich nicht hingekriegt, sie ordentlich zu stillen. Es wurde dringend angeraten, zuzufüttern. Das war für mich keine Frage. Gewichtsverlust ist ja bis zu einem gewissen Grad normal, aber nicht diese deutliche Dehydration. Also gab es ab dem dritten Tag Mittags Prenahrung und zwar nach einer liebevoll aufgezwungenen Initialdosis jedes Mal, wenn die Kleine Hunger hatte. Immerhin stillfreundlich per Aufziehspritze und Sonde. Einen Tag später bekam ich eine Pumpe und pumpte Doppelseitig ab, aber noch selten, ohne Verbindung mit Stillen und keinem Muster (z.B Power Pumpen) folgend. Da durch den Gewichtsverlust/Feuchtigkeitsmangel auch andere Werte rund um Gelbsucht nicht ganz stimmten und einer unglücklichen Konstellation aus Feiertagen und geringer Personaldecke, sind wir dann erst 2 Tage später entlassen worden. Zuhause angekommen waren viele Dinge vorbereitet aber nicht fertig, unsere Haustiere forderten Aufmerksamkeit, wir waren nicht auf das Aufwärmen von Prenahrung vorbereitet und, und, und. Völlig überfordert hab ich melne Eltern um Hilfe gebeten, die dann auch für ein paar Stunden kamen. Am nächsten Tag kam meine Hebamme, die sich dann angesichts der steigenden Zufütterungsmenge für die Flasche ausgesprochen hat, nur so lange bis meine Milchmenge stimmt. Ja und so lief es dann für die nächsten Wochen. Wir wussten oft nicht, wo uns der Kopf steht, durch strengen Pumpplan (alle zwei Stunden, Nachts mindestens 1x, ab Woche 3 kam Power Pumpen hinzu, je nach Möglichkeit 1-3x pro Tag mit unterschiedlichen Intervallen), den Stillversuchen, der Einnahme von diversen NEMs (u.a. Bockshornklee, Eisen), dem ganzen sauber machen/sterilisieren, Tiere versorgen (die natürlich prompt nacheinander unterschiedliche Infektionen hatten und wir zigfach zum Tierarzt mussten) und Dinge des Alltäglichen, wie Essen, Duschen, Schlafen, etc.. Da hab ich es nicht immer geschafft, 8-10 mal abzupumpen (auch mal nur 4x, nach 2 Wochen ab Geburt auch Nachts mindestens 1x) und sie jedes Mal anzulegen oder hab es nur kurz versucht und schnell sein gelassen, wenn es kein effektives Saugen mehr war (was oft nach 1-3 Minuten der Fall ist). Wenn es Andockprobleme gibt, dann hauptsächlich deshalb, weil sie vergisst, dass sie den Mund weit öffnen muss. Das ist aber bis heute von Tag zu Tag unterschiedlich. Seit einer guten Woche gebe ich wirklich noch mal alles, sehe zu, dass ich die 8 mal oder mehr schaffe (plus anlegen), mich mit ihr zurückziehe und kuschel (hat bisher einmal geklappt, wir haben es bislang noch nicht mal zeitlich geschafft sie zu baden) um Oxytocin zu bilden, trinke Malzbier und Stilltee, habe ein BES gekauft, komme allerdings noch nicht gut damit zurecht, weshalb wir teils noch mal auf die Aufziehspritze und die Sonde zurück sind. Aber ich kriege leider vom Handling her noch nichts davon allein hin und mein Partner weiß langsam auch nicht mehr, was er noch alles gleichzeitig tun soll. Er steht voll hinter mir und tut, was er kann.
6. Ja, sie kennt Flaschenaufsätze. Die von NUK Perfect Match und Philipps Avent Natural in der Stärke 2 (langsamer Durchfluss, wo sie aktiv arbeiten muss) und auch in Stärke 3 und 4, weil sie aus der 2er nichts rausbekommt, wenn sie zu müde ist (hat dann auch meine Hebamme so vorgeschlagen). Keine Schnuller bist jetzt, auch wenn mein Umfeld mich ständig dazu bewegen will. Ich wollts aber nicht noch schlimmer machen.
7. Nein, nicht dauerhaft. Ich war nur einmal bei meiner FA um den Eisenwert zu bestimmen (war ok), zu gucken obs Plazentareste gibt (nein) und gern hätte ich noch die Brust prüfen lassen, aber sie sagte, man könne nicht nachgucken, wieviel Milchdrüsengewebe da ist. Ansonsten hab ich nur meine Hebamme und diese Woche einmalig eine Stillberatung vom Krankenhaus aufgesucht. Beide legen mir nah, meine Bemühungen einzustellen. Wenn mit Pumpen noch eine Flasche pro Tag zusammen kommt, die geben, aber Stillen sein lassen, es sei denn, die Kleine möchte ein bisschen zur Beruhigung nuckeln. Kinderarzt fahren wir heute Mittag zum ersten Mal hin. Über Osteopathie denke ich aktuell nach, weil sie die ersten 2 Wochen normal gespuckt hat, danach aber angefangen hat, Milch einfach ohne jegliche Mühe wieder in großer Menge aus dem Mund laufen zu lassen. Das passiert direkt nach der Mahlzeit, als auch 1-2 Stunden später. Vielleicht auch ein Resultat aus zu vielen Saugmethoden? Vielleicht kann da eine Behandlung helfen, aber ich fürchte, wir müssen es so hinnehmen. Das macht vieles noch schwieriger, weil ich rein vom Kopf dann schon nicht entspannt bin, wenn ich mich mal zum Kuscheln nackt mit ihr ins Bett legen will (wozu wir super selten die Zeit in diesem Pumpplan finden) oder versuche, sie in eine Trage zu packen.
8. Besonderheiten: Anfangs Verdacht auf Gelbsucht, hatte die Tendenz, Werte wurde aber nach Zufütterung am dritten Tag wieder besser. Ansonsten nichts, soweit ich weiß. Zugenommen hat sie seither wie eine Weltmeisterin und auch schon Größentechnisch einen extremen Schub gemacht. Zungenbändchen laut meiner Hebamme völlig fein. Und heut schaut ja auch noch mal der Kinderarzt drauf, während der U2. Bei mir: Erstgebärende 37 Jahre, vor der Schwangerschaft leichtes Übergewicht, Migräne mit Aura. Schwangerschaft an sich komplikationslos, nicht mal Übelkeit. Was mir aber aufgefallen ist: Während der Schwangerschaft ist meine Brust gar nicht gewachsen. Im ersten und zweiten Trimester habe ich teilweise gemerkt, wie „interne Umbaumaßnahmen“ stattgefunden haben, aber kein Wachstum. Ebenso nach der Geburt. Den klassischen Milcheinschuss hatte ich nicht. Nach allen Bemühungen daheim hatte ich etwa zwischen dem 7.-10. Tag Morgens spürbar spannende Brüste, wenn auch nicht schmerzhaft und rechts doller wie links. Die Brüste sind seitdem etwas größer, aber auch nicht 1-2 Cups, Ich meine mich daran erinnern zu können, dass meine FA bei alten Ultraschalluntersuchungen mal gesagt hat, dass ich sehr dichtes Brustdrüsengewebe hätte und dazwischen Fettgewebsinseln. Medikamente: ich nehme gelegentlich Ibu gegen normale Kopfschmerzen, zwischenzeitlich Thrombosespritzen (7 Tage nach KH und dann 1,5 Wochen später noch mal 5Tage, weil Blutgerinnungswert nicht gut war). Keine weitere Kontrolle. Außerdem muss ich aktuell meinen Stuhl weich halten und nehme 1-2 Beutel Macrogol pro Tag.
9. Keine weiteren Kinder.

Die Stillberaterin hatte sich auch noch mal mit einer Kollegin besprochen. Aber beide sagten: Dadurch, dass sich die Brust nie
so richtig prall anfühlt, ich beim pumpen maximal 40-50ml insgesamt bekomme und das auch nur 1-2 mal am Tag, restliche Sessions deutlich weniger, spräche leider sehr dafür, dass die Anlagen für mehr Milch fehlen. Wodurch auch immer… von Natur aus, durch schwieriges Stillmanagement in den ersten 2 Wochen, wie auch immer. Wobei meine Brust zwischendurch schon zieht, zumindest morgens, wenn ich nicht alle 2 Stunden in der Nacht pumpe. Nur weich bleibt sie halt.

Was mich daran fertig macht: Ich hab hier immer wieder Tage, trotz aller Widrigkeiten, wo die Kleine ganz gut andockt und auch etwas länger bleibt. Sie nuckelt halt nach 5 Minuten nur noch, aber ich hab den Eindruck, sie würde gern mehr. Sie wäre bereit, aber mein verdammter Körper ist es nicht. Das bringt mich nicht weiter, dieses Gefühl, aber es macht mich aktuell unendlich traurig. Ich hab es bislang ja nicht ein einziges Mal hinbekommen, sie wenigstens für eine Mahlzeit zufriedenstellend zu stillen. Mittlerweile sind wir bei ca. 120ml pro Mahlzeit, davon bin ich Lichtjahre entfernt.

Ich weiß, es gäbe ggf. noch einen Medikamentösen Weg, aber vor dem hab ich sehr viel Respekt und müsste auch erstmal einen Arzt finden, der mir das verschreibt.

Was mir gerade echt beim Durchhalten helfen würde, wären positive Berichte bei so wenig Eigenmilch und nach der langen Zeit. Wenn es die denn gibt…
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saiidi
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Re: Auch nach 4,5 Wochen nicht ansatzweise genug Milch.

Beitrag von saiidi »

Hallo Lim
Herzlich willkommen im Forum.
Hast du eine Liste mit den Gewichtsdaten und den Zufüttermengen?
Für eine Beratung durch die Stillmods sind die Daten sehr wichtig.
Ansonsten kann ich dich darauf hinweisen dass 120mL Zufütttermenge auf ein mal sehr viel ist. Meist wird bei den Beratungen die Menge auf 60mL begrenzt da das physiologisch die passende Menge für den Babymagen ist.
Ich hoffe eine der Stillmods hat bald Zeit für dich und ihr kommt noch zu einer wunderschönen Stillbeziehung❤️
Liebe Grüße
Saiidi

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Lichtpunkt
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Re: Auch nach 4,5 Wochen nicht ansatzweise genug Milch.

Beitrag von Lichtpunkt »

Hallo Lim,

ich möchte dir Mut zusprechen. Wenn es dir am Herzen liegt, gib noch nicht auf. Noch ist alles drin!
Vorweg: Ich bin keine Stillberaterin, aber das, was dir gesagt wurde, ist großer Quatsch. Meine Hebamme sagte mir auch immer, dass ich nur 6 Wochen hätte um die Milchproduktion zu etablieren usw. Aber das stimmt nicht. Es mag in der Anfangsphase einfacher sein, aber auch danach ist noch viel möglich. Und selbst wenn es nicht dazu kommt, dass du voll stillst, so tust du dir und deinem Kind mit jedem Tropfen Muttermilch etwas Gutes.
Die Pumpmenge sagt auch nichts darüber aus, wie viel Milch du hast. Keine Pumpe hat es bei mir geschafft, den Milchspendereflex auszulösen. Ich habe da auch nur wenige Milliliter abpumpen können. Und trotzdem konnte/kann ich mein Kind hauptsächlich mit Muttermilch ernähren.

Also Kopf hoch! Du bist in einem tollen Forum gelandet und eine der Mods wird dir bestimmt auf deinem Weg helfen können.

Alles Gute!
Liebe Grüße von Lichtpunkt mit Knöpfchen (05/25)
Lim
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Re: Auch nach 4,5 Wochen nicht ansatzweise genug Milch.

Beitrag von Lim »

Hallo Ihr Zwei,

herzlichen Dank für Eure Antworten und das Mut machen!

Zu gern würd ich meinen Beitrag noch mal überarbeiten und kürzer fassen. Das sind gemütsmäßig meine schlechtesten Stunden. Aber ich kann leider nicht bearbeiten, so wie ich das sehe, also herzlichen Dank an Jeden, der sich da durcharbeitet. 🙈

Ich komme frisch von der U3, die wunderbar lief. Und generell habe ich morgens jedes Mal wieder viel mehr Elan und Hoffnung. Wenn das noch was geben soll, muss ich die Flaschen los werden, also machen mein Partner und ich ab gleich ein Bootcamp mit mir. Üben, üben, üben, heißt die Devise. Ggf. in Kombination mit Becherfütterung, dachte ich mir.

@saiidi: Gewichtsdaten reiche ich im nächsten Post nach. Zufüttermenge kann ich bisher leider nur sehr grob mit dienen, werden wir ab heute aber protokollieren.
Aber eine Anfängerfrage: 120ml sind laut Aussage verschiedener Instanzen schon so das, was sie aktuell pro Mahlzeit wohl trinken soll. Und wenn sie das ganz trinkt, ist es ja ein schlechtes Zeichen, weil zuvor nicht viel aus meiner Brust rausgekommen ist, oder? Also ich bin ganz offen und gespannt auf alle Vorschläge hinsichtlich Reduktion.

@Lichtpunkt: Es ist toll zu hören, das es bei Dir auch noch später geklappt hat! Dahingehend hat mir die Stillberatung tatsächlich gar keine Hoffnung gemacht. Weil meine Tochter einfach meistens nahezu eine ganze Mahlzeit nach dem Stillversuch trinkt. Also wirklich keine wenig Milch da ist. Meine Hebamme hingegen hat nicht gesagt, dass der Zug abgefahren ist, aber sie sieht, wie viel Kraft mich das alles kostet und wie sehr ich es teils bedauere, dadurch so wenig Qualitätszeit mit meinem Kind zu haben. Das wünscht sie mir anders. Also sie unterstützt mich schon sehr und würde mich sogar begleiten, wenn ich es mit Medikamenten versuchen möchte. Nur sieht sie eben auch, dass ich im Grunde ja nicht zufüttere, sondern fast ausschließlich Prenahrung weggeht und mein Kind nach dem Stillen halt die meiste Zeit doch noch eine volle Portion im Anschluss wegtrinkt. Und das sowie das Pumpen im Gesamtbild halt nicht vielversprechend ist. Sie will nicht, dass ich mich fertig mache. Und eins stimmt schon, der ganze Stress hilft halt wirklich nicht. Und gefühlt komme ich da seit Geburt nicht konstant genug raus, also aus meinem Stresslevel. Am Ende meinen es alle gut.
Lichtpunkt
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Re: Auch nach 4,5 Wochen nicht ansatzweise genug Milch.

Beitrag von Lichtpunkt »

Leider schaffe ich es nicht, ausführlicher zu schreiben, aber lies dir das mal durch: https://www.stillkinder.de/trinkt-ein-s ... r-flasche/
Liebe Grüße von Lichtpunkt mit Knöpfchen (05/25)
Lim
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Re: Auch nach 4,5 Wochen nicht ansatzweise genug Milch.

Beitrag von Lim »

Dankeschön @Lichtpunkt, schau ich mir gleich an.

Anbei die Gewichtsdaten. Bei der Dokumentation der Zufütterung bin ich selten gut mitgekommen. Auch weil unsere Tochter teils mehrfach ansetzt, um eine Flasche wegzukriegen. Da vergisst man leider schnell mal, den Wert zu aktualisieren. Und auch hab ich bisher eher nur darauf geschaut, wieviel am Ende einer jeden Mahlzeit weg ging aus der Flasche, weil die Gesamtzunahme ja ohnehin ausreichend passte sowie die Ausscheidungen. Und der dolle Reflux machts auch nicht leicht, da kommt manchmal gefühlt die halbe Mahlzeit wieder raus. Versuche aber, das ab heute gewissenhafter zu machen.

30.09.: 2875gr. KH
02.10.: gut 2600gr. KH
05.10.: 2735gr. Wir, 2780gr. Heb
06.10.: 2810gr. Wir
07.10.: 2860gr. Heb
08.10.: 2960gr. Wir
09.10.: 3005gr. Wir, 3020gr. Heb
10.10..: 3025gr. Wir
11.10.: 3090gr. Heb
12.10.: 3200gr. Wir
13.10.: 3200gr. Heb
16.10.: 3275gr. Wir, 3260gr. Heb
17.10.: 3270gr. Wir
18.10.: 3300gr. Wir
19.10.: 3320gr. Wir
20.10.: 3320gr. Heb
21.10.: 3360gr. Wir
22.10.: 3375gr. Wir
23.10..: 3460gr. Heb
25.10.: 3465gr. Wir
26.10.: 420 Pre
27.10.: 3540gr. Heb / 590ml Pre (bzw. davon 100ml davon abgepumpte MuMi)
28.10.: 500ml Pre (davon 90 gepumpte MuMi)
29.10.: 430ml Pre (davon 90 gepumpte MuMi)
30.10.: 3755gr. Wir / 240ml Pre (da muss was fehlen, das kann ich mir nicht vorstellen.)
31.10.: 3855gr. Wir, 3810gr. KiA / Bisher 405ml Pre (war sehe durstig in der Nacht, vll. doch Nachholbedarf vom Vortag.
Lim
gut eingelebt
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Re: Auch nach 4,5 Wochen nicht ansatzweise genug Milch.

Beitrag von Lim »

Lichtpunkt hat geschrieben: 31.10.2025, 15:19 Leider schaffe ich es nicht, ausführlicher zu schreiben, aber lies dir das mal durch: https://www.stillkinder.de/trinkt-ein-s ... r-flasche/
Oh, das ist spannend. Ich glaube, jetzt wird mir noch etwas anderes klar… oder sagen wir, bewusster. Meine Hebamme sagte uns, dass wir auch nicht jedes Mal schnell eine Flasche nach dem Stillen anbieten sollen, „nur“ weil das Kind noch quengelt. Vielleicht steckt ein anderes Bedürfnis dahinter. Und das man es mit Pre dem Kind eben auch ganz schön komfortabel macht und sich das wieder im Gewicht niederschlägt. Aber oft isst sie dabei Ihr Händchen auf, für uns ist es wohl einfach noch sehr schlecht auseinander zu halten, wann das dann echter Hunger ist. :/ Zumindest das mit dem Sauger haben wir auch schon festgestellt. Also mit dem schnellen Durchfluss und auf welche mit weniger umgestellt. Aber im Text steht ja auch, dass auch diese Sauger nicht wirklich besser sind. Da haben wir nur manchmal den Eindruck, dass sie eigentlich noch Hunger hat, aber zu müde durch den Sauger geworden ist. Sie ist ja eher zart. Wobei Kraft und Ausdauer hat sie ganz ordentlich zumindest in ihren Beinchen. 😅
Lösche Benutzer 24994

Re: Auch nach 4,5 Wochen nicht ansatzweise genug Milch.

Beitrag von Lösche Benutzer 24994 »

Ich bin auch keine Stillberatung, habe aber hier schon öfter gelesen, dass die Milchmenge später noch mehr wurde.

Und ganz toll, dass deine Tochter an der Brust trinkt, das ist auf jeden Fall schon eine super Voraussetzung.

Ansonsten wollte ich fragen, ob du schon mal etwas von wellcome gehört hast. Das ist eine Art Besuchsdienst, der zu jungen Familien kommt, um diese mit dem Baby zu entlasten. Meist nehmen die das Baby zum spazieren o. Ä. Das ist zwar nur einmal in der Woche, aber vielleicht könntest du dir in dieser Zeit etwas Gutes tun.

Ich habe selbst mehrere Wochen lang alle 3h gepumpt. Das ist sehr anstrengend, da darfst du auch an dich denken.
Also wenn dir sowas hilft, ein bisschen den Stress zu reduzieren, wollte ich den Gedanken mal da lassen.

Ansonsten wird hier noch das paced bottle feeding empfohlen, wenn man mit der Flasche zufüttert, da findet man Videos bei Youtube zu. Das habe ich genutzt und damit wurde mein Sohn weniger überfüttert.

Alles Gute euch
Lim
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Re: Auch nach 4,5 Wochen nicht ansatzweise genug Milch.

Beitrag von Lim »

Vielen Dank für Deine Antwort! Ich freu mich über alle netten Worte und Erfahrungsberichte. Auch davon kann man ganz viel lernen.

Danke für den Hinweis bzgl. Unterstützung. Ich wusste nicht, dass es das gibt, sehr praktisch. Ganz ohne Unterstützung sind wir aber nicht. Wir müssen nur viel mehr Dinge wirklich vereinfachen und Prioritäten setzen.
Am meisten stresst mich das abpumpen alle 2-3 Stunden. Und das ganze Handling mit den ständigen Spülkram. Aber bringt nichts, es zu verteufeln und Gott sei Dank bin ich nicht allein. Ehrlich, wie machen Alleinerziehende das? Ich ziehe absolut mein Hütchen davor! Und ja - sollte ich doch in der Lage sein, mehr Milch zu produzieren, dann wird einer der größten Knackpunkte Stress in meinem Fall sein. Und die Hormone helfen grad sicher auch nicht immer.

Jawohl, paced bottle feeding machen wir seit einigen Tagen.
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AllerLiebst
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Re: Auch nach 4,5 Wochen nicht ansatzweise genug Milch.

Beitrag von AllerLiebst »

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt und willkommen hier im Forum!

Es meldet sich in den nächsten Tagen sicher noch eine Still-Mod bei Dir.
Ich wollte Dir noch was zur Brustveränderung und zum Pumpen schreiben: Ich habe drei Kinder erfolgreich gestillt. Bei keinem hatte ich einen Milcheinschuss, wie man sich das gemeinhin so ausmalt. Also ja, es gab schon Veränderungen der Brust, aber keine riesigen Betonbrüste. 😉 Den Milcheinschuss haben wir eher am Windelinhalt festmachen können. Beim ersten Kind sollte ich (wegen langsamer Zunahme) einige Tage abpumpen. Es kamen immer nur ein paar Milliliter zusammen und mich hat das wahnsinnig gestresst. Auch später konnte ich nie besonders gut pumpen. Die Pumpmenge sagt nichts darüber aus, wie viel Milch tatsächlich vorhanden ist. Babies können sie viel effektiver entleeren als die Pumpe. Ich habe irgendwann mal den Tipp gelesen, beim Abpumpen Babysöckchen über die Flaschen zu ziehen, wenn es einen stresst zu sehen, wie gering die Menge ist.

Du hast oben geschrieben, dass Du Bockshornklee nimmst. Für die Beraterinnen könnte interessant sein, in welcher Dosierung und ob sich Dein Körpergeruch dadurch verändert hat.
Liebe Grüße von A. mit Knöpfchen (05/13), Pünktchen (11/16) und Flöhchen (03/19).
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