Bisher habe ich hier nur gelesen, jetzt würde ich mich über eine kurze Beratung freuen, falls möglich.
Am 24.9. kam meine Tochter per geplantem Kaiserschnitt auf die Welt. In den ersten 4 Tagen habe ich ausschließlich gestillt,aber ab Tag 5 bei 13% Gewichtsverlust zugefüttert. Einen Tag per Flasche, danach hauptsächlich mit BES, das kannte ich von meiner ersten Tochter.
Inzwischen nimmt sie gut zu, ich habe aber den Wunsch, voll zu stillen bzw die Zufüttermenge zu reduzieren noch in mir. Meine Frage ist: wie realistisch ist das und was kann ich noch mehr tun? Denn mein Eindruck ist, dass ich schon vieles,was bei anderen hier empfohlen wurde mache. Mein Mann ist jetzt noch 2 Wochen zu Hause, danach habe ich zumindest nachmittags weniger Zeit, weil meine große Tochter mich auch braucht.
Ich stille 10-13x täglich und füttere 200-300 ml Pre zu. Eine Pumpe habe ich, aber kaum Zeit, zu pumpen. Und es kommt eh kaum was, maximal 10 ml, das stresst mich jedes Mal.
Ich nehme seit 2 Wochen Bockshornkleesamen und seit 7 Tagen Domperidon 3x10 mg, darunter hat jetzt allerdings die Menge Pre eher zu- als abgenommen.
Also mal geordnet zu den Fragen:
- Mädchen
- Stillen 10-13x tgl. Zufüttern mit Pre 200-300ml/Tag über BES, Flasche nur in Ausnahmefällen
- nachts meist nur Stillen, dafür wickle ich sie vorher, stille eine Brust im Sitzen im Hellen,die andere im Liegen, im Bett. Stilldauer etwa 30 bis 60 Minuten.
Tagsüber Zufüttern nach Bedarf, wenn noch Hungerzeichen nach Stillen ist, 5-8x/Tag, Dauer dann insges. etwa 1h. Häufigeres Zufüttern gegen Nachmittag/ Abend, weniger morgens.
Schlafpausen zwischen 30-120 Minuten.
- Windeln: ca 6-8x Urin, 3x Stuhl
- Stillstart:. Bonding noch im OP, erstes Anlegen direkt danach, es war alles schön und entspannt. 4 Tage ausschliesslich stillen, darunter Gewichtsverlust -13%, ab Tag 5 zufüttern. Andocken klappt gut. Anfangs.ist sie oft eingeschlafen, war aber auch etwas gelb. inzwischen ist das deutlich besser. Bisher keine wunden BW
- Andere Sauger: Manchmal abends bei großem Hunger oder Müdigkeit hektisches hin- und herwerfen des Kopfes, dann selten mal Fläschchen gegeben.
- Andere Beratung: Hebamme kommt und ist sehr unterstützend und hat mich oft getröstet und ermutigt. Sie hatte mir zum Zufüttern per Flasche geraten. Ich glaube jedoch, daß hier mehr Expertise ist, deshalb die Beratungsanfrage hier
- Vorerkrankungen: Hypothyreose bei mir,Tsh wird nächste Woche kontrolliert, war bisher immer okay.
-ich musste wegen Sinusitis seit 48h vor der Geburt und insgesamt 7 Tage Antibiotikum nehmen
- Stillerfahrung mit der älteren Tochter: ja, das wird jetzt lang... Spontangeburt, direkt Bonding und anlegen. Nach ca.6h Nachblutung bei mir, Not OP, 4 Blutkonserven, 24h auf Intensiv und von Tochter getrennt, in dieser Zeit kein Pumpen o.ä., Sie wurde also schnell zugefüttert. Als wir wieder zusammen waren stillen und zufüttern mit Sonde/Spritze. Im Verlauf war es schwierig, ich hatte viele Schmerzen von der OP, wunde BW, Anämie, war durch OP etc traumatisiert und oft traurig/verzweifelt. Damals dann ab ca 7 Lebenswochen Stillberatung. Dann alle 2h angelegt, oder gepumpt, Zufüttern mit BES, Brustkompression etc. Diese Zeit habe ich mit viel Stress, Schmerz, Trauer in Erinnerung. Damals habe ich vollstillen nicht geschafft, nur nach einiger Zeit Beikost. Dann trotzdem bis 1,5 Jahre gestillt, vor allem zum Einschlafen und nachts.
Das Gewicht meiner Tochter:
24.9. 3600g Geburtsklinik
28.9. 3100g 10x stillen 80 ml Pre
2.10. 3300g 13x stillen 185 ml Pre
7.10. 3400g 10x stillen 195 ml Pre
14.10. 3560g 12x stillen 220 ml Pre
22.10. 3780 g (Kinderärztin)
In den letzten Tagen eher 250-350 ml Pre gegeben.