Schlaf forcieren?

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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MamavonF
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Schlaf forcieren?

Beitrag von MamavonF »

Liebe alle,
Ich bin allein mit einem großen (4) und einem kleinen Kind (4 Monate).
Beim großen haben wir den Schlaf zwecks Vermeidung von überreizung sehr forciert und sind damit gut gefahren. Nun ist es so, dass das mit Mini nur bedingt möglich ist. Mit dem großen Kind bin ich immer spazieren gegangen. Nun überlege ich, ob es Sinn macht, das weiter zu versuchen oder dem baby Raum gebe, seinen eigenen Rhythmus zu finden? Sonst schaue ich immer, dass der kleine nach ca 2,5 Std wachsein wieder schläft. Aber ich hab ja noch das große Kind, um das man sich auch kümmern muss und will.

Bin über eure Ratschläge oder Erfahrungen dankbar :D
Kaba
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Re: Schlaf forcieren?

Beitrag von Kaba »

Meine Kleine hat in dem Alter gut in der Trage daheim geschlafen. Da hab ich sie einfach, wenn sie quengelig wurde, rein gepackt und konnte weiter Sachen mit der Großen machen. Aber feste Schlafenszeiten, die ich versucht habe, einzuhalten, gab es nicht. Und natürlich hat das auch mal nicht geklappt, vor allem, als die älter wurde. Da habe ich die Große auch manchmal vor den Fernseher gesetzt, bis die Kleine eingeschlafen war...
Kaba mit Milchmädchen (09/19) und kleiner Vorfreude (6/22)
Seifenblasenfrau
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Re: Schlaf forcieren?

Beitrag von Seifenblasenfrau »

In dem Alter hatten wir noch ziemlich lange keine festen Schlafenszeiten, da haben wir nach Bedarf und Anzeichen geschaut, was die Babys so brauchten. Bei den beiden Kleinen haben wir flexibel geguckt, wie sie so schlafen konnten, beim Kleinsten zb war die Federwiege mit Gold nicht aufzuwiegen, so sehr hat sie uns monatelang entlastet. Jetzt schläft er oft im flachgestellten Buggy, im Bett hat er noch nie Mittag geschlafen 😄
Die Große 08/15
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Der Kleine 09/22
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GemeineEsche
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Re: Schlaf forcieren?

Beitrag von GemeineEsche »

Hat das Kleine denn ein Problem mit Überreizung oder dem Einschlafen?
Wir ziehen auch mal etwas länger, wenn es dann im Alltag besser passt. Sowieso haben wir nie (auch nicht bei der Großen) auf viel Regelmäßigkeit geachtet im Babyalter bzw. wir haben uns eben am Baby orientiert und daraus hat sich dann von ganz allein ein Rhythmus entwickelt. Wenn auch später, als bei den meisten gleichaltrigen.
Also ich denke, wenn es bisher keine Probleme gibt, bleib entspannt :)
Wir haben beim ersten Kind zum Beispiel auch nie drauf geachtet, dass wir zum Mittagsschlaf Zuhause sind oder so. Wenn wir unterwegs waren und das Baby müde wurde, hat es halt in der Trage oder im Wagen geschlafen. Dafür hat man doch den ganzen Kram :P so waren und sind wir eigentlich auch immer ziemlich flexibel.
Ein bisschen kann man ja auch steuern, zum Beispiel Baby bis zur Abholzeit von Kindergarten wach halten, sodass es bequem auf dem Weg schlafen kann u. Ä.
Den groben Rhythmus dafür habt ihr ja schon, aber ich denke ob es 2,5 Stunden sind oder auch mal 3 oder 3,5 wird eurem Baby normalerweise nicht schaden.
Kleine 02/21
Kleiner 06/23
RegenbogenSchweinchen
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Re: Schlaf forcieren?

Beitrag von RegenbogenSchweinchen »

Bei Kind 1 hatten wir ab 4,5 Monaten abends feste Schlafenszeiten und auch tagsüber +/- 30 Minuten für die Schläfchen. Hat bei ihr super gepasst.

Bei Kind 2 war es so das er sich viel an den vorgegebenen Rhytmus angepasst hat oder ich dann reagieren musste, er hat viel im Tragetuch geschlafen, anders wäre es gar nicht gegangen sehr häufig. Manchmal war er leider drüber oder ich musste ihn früher wecken weil ich die große abholen musste etc. Er hat mir da schon leid getan. Ich glaube aber das er es sehr genossen hat, er hst sich sehr wohl im Tragetuch gefühlt. Abends konnte ich ihn auch ab ungefähr 4,5 Monaten hinlegen zum schlafen zur festen Zeit.

Kind 3 hat selten im Tragetuch geschlafen (mein Beckenboden hat viel Tragen nicht geschafft), ablegen konnte ich ihn meist nicht, also hat er manchmal auch nur 20-30 Minuten geschlafen nach dem stillen und dann halt früher ein weiteres Schäfchen. Der jüngste ist und war immer schon ein "schlechter" Schläfer. Ich habe mit keinem Kind so viele wache Stunden in der Nacht gehabt und abends erst ab ca 16 Monaten das ich ihn zu einer festen Zeit hinlegen kann (aber selbst dann häufig mit sehr langer einschlafbegleitung).

So sind meine Erfahrungen.
Lieben Gruß vom RegenbogenSchweinchen
Mit Große Hexe (2016), Mittleren Räuber (03/2019) und kleinem Pirat (09/2021)
MamavonF
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Re: Schlaf forcieren?

Beitrag von MamavonF »

Ich danke euch allen für eure Berichte! Das hilft mir sehr 🥰
avalonne
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Re: Schlaf forcieren?

Beitrag von avalonne »

Großer: keine typischen Müdigkeitsanzeichen als Baby(an Ohren ziehen, Augen reiben), nur wenn wirklich müde Gähnen, aber dann hat er gegen Schlaf gekämpft, war schneller überreizt. Ich habe daher versucht den Schlaf nach Uhr anzubieten, damit war das aber sehr anstrengend weil man nicht immer damit gut getroffen hat. Wenn ich den Schlaf zu spät angeboten habe, war es meistens sehr anstrengend ihn zu beruhigen. Also beim Großen eher forciert und war dann stressig.

Kleiner: typische Müdigkeitsanzeichen. Wird quengelig, reibt sich die Augen. Daher läuft der Schlaf eher nach Gefühl. Mittlerweile mit 10 Monaten ähnliche Zeiten aber trotzdem nach Gefühl. Sobald irgendein Müdigkeitsanzeichen vorhanden, wird Schlaf angeboten (Trage, KiWa, Bett je nach Situation) und es wird auch gut angenommen. Also es wird nichts forciert und damit besser gefahren.
Little Boy 3/21 + Tiny Surprise 2/23
Und zwei ⭐️⭐️
Kirby
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Re: Schlaf forcieren?

Beitrag von Kirby »

Im Vergleich zu anderen Kindern lässt sich mein Kind nicht zu einer von mir erdachten Uhrzeit zum Schlafen bringen. Es gibt begünstigende Faktoren (Licht aus, keine Action mehr), aber sie schläft nur ein, wenn es prinzipiell ihre Zeit ist.

Ausnahmen wären 60+ getragen werden oder 40+ Autofahren, dann ist sie zu jeder Tragzeit weg.
Tochter 07/22 🧒
Sohn 05/25 👶🏻
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