Mein Sohn ist jetzt 10 Wochen alt und das mit dem Stillen läuft leider immer noch nicht optimal. Ich habe ein grosses Durchhaltevermögen, weil ich das Beste für meinen Kleinen will, aber ich habe grosse Schmerzen in den Brustwarzen. Ich bin auf diesen Thread (viewtopic.php?t=205472&sid=794a4a03e3ea ... 031b82e7e3) aufmerksam geworden, wo die Userin ein ähnliches Problem hat wie ich und wäre euch wirklich sehr, sehr dankbar, wenn ihr mir auch helfen könntet.
Wie unten in den Fragen bereits geschrieben, haben mir von Anfang an die Brustwarzen recht weh getan, aber es war in den ersten Tagen noch auszuhalten. Als die schmerzen dann aber nach 3 Wochen immer mehr geworden sind und wir evtl einen Soor hatten, welcher auch behandelt wurde, bin ich als letzten Ausweg zur Stillberatung in unserem stillfreundlichen Krankenhaus. Dort hat die Stillberaterin entdeckt, dass er noch nicht genug zugenommen hatte und er sah auch etwas mager aus und uns empfohlen zu zufüttern. Anfangs 30-50ml was dann aber gleich 60, 90 und dann 120ml wurden. Wir füttern stillfreundlich mit Spritze und Sonde zu und ich pumpe 2-3 mal pro Tag ab, momentan schaffe ich es nicht öfter als 2mal, weil die Brust sonst nochmal zusätzlich strapaziert ist. Da kommt meistens ca. 50-60ml aber auch mal nur 30 oder wenn es zu einem seiner Stillzeiten gemacht wird auch mal zu 100ml. Zusätzlich verwendeten wir ca. Seit der 3. Woche ein Stillhütchen, weil die Brustwarzen so weh getan habe. Sein Zungenband wurde nach 2 bzw. nach 6 Wochen 2mal geschnitten. Jetzt bin ich dabei mich total einzulesen, was ich noch machen kann, um die Milchmenge zu steigern. Bockshornklee, MamBiotik, Malzbier haben wir alles schon probiert bzw. nehme ich immer noch. Ich versuche nun auch seit ca. 1.5 Wochen das Stillhütchen weg zu lassen und wirklich gut darauf zu achten, wie er angelegt ist, aber dann kommen die Schmerzen wieder mehr und sind mal erträglicher und mal überhaupt nicht. Wenn ich ihm das Stillhütchen ab und zu anbiete, merke ich, dass ich ihn verwirre, obwohl er mit beidem andockt. Er ist prinzipiell ganz ein ruhiges Baby. In der Nacht schaffen wir es nun manchmal ohne zufüttern nur durch stillen wieder weiterzuschlafen. Aber unterm Tag ist ihm der Busen nicht genug und er wird total unruhig und reisst an den Brustwarzen, was den ganzen Teufelskreis wieder ankurbelt.. Ich will unbedingt, dass das stillen klappt.
Ich versuche nun auch die Zufüttermenge ein wenig in Grenzen zu halten und ihm vorher die "pure" Brust anzubieten, bei 60ml hat er aber nicht genug, und so sind wir nun bei ca. 90 pro Stillmahlzeit. Seit ein paar Tagen hat er aber Tage ohne Stuhl dabei, kann das mit der geringeren Menge zu tun haben.
Ich weiss, dass Domperidon für die Bildung der Milch gut wäre, leider will es mir aber meine FA nicht verschreiben, weil sie natürlich nichts weiss von meinen Stillproblemen.
Anbei habe ich schon mal die Fragen beantwortet. Das Gewicht und die Zufüttermengen und Ausscheidungen habe ich bisher nicht notiert, er wächst aber schon gut und hat auch regelmässig Ausscheidungen. Ich werde es von nun an aufschreiben.
Hier schon mal ein paar Angaben:
01.08.23 4090 g Geburt KH
05.08. 3720 g Entlassung KH
08.08. 3840 g Hebamme
14.08. 3930 g Hebamme
22.08. 4000 g Hebamme
29.08. 3875 g Stillberatung KH (hier wurde uns geraten zuzufüttern)
31.08. 3926 g Stillberatung KH
05.09. 4235 g Stillberatung KH
12.09. 4540 g Kinderarzt
Ende September ca. 4900 g
12.10. 5910 g Babywiege zuhause
* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Junge
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Ja, wir füttern stillfreundlich mit Spritze und Sonde zu seitdem er 4 Wochen alt ist, da die Gewichtszunahme nicht gepasst hat. Wir haben anfangs 30-60ml zugefüttert, dann aber nach Bedarf 90 und dann hat es sich auf 120ml pro Stillmahlzeit eingependelt. Jetzt habe ich mich fest eingelesen und gemerkt, dass es eigentlich zu viel ist, ihm so viel dazuzugeben. Ich pumpe meistens 2mal am Tag, wo durchschnittlich 60ml daherkommen (ab und zu waren es auch mal 80-100, aber das ist eher selten).
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Wir stillen ca. 8 mal am Tag meist zwischen ca. 30 min. und 1h. Ich habe seit Anfang Schmerzen in den Brustwarzen, was das Stillen für mich nicht sehr angenehm macht. Ich halte aber durch! Die Schlafpausen sind am frühen Abend manchmal auch 4h und sonst stillen wir in der Nacht alle 2-3 h. Am Tag ebenso. Seitdem ich seit ein paar Tagen die Zufüttermenge reduziert habe sind es ca alle 2-2.5h davor waren es 3 bis 3.5 und auch mal 4 Stunden. Was mir jetzt bewusst ist, dass es eine zu lange Pause ist für die Milchbildung.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
Ca. 6-8 mal wobei ich noch keine Aufzeichnungen führe. Stuhl war bis vor 1 Woche regelmässig 2-4 mal täglich, seit einer Woche nicht mehr täglich. Nach 2 Tagen haben wir ihm nun mal mit dem Thermometer geholfen und es kam eine volle Ladung, dann wieder 2 Tage nichts, auch das Thermometer hat nichts gebracht. Dann 2 Tage nur wenig und eher trockenen Stuhl, heute wieder eine volle Ladung. Es scheint ihm aber gut zu gehen und ihn plagt kein Bauchweh oder so.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
In der Klinik Ansaugschmerzen, hat sich aber aushalten lassen. Das Kolostrum hat er bekommen. Zuhause wurden die Schmerzen dann immer schlimmer und es fühlte sich an, wie 1000 Nadelstiche, die er beim Saugen rauszieht. Die Hebamme meinte es könnte ein Soor sein und wir haben lokal behandelt (bei mir und ihm). Er war auch immer sehr unruhig und hat an der Brustwarze gezogen (weil ihm wahrscheinlich nicht genug gekommen ist). Das Zungenband wurde von der Stillberaterin sofort als zu kurz beurteilt, der Kinderarzt hat es nach einer Woche geschnitten. An diesem Nachmittag klappte das Stillen dann sehr gut und fühlte sich auch gut an. Leider kamen die Schmerzen aber wieder. Einmal hatte ich einen Milchstau und danach habe ich eine Stillberatung angefangen im Krankenhaus. Die Stillberaterin hat dann gesehen, dass er nach 4 Wochen sein Geburtsgewicht noch nicht wieder erreicht hatte und meinte wir sollen 30-50ml zufüttern inkl. Abpumpen und ansonsten PRE Nahrung. Uns wurde dann die Methode mit der Spritze gezeigt, was wir dann immer so gemacht haben.
Das BES von Medela haben wir auch probiert, da rinnt es ihm aber zu schnell und bei den Spritzen kann er selbst die Geschwindigkeit und Pausen und so regeln. Deshalb sind wir nun seit ca. 1.5 Monaten dabei geblieben.
Mit 6 Wochen wurde das Zungenband nochmal nachgeschnitten, hat aber leider auch keine Besserung gebracht.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Durch die grossen Schmerzen in den Mamillen habe ich selbst ein Stillhütchen eingeführt, bin jetzt aber drauf gekommen, dass er nicht richtig andockt dadurch und er die Nahrung mehr oder weniger hauptsächlich nur bekommt, weil er die Sonde hat. Dadurch wurden meiner Meinung nach Andockprobleme nur überdeckt. Jetzt habe ich seit ca. 1.5 Wochen kein Stillhütchen mehr verwendet, aber die Schmerzen sind wieder mehr geworden. Einmal kann ich sie besser aushalten, einmal weniger gut. Wir sind nun dabei das Andocken sehr gut zu üben und sind schon ein bisschen besser geworden, aber trotzdem könnte er den Mund noch weiter aufmachen, was bisher aber noch ein Problem ist.
Seitdem wir kein Stillhütchen mehr verwenden, klappt es in der Nacht manchmal ihn ohne zufüttern zu stillen. Mir kommt jedoch vor, dass er ca. 1 Minute gut trinkt und schluckt und dann nur noch nuckelt, wenn ich ihm nichts dazugebe.
Bevor uns die Methode mit der Spritze gezeigt wurde haben wir ihm mal ein Fläschchen mit PRE gegeben (als uns gesagt wurde zufüttern), das hat er jedoch so schnell getrunken, dass alles wieder retour kam.
Und auch mal den Schnuller (aber nur für ein paar Tage) und die Stillberaterin meinte dann er soll sein Saugbedürfnis immer an der Brust befriedigen, seitdem keines von beidem mehr.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Stillberatung im August und September, derzeit nicht mehr. Ich habe vor zur Osteopathin zu gehen, weil er sich manchmal, wenn wir im Liegen stillen gefühlt seinen Kopf nicht richtig drehen kann bzw. ihn eher in Richtung Matratze vergräbt. Muss aber erst noch starten.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Wir hatten nach 28h Wehen dann doch einen Kaiserschnitt, weil er zu gross war und eine Lageanomalie hatte. Und ich bin bei der Schilddrüse im unteren Normalbereich und nehme deshalb Euthyrox – 450 Mikrogramm die Woche.
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
Ist mein erstes Kind.
Vielen Dank schon mal im Voraus,
LG GianCarlo (Mami)