Verabredungen der Kinder - Grauen oder Freude?

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Plueschwuschel
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Verabredungen der Kinder - Grauen oder Freude?

Beitrag von Plueschwuschel »

Wie macht ihr das mit Verabredungen? Wie oft, wie lange, gibt's irgendwelche besonderen Gewohnheiten, die euch sehr taugen?

Hier hatte E. immer viele Verabredungen, sehr beliebte Spielpartnerin. Viele Einladungen, viele Gäste bei uns.
H. als zweites Kind verabredet sich seltener, ist aber immer unkompliziert.

Und jetzt fängt P. damit an - die Verabredungen dieser Dreijährigen machen mich fertig!

Andere (neue, noch fremde) Menschen zu besuchen, ist meistens ganz schön - P. und ihre Freund:innen spielen selbstständig, mit den Eltern unterhalte ich mich belanglos bis nett, Smalltalk gelingt und manchmal finden sich richtiggehend gemeinsame Themen. Wenn H. dabei ist, jongliere ich etwas mit ihren Anforderungen (ich soll dann lesen, mit ihr basteln usw.) - ok. Eigentlich könnte P. ihre Besuche auch schon ohne mich tätigen, allerdings scheint das unüblich zu sein, ich werde immer hartnäckig miteingeladen.
Bei bisher allen Verabredungen BEI UNS ZU HAUSE ist P. dann aber vollkommen ausgeflippt: Beschützt ihre Sachen, herrscht über die Snacks, spricht gekünstelt, hat Wutanfälle, macht richtig blödes Zeug (heute hat sie z.B. ein Federkopfkissen aufgeschnitten, waruuuum), prügelt sich mit H. (die ihrerseits die meiste Zeit versucht, all meine Aufmerksamkeit zu binden, indem sie hochkonzentriertes Basteln verlangt oder ganz, ganz viel redet) - dreht einfach richtig durch, hat keinen ruhigen und zufriedenen Moment :cry:
Es ist so anstrengend und vor den anderen Eltern (die ihre Drei- und Vierjährigen natürlich begleiten) so peinlich. Ich versuche nur, Brände zu löschen, es kann sich kein richtiges Gespräch entspinnen, Kaffee und Kuchen stehen wie bestellt und nicht abgeholt auf dem Tisch... :|

Heute war es so arg, P. hat ihre Freundin eigentlich von Anfang an schikaniert, sie haben überhaupt nicht ins Spiel gefunden. Der Papa war dabei und als nach 2 h endgültig alle Kinder gleichzeitig heulten und es einfach nur noch reichte UND auch schon 18:10 war, sagte ich "So, lass uns diese Verabredung für heute beschließen" :oops: Ich habe das Gefühl, das war für den Papa (wir sind insgesamt nicht auf einer Welle - mit seiner Frau verstehe ich mich allerdings total gut, das Treffen bei ihnen zu Hause war ganz bezaubernd) der Gipfel der Unhöflichkeit - aber es ging einfach nicht mehr :shock: "Die nächste Verabredung dann lieber wieder bei euch" habe ich noch gesagt. Jetzt fühle ich mich nicht nur wie eine völlig überforderte Elternperson, sondern auch wie eine komplett lausige Gastgeberin...

Ich kenn das zeitweise von E. Die hat so ein überschäumendes Verhalten zuverlässig gezeigt, wenn es ans Aufbrechen ging. Da sind dann einfach Sicherungen durchgebrannt und es war meistens schwierig, sie oder das andere Kind aus der Tür zu bekommen. Im Vergleich nur kurze Momente.

Am liebsten würde ich erstmal gar keine Verabredungen mehr bei uns stattfinden lassen. Aber ob P. dann noch eingeladen wird... natürlich fühle ich mich unter Zugzwang, mich dann auch zu "revanchieren".

Wie ist das bei euch. Kennt das jemand :oops:
Nur drei können einander in die Mitte nehmen: Schulkind E. (12/11), Kindergartenkind H. (07/17), Baby P. (03/19)

und Sternenkind Jannis (07/10)
Seifenblasenfrau
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Re: Verabredungen der Kinder - Grauen oder Freude?

Beitrag von Seifenblasenfrau »

Ich glaube, ich würde P erst mal ein paar Monate Verabredungspause (Ab und an mal ne Ausnahme) gönnen, dann ist wieder Frühling und dann bevorzugt auf dem Spielplatz Treffen vereinbaren. Richtung nächsten Herbst ist die Lage bestimmt schon eine ganz andere.
Die Große 08/15
Der Mittlere 04/18
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Kaba
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Re: Verabredungen der Kinder - Grauen oder Freude?

Beitrag von Kaba »

Kannst du es vielleicht so timen, dass P. Besuch bekommt, wenn H. selbst auswärts verabredet ist? Vielleicht macht es das etwas ruhiger. Meine Dreijährige dreht mit manchen (!) anderen Kindern auch so auf (durch), aber so richtig von ihr verabredeten Spielbesuch hatte sie noch nicht. Ich hätte auch wenig Lust auf Elternteile hier, mit denen ich nicht gut kann, stundenlang :oops:
Neutrales Terrain hilft meiner Erfahrung nach Kindern und Eltern, aber gerade ist halt echt kein tolles Spielplatzwetter...aber vielleicht findet sich da trotzdem was draußen?
Ist P in der Kita? Bis nachmittags? Falls ja finde ich, es braucht in den Alter keine zusätzlichen Verabredungen, zumindest nicht regelmäßig. Meiner Dreijährigen wäre das zu viel.
Kaba mit Milchmädchen (09/19) und kleiner Vorfreude (6/22)
Sisqi
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Re: Verabredungen der Kinder - Grauen oder Freude?

Beitrag von Sisqi »

Hier finden leider nur sehr wenige Verabredungen statt, aber es gibt wahnsinnig viel Eifersucht auf Seiten der Geschwister, die gerade keinen Besuch haben.
Bei Freunden zu Hause ist es entsprechend einfacher für uns.
A 06/13, E 03/16 & P 11/18
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jessy80
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Re: Verabredungen der Kinder - Grauen oder Freude?

Beitrag von jessy80 »

Ich finde Verabredungen bei usn immer super anstrengend für mich. Und versiche sie zu vermeiden.
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MM85i
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Re: Verabredungen der Kinder - Grauen oder Freude?

Beitrag von MM85i »

Hier auch. Ich kann das nicht, ich versuche dasan meinen Mann zu geben.

Der Große ist so wild und wenn dann noch ein zweiter davon dabei ist, würde ich am liebsten nur schreien. Sind wir woanders geht er niemals nie einfach so mit uns nach Hause. Als er drei war, hat er auch alles verteidigt. Das macht er nicht mehr und sie spielen toll. Er ist nur total wild

Die Dreijährige verabredet sich noch nicht.
Plueschwuschel
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Re: Verabredungen der Kinder - Grauen oder Freude?

Beitrag von Plueschwuschel »

Die Verabredungspause würde ich mir gern selbst gönnen :oops:
Die Kinder wollen es unbedingt. Täglich beim Abholen stehen sie in unterschiedlichsten Konstellationen vor mir, quatschen auch die anderen Eltern an, Telefonnummern und Briefe landen flutweise im Fach :shock:
Brauchen tut das natürlich niemand, besonders nicht unter der Woche, wenn kein Mensch vor 15:30 irgendwo sein kann :roll:

Kaba, nein, die Verabredungen so geschickt abstimmen, geht leider nicht. Wir wohnen recht weit vom Kindergarten entfernt und haben zu den meisten anderen Familien weite Wege, da wird nach hinten raus alles zu spät, wenn H. noch am anderen Ende der Stadt abgeholt werden muss. Manchmal passt es, dass ich mit P. irgendwo hingehe und H. später bei einem anderen Kind einsammle. Aber bei auswärtigen Treffen ist das gar nicht sooo nötig, die liefen ja bisher immer harmonisch ab.

Es gibt tatsächlich Leidensgenossinen - ihr Armen, dieser Stress. Aber fein, euch hier zu treffen :)

MM, huah - gut, dass es besser wird.
An den Mann abgeben würde ich gerne mal sowas, ist wegen seiner Arbeit aber fast komplett mein Part.
Für übernächsten Montag habe ich jetzt noch etwas vereinbart, da wird er dabei sein - bei uns zu Hause, mit einer sehr lieben Bekannten und ihren zwei Kindern: Ihr K1 ist mit H. befreundet, K2 mit P. - wird das wieder so eine Katastrophe, melden wir uns bis zum Frühjahr ab, was solche Treffen betrifft...
Nur drei können einander in die Mitte nehmen: Schulkind E. (12/11), Kindergartenkind H. (07/17), Baby P. (03/19)

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Nora
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Re: Verabredungen der Kinder - Grauen oder Freude?

Beitrag von Nora »

Ich kenne das auch. Hier ist es nur bei der Kleinen (jetzt 7) so, aber eigentlich von Anfang an. Deshalb habe ich Verabredungen bei uns auch häufig vermieden. Wir haben schon häufiger Besuchskinder frühzeitig nach Hause bringen müssen. Mir ist das auch oft peinlich gewesen, aber wenn ich nur noch meine Tochter festhalten muss, damit sie nicht auf ihren Besuch losgeht und das Besuchskind dann auch noch anfängt zu weinen, dann geht es nicht anders. Schrecklich! Deshalb hab ich es auch vermieden allein zu sein sondern Besuch kam nur, wenn auch der Papa da war, damit man die Kinder notfalls getrennt beschäftigen kann.
Am besten klappten Verabredungen lange Zeit draußen, sozusagen auf neutralem Terrain.
Bei meiner Tochter ist eine andere Schwierigkeit, dass sie (fast) nicht ohne mich zu anderen zu Besuch geht. Und die Zeiten, dass man als Elternteil automatisch mit eingeladen wird, sind nun schon länger vorbei.
Also ich kann auf jeden Fall mitfühlen.
Was bei uns (bedingt) hilft: Verabredungen nur, wenn die Grundstimmung gut ist. Verabredungen kurz halten, denn sonst kippt es fast immer (gut gehen so 1, 5 bis max 2 Std). Verabredungen mit ruhigen, sehr nachgiebigen Kindern gehen am besten. Für manche Situationen, die regelmäßig schwierig sind Alternativen finden (hier z. B malen nur mit "Eltern" Buntstiften und nicht mit ihren Stiften oder die Besuchskinder nehmen ihre eigenen Stifte, nicht in Malbücher sondern nur gedruckte Ausmalbilder ausmalen). Darauf achten, dass anfangs was gegessen wird und nicht erwarten, dass man als Elternteil Ruhe hat sondern einplanen, dass man lenken und entertainen und Situationen retten muss (mein Mann bezeichnete sich in dem Zusammenhang mal als "Playmobil - Diplomat") und sich dann freuen, wenn es doch mal gut klappt.
Zum Glück scheinen die Besucherkinder sich aber nicht allzu sehr dran zu stören, weil sie trotzdem immer wieder Lust haben sich mit ihr zu verabreden.
Viele Grüße

Nora mit drei Mädels (08/2006), (07/2009) und (06/2015)
chriss
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Re: Verabredungen der Kinder - Grauen oder Freude?

Beitrag von chriss »

Meine kinder sind nun schon älter, aber vor ein paar jahren war es bei uns ähnlich.

Ich hab dann eigentlich nur mit einer Familie was ausgemacht, die auch 2 Kinder im ähnlichen Alter hatten, und auch Bub und Mädel - Buben und Mädels dann strikt getrennt, so ging es.
Chris mit J 9/10, und S 03/13
schlangengurke
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Re: Verabredungen der Kinder - Grauen oder Freude?

Beitrag von schlangengurke »

Für mich waren Verabredungen immer das beste. Bis auf wenige Ausnahmen hieß das: alle Kinder beschäftigt, glücklich und kaum zu sehen.Ganz selten kam es mal vor, dass ich für etwas benötigt wurde oder irgendwas nicht gepasst hat.
So unterschiedlich kann das sein.
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