* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Mädchen
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Bisher nicht.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Ich lege sie sehr oft an, tagsüber oft alle 30 bis 60 Minuten. Sie meldet sich von sich aus kaum (bzw. ich warte es nicht ab) und wenn dann nur sehr subtil. Nachts wird sie alle 1-3h unruhig. Insgesamt klappt das Stillen nachts deutlich besser. Sie hat seit Geburt noch nie länger als 10-15min gestillt. Aber sie schläft dann meistens nicht ein, sondern wird unruhig, dockt ab und schreit die Brust an. Meist stillen wir 5-10min und fast immer nur eine Brust, an die andere bekomme ich sie dann nicht mehr.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
Urin 6-8x/Tag, Stuhlgang 1-2x/Tag (meistens 1x), wobei wir vorgestern auch einen Tag hatten, an dem sie gar keinen Stuhlgang hatte.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Unser Stillstart im Geburtshaus war, nach einer sehr rasanten Geburt, erst mal etwas holprig. Sie hatte die Nabelschnur straff um den Hals, kam blau auf die Welt mit einem Apgar von 6/8/10 und musste abgesaugt werden. Danach war sie so K.O., dass sie bis auf Atmen über Stunden nicht mehr viel geschafft hat. Sie zeigte auch kein Interesse an der Brust. Nach 4h konnte ich sie dann endlich erfolgreich anlegen und sie trank gut (und spuckte es prompt wieder aus). In den Tagen darauf lief es erst mal unkompliziert. Ich legte sie oft an, sie trank recht ruhig und gut. Nach einiger Zeit (ich kann leider nicht mehr sagen ab wann genau, vermute aber ab dem Milcheinschuss) fing sie an beim Stillen zu schnalzen, dockte immer wieder ab und an und wurde furchtbar wütend. Mein MSR war/ist sehr stark, die Milch schoss nur so raus und das gefiel ihr nicht. Inzwischen kommt sie mit dem MSR meistens besser zurecht, dockt aber hin und wieder immer noch wütend ab. Sie wurde immer unruhiger an der Brust und ließ sich teils gar nicht anlegen. Insgesamt zeigt sie wenig Interesse an der Brust. Clusterfeeding gab es hier noch nie. Ich muss sie gefühlt immer ein bisschen zu ihrem Glück zwingen und dann ist es ein sehr fragiles Konstrukt, das bei der kleinsten "Erschütterung" zum Abdocken und kaum beruhigbarem Kreischen führt. Insgesamt ist sie, nachdem sie anfänglich super entspannt war, etwa seit der 2. Lebenswoche ein sehr unentspanntes Baby. Sie schläft sehr viel, aber wenn sie wach ist, ist sie zu 90% unzufrieden und in den 10% auch nur mit Action, also Rumtragen, zufrieden. Ablegen geht gar nicht mehr. Beim Anlegen macht sie sich oft steif wie ein Brett. Keine Stillposition funktioniert problemlos. Es ist immer alles mit viel Hin und Her verbunden und gleicht jedes Mal einem kleinen Wunder, wenn sie dann "einfach" endlich trinkt. Wenn sie erst mal schreit, ist es nahezu unmöglich, sie an die Brust zu bekommen. Sie lässt sich insgesamt nicht einfach so anlegen zum Beruhigen, etc., sondern nur, wenn sie wirklich richtig Kohldampf hat oder mit diversen Tricks, aber auch nicht zuverlässig.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Nein, nichts davon.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Die Nachsorgehebamme nimmt die Problematik leider nicht so ganz ernst, findet die Gewichtsentwicklung ganz toll und unauffällig (ist sie das?) und hat gestern zB nur auf meinen Wunsch hin gewogen und fand es unbedenklich, dass sie in 6 Tagen nur +30g hat. Am 6.8. haben wir einen Termin bei einer Spezialistin für das Zungenband. Am 8.8. sind wir bei einer Osteopathin.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Oben beschriebene Geburtserfahrung, Wochenflussstau, zeitweise sehr hoher Blutdruck nach der Geburt mit V.a. Gestose, die sich nicht bestätigte, Dammnaht 2. Grades hatte sich entzündet und wieder geöffnet und musste in der Klinik in Lokalanästhesie erneut genäht werden.
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
Das Stillen bei meinem Großen war, bis auf eine etwas holprige Phase nach 3 Monaten, bedingt durch einen Infekt bei ihm, super unkompliziert. Er liebte die Brust, ließ sich damit immer beruhigen und hätte am liebsten 24/7 gestillt. Mit 19 Monaten hat er sich (vermutlich aufgrund der erneuten Schwangerschaft und veränderter Milch) ganz friedlich selbst abgestillt.
Gewichtsdaten:
02.08.2022: 4180g (U1)
05.08.2022: 4080g
06.08.2022: 4170g
08.08.2022: 4270g
11.08.2022: 4390g (U2)
16.08.2022: 4460g
19.08.2022: 4570g
26.08.2022: 4830g
01.09.2022: 4860g
Ich bin recht besorgt was ihre Gewichtsentwicklung und ihr Stillverhalten anbelangt und erhoffe mir hier eine Einschätzung dazu. Vielen Dank schon mal für eure tolle, tolle und so wichtige Arbeit hier.