Eines vorweg, ich bin Papa, daher bitte vielleicht um etwas mehr Geduld
Folgende Situation bringt mich zur Hilfesuche in diesem Forum:
Unsere Zwillinge wurden am 09.07.2022 geboren. Mädchen 1 mit 2790g bei 48cm, Mädchen 2 mit 2000g und 45cm.
Da der Milcheinschuss und auch das Kolostrum bei meiner Frau anfangs gar nicht so recht laufen wollte, wurden beide ab dem ersten Tag mit Pre zugefüttert.
Da beide zur U2 auf 2530g bzw. 1830g abgenommen haben und sich das in den ersten zwei Wochen nach Geburt gerade bei Mädchen 1 auch eine Gewichtszunahme nicht so recht einstellen wollte, haben wir sie nach Rücksprache mit unserer Hebamme und Kinderarzt im 2-2,5h Rhythmus geweckt und per Anlegen und vor allem zufüttern fast zwangsernährt(gefühlt). Leider war zu dem Zeitpunkt nach Milchstau und auflösen des gleichen per Pumpe und Massagen ein Vollstillen kaum möglich, gesamt kam pro Pumpsitzung kaum mehr als 30-40ml zusammen (oft weniger). Ab der 3. Woche drehte sich das ganze, Gewichtszunahme passt mittlerweile mit 3120g und 1830g.
Flaschenfütterung ist kein Thema, beide trinken zwischen 60-80ml Pre ohne Anlegen ca. aller 3h (wenn ich meine Frau entlaste, damit Sie vor allem Schlaf bekommt)
Für die ersten Wochen hatte ich Urlaub, bin aber mittlerweile wieder voll berufstätig, kann daher meine Frau auch aktuell leider nur bedingt unterstützen.
Aber, und das ist der Grund meines Themas:
Meine Frau möchte gern beide Voll stillen und die Premilch auf nahezu 0 reduzieren (ausser im Notfall)
Das klappt aber aktuell gar nicht so recht, da beide sich (auch parallel) anlegen lassen, jedoch recht schnell das saugen einstellen bzw. einschlafen.
Auch wecken mit teilweise recht rabiaten Methoden (von Hebamme bzw. Stillberaterin) hilft da nicht wirklich. Was dann wieder zur Zufütterung und Stressmomenten führt, da sobald beide abgedockt sind, recht bald das Babykonzert anspringt und die Zubereitung der Premilch bzw. der abgepumpten Milch auch etwas Zeit in Anspruch nimmt. Zufütterung klappt wie gesagt ohne Probleme, auch die Muttermilch aus der Flasche ist im Nu weg.
Nur leider das Stillen nicht. Mir kommt es so vor, das aufgrund der Fütterung per Flasche von Anfang an beide so sehr darauf getrimmt sind, das Ihnen die Brust eher wie eine ungeliebte Zweitlösung erscheint. Oder es dann doch auf dem Zwillingsstillkissen einerseits bequem, andererseits das Saugen anstrengender ist, das Sie recht bald erschöpft sind. Was dann wieder zum Zufüttern per Flasche und Abpumpen führt. Und das ganze soviel Zeit frisst, das zwischen den Fütterungszeiten meine Frau kaum zur Ruhe kommt. Besonders Abends und Nachts sind Intervalle von 1h oder weniger in den letzten Tagen eher die Regel.
Unsere Hebamme hat eine eigene Praxis, d.h. wir sind eher bei Ihr, als das Sie Ihre Mütter und Schwangeren zur Betreuung abfahren kann (das würde Sie zeitlich nicht schaffen). Eine extra Stillberaterin hatten wir letzte Woche da, da ging es auch eher um den Übergang von reiner Flaschenfütterung aufs Stillen, bzw. war dieses Problem noch nicht so ausgeprägt vorhanden.
Für die Zeiten, in denen ich daheim bind und versuche meine Frau zu entlasten, bleibt mir nur die Flasche, so das eine komplette aktuell Entwöhnung auch unmöglich erscheint.
Daher die Frage: Wie bekommen wir beide zu einem Saugverhalten, der sie an der Brust satt bringt und eine Zufütterung nur wenig oder gar nicht notwendig wird?
Vielen Dank für eure Antworten schonmal im Voraus