leider habe ich dieses Forum erst jetzt entdeckt und hoffe, dass es noch nicht zu spät ist.
Meine Tochter ist jetzt 15 Wochen alt (Sie wurde eine Woche über ET geboren). Sie ist mein drittes und letztes Kind und ich wünsche mir so sehr, eine lange Stillzeit mit ihr zu genießen. Die Geburt war spontan und problemlos und direkt nach der Geburt hat sie auch ganz normal aus der Brust getrunken, worüber ich sehr froh war. Später dann aber auf dem Zimmer wurde sie unruhig an der Brust und hat immer wieder angedockt und losgelassen und geweint. Dazu muss ich sagen, dass ich von Natur aus eher flache Brustwarzen habe, die inzwischen durch das Pumpen allerdings hervorstehen. Ich dachte schon, dass ich wieder auf's Pumpen angewiesen sei wie bei meinen zwei anderen Töchtern in der Vergangenheit auch (dazu später mehr), jedoch kam eine der Hebammen dann mit einem Stillhütchen und die Maus hat damit sofort getrunken. Dann begann ein 2-tägiges Dauerstillen und ich hatte durch den starken Saugreflex meiner Tochter und zu kleinen Stillhütchen, wie ich später zu Hause festgestellt habe, blutige Brustwarzen, so dass ich wirklich die Zähne zusammenbeißen musste. Dennoch war ich froh, dass es auch ohne pumpen geklappt hatte und blieb dran... In den nächsten 2 Wochen hing die Kleine aber wirklich ununterbrochen an meiner Brust und ich habe mehrere Tuben Brustwarzensalbe verbraucht.
Leider nahm sie aber nicht genug zu in den 2 Wochen und hatte noch nicht ihr Geburtsgewicht wieder erreicht, so dass meine Hebamme meinte, wir müssten jetzt zufüttern und ich solle auch parallel abpumpen. Also erst die Brust geben, dann abgepumpte Muttermilch und dann noch PRE, falls sie immer noch Hunger haben sollte. Da ich bei meiner zweiten Tochter 1,5 Jahre ausschließlich abgepumpt habe, hatte ich noch eine elektrische Doppelmichpumpe und kam dann auch relativ schnell wieder auf eine Menge von ca. 100-150ml pro Seite bei jedem Pumpen alle 4-6 Stunden, so dass ich die PRE dann weglassen konnte. Meine Tochter nahm dann auch relativ schnell zu und wiegt mit 15 Wochen jetzt schon fast 7000g, ist also sehr wohlgenährt.
Als wir dann aus dem KH wiederkehrten, fingen jedoch die Probleme an und meine Tochter begann manchmal an der Brust zu schreien. Inzwischen ist es so, dass sie nur trinkt, wenn ich mit ihr herumlaufe (mit 7kg Baby nicht so angenehm und ich kann mich schwer entspannen) und wenn ich mich dann setzen möchte, fängt sie an zu schreien. Wenn ich sie rechts anlege, hat sie das Hütchen auch manchmal nur so halb im Mund und guckt herum oder schiebt ihre Hand dazwischen, so dass das Hütchen dann immer herunterfällt, was auch stressig ist. Und manchmal schreit sie so sehr und macht sich steif, dass ich sie dann auch nicht weiter quälen möchte. Eigentlich hatte ich geplant, jetzt zwischen den Feiertagen, wo mein Mann Urlaub hat, es zu wagen und sie wieder komplett an die Brust zu bringen, aber sie will manchmal halt einfach nicht und ich habe das Gefühl, dass sie auch nicht genug aus der Brust herausbekommt. Heute Morgen hat sie zum Beispiel beide Seiten ca. 5-10 Min getrunken und wollte dann nicht mehr, hatte aber unmittelbar danach ihre Hand im Mund und hat dann anschließend noch 150ml abgepumpte Milch getrunken. Dabei ist die Milch ja da - wenn ich pumpe, bekomme ich noch pro Seite so 80-100ml nach dem Stillen heraus. Selbst wenn manchmal die Milch schon fließt und es aus dem Hütchen tropft, verweigert sie die Brust - ich verstehe es einfach nicht. So 2-3 Mal hat sie übrigens auch schon ohne Hütchen (meistens Nachts) getrunken, das waren aber nur "Ausreißer" und dann hat es beim nächsten Mal wieder nicht geklappt. Meine Hebamme habe ich gefragt und sie meinte, die Maus würde sich abstillen, aber ich tippe wohl eher auf Saugverwirrung - obwohl ich immer dachte, dass sei nur in den ersten sechs Wochen der Fall. Ich würde auf jeden Fall gerne wieder zum Vollstillen zurückkommen, da stillen plus pumpen doch sehr viel Zeit und Arbeit bedeutet und ich dann auch immer so ca. 1-1,5 Stunden beschäftigt bin mit sterilisieren etc.
Sie ist so ein Sonnenschein und immer am lächeln - aber wenn sie an die Brust soll, dann schreit sie so sehr und ich bin echt verzweifelt und freue mich über eure Ratschläge.
Meine älteste Tochter habe ich übrigens auch 9 Monate mit Hütchen gestillt und danach hat sie die Brust ohne akzeptiert und wir hatten bis zu meiner zweiten Schwangerschaft, also fast 2 Jahre, eine wunderschöne Stillbeziehung.
Hier noch der Fragebogen:
* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen? --> Mädchen
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde. --> mit abgepumpter MuMi, ca. 600-900ml täglich
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen? --> Stillen jede 2. Mahlzeit, also alle 4-6 Stunden für 5-10 Minuten, manchmal nur eine Seite, manchmal beide. Sie schläft relativ viel, auch tagsüber - abends schläft sie um 19h ein und schläft dann bis zu 6 Stunden. Tagsüber immer wieder Schläfchen von 30 Min bis eine Stunde bis auf 16-19h, dann ist sie immer wach
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang? --> meistens 6 volle Windeln pro Tag, fast immer mit (etwas) Stuhlgang
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme? --> s. Text oben Dauerstillen mit Stillhütchen, unruhiges Baby, nahm nicht genug zu
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller? --> Ja alles, Schnuller erst seit kurzem
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...? --> nein, da wir in Slowenien wohnen und die Sprache nicht sprechen, konnte ich mir keine Stillberatung suchen und stand nur in Kontakt mit meiner Hebamme (die Geburt war in Deutschland und wir sind dann 2 Wochen später nach Slowenien gefahren)
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme? --> nein
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern. --> 1. Kind: Andockprobleme, also zufüttern und abpumpen, dann Vollstillen mit Stillhütchen, nach 9 Monaten stillen ohne Hütchen für fast 2 Jahre, 2. Kind: direkt nach der Geburt ohne Hütchen getrunken, dann unruhig und immer an der Brust eingeschlafen, also abgepumpt und da sie die Brust nach kürzester Zeit verweigert hat, 1,5 Jahre nur mit abgepumpter MuMi gefüttert