erstmal möchte ich mich bedanken, dass es dieses Forum gibt und ein ganz großes Lob an die Moderatoren aussprechen! Ihr seit echt toll, dass ihr hier die frischgebackene Mamis unterstützt und ihnen zur Seite steht!
Ich hoffe es kann hier auch mir geholfen werden. Ich bin nämlich schon total verzweifelt und super traurig
Meine Kleine verweigert mir seit 3 Tagen die Brust. Sprich nachts ist alles ok und kappt gut, aber sobald wir aufstehen, ist es vorbei und sie will nur noch das Fläschchen. An die Brust kriege ich sie dann nur noch auf dem Fitnessball oder in dem ich Fläschchen wegziehe und Brust schnell rein gebe. Aber selbst meine Tricks klappen nun nicht mehr richtig. Nun aber einmal von Beginn an.
Meine Kleine ist am 30.08. per Kaiserschnitt wegen BEL geholt worden. Nach ca. 1 Std hat sie direkt die Brust bekommen. Das hat auch gut funktioniert. Im KH wurde ich leider nicht ausgiebig über das Stillen informiert bzw. beraten. Dummerweise, habe ich mich selbst vorher nicht viel mit dem Thema Stillen beschäftigt und habe womöglich schon dort vieles falsch gemacht. Und eine Hebamme hatte ich in der Schwangerschaft nicht mehr bekommen, da diese heutzutage ja sehr rar sind. Im KH hieß es dann, ich solle alle 2 Std stillen, was ich auch tat, nur leider immer nur eine Brust...
Am 01.09. wurden wir dann entlassen und am nächsten Tag hatte ich einen ganz stressigen Abend mit den Schwiegereltern gehabt. Diese Nacht, wollte die Kleine dann gar nicht mehr trinken. Sie hat an der Brust nur noch geschrieben. Die ganze Nacht über hatte sie nichts getrunken. Ich habe vermutet, dass da nichts mehr aus der Brust kommt. Morgens, direkt als die Apotheke öffnete, hat mein Mann mir dann die Milchpumpe geholt und ich fing an zu pumpen (ca 20 ml beide Brüste, 20 min je Brust) und ihr die Milch per Fläschchen (NUK Fläschchen mit Anti-KoliK-Ventil) zu geben. Zum Abend hin nahm sie dann auch wieder die Brust.
Die 20 ml machten mich stutzig und ich fing an mich zu fragen, ob die Milch ausreicht. Der zweifelhafte Blick meines Mannes verunsicherte mich nur noch mehr... Die Recherchen im Internet konnten mir leider auch keine klare Antwort liefern. Am nächsten Tag, holte ich mir bei der Apotheke dann den Stilltee.
Abends bemerkte ich dann bei der Kleinen eine Delle an der großen Fontanelle vorne und fing mir an riesige Sorgen zu machen.
Durch meine Schwester habe ich dann einen Kontakt einer Hebamme bekommen, die auch kurzfristig Zeit für mich hatte. Am 06.09 fand der Hausbesuch dann statt und sie meinte, die Fontanelle sei in Ordnung, aber ich müsse die Kleine zufüttern, da ich zu wenig Milch hätte.
Mein Mann hat dann direkt die Pre Milch von Aptamil geholt, die sie dann nach fast jeder Mahlzeit (an der Brust) bekam. Das Geschrei nach jeder Mahlzeit lies uns nämlich glauben, dass sie noch Hunger hat.
Die Hebamme schaute sich noch meine Brustwarzen an und meinte ich solle Stillhütchen nehmen, da meine Brustwarzen so wund seien so wund seien. Da mir eine Freundin aber vorher mal gesagt hatte: "Nimm bloss keine Stillhütchen, sonst nimmt das Baby die Brust nicht mehr." sprach ich die Hebamme darauf an, worauf sie meinte, ach Quatsch, du kannst die Hüttchen ruhig benutzen, da passiert nichts. Ich dachte mir damals... sie ist doch Hebamme, sie muss es ja besser wissen, als meine Freundin...
Zur Folge hatte es, dass ich immer noch mit Stillhüttchen stillen muss, da ich meine Kleine davon einfach nicht wegbekomme...
Zur Steigerung der Milchmenge ordnete mir die Hebamme an täglich 4 Stilltee und 3-4 Vitamalz zu trinken und viel zu essen und es müssten täglich 2 Eier auf den Speiseplan. Pumpen müsste ich nicht.
Ich war so traurig über die ganze Situation, dass ich nicht vollstillen konnte, dass die Kleine ohne Hüttchen nicht mehr wollte (oder konnte?), dass ich auf die Hebamme gehört habe...
Ich habe oft geweint, wenn ich meiner Maus die Flasche geben musste, ich hatte jedes Mal das Gefühl als würde sie sich von mir entfernen oder als würde sie mir jemand wegnehmen
Zwei Wochen später hat sich die Milchmenge auf 30ml erhöht. Die Hebamme meinte, dass es zu wenig sei und ich vielleicht einfach zu wenig Milchdrüsengewebe hätte. Ich solle darüber nachdenken abzustillen. Als mir auch die Kinderärztin bei der U3 Untersuchung riet abzustillen, um mir den Stress zu sparen, war ich total verzweifelt und fühlte mich von allen im Stich gelassen. Keiner bis auf meine Freundin motivierte mich weiter zu machen und darum zu kämpfen voll zu stillen. Da ich weiß wie wertvoll die Muttermilch für mein Baby ist, habe ich trotz allem nicht aufgegeben und wehmütig weiter zugefüttert. Von einer Freundin bekam ich den Rat es mit Schüßler Salze zu versuchen, was ich auch tat. Es wurde also zu dem Vitamalz, dem Stilltee und Femibion 3 (die ich seit der Geburt nehme) noch Schüßler Salze (Nr. 2,4 und 8, je 5 Tabletten auf 0,5 Wasser) hinzugefügt.
Nach 2 Wochen kam ich auf 50 ml. Das ging mir alles viel zu langsam und ich besuchte wieder die Apotheke und fragte nach, was es sonst noch so Milchbildungsförderndes gab. Raus kam ich mit MOTHERLOVE® More Milk Plus Kapseln und dem Milchbildungsöl von Weleda. Die Kapseln habe ich 14 Tage genommen, dann waren sie leer und das öl 2x am Tag benutzt, der roch aber so stark, dass ich befürchtete, es könnte meinem Baby schaden, also habe ich nach den Kapseln auch mit dem Öl aufgehört. Natürlich legte ich die Kleine so oft wie möglich an über die gesamte Zeit, denn verzweifelt wie ich war, konnte ich oft selbst nachts nicht schlafen und recherchierte immer wieder im Internet. Die Milchmenge steigerte sich nach zwei Wochen auf 60 ml. Und eine Woche später auf 70ml. Da ich aber immer noch zufüttern musste, weil die Kleine danach verlangte, wusste ich, dass das nicht genug ist.
Ich kontaktierte eine Stillberaterin. Bis dahin wusste ich nicht einmal, dass eine Stillberaterin nicht zwangsläufig eine Hebamme ist, sonst hätte ich diese sofort konsultiert, direkt zu Beginn.
Meine Tochter war inzwischen 7 Wochen alt, als die Stillberaterin dann kam. Sie hat mir so viel erklärt und gezeigt und mir Hoffnung gegeben. Mit der Beratung war ich richtig zufrieden. Sie meinte dann, das ganze Vitamalz kann ja nicht gesund sein und das mit den Eiern sei Quatsch. Sie meinte ich soll einfach vollstillen, ohne zufüttern und nach spätestens einer Woche würde es dann klappen. Nach einer Woche dann, in der ich mit der Kleinen nur im Bett/Sofa war und gefühlt nur am stillen war, hatte ich eine Milchmenge von 80ml und eine knapp über 100gr leichtere Tochter... Das mit dem Gewicht machte mir Sorgen, also kontaktierte ich wieder die Stillberaterin. Diese meinte, ich soll sofort abbrechen und wieder zufüttern, da es ihr zu lange dauert und die Kleine zu viel abnimmt. Und sie könne sich das nicht erklären, warum es nicht geklappt hat (Ich denke ja, es sind die verflixten Stillhüttchen, Aaaarggg
3 Wochen später suchte ich eine Osteopathin auf. Dachte, schaden kann es ja nicht. Sie meinte dann, die Kleine hätte im Nacken eine Verspannung oder so und hat sie etwas länger massiert. Sie sagte, vielleicht würde die Kleine bereits jetzt besser saugen und wir machten noch einen Termin für Dez aus. Einige Tage später kam ich dann tatsächlich 1x auf 100 ml beim abpumpen! Ab da haben wir nur noch 60 ml nach (fast) jeder Mahlzeit zufüttern müssen. Nun wollte ich ab Morgen wieder mit dem Versuch Vollzustillen anfangen, jedoch verweigert mir die Kleine nun die Brust (wie bereits anfangs beschrieben).
Zur Saugverwirrung: Ich denke das Verweigern der Brust hängt mit der Saugverwirrung zusammen, dazu hier noch ein paar Infos:
Direkt am ersten Tag nach dem KS bekam die Kleine den Kleinen Finger von meinem Mann zum Saugen, da ihm das eine Krankenschwester empfohlen hatte, da unsere Kleine non Stop geschrien hatte. Schnuller wollte sie nicht haben. Aus dem KH raus, haben wir ihr einen Kirschformsauger gekauft, da sie andere Schnuller verweigerte. Einige Wochen Später blieb der Kirschsauger links liegen und sie bekam die Standard NUK Schnuller. Ohne hat sie einfach überhaupt nicht schlafen können und hat nur geweint.
Anfang des Monats habe ich ihr dann eine Weithalsflasche von Lansinoh (mit NaturalWave Sauger Gr. S) geholt, da ich dachte, vielleicht will das mit der Milch ja wegen der Saugverwirrung nicht klappen und gelesen hatte ich, das die Weithalsflaschen mehr dem Saugverhalten der Brust ähneln. Da sie mir jetzt aber die Brust verweigert, denke ich, dass es ein Fehler war.
Bevor ich nun wieder etwas umstelle oder versuche, dachte ich, es wäre nicht verkehrt hier nach Hilfe zu suchen...
Bitte helft mir! Ich möchte nicht abstillen müssen, nur weil meine Kleine die Brust verweigert. Jetzt habe ich so lange um die Milchmenge gekämpft und dann scheitert es doch an was anderem?