Meine ersten Decken wurden zwei Jersey&Sweat-Patchworkdecken, also eine Oberseite aus dehnbarem Stoff. Ich wollte diesen aufgrund des Dehnens und Schiebens nicht gern quilten, also von oben auf der Unterseite feststeppen, und habe eine Methode genutzt, wo das nicht nötig ist. Das Ergebnis ist nicht die klassische, von oben schön mit Nähten verzierte Decke, sondern Fokus liegt auf den Quadraten selbst.
Anleitung: https://lilleluett.de/2017/07/jersey-pa ... itung.html
Kurzfassung:
- Die Quadrate werden je Reihe zusammengenäht, man hat dann z.B. 15 lose Reihen.
- Diese Reihen werden dann Schritt für Schritt zusammengenäht und quasi gleichzeitig mit der Unterseite verbunden, d.h.: 1. und 2. Reihe zusammennähen, auf den Unterstoff stecken und in der Nahtzugabe auf der linken Seite des Unterstoffes feststeppen. Dabei ein Stück in der NZG nähen (z.B. auf der Linie der 2. Nadel der Overlock) und nicht am Rand, sonst werden Ober- und Unterseite zu fest verbunden, das Ergebnis fühlt sich nicht so schön an. Feststeppen mit dem Dreifachgeradstich für gute Haltbarkeit. Ich habe keine weitere Lage zwischengefasst, weil ich eher dünnere Decken wollte.
- Nächste Reihe annähen, feststecken, in der NZG auf der Unterseite festnähen
- usw.
- Zum Schluss einfassen nach Wahl; ich habe ein klassisches Baumwohl-Binding gemacht, aber auch hier mit der Maschine gearbeitet und nicht, wie das gern getan wird, von Hand die letzte Naht gesetzt.
Ich hoffe, es gilt nicht als Doppelpost, wenn ich das Bild, wie man Ober- und Unterseite verbindet, noch einmal hier einstelle:
Rechts wurstelt gerade die Unterseite herum, links die fertigen Reihen. Rollt man die rechte Seite immer zusammen, passt es prima unter die Maschine.
Idealerweise wechselt man nach jeder Reihe die Richtung, um ein eventuell vorhandenes Verziehen über die Breite auszugleichen.
Ergebnis & Fazit:
- Mit der Oberseite bin ich sehr zufrieden, die Quadrate sehen schön aus und sind nicht verzogen
- Unterseite ist nun Geschmackssache. Ich habe wenig dehnbaren Sweat benutzt, gut festgesteckt, und trotzdem einige kleine "Verwerfungen" drin. Diese stören vermutlich nur mich in meinem Perfektionismus, und lassen sich bei einer Kuscheldecke auch verschmerzen, weil diese ohnehin nie gerade ausliegt.
- Man muss sehr aufmerksam nähen, also nicht nur gut feststecken, sondern auch während jeder Naht gut auf Verschiebungen achten und noch öfter ausrichten
- Ich werde das sicher wiederholen, ggf. optimiert durch nichtdurchgängige Steppnähte (damit werden Verschiebungen nicht so sichtbar, denke ich mir) oder einer Rückseite ebenfalls aus Quadraten
Das war nun mein Anfänger-Beitrag - jetzt bitte ich die erfahrenen & künftigen Decken-Näherinnen herbei