Zwischen Stillmotivation und Belastung bei 1jähriger

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Hellcat01
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Zwischen Stillmotivation und Belastung bei 1jähriger

Beitrag von Hellcat01 »

Hallo zusammen,
meine Tochter ist gerade ein Jahr alt geworden und wir stillen noch sehr viel. Sie hat eine Zeit lang schon recht gut Beikost gegessen, doch seit ein paar Wochen verweigert sie den Brei meistens und knabbert höchstens mal etwas Brot/ Brötchen oder Hirsestangen, manchmal etwas Obstmus.
An sich stört es mich nicht bzw. sehe ich kein Problem darin, sie tagsüber noch häufig zu stillen, auch wenn es schon mal anders war. Ich denke, sie holt sich das, was sie gerade braucht ( sie hat auch nicht an Gewicht verloren). Zusätzlich kommt sie oft zum Trösten an die Brust und auch das Einschlafen klappt tagsüber meistens, und abends ausschließlich, an der Brust. Nachts will sie etwa ab 2.00/3.00 Uhr quasi dauernuckeln. Das heißt, wenn sie eingeschlafen ist und ich mich wegdrehe, wird sie spätestens nach einer halben Stunde wieder wach, meistens schon nach 10 Mintuen.
Ich mag es sie zu stillen und möchte auch gern solange sie möchte weiterstillen, aber ich merke, dass ich so langsam an meine Grenzen komme. Vor allem die Situation nachts macht mir zu schaffen, da unsere Nächte seit etwa 7 Monaten so aussehen. Es ist noch nicht mal der Schlafmangel, sondern die verkrampfte bzw. immer gleiche Körperhaltung beim Stillen/ Nuckeln. Mir tut einfach irgendwann nur noch alles weh. Und natürlich kann nur ich sie ins Bett bringen/ bei ihr schlafen.
Hinzu kommt, dass ich in drei Wochen wieder anfange zu arbeiten. Erstmal nur an 3 Tagen in der Woche, aber ich bin gerade ein bißchen ratlos, wie das am besten funktionieren kann.
Ich genieße die Nähe zu meiner Tochter, aber ich empfinde diese "Dauerbeanspruchung" zunehmend als anstrengend und habe oft das Gefühl, ich kann nicht mehr oder habe den dringlichen Wunsch nach einer Pause. Nicht mal der Papa kann sie im Moment für längere Zeit nehmen, weil sie dann nur weint und quengelt. Sonst ist sie bei ihm durchaus in der Trage mal für 1-2 Stunden eingeschlafen, aber auch das klappt gerade nicht mehr so richtig.
Habt ihr vielleicht Erfahrungswerte, Ideen, Tipps, was wir verändern können, vor allem im Hinblick auf meine Arbeitstage und die Nächte? Oder ein bißchen Durchhaltemotivation für mich? Die geht mir hier gerade irgenwie aus :|
Liebe Grüße von Hellcat mit Sommerkind*08/2014, Frühlingskind*05/2020 und Winterkind*01/2023
Fernweh
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Re: Zwischen Stillmotivation und Belastung bei 1jähriger

Beitrag von Fernweh »

Zum Thema Essen: Vielleicht mag sie keinen Brei essen, sondern lieber Fingerfood und Familientisch. Habt ihr das schon ausprobiert? Ihr einfach von eurem Essen etwas geben?
Im Forum liest man oft, dass die Kinder essen, wenn die Mama nicht da ist. In diese Richtung würde ich mir also nicht so viele Gedanken machen.
Schnucks 08/16
Wuzi 02/20

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Pharetrata
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Re: Zwischen Stillmotivation und Belastung bei 1jähriger

Beitrag von Pharetrata »

Bezüglich Stillen:

Wir stillen tatsächlich noch zu 99,9% 😅 mit 11 1/2 Monaten. Ich kann deinen Unmut über unbequeme, nächtliche Stillpositionen sooooo gut verstehen!!

Vielleicht versuchst du dir mal ein Kissen hinter den Rücken zu klemmen, um es dir etwas bequemer zu machen?

Gestern Abend - ich war kurz duschen (ich musste einfach, ich verzichte der Maus zu Liebe so oft darauf täglich zu duschen u. Ä.) - da hat mein Mann sich mit ihr ins Bett gelegt, sie ist tatsächlich eingeschlafen 😳 einfach so. Ohne Brust. Ohne mich. Aus lauter Verwunderung hab ich die Küche geputzt und anschließend ganz alleine auf der Couch Fernsehen geschaut 🤣

... Und normalerweise ist sie 24/7 an mir dran. Die Kleinen stecken voller Überraschungen 😂
Vielleicht ändert sich das bei euch ja auch plötzlich, ohne viel Zutun?

Würde mich auf jeden Fall sehr interessieren, wie dein Arbeitsstart verläuft und wie dein Kleines reagiert, wenn du davon berichten magst. 😊
Tempus fugit - Die Zeit vergeht soooo schnell!! 🥰
Mäusle 06/20 :tt_ruecken_2:
Serafin
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Re: Zwischen Stillmotivation und Belastung bei 1jähriger

Beitrag von Serafin »

Ich hatte ja auch so nen obermiesen Schläfer. Und bin dann wieder arbeiten gegangen. Es war die Erlösung. Weil ich da einfach mal Ruhe hatte. Für mich war es mit arbeiten viel leichter, den Tag zu überstehen.
kleiner Maulwurf 12/15
kleiner Schildkröterich 05/19
Klarrti
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Re: Zwischen Stillmotivation und Belastung bei 1jähriger

Beitrag von Klarrti »

Ich kann mich noch gut an diese Nächte erinnern. Leider wurde es bei uns nicht besser, als ich mit arbeiten anfing. Und manchmal dachte ich auch, ich kann einfach nicht mehr. Meistens wurde es kurz danach wieder besser, um dann paar Wochen später wieder fast unerträglich zu werden. Ich habe leider wirklich kein Tipp für dich, außer alles dafür zu tun es dir so bequem wie möglich zu machen, um nebenbei schlafen/dösen zu können. Tagsüber Gelegenheiten suchen um etwas Schlaf zu finden. Und die gute Aussicht, es wird bestimmt nicht immer so bleiben, seit fast einem Jahr schläft die Löwin jede Nacht durch, bis auf 1-2 Ausnahmen.
mit der Löwin 08/16 an der Hand.
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Hellcat01
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Re: Zwischen Stillmotivation und Belastung bei 1jähriger

Beitrag von Hellcat01 »

Vielen Dank für eure Antworten! Ich bin leider in den letzten Tagen nicht dazu gekommen, hier zu schreiben, aber gelesen habe ich sie und einiges hat mir geholfen, die ganze Sache wieder optimistischer zu sehen. Hier kam ganz viel Durchaltemotivation bei mir an :D
Fernweh hat geschrieben: 21.05.2021, 06:50 Zum Thema Essen: Vielleicht mag sie keinen Brei essen, sondern lieber Fingerfood und Familientisch. Habt ihr das schon ausprobiert? Ihr einfach von eurem Essen etwas geben?
Im Forum liest man oft, dass die Kinder essen, wenn die Mama nicht da ist. In diese Richtung würde ich mir also nicht so viele Gedanken machen.
Das haben wir schon öfter versucht, allerdings wollte sie das auch nicht so recht. Tatsächlich hat sie in den letzten Tagen aber etwas mehr Fingerfood gegessen, ich glaube das entwickelt sich gerade. Den Brei haben wir aufgegeben. Ich hoffe, dass sie wirklich mehr isst, wenn sie tagsüber nicht mehr so oft an der Brust ist.
Pharetrata hat geschrieben: 21.05.2021, 08:29 Bezüglich Stillen:

Wir stillen tatsächlich noch zu 99,9% 😅 mit 11 1/2 Monaten. Ich kann deinen Unmut über unbequeme, nächtliche Stillpositionen sooooo gut verstehen!!

Vielleicht versuchst du dir mal ein Kissen hinter den Rücken zu klemmen, um es dir etwas bequemer zu machen?

Gestern Abend - ich war kurz duschen (ich musste einfach, ich verzichte der Maus zu Liebe so oft darauf täglich zu duschen u. Ä.) - da hat mein Mann sich mit ihr ins Bett gelegt, sie ist tatsächlich eingeschlafen 😳 einfach so. Ohne Brust. Ohne mich. Aus lauter Verwunderung hab ich die Küche geputzt und anschließend ganz alleine auf der Couch Fernsehen geschaut 🤣

... Und normalerweise ist sie 24/7 an mir dran. Die Kleinen stecken voller Überraschungen 😂
Vielleicht ändert sich das bei euch ja auch plötzlich, ohne viel Zutun?

Würde mich auf jeden Fall sehr interessieren, wie dein Arbeitsstart verläuft und wie dein Kleines reagiert, wenn du davon berichten magst. 😊
Ganz ehrlich - dein Post hat mir soviel Zuversicht gegeben :D Ja, du hast vollkommen recht, man weiß nie, was bei den Kleinen als nächstes passiert. Danke dafür, das hat mir das Durchalten hier sehr erleichtert!
Ich kenne das übrigens auch, da ist urplötzlich kindfreie Zeit da und dann bin ich so überrumpelt, dass ich gar nicht weiß, was ich zuerst machen soll :lol:
In ein paar Wochen kann ich gerne mal berichten, wie es uns mit meinem Arbeitsstart geht.
Serafin hat geschrieben: 21.05.2021, 08:30 Ich hatte ja auch so nen obermiesen Schläfer. Und bin dann wieder arbeiten gegangen. Es war die Erlösung. Weil ich da einfach mal Ruhe hatte. Für mich war es mit arbeiten viel leichter, den Tag zu überstehen.
Das klingt total nachvollziehbar. Grundsätzlich habe ich schon wieder Lust, zu arbeiten und auch rauszukommen. Ich habe wegen der Nächte Respekt davor, aber ja, vielleicht macht gerade die Arbeit den Unterschied.
Klarrti hat geschrieben: 21.05.2021, 10:59 Ich kann mich noch gut an diese Nächte erinnern. Leider wurde es bei uns nicht besser, als ich mit arbeiten anfing. Und manchmal dachte ich auch, ich kann einfach nicht mehr. Meistens wurde es kurz danach wieder besser, um dann paar Wochen später wieder fast unerträglich zu werden. Ich habe leider wirklich kein Tipp für dich, außer alles dafür zu tun es dir so bequem wie möglich zu machen, um nebenbei schlafen/dösen zu können. Tagsüber Gelegenheiten suchen um etwas Schlaf zu finden. Und die gute Aussicht, es wird bestimmt nicht immer so bleiben, seit fast einem Jahr schläft die Löwin jede Nacht durch, bis auf 1-2 Ausnahmen.
Oh, das klingt wirklich super anstrengend und kräftezehrend. Schön, dass ihr/ du das inzwischen überstanden habt/ hast!
Bei unserem Großen hat das mit dem Durchschlafen gedauert bis er ungefähr 3 war, ich hoffe bei der Kleinen geht es schneller. Danke für das Teilen und das Erinnern daran,dass es definitiv nicht so bleiben wird. :!:
Liebe Grüße von Hellcat mit Sommerkind*08/2014, Frühlingskind*05/2020 und Winterkind*01/2023
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