ich bin durch eine Freundin auf das Forum aufmerksam gemacht worden und habe mich nun frisch angemeldet, um mein Problem mit euch zu teilen und ggf. noch neuen Input dazu zu bekommen.
Vielleicht kurz zu unserer Stillgeschichte. Mein Sohn J. wurde am 07.06.2020 geboren mit einem Gewicht von 3940 Gramm. Kaum daheim hatte ich schon in der ersten Woche im Wochenbett eine Brustentzündung. Darauf folgten tiefe Risse in den Mamillen und ich konnte ausschließlich nur noch im Vierfüßlerstand stillen. Damit kam aber mein Sohn nicht so recht hin, weil ich extrem viel Milch hatte und er gar nicht so viel schlucken konnte wie lief. Nach einer super Stillberatung wurde dann mit 8 Wochen posterior das Zungenband durchtrennt. Damit waren meine Schmerzen beim Stillen weg, aber nicht meine Milchmenge. Sie regulierte sich zwar etwas, aber ich hatte ständig und immer wieder mit einem Milchstau zu kämpfen. Mit ca. 6 Monaten fing J. an am Familientisch mitzuessen. Mittlerweile isst er an guten Tagen echt große Portionen, trinkt aber dann danach auch noch gut. Leider laboriere ich nun seit 3 Wochen vermehrt mit Milchstau nur linksseitig rum. Es ist und war auch immer nur die linke Brust die einen Stau hatte.
Wie wir aktuell stillen:
7 Uhr vorm aufstehen
ca. 9:30 Uhr zum Vormittagsschlaf
ca. 13:30 Uhr zum Mittagsschlaf
ca. 19.30 Uhr zum Abend
In der Nacht ist es ganz unterschiedlich wie häufig wir stillen. Irgendwas zwischen 3 und 6x. Wenn man sich die Zeiten so anschaut will man es fast nicht vermuten, aber wir stillen nach Bedarf. Klein J. hat nur von Anfang an ein ziemlich festes Zeitschema was er gern einhält.
Wie seine Gewichtsentwicklung ist:
Geburt 3.940 Gramm (im Krankenhaus)
alle weiteren Werte wurden immer Samstag Mittag bei uns auf der Personenwaage genommen.
3. Monate 7.100 Gramm
4. Monat 8.200 Gramm
5. Monat 9.200 Gramm
6. Monat 10.300 Gramm
7. Monat 10.800 Gramm
8. Monat 11.800 Gramm
9. Monat 12.400 Gramm
10. Monat 12.200 Gramm
Wie ich stille:
Wir stillen wie geschrieben nach Bedarf. Ich habe mittlerweile einen festen Ablauf eingeführt ab dem Einschlafstillen am Abend. Da stille ich links bis 0 Uhr. Ab 0 Uhr stille ich inkl. dem 7 Uhr-Stillen rechts, den Vormittagsschlaf links, den Mittagsschlaf rechts und dann eben wieder am Abend links. Seitdem ich in so Blöcken stille ist die Milchmenge noch ein wenig weniger geworden, aber ich kann eigentlich drauf warten, dass ich mind. 1x in der Woche links einen Stau habe. Am Ende eines jeden Blockes sind die Brüste wie Steine und spannen und haben teilweise auch jetzt noch kleine Bindegewebsrisse bekommen. Ich bin so langsam verzweifelt damit und resigniere einfach auch vorm Stillen. Ich würde gern noch lange stillen, aber wenn es geht ohne diese ständigen Stauungen.
An ganz schlimmen Tagen trinke ich dann 1-2 Tassen Salbeitee und nehme Phytolacca. Beides macht die Milchmenge einen Hauch weniger, aber bei weiten nicht so wenig, dass ich dann nicht doch in einen Stau rutsche.
Vielleicht hat ja jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht und hat Tipps und Tricks wie ich um diese Stauungen drum herum komme. Ich hab auch echt Angst vor dem Moment des Abstillens. Ich möchte das gern vom Kind ausgehend langsam machen, aber gefühlt denken meine Brüste, wenn er 3 Schlucke trinkt, dass gleich noch 2 Kinder mehr mit satt werden müssen
Ach das habe ich noch vergessen. Wir können leider seit seinem 5. LM nur noch im Bett stillen. Ansonsten schläft er nicht, braucht aber noch seine Schläfchen. Kinderwagen, Trage o.ä. nutzt er nicht zum schlafen und lässt sich auch nicht auf der Couch o.ä. stillen.