Geschenke ablehnen

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Lösche Benutzer 24994

Geschenke ablehnen

Beitrag von Lösche Benutzer 24994 »

Hallo

Ich weiß, dass es immer wieder in Threads Thema ist, dass es zu viele Geschenke für die Kinder gibt.

Wir mögen das auch nicht, weil es zwar großen Spaß macht, Kinder zu beschenken, aber es oft einfach Quatsch ist und zu so einem Konsumverhalten und immer was neues haben müssen führt. Auch finde ich es schön, dass z. B. Die Legosteine mal Eier sind, mit denen gekocht wird, mal damit ein Bahnhof gebaut wird etc. Auch das Feuerwehrauto ist nun ab und zu mal Müllabfuhr etc, also ein Spielzeug hat mehrere Funktionen.

Jetzt haben wir tatsächlich schon Geschenke zurück gegeben bzw auf die Frage, ob es ok ist etwas oder dieses bestimmte zu schenken, nein gesagt.

Ich habe das Gefühl, die Leute sind dadurch manchmal gekränkt/vor den Kopf gestoßen.
Nur für deren gutes Gefühl möchte ich aber keine Geschenke annehmen.

Zudem mache ich mir Gedanken, wie es für die Kinder ist, wenn sie evtl nur wenige Geschenke zu Festen erhalten und die Freunde etc viel und ständig. Es ist natürlich auch keine Lösung, sich an das Konsumverhalten anderer anzupassen, nur damit das Kind nicht traurig ist.

Wie läuft das denn bei euch so? Und wie geht es den Kindern damit? Haben sich bei euch dadurch im Kontakt mit anderen etwas verändert, weil sie nicht so viel schenken dürfen (meine Mutter z. B. beschwert sich nun immer, wenn sie etwas neues bei uns für die Kinder entdeckt🙄)
AnnaKatharina
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Re: Geschenke ablehnen

Beitrag von AnnaKatharina »

Wir hatten durchaus einige Konflikte, insbesondere als K1 klein war.
Meine Mutter war mal der Meinung, es "sei ihr Recht als Oma, Kuscheltiere zu schenken". Und war tödlich beleidigt, als ich es "verboten" habe.
Mein Vater, den ich da als viel komplizierter eingeschätzt hätte, war da total schmerzfrei, hat sich entschuldigt und gesagt es wäre einfach gedankenlos gewesen.

Seitdem die Kinder "größer" sind (besonders K1) bin ich nicht mehr so streng. Aber gerade als sie klein waren, war zuviel Kram halt auch Garant für ein vollkommen chaotisches Zimmer und ein komplett überfordertes Kidn, dass mit nix spielt weil zu viel. Das habe ich durchaus auch so kommuniziert.

Ich hab auch einiges an Geschenkewahn in "sinnvolle" Bahnen gelenkt: Laufräder, Fahrradhelme, Schuhe, Rucksäcke, usw.

Was ich heute anders machen würde wenn ich nochmal neu mit kleinen Kindern starten würde: Offensiver sein dass ALLE Verwandten Geld zusammen legen und davon geile Sachen anschaffen wie ein Pikler Dreieck, oder sowas.
Da war ich nicht vehement genug.
Was bei uns ganz gut geklappt hat war: Jeder schenkt was für die Küche. Oder alle schenken Ostheimer Tiere. Oder sowas. So hat dann jeder sein "Einzelgeschenk" aber trotzdem ist es nicht zuviel Kram.

Deine Kinder sind noch klein. Die werden garnicht checken, dass andere mehr bekommen. Und selbst wenn: Es gibt IMMER Kinder, die mehr bekommen werden. Egal wie viel man schenkt. Ich kann den Gedanken aber durchaus nach voll ziehen.
Mit K1 (2010) und K2 (2015)
AnnaKatharina
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Re: Geschenke ablehnen

Beitrag von AnnaKatharina »

Meine Mutter hatte übrigens auch eine Weile diesen "Aha, die anderen Großeltern durften als xy schenken." Und hat alles kommentiert, was bei uns neu war. Nervig. Hat sich über die Jahre aber gelegt.
Mit K1 (2010) und K2 (2015)
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Linda89
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Re: Geschenke ablehnen

Beitrag von Linda89 »

Als die Kinder klein waren, hab ich es einfach selbst verschenkt oder verkauft. Mittlerweile halte ich sie dazu an, nicht genutzte Sachen zu verschenken. Da wird das 50€ Einhorn eben kurz nach Weihnachten wieder verschenkt, weil es nur rumliegt. Mittlerweile haben die Kinder aber auch teurere Wünsche und zumindest wenn die beachtet werden, gibt es nicht allzuviel Kram...
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Myeskathry
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Re: Geschenke ablehnen

Beitrag von Myeskathry »

Bei uns wird gott sei Dank auch mittlerweile in der Familie kommuniziert was ok ist zu schenken. Ich mache keinen Hel daraus, dass das meiste Spielzeug auf dem Dachboden lagert, weil die Kinder von zu viel Angebot im Kinderzimmer wahnsinnig werden. Ich gebe aber meist nur Tipps und lasse sie dann schon selbst was aussuchen. Nur meine Oma ist als nun Uroma unverbesserlich. Die würde das echt nicht begreifen können...
Meine Mama hat dieses Jahr sogar gesagt “Braucht der kleine Edelmann nicht irgendwas praktisches? Spielzeug habt ihr genug und er bekommt das eh noch nicht mit wenn er nichts bekommt“ super Erkenntnis!
Und größere Kinder haben echt genug echte teurere Wünsche. Da muss ich immer mit den Kindern erst mal die Wunschliste besprechen was sinnvoll ist sich zu wünschen.
Liebe Grüße
Myeskathry mit Ritter (7/12), Möhrchen (7/14) und kleinem Edelmann (4/20) +🐈
Roter Drache
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Re: Geschenke ablehnen

Beitrag von Roter Drache »

Als die Kinder klein waren hat die Oma zu jedem Besuch ein Geschenk mitgebracht- jeden Freitag. Teilweise super Sachen, aber alles ohne Absprache. Es ging so weit dass der Besuch verkürzt wurde um vorher noch schnell etwas zu besorgen. Irgendwann habe ich es geschafft, dass sie neues Spielzeug bei sich behält oder vorher fragt. Ich habe ihr klar gemacht dass Zeit das größte Geschenk ist, ich aber verstehen kann, dass Geldgeschenke für sie wichtig sind.
Mittlerweile bekommen wir das Geld und besorgen etwas, das nicht unbedingt das volle Budget ausschöpft.
Geholfen hat- glaube ich- den Berg Kuscheltiere zu zählen und der Oma mitzuteilen und Oma mit aufräumen zu lassen, dann sieht man schnell wie viel das ist.
Beim Patenonkel ist es weniger geworden seitdem selbst Vater ist, auch da schenken wir eher wenig oder etwas was mit in eine Kiste kann ( z.B. Duplo).
Meine Kleine sagte vor ihrem 8. Geb zu mir, das größte Geschenk ist, wenn ich Besuch bekomme. Menschen sind halt wichtiger als Spielzeug 😊 und die anderen haben doch immer das bessere Spielzeug, ich kann mich erinnern wie ich als zehnjährige neidisch auf das Riesenbarbiehaus meiner Freundin war und an Spielzeug hat es bei mir nicht gemangelt.
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Minja
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Re: Geschenke ablehnen

Beitrag von Minja »

Hallo!

Ich bin da auch schmerzbefreit und lehne offen und freundlich ab. Meiner Mutter habe ich auch Kuscheltiere zurück gebracht wenn meine Kinder sie eigentlich garnicht wollten. (z.B. von Penny von irgendwelchen Sammelpunkten :roll: )

Ich habe das große Glück das meine Kinder inzwischen Verständnis haben und sich von Jahr zu Jahr wirklich genauer überlegen was sie sich wünschen. Bevor etwas teures angeschafft wird überlegen wir gemeinsam und auch manchmal über Wochen und recherchieren zusammen.
Beispiel im Sommer wollten beide Mädchen eine Meerjungfrauenflosse.
- wir gehen selten ins Schwimmbad und nur die große hat ein Schwimmabzeichen ( ohne sicheres Schwimmen meines Erachtens viel zu gefährlich)
-die billigen Flossen laut Kundenbewertung sehr schnell kaputt, haben wir mit den Kindern gelesen
- die Teuren Flossen für zwei-dreimal benutzen halt eigentlich zu teuer
usw.
nach drei Wochen haben die Kinder entschieden sie wollen doch keine Flossen.
Beide großen haben genug Geld sie selbst zu kaufen.

Zu Geburtstagen und Weihnachten:
Ich sage im vornherein was gebraucht und gewünscht oder gerne gespielt wird.

Es wird trotzdem immer viel zu viel...
...daher müssen wir oft aussortieren und verschenken weiter und verkaufen über Kleinanzeigen.
(was zeitliche Zeitfresser sind!)
große Motte 01/11, Flummi 05/14 und Knöpfchen 10/20
Teelicht
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Re: Geschenke ablehnen

Beitrag von Teelicht »

Wir entzerren Weihnachten, indem die Geschenke väterlicherseits zum Nikolaus gibt. Denn alles zu Weihnachten ist zu viel für meine Kinder, obwohl wir keine riesige Verwandtschaft haben und auch nicht selbst extrem viel schenken. In den letzten Jahren haben sich auch einige Verwandten entschieden nichts zu Weihnachten und Geburtstag zu schicken, sondern, dass die Kinder was bekommen, wenn wir uns sehen. Das entzerrt noch mehr. Und außerdem dürfen sie manchmal im Geschäft selbst was aussuchen, das ist in sich selbst ein Geschenk. Vielleicht ist das ein Tipp für diese Corona-Weihnachten?

Manche von dem meistbespielten Spielzeug haben die Kinder Second Hand gefunden. Ich finde es schade, dass es nicht üblicher ist gebrauchtes Spielzeug zu kaufen.
Kind 1: September 2012 ❤️
Kind 2: Juni 2015 ❤️
Teelicht
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Re: Geschenke ablehnen

Beitrag von Teelicht »

Ich glaube als Minimum an Geschenken könnte man daran denken, dass es reicht, dass das Kind am selben Tag/Abend zufrieden beschäftigt ist. Mehr braucht man nicht meiner Meinung nach (auch wenn es häufig mehr als das bei uns gibt)
Kind 1: September 2012 ❤️
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Re: Geschenke ablehnen

Beitrag von Myeskathry »

Der Patenonkel vom Ritter hat gefragt, ob der sich über ein paar seiner alten LTBs freuen würde. Das finde ich cool und dem Ritter ist es egal wie alt die Bücher sind so lange er die Geschichten noch nicht kennt...
Liebe Grüße
Myeskathry mit Ritter (7/12), Möhrchen (7/14) und kleinem Edelmann (4/20) +🐈
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