Anfang März ist mein zweites Kind geboren, ein kleiner Junge. Es war eine spontane Geburt, ohne Interventionen, lediglich mit einer Piritramidinfusion. Mein Sohn ist mit 3,6kg geboren, hat auf 3,5kg abgenommen und müsste jetzt, mit 3 Monaten circa 6kg wiegen. 4 Std. nach der Geburt sind wir nach Hause gegangen.
Das Anlegen im Kreißsaal verlief gut, soweit ich das beurteilen konnte. Hilfestellung gab es keine, da es ja bereits mein zweites Kind sei und ich das erste ja bereits gestillt habe. Hinterher stellte sich heraus, dass mein Sohn nicht richtig angelegt war, da ich rechts ein kleines Hämatom seitlich der Brustwarze hatte durch das "Stillen" im Kreißsaal.
Die nächsten Tage lief das Stillen so schleppend weiter, vor allen Dingen das Andocken bereitete große Probleme, sodass ich leider sehr schnell Wunde Brustwarzen bekam. Nach 4 Tagen Griff ich widerwillig zu Stillhütchen, weil mein Sohn es einfach nicht schaffte die Brustwarze und Vorhof richtig zu fassen. Ich habe sehr große Brüste, welche durch den Milcheinsschuss noch größer wurden, mittlerweile bin ich bei 85 I/J.
Die Stillhütchen habe ich bis zur 12. Lebenswoche meines Sohnes genutzt und bin jetzt seit einer Woche Stillhütchen frei. Dies war mir ein großes Anliegen, da selbst die Medela Stillhütchen Größe L zu klein für meine Brustwarzen sind. Das Stillen mit Hütchen war entsprechend der ständigen Reizung, auch nicht komplett schmerzfrei.
In der jetzt nunmehr einwöchigen Stillhütchen freien Zeit sind die Schmerzen und Empfindlichkeit der Brustwarzen aber nicht besser, sondern nur noch schlimmer geworden. Es gipfelte Heute in ein Blutbläschen welches mein Sohn mit dem Stillen erzeugt hat. Ich bin echt frustrierend und Stille nur noch unter Schmerzen, besonders die linke Brust ist extremst schmerzbehaftet, da ist auch das Blutbläschen.
Eine am Donnerstag kontaktierte Stillberaterin, zeigte mir eine andere Stillpositionen, schaute sich die linke Brust eine Minute an (ich vermutete ein Milchbläschen, es war aber nur eine Spannungsblase) und ließ mich dann alleine. Ich Stille nun vorwiegend in der Footballposition, vorher ausschließlich Wiegehaltung. Im Football bekommt mein Sohn die rechte Brust gut zu fassen und die Brustwarze ist nach der Stillmahlzeit endlich Mal symmetrisch und nicht wie vorher wochenlang asymmetrisch, weh tun tut es trotzdem. Die linke Brust klappt immer noch nicht Recht, was ja auch das Blutbläschen zeigt.
Seit Donnerstag nutze ich, wenn ich einen BH anhabe, Brustdonuts und kontinuierlich Brustwarzensalbe. Abends, und wenn es sich tagsüber ergibt lasse ich die Brüste an die Luft, die Milch lasse ich nach dem Stillen immer dran und eintrocknen.
Wenn ich dran denke gleich wieder stillen zu müssen
Mein Sohn wurde nur gestillt, hat noch nie einen Schnuller bekommen und wurde auch nicht zugefüttert. Ich neige eher zu zu viel Milch, anstatt zu wenig.
Ich habe mir als Hilfestellung den Onlinekurs "Gut Anlegen" von Regine Gresens geholt und mir diesen angeschaut, aber auch damit bekomme ich es leider nicht hin meinen Sohn korrekt anzulegen. Also an der Theorie scheitert es nicht.
Eine Stillberaterin von IBCLC hatte ich zwecks Hilfe auch angeschrieben, aber aufgrund der Covid 19 Situation ist eine persönliche Beratung nicht möglich.
Meine Tochter habe ich auch gestillt. Bei ihr hatte ich die ersten 12 Wochen ebenfalls Stillhütchen und konnte diese dann weg lassen. Anschließend hatte ich keinerlei Probleme oder Schmerzen und konnte ohne Probleme noch bis zum 16. Lebensmonat weiter stillen, dann endete unsere Stillbeziehung harmonisch und in beiderseitigem Einvernehmen.
Ich fühle mich einfach alleine gelassen mit meinen Problemen und den ständigen Schmerzen. Ich habe bei meiner Tochter so gerne gestillt und es sichtlich genossen, aber diesmal will sich einfach keine harmonische und schmerzfreie Stillbeziehung einstellen und meine Kraft diese Schmerzen noch weiter auszuhalten wird immer weniger