ich muss mich jetzt auch mal an euch wenden. Mein Sohn (er wird bald 5 Jahre alt) ist seit fast drei Wochen im Krankenhaus und er wird auch noch mindestens zwei Wochen bleiben müssen. Ich bin die ganze Zeit bei ihm. Es wird für ihn immer schwieriger die Ärzte und Schwestern an sich ranzulassen. Vor dem Krankenhausaufenthalt ist er gerne zum Arzt gegangen, hat alle Untersuchungen mitgemacht und Fragen beantwortet. Mittlerweile schreit er schon oft wenn nur eine Schwester das Zimmer betritt.
Ich weiß allmählich nicht mehr was ich ihm noch sagen kann/soll um ihm die Wichtigkeit der Behandlungen klar zu machen und ihm gleichzeitig zu zeigen, dass ich für ihn da bin und dass ich ihn ernst nehme. Er kann das natürlich alles noch nicht verstehen. Aber ich möchte es ihm irgendwie leichter machen. Ich brauche dringend ein paar Tipps wie ich mit diesen Situationen umgehen kann und was ich ihm sagen könnte.
Was es langsam auch noch schwerer für uns macht ist, dass die Schwestern und Ärzte häufig wenig Verständnis für ihn haben. Man gibt auch mir immer mal wieder zu Verstehen, dass ich mich als Mutter nicht richtig verhalte, weil ich ihn nicht zurechtweise, wenn er die Ärzte und Schwestern anschreit.
Ich habe vollstes Verständnis für ihn und seine Situation. Er ist noch so klein und muss jetzt so viel durchmachen. Ständig muss er still halten, ständig wird er untersucht, angefasst, muss Medikamente nehmen, Blutentnahmen über sich ergehen lassen, schmerzhafte Verbandswechsel usw. Alles gegen seinen Willen. Und dazu ist er auch einfach krank. Er hat immer wieder Schmerzen, teilweise Juckreiz und Hautausschlag/Schwellungen die ihn häufig in der Bewegung einschränken. Er hat Verbände am Kopf und ist ständig an der Infusion, das ist auch nicht einfach für ihn. Er wehrt sich auch, wenn die Ärzte ihn nur anschauen wollen und auch dafür habe ich vollstes Verständnis.
Auf der einen Seite möchte ich ihm beistehen und ihm zeigen, dass er wütend sein darf. Auf der anderen Seite verstehe ich natürlich auch die Schwestern und möchte sie nicht noch mehr verärgern. Schließlich müssen wir es noch eine Weile hier aushalten. Ich bin in einer Zwickmühle. Natürlich würde ich mich immer für meinen Sohn entscheiden und so handeln wie es für ihn das Beste ist. Ich suche einen Weg möglichst beides zu vereinen. Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht und wie seid ihr damit umgegangen?
Ich hoffe ihr könnt uns ein wenig weiterhelfen und vielen Dank fürs Lesen