Ich habe Ende Oktober mein erstes Kind bekommen. Er kam acht Wochen zu früh und in der Klinik wurde er einfach auf Sauger umgestellt. Seit er zuhause ist, kämpfe ich dafür ihn stillen zu können, aber ich weiß langsam einfach nicht mehr weiter und jeder sagt etwas anderes, das am Ende doch nichts hilft
* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen? Junge
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde. Abgepumpte Muttermilch, anfangs mit 2 Portionslöffelchen fms auf 50 ml. Derzeit 50-100 ml alle 1,5-3 Stunden. Verwenden mam Sauger
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen? ich lege jedes Mal wenn er Hunger hat an, versuche es meist eine halbe Stunde mindestens, aber es ist fast immer ein Kampf, dass er die Brust überhaupt erst im Mund behält. Selbst wenn Milch fließt wirft er ständig seinen Kopf und sucht. Wie viel er erwischt weiß ich nicht. Die Schlafpausen sind zwischen 1,5-3,5 Stunden. Manchmal ist er auch von einer zur nächsten Mahlzeit wach
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang? 6-8 feuchte Windeln und Stuhl 0-2 mal täglich
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme? Er kam 8 Wochen zu früh und kam direkt nach der Geburt auf Intensivstation. Dort durfte ich nicht anlegen. Erste Stillversuche am dritten Tag nach Geburt, keine Andockprobleme, aber sehr schnell sollte ich ein Stillhütchen nehmen, da es hieß er sei zu schwach es ginge nur so. Ohne Absprache wurde er nachts mit einem nuk Sauger gefüttert und mit einem Schnuller ruhiggestellt
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller? Ja. Stillhütchen, anfangs nuk Sauger und Schnuller, jetzt mam Sauger
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...? Arbeiten gerade mit einer Hebamme, aber ich komme kein bisschen weiter
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme? Frühgeburt und ich bin Insulinresistent und leide an Endometriose
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern. Erstes Kind
Ein bisschen zum bisherigen Verlauf:
In der Klinik wurde ihm direkt nach der Geburt bereits die Flasche und ein Schnuller gegeben (nuk). Stillen sollte ich wenn möglich unterlassen, weil es laut Klinik zu anstrengend wäre. Wenn ich doch stillen wollte hieß es nur mit Stillhütchen. Später stellte man mich dann vor die Wahl: ich füttere ihn mit der Flasche (mam) und darf in einer Woche nach Hause, oder ich stille und muss noch mehrere Wochen in der Klinik bleiben (so lange, bis mein Kleiner bei jeder Stillmahlzeit genug trinkt um vier Stunden am Stück satt zu sein). Wir sind also als Flaschen Kind nach Hause gegangen..
Meine Milchproduktion kam nur sehr schwer und nur durch abpumpen in Gang. In der Klinik wurde mir über mehrere Wochen die falsche Größe zum abpumpen gegeben und meine Brustwarzen sind dadurch eingerissen und bis heute sehr wund und gereizt. In der Klinik hieß es außerdem ich würde viel zu wenig Milch abpumpen, jetzt bin ich aber gnadenlos in einer Überproduktion (60 werden getrunken und ich pumpe zum Teil bis zu 200 ab pro Pumpvorgang). Meine Brüste schmerzen sehr schnell und werden hart. Nach jedem pumpen sind meine Brustwarzen weiß/grau und brennen bis in meine Brust hinein.
Ich versuche vor jeder Mahlzeit anzulegen. Einmal richtig angedockt löst mein kleiner sehr zügig den Milchspendereflex aus und trinkt auch. Aber immer nur sehr wenig und sehr kurz. Dann fängt er sofort an sich aufzuregen, seinen Kopf hin und her zu werfen und zu suchen. Oft lässt er sich auch gar nicht andocken. Er lässt einfach wieder los, macht den Mund nicht zu oder dockt laufend an und ab. Wenn er doch trinkt, dann arbeitet er sichtbar mit dem Kiefer und spürbar mit der Zunge. Er saugt und gewinnt auch viel Milch (spürbar und man sieht es im Mundwinkel). Aber er trinkt nie genug um meine Brust weicher zu bekommen und ich muss jedes Mal abpumpen (laut Hebamme weil ich so sehr in der Überproduktion bin). Meistens schreit er wenn er satt ist so lange weiter, bis man ihm die Flasche gibt. Da zieht er dann ein oder zwei mal und er ist ruhig. Besser haben wir es bisher noch nicht hinbekommen.
Vom bunten Kreis wurde mir empfohlen einfach bis zum et mit der Flasche zu füttern und dann ergibt sich das schon, das möchte ich aber nicht.
Meine Hebamme hat mir empfohlen Mahlzeiten durch spritzen zu ersetzen und das Brusternährungsset. Mit dem Set komme ich allerdings nicht klar. Er knibbelt einfach den Schlauch raus, egal wie gut er festgeklebt ist und saugt am Schlauch. Mit der Spritze schluckt er unheimlich viel Luft. Sie hat mir auch empfohlen ihn nackig auf mich zu legen und zu warten, was er macht. Er robbt sich dann zu meiner Brust und versucht ungeduldig anzudocken, bleibt aber nicht an meiner Brust.
Die stillberaterin in der Klinik hat gesagt meine Brustwarzen werden weiß und grau weil ich zu viel pflege, deswegen soll ich alle Pflegeprodukte weglassen. Mehr wurde mir da auch nicht empfohlen.
Mein Sohn kam am 29.10. mit 1495 g auf die Welt
Am 26.11. wurden wir mit 2045 entlassen
Am 27.11. waren es 2100 bis hier fms Zugabe
am 10.12 waren es 2700
Am 13.12. waren es 2735
Heute am 16.12. waren es 2890
Ich hoffe aus tiefstem Herzen, ihr könnt mir zu einem schmerzfreien Stillen helfen ohne brennen, Andockschwierigkeiten, Frustration, Flasche etc
Liebe Grüße <3