Ich habe mal ein bisschen das Rad neu erfunden. Vielleicht hilft meine Strategie ja der einen oder dem anderen, dem alltäglichen Wust Herrin zu werden.
Mein Problem war immer, dass ich ein Zimmer "fertig" machen wollte und dann ins nächste übergehen.
Das Problem: man wird ja eigentlich nie fertig. Also habe ich ewig in einem Zimmer rumgeputtert und alles andere blieb liegen. Oder ich habe riesige Aufräumtage und Putztage ausgerufen, die viel Zeit gefressen haben und hinterher war es doch irgendwie unbefriedigend.
Oder ich stand in den Trümmern, schaute mich um und fand die Aufgabe "Das hier alles richtig ordentlich und gründlich und bis zu Ende" aufzuräumen und zu putzen schier unüberwindbar und habe es total gelähmt erst gar nicht angefangen.
Was sich für mich da bewährt hat, ist die 5-Minuten-Methode.
Die Idee, sich für bestimmte Aufgaben einen Wecker zu stellen ist nicht neu, die Ordnungshüter macht das so, bei Flybaby gibt's das glaube ich auch.
Da und dort habe ich daher ein bisschen "mit den Augen geklaut" und das an meine Bedürfnisse angepasst.
Die "Spielregeln" sehen jetzt wie folgt aus:
- jeden Tag in jedem Raum 5 Minuten aufräumen/putzen (Mit Timer)
- wenn die 5 Minuten um sind, darf die angefangene Aufgabe noch schnell zu Ende gebracht werden; aber dann ins nächste Zimmer
- Wäsche, Müll und Geschirrspüler gehen einzeln
- Wenn ich etwas aus einem Zimmer in das andere räumen muss, räume ich es dort gleich richtig weg
Das braucht natürlich die Bereitschaft, auszuhalten, dass einiges liegen bleibt (besonders am Anfang, wenn die Regelmäßigkeit noch nicht so drin ist). Aber: für mich wäre die Alternative gewesen, dass ich gar nichts mache, also ist jedes Bisschen eine Verbesserung
Es hindert mich auch niemand daran, nach der kompletten Runde zum Beispiel noch mal in die Küche zurück zu gehen und doch noch die Fronten abzuwischen oder oder, aber eben erst, wenn alle anderen Räume auch ihre Aufmerksamkeit bekommen haben.
5 Minuten reichen für mich meist, um Herumliegendes aufzuheben, klebrige Flächen abzuwischen und den Saugroboter auszusetzen. Im Bad kann ich Waschbecken, Klo und Wanne putzen und die Handtücher tauschen.
Wenn man das wirklich konsequent mehr oder weniger jeden Tag durchzieht, dann bleibt immer öfter auch die Zeit, innerhalb der 5 Minuten noch mehr als das alltägliche Durcheinander zu beseitigen.
Wenn ich zum Beispiel gestern und vorgestern schon alle herumliegenden Klamotten im Schlafzimmer aufgehoben habe, dann muss ich heute nur das Bett machen. Das dauert keine 5 Minuten, also kann ich noch Staub wischen. Oder ein Fenster putzen (nicht alle. Das nächste ist beim nächsten Mal dran
Für unsere 3-Zimmer Wohnung brauche ich also eine gute halbe Stunde (3 Zimmer + Bad + Küche + Flur sind 6x5 Minuten, lso 25. Im Sommer noch den Balkon dazu, bin ich bei genau einer halben Stunde.)
Die muss auch nicht am Stück gemacht werden.
Macht das jemand ähnlich? Habt ihr Lust, es auszuprobieren und die Methode mit mir zusammen zu verbessern?
Oder mögt ihr teien, was -ihr- in 5 Minuten schafft?
Ich würde mich über Austausch freuen!
