Kind weint ständig im Kindergarten
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Meritra
- Profi-SuTler
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- Registriert: 02.01.2014, 15:30
Kind weint ständig im Kindergarten
Hallo an alle,
ich bin gerade wirklich verzweifelt und hoffe, dass ihr noch Tipps habt.
Meine Tochter hat sich mit der Eingewöhnung in den Kindergarten ziemlich schwer getan, als sie mit zwei Jahren rein kam. Sie ist dann aber eigentlich gut angekommen und es lief alles ganz gut. Als sie dann mit drei die Gruppe wechseln musste, kam wieder eine schwierigere Zeit, aber auch das haben wir geschafft. Wenn ich sie abholen wollte, fing sie ganz oft an sich zu beschweren, dass sie noch länger dableiben will. Bis dann vor ein paar Wochen.
Als ich sie da abgeholt habe, kam sie mir mit ganz roten Augen (aber ansonsten war sie fröhlich). Ich dachte sofort an Bindehautentzündung, aber dann kam die Erzieherin an und berichtete mir, dass sie beim Essen wie aus dem Nichts anfing zu weinen. Sie haben dann mit ihr gesprochen und da hat sie dann gesagt, dass sie beim Händewaschen im Bad plötzlich allein gewesen wäre, weil alle anderen schneller gewesen sind und dass sie plötzlich Angst hatte, dass man sie vergessen hätte und sie ganz alleine im Kindergarten gewesen wäre und ich sie nicht abgeholt hätte. Sowohl die Erzieherinnen als auch ich haben mit ihr geredet und wir dachten, dass wieder alles ok sei.
Am nächsten Tag war dann alles wieder in Ordnung. Danach kam das Wochenende und danach fing es dann an. Sie weint jeden Tag im Kindergarten. Erst hat sie dann immer Ausreden gesucht und z. B. gesagt, dass sie geweint hätte weil ein anderes Kind sie genervt hätte, oder weil sie beim Spielen das Baby sein sollte und ähnliche Gründe. Ich habe dann aber gemerkt, dass da was dahinter steckt und irgendwann hat sie mir dann erklärt, dass sie so Angst hat, dass ich sie nicht abholen würde.
Ich muss sagen, dass mich diese Angst ziemlich umhaut. Ich habe sie nicht schreien lassen, sie schläft immer noch im Familienbett, sie wurde getragen und ich war immer für sie da. Ich dachte wirklich, ich hätte alles gemacht, um eine sichere Bindung aufzubauen. Ich hole sie auch immer pünktlich ab, ausnahmslos. Wie kann sie bloß denken, dass ich sie nicht abholen könnte? Seitdem rede ich mir den Mund fusselig und erkläre und erkläre. Und ich hole sie natürlich immer wieder pünktlich ab. Sie ist auch niemals die letzte im Kindergarten. Sie ist von Montag bis Mittwoch bis drei Uhr angemeldet (das sind meine Arbeitstage) und ich bin immer um kurz nach zwei da (der Kindergarten hat bis 17:00 Uhr auf, also sind da immer noch viele Kinder da). Donnerstags hole ich sie immer um zwölf und da ist sie meist die erste die abgeholt wird. Freitags bleibt sie normalerweise zuhause, nur wenn was Besonderes ist bringe ich sie hin und hole sie dann um zwölf.
Vor Weihnachten hat sie dann morgens beim Bringen schon so geweint, dass ich sie wieder mitgenommen habe. Jetzt dachte ich, dass die Ferien ihr vielleicht helfen würden. Der Kindergarten hat seit Dienstag wieder auf, aber ich dachte, dass es am Besten wäre, wenn ich an ihrem kurzen Tag starte und habe sie dann erst gestern gebracht. Sie fing da gleich wieder an zu weinen (aber wirklich erst als sie da saß, vorher war alles super). Ich habe sie dann trotzdem da gelassen und die Erzieherinnen haben mir gesagt, dass sie mich anrufen, wenn sie sich nicht beruhigt. Durchs Fenster habe ich dann aber gesehen, dass sie schon mit ihrem einen Freund spielt und war dann beruhigt. Als ich dann kam, um sie abzuholen, war sie aber wieder am Weinen. Die Erzieherin hat mir dann erklärt, dass sie nicht die ganze Zeit geweint hat, sondern immer mal wieder. Es schien so, als ob sie eigentlich Spaß hatte und ihr dann zwischendurch immer wieder einfiel, dass sie da ja nicht sein will und dann hat sie wieder angefangen zu weinen. Sie hat hier zuhause dann gestern immer ein Lied aus dem Stuhlkreis gesungen und war total begeistert davon. Als ich dann gesagt habe, dass ihr das ja anscheinend total Spaß gemacht hätte, sagte sie mir, dass sie ja aber im Stuhlkreis ja leider nicht mitmachen konnte, weil sie ja weinen musste. Also die Art wie sie es gesagt hat, hat mir echt das Gefühl gegeben, dass sie eigentlich Spaß hat, aber sich dann aktiv dagegen wehrt.
Die Erzieherinnen haben dann gesagt, dass ich sie heute besser auch bringen soll, damit sie sich wieder eingewöhnt. Das habe ich dann auch gemacht. Vorher haben wir ihr gestern noch neue Hausschuhe gekauft, die sie extrem toll fand und habe die ihr mitgegeben. Vor lauter Verzweiflung habe ich sogar gesagt, dass wir jetzt mit einem Belohnungssystem arbeiten und dass sie immer wenn sie an einem Tag nicht, oder nur wenig weint, sie einen Aufkleber bekommt und nach zehn Aufklebern gibt es eine Belohnung. Heute war wieder alles super, bis wir dann in der Garderobe waren. Da kamen wieder die Tränen. Mehrere ihrer Freunde haben dann versucht mit ihr rein zu gehen, aber ich musste sie dann der Erzieherin auf den Arm geben.
Ich habe wieder gesagt, dass sie mich auf jeden Fall anrufen sollen, wenn sie sich nicht beruhigt und bisher kam kein Anruf. Ich habe auch wieder durchs Fenster geguckt und da war sie noch auf dem Arm der Erzieherin, hat aber schon nicht mehr geweint.
Es tut mir in der Seele weh, wenn ich sie weinend da lasse, aber ich bin auf die Betreuung angewiesen.
Es tut mir leid, dass es so lange geworden ist, aber ich musste das alles mal loswerden.
Hat hier vielleicht noch jemand einen Tipp, was ich noch machen soll?
Vielen lieben Dank schon einmal.
Viele Grüße
Meritra
ich bin gerade wirklich verzweifelt und hoffe, dass ihr noch Tipps habt.
Meine Tochter hat sich mit der Eingewöhnung in den Kindergarten ziemlich schwer getan, als sie mit zwei Jahren rein kam. Sie ist dann aber eigentlich gut angekommen und es lief alles ganz gut. Als sie dann mit drei die Gruppe wechseln musste, kam wieder eine schwierigere Zeit, aber auch das haben wir geschafft. Wenn ich sie abholen wollte, fing sie ganz oft an sich zu beschweren, dass sie noch länger dableiben will. Bis dann vor ein paar Wochen.
Als ich sie da abgeholt habe, kam sie mir mit ganz roten Augen (aber ansonsten war sie fröhlich). Ich dachte sofort an Bindehautentzündung, aber dann kam die Erzieherin an und berichtete mir, dass sie beim Essen wie aus dem Nichts anfing zu weinen. Sie haben dann mit ihr gesprochen und da hat sie dann gesagt, dass sie beim Händewaschen im Bad plötzlich allein gewesen wäre, weil alle anderen schneller gewesen sind und dass sie plötzlich Angst hatte, dass man sie vergessen hätte und sie ganz alleine im Kindergarten gewesen wäre und ich sie nicht abgeholt hätte. Sowohl die Erzieherinnen als auch ich haben mit ihr geredet und wir dachten, dass wieder alles ok sei.
Am nächsten Tag war dann alles wieder in Ordnung. Danach kam das Wochenende und danach fing es dann an. Sie weint jeden Tag im Kindergarten. Erst hat sie dann immer Ausreden gesucht und z. B. gesagt, dass sie geweint hätte weil ein anderes Kind sie genervt hätte, oder weil sie beim Spielen das Baby sein sollte und ähnliche Gründe. Ich habe dann aber gemerkt, dass da was dahinter steckt und irgendwann hat sie mir dann erklärt, dass sie so Angst hat, dass ich sie nicht abholen würde.
Ich muss sagen, dass mich diese Angst ziemlich umhaut. Ich habe sie nicht schreien lassen, sie schläft immer noch im Familienbett, sie wurde getragen und ich war immer für sie da. Ich dachte wirklich, ich hätte alles gemacht, um eine sichere Bindung aufzubauen. Ich hole sie auch immer pünktlich ab, ausnahmslos. Wie kann sie bloß denken, dass ich sie nicht abholen könnte? Seitdem rede ich mir den Mund fusselig und erkläre und erkläre. Und ich hole sie natürlich immer wieder pünktlich ab. Sie ist auch niemals die letzte im Kindergarten. Sie ist von Montag bis Mittwoch bis drei Uhr angemeldet (das sind meine Arbeitstage) und ich bin immer um kurz nach zwei da (der Kindergarten hat bis 17:00 Uhr auf, also sind da immer noch viele Kinder da). Donnerstags hole ich sie immer um zwölf und da ist sie meist die erste die abgeholt wird. Freitags bleibt sie normalerweise zuhause, nur wenn was Besonderes ist bringe ich sie hin und hole sie dann um zwölf.
Vor Weihnachten hat sie dann morgens beim Bringen schon so geweint, dass ich sie wieder mitgenommen habe. Jetzt dachte ich, dass die Ferien ihr vielleicht helfen würden. Der Kindergarten hat seit Dienstag wieder auf, aber ich dachte, dass es am Besten wäre, wenn ich an ihrem kurzen Tag starte und habe sie dann erst gestern gebracht. Sie fing da gleich wieder an zu weinen (aber wirklich erst als sie da saß, vorher war alles super). Ich habe sie dann trotzdem da gelassen und die Erzieherinnen haben mir gesagt, dass sie mich anrufen, wenn sie sich nicht beruhigt. Durchs Fenster habe ich dann aber gesehen, dass sie schon mit ihrem einen Freund spielt und war dann beruhigt. Als ich dann kam, um sie abzuholen, war sie aber wieder am Weinen. Die Erzieherin hat mir dann erklärt, dass sie nicht die ganze Zeit geweint hat, sondern immer mal wieder. Es schien so, als ob sie eigentlich Spaß hatte und ihr dann zwischendurch immer wieder einfiel, dass sie da ja nicht sein will und dann hat sie wieder angefangen zu weinen. Sie hat hier zuhause dann gestern immer ein Lied aus dem Stuhlkreis gesungen und war total begeistert davon. Als ich dann gesagt habe, dass ihr das ja anscheinend total Spaß gemacht hätte, sagte sie mir, dass sie ja aber im Stuhlkreis ja leider nicht mitmachen konnte, weil sie ja weinen musste. Also die Art wie sie es gesagt hat, hat mir echt das Gefühl gegeben, dass sie eigentlich Spaß hat, aber sich dann aktiv dagegen wehrt.
Die Erzieherinnen haben dann gesagt, dass ich sie heute besser auch bringen soll, damit sie sich wieder eingewöhnt. Das habe ich dann auch gemacht. Vorher haben wir ihr gestern noch neue Hausschuhe gekauft, die sie extrem toll fand und habe die ihr mitgegeben. Vor lauter Verzweiflung habe ich sogar gesagt, dass wir jetzt mit einem Belohnungssystem arbeiten und dass sie immer wenn sie an einem Tag nicht, oder nur wenig weint, sie einen Aufkleber bekommt und nach zehn Aufklebern gibt es eine Belohnung. Heute war wieder alles super, bis wir dann in der Garderobe waren. Da kamen wieder die Tränen. Mehrere ihrer Freunde haben dann versucht mit ihr rein zu gehen, aber ich musste sie dann der Erzieherin auf den Arm geben.
Ich habe wieder gesagt, dass sie mich auf jeden Fall anrufen sollen, wenn sie sich nicht beruhigt und bisher kam kein Anruf. Ich habe auch wieder durchs Fenster geguckt und da war sie noch auf dem Arm der Erzieherin, hat aber schon nicht mehr geweint.
Es tut mir in der Seele weh, wenn ich sie weinend da lasse, aber ich bin auf die Betreuung angewiesen.
Es tut mir leid, dass es so lange geworden ist, aber ich musste das alles mal loswerden.
Hat hier vielleicht noch jemand einen Tipp, was ich noch machen soll?
Vielen lieben Dank schon einmal.
Viele Grüße
Meritra
Mit Tochter, geboren am 28.10.2013
- anni1110
- Miss SuTiversum
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- Registriert: 12.11.2007, 20:10
Re: Kind weint ständig im Kindergarten
Oh, das klingt für euch beide ganz schwer.
Unser Jüngster tut sich ja auch sehr schwer im Kindergarten, wobei es gerade ziemlich gut läuft.
Uns hat es geholfen mit Piktogrammen zu arbeiten. Ich weiß nicht, wie offen ihr und der Kindergarten dafür seid?!
Hier gibt es Piktogramme für alle wichtigen Zeitpunkte im Kindergarten, z.B. Obstfrühstück, spielen, rausgehen, malen, essen, ausruhen, Vesper,... - eben was so am Tag ansteht hängt als kleines Bild an einer Pinnwand. Und immer, wenn eine "Aktion" abgeschlossen ist, darf M. das passende Piktogramm entfernen. So sieht er bildlich, wie lange es noch dauert, bis ich komme.
Ich wünsche euch einen guten Weg, um den Abschied wieder erträglich zu machen.
Unser Jüngster tut sich ja auch sehr schwer im Kindergarten, wobei es gerade ziemlich gut läuft.
Uns hat es geholfen mit Piktogrammen zu arbeiten. Ich weiß nicht, wie offen ihr und der Kindergarten dafür seid?!
Hier gibt es Piktogramme für alle wichtigen Zeitpunkte im Kindergarten, z.B. Obstfrühstück, spielen, rausgehen, malen, essen, ausruhen, Vesper,... - eben was so am Tag ansteht hängt als kleines Bild an einer Pinnwand. Und immer, wenn eine "Aktion" abgeschlossen ist, darf M. das passende Piktogramm entfernen. So sieht er bildlich, wie lange es noch dauert, bis ich komme.
Ich wünsche euch einen guten Weg, um den Abschied wieder erträglich zu machen.
Liebe Grüße
anni mit Wintersohn (2006), Herbsttochter (2008) und Frühlingskämpfer (2013)
anni mit Wintersohn (2006), Herbsttochter (2008) und Frühlingskämpfer (2013)
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Meritra
- Profi-SuTler
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- Registriert: 02.01.2014, 15:30
Re: Kind weint ständig im Kindergarten
Vielen Dank für die Antwort.
Sowas Ähnliches haben die in ihrer Gruppe schon, da dort auch ein Kind mit Down-Syndrom ist und sie das für ihn gemacht haben.
Ich wünsche mir so sehr, dass sie einfach wieder Spaß hat, im Kindergarten.
Sowas Ähnliches haben die in ihrer Gruppe schon, da dort auch ein Kind mit Down-Syndrom ist und sie das für ihn gemacht haben.
Ich wünsche mir so sehr, dass sie einfach wieder Spaß hat, im Kindergarten.
Mit Tochter, geboren am 28.10.2013
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Lösche Benutzer 11602
Re: Kind weint ständig im Kindergarten
Das klingt wirklich anstrengend, für euch beide.
Meine erste Idee beim Lesen war, dass es gar nichts mit eurer Bindung zu tun hat, sondern es 'typische' Ängste sind, die Kinder in ihrer Entwicklung haben.
Es liest sich sehr schön, wie einfühlsam sowohl du, als auch die Erzieherin(en) auf die Ängste deiner Tochter reagieren/Ideen suchen, dass sie wieder Spaß im Kindergarten haben kann. Das Belohnungssystem, das du ja auch nur aus der Verzweiflung heraus angesprochen hast, verstärkt glaube ich den Druck 'funktionieren zu müssen' und die Angst zu verstecken.
Du hast ja selbst den Eindruck, dass sie es nicht bewusst einsetzt/steuert. Und auch , wenn man schnell dazu neigt (ich leider auch!) zu sagen, dass die Angst nicht nötig/nicht schlimm sei usw., würde ich in erster Linie benennen und zeigen, dass ihr ihre Angst sehe/höre/ernst nehme. (abschließend hinzufügen, dass du sie - wie immer - rechtzeitig abholst).
Da sie die Angst so gut äußern kann/konnte (was auch zeigt, dass sie wird vertraut, finde ich), hat sie vielleicht eine Idee, was ihr helfen könnte? Kannst du ihr was (für dich wichtiges mitgeben)? oder, oder, oder ... . Vielleicht hat sie eine Idee oder du/ihr habt eine.
Ich würde auf jeden Fall weiter dran bleiben und ihr dabei helfen Strategien zu finden, wie sie mit ihrer Angst umgehen und sie 'besiegen' kann. Das nichts passiert, wenn man durch seine Angst 'hindurch' muss, dass sie das schaffen kannst, dass du sie auf dem weg begleitest.
Ich wünsche euch, dass ihr einen für euch passenden Weg findet und dass diese 'Phase' bald überstanden ist!
Meine erste Idee beim Lesen war, dass es gar nichts mit eurer Bindung zu tun hat, sondern es 'typische' Ängste sind, die Kinder in ihrer Entwicklung haben.
Es liest sich sehr schön, wie einfühlsam sowohl du, als auch die Erzieherin(en) auf die Ängste deiner Tochter reagieren/Ideen suchen, dass sie wieder Spaß im Kindergarten haben kann. Das Belohnungssystem, das du ja auch nur aus der Verzweiflung heraus angesprochen hast, verstärkt glaube ich den Druck 'funktionieren zu müssen' und die Angst zu verstecken.
Du hast ja selbst den Eindruck, dass sie es nicht bewusst einsetzt/steuert. Und auch , wenn man schnell dazu neigt (ich leider auch!) zu sagen, dass die Angst nicht nötig/nicht schlimm sei usw., würde ich in erster Linie benennen und zeigen, dass ihr ihre Angst sehe/höre/ernst nehme. (abschließend hinzufügen, dass du sie - wie immer - rechtzeitig abholst).
Da sie die Angst so gut äußern kann/konnte (was auch zeigt, dass sie wird vertraut, finde ich), hat sie vielleicht eine Idee, was ihr helfen könnte? Kannst du ihr was (für dich wichtiges mitgeben)? oder, oder, oder ... . Vielleicht hat sie eine Idee oder du/ihr habt eine.
Ich würde auf jeden Fall weiter dran bleiben und ihr dabei helfen Strategien zu finden, wie sie mit ihrer Angst umgehen und sie 'besiegen' kann. Das nichts passiert, wenn man durch seine Angst 'hindurch' muss, dass sie das schaffen kannst, dass du sie auf dem weg begleitest.
Ich wünsche euch, dass ihr einen für euch passenden Weg findet und dass diese 'Phase' bald überstanden ist!
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Meritra
- Profi-SuTler
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- Registriert: 02.01.2014, 15:30
Re: Kind weint ständig im Kindergarten
Gefragt habe ich sie schon, da wusste sie keine Antwort. Ich wollte ihr auch schon was mitgeben, aber das wollte sie nicht, weil die Kinder eigentlich nichts mitbringen sollen. Ich habe ihr schon erklärt, dass das in dem Fall ok ist, aber sie möchte es nicht. Also habe ich ihr heute ein Küsschen auf die Handfläche gemacht, dann schnell zugeklappt und gesagt, dass das ein Zauberküsschen wäre, was jetzt bei ihr bleibt und dass sie immer wenn sie traurig ist, an ihre Wange halten könne. Überzeugt hat sie das wohl nicht.
Ich hole sie jetzt gerade wieder ab, mal sehen wie es dann heute lief.
Ich hole sie jetzt gerade wieder ab, mal sehen wie es dann heute lief.
Mit Tochter, geboren am 28.10.2013
- PaleFire
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2024
- Registriert: 27.04.2013, 08:30
Re: Kind weint ständig im Kindergarten
Meiner Großen hilft manchmal, wenn sie was von mir in den Kiga mitnehmen kann. Ich hab ihr schon ein Halstuch und eine Kette (keine wertvolle
) von mir mitgegeben. Das ist vielleicht eher was zum anfassen und festhalten als das Handküsschen (wobei ich die Idee total süß finde)...
mit großem 11/2012 und kleinem 02/2016 Mädchen
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Meritra
- Profi-SuTler
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Re: Kind weint ständig im Kindergarten
Ich habe sie abgeholt und habe gesagt bekommen, dass sie bis während des Frühstücks immer wieder geweint hätte (und das ist ungefähr die Zeit als ich das hier geschrieben habe) und dann hat sie aufgehört und alles war gut. Sie wollte dann auch gar nicht so schnell wie möglich weg, sondern hat wieder rum getrödelt, ihre Winterschuhe wieder ausgezogen und die Gummistiefel angezogen, ist da überall rum gelaufen und hat sich alles angeguckt und war gut drauf.
Die Erzieherinnen meinen, dass es nächste Woche Montag und Dienstag wahrscheinlich noch mal schwer wird, aber deren Meinung nach müsste danach alles wieder gut sein.
Und sie hat das mit dem Küsschen sogar mal ausprobiert und hat gesagt, es hätte ihr etwas geholfen.
Mit Tochter, geboren am 28.10.2013
- IdieNubren
- Prof. Dr. SuT
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- Registriert: 01.10.2016, 15:22
- Wohnort: Franken
Re: Kind weint ständig im Kindergarten
Ich kann keine großen Tipps geben aber ich finde die Idee mit den Küsschen so süß
So lieb, so zugewandt, ach 
Mein Gedanke beim lesen war auch, ihr vielleicht eine schöne Kette geben/schenken, das fällt nicht so auf wie wenn sie jetzt ein Kuscheltier dabei hat, aber ist doch etwas besonderes. Ich drücke dir die Daumen dass es jetzt besser wird.
Mein Gedanke beim lesen war auch, ihr vielleicht eine schöne Kette geben/schenken, das fällt nicht so auf wie wenn sie jetzt ein Kuscheltier dabei hat, aber ist doch etwas besonderes. Ich drücke dir die Daumen dass es jetzt besser wird.
Idie mit (06/16), (04/18) und (09/20)
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Lösche Benutzer 11602
- Kohlmeise
- alter SuT-Hase
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- Registriert: 25.11.2013, 13:11
Re: Kind weint ständig im Kindergarten
Wie ist es denn die letzten beiden Tage gelaufen? Mir fiel noch als kleine Anmerkung ein, dass man zumindest bei meinen Sohn (und bei mir eigentlich auch) bei Ängsten kognitiv irgendwie fast gar nichts erreicht. Ich habe das Gefühl, die Ängste sind so irrational bzw emotional, dass man sie auch fast nur über die emotionale Schiene erreichen kann. Ich komme darauf, weil Du schreibst, Du redest Dir den Mund fusselig, dass Du sie auf jeden Fall abholen wirst- vielleicht fühlt sie sich in ihrer Angst nicht ernst genommen,? Denn indem Du Ihr immer wieder sagst, dass es keinen Grund gibt, Angst zu haben könnte ich mir vorstellen, dass es sich für Deine Tochter komisch anfühlt- denn sie fühlt diese Angst ja ganz deutlich.
Natürlich musst Du Ihr versichern, dass Du sie immer immer immer abholen wirst-, aber vielleicht kannst Du Deinen Wunsch ablegen, ihre Angst "abzustellen"? Sondern die Situation eher so akzeptieren, Deine Tochter in ihrer Angst eng begleiten und darauf vertrauen, dass sie irgendwann einfach verschwindet, wenn sie überwunden ist?
Puh, das war jetzt wahrscheinlich ziemlich wirr
es ist spät für mich- ich finde jedenfalls auch, dass es sich total schön anhört, wie Du mit Deiner Tochter umgeht, sie kann sich sicher glücklich schätzen, eine so liebevolle Mutter zu haben!
Natürlich musst Du Ihr versichern, dass Du sie immer immer immer abholen wirst-, aber vielleicht kannst Du Deinen Wunsch ablegen, ihre Angst "abzustellen"? Sondern die Situation eher so akzeptieren, Deine Tochter in ihrer Angst eng begleiten und darauf vertrauen, dass sie irgendwann einfach verschwindet, wenn sie überwunden ist?
Puh, das war jetzt wahrscheinlich ziemlich wirr
Drei (2013/2016/2023)
