ich bin fast am Ziel: zurück zum Vollstillen, aber zurzeit muss ich 16 mal anlegen und pumpe 1-2x ab. Ich bin mir sicher, dass mein Kind auf diese Weise genug-gerade so- bekommt, aber müsste es nicht irgendwann mal länger aushalten? Ich bin täglich hin- und hergerissen. Deshalb will ich meine Stillhistorie mal aufschreiben.
Ich habe im Januar 2014 eine Section wegen Präeklampsie gehabt, musste nach wenigen Tagen zufüttern, weil mein Kind schlecht saugen konnte und ich genervt war und naja... ist ein tolles Kind geworden trotzdem
Am 12.4.2017 habe ich meinen Sohn auch per Sectio bekommen, weil in der 41. SSW die Einleitung keine wirksamen Wehen erzeugt hat. Ich konnte mich dieses Mal besser damit abfinden. Er saugte von Beginn an besser als meine Tochter und schluckte jedes Mal recht schnell etwas Milch. Nach 4 Tagen durften wir nach der U2 schon nach Hause. 2 Tage später war ich von 6 Stunden Dauerstillen so genervt, dass ich geheult habe und mein Freund hat ihm eine Flasche Prenahrung gegeben und schlafen gelegt. Ich konnte einfach nicht mehr. Am nächsten Tag erstmals Wiegen durch die Hebamme: er hatte 90g abgenommen, obwohl er im KKH schon zugenommen hatte. Im KKH durfte er auch 3x in 48h Glukoselösung trinken. Sie hatten mir gesagt, alle 3-5 h anlegen. Meine Hebamme war entsetzt als ich ihr zuhause sagte, dass ich nur 6-7x stille. Naja, da war es dann zu spät....
Wir haben dann 4x70ml Prenahrung zugefüttert und 6-7 x gestillt. Innerhalb von 4 Wochen habe ich auf 2x70ml reduziertest 10xanlegen, glaube ich. Die Arzthelferin der KiÄ hat beim letzten Wiegen (16.6.) gemeint, er hätte nicht zu wenig zugenommen. Das hat mich motiviert, die Prenahrung weiter zu reduzieren, um eventuell wieder voll zu stillen. Habe dann direkt mal eine Flasche weggelassen und 12x gestillt. Vor einer Woche habe ich nur noch 50ml zugefüttert und unzählbar häufig von mir aus angelegt-ob hungrig oder nicht. Seit 4 Tagen gibt es 30 ml und ich schreibe mir die Stillzeiten auf um mal wieder zu zählen: 16x!
Seit 18.6. pumpte ich mit Hand 2-3 mal ab. Dann habe ich mir 14 Tage später eine elektronische Pumoe gekauft. Da ich so oft anlege, schaffe ich nur 2x abzupumpen, immer nach einer Flasche- entweder die 30ml Pre oder 30-45ml MuMi. Bekomme also nicht viel heraus.
Seit ungefähr 10.6. stillt mein Kleiner deutlich kürzer als zuvor: 5 Minuten statt 20. Danach weint er bis zum Aufstoßen. Oft habe ich ihm da den Schnuller reingesteckt, jetzt weiß ich, rumlaufen hilft auch. Er bekommt auch schon lange Zeit Lefax, da,it er schneller aufstößt und nicht wegen jedem Pups aufwacht und weint.
Es gibt Tage, da schläft er 6x30 Minuten und andere, da schafft er auch mal 90-120 Minuten. Er liegt 10 Stunden im Bett und trinkt alle 2 Stunden zurzeit. 3,5 Stunden Pause waren mal das Maximum als ich noch viel zugefüttert habe. Gestern hat er mal 3 Stunden geschlafen ab 20 Uhr.
Er braucht 4 Windeln in 24 Stunden. Wie oft da Pipi reinkommt, kann ich nicht sagen. Beim Wickeln pullert er auch oft und viel!
Stuhl hat er alle 1-5 Tage, immer dunkelgelb und cremig.
WENN DER STUHL NICHT GRÜN IST, TRINKT ER AUCH DIE HINTERMILCH, ODER?
WANN STELLT SICH MEIN KÖRPER ENDLICH AUF DIE ERFORDERLICHE MILCHMENGE EIN???
Ich habe Übergewicht und nehme wegen Hashimoto Thyreoiditis L-Thyroxin 75. Zur kiÄ gehen wir in 3 Tage, die Hebamme kam 6 Wochen lang. Ich war ganz schön enttäuscht, dass ich mir nach 3 Wochen im Internet selbst erlesen musste, wie man das Baby richtig anlegt...
Ich hoffe jetzt, dass der Kleine etwas zugenommen hat im letzten Monat und die KiÄ mir nicht zum Zufüttern rät wie sie es bi der Großen gemacht hat, als die mal 4 Wochen lang nicht zunahm, weil ich die letzten 100ml Prenahrung weggelassen hatte.
Mein Freund ist eher fürs Sattmachen des Babys, sagt aber nix mehr dazu, seit er nach 2 Monaten Elternzeit, wieder kaum zuhause ist. Meine Mutter ist die einzige, die mir gut zuredet. Alle anderen in meinem Umfeld können nicht verstehen, dass meine Kinder so oft stillen wollen bzw. wollten. Schon die 10mal am Anfang waren viel in ihren Augen.
LG Jule