Unsere Tochter ist gerade 6 'Monate alt geworden.
Sie schreit sehr viel (siehe dazu anderer Thread "Empfehlung zum weinen lassen durch Pädiatrisches Zentrum") und findet nicht gut in den Schlaf.
Bisher war es so, dass wir sie in den Schlaf getragen haben. Teils auch mehrere Stunden. Das Ablegen, was sie bemerkt egal wie fest sie augenscheinlich in der Trage schläft, klappte dann mit einer Flasche, mit der sie sich beruhigt hat.
Wenn sie nachts aufgewacht ist, sie hat alle 3-5 Stunden Hunger, bekam sie im Liegen ihre Flasche und hat danach auch meist weiter geschlafen. Den Hunger hat sie durch lautes nuckeln am Daumen angekündigt, sodass ich es schaffen konnte, ihre Flasche zu machen, bevor sie weinen muss.
Bisher war also nur das einschlafen ein "Problem".
Vor zwei Wochen fing es an, dass sie, wenn sie früh eingeschlafen ist, beim ersten aufwachen wegen Hunger, meist ca 1 h später völlig aufgelöst losgebrüllt hat, wenn ich sie hochgenommen habe, schien sie total orientierungslos und jammerte. Mit trösten und anschließender Flasche hat sie sich dann wieder beruhigt.
Dass sie vorher schon Hunger-Signale gesendet hat, halte ich für ausgeschlossen. Ich war jedes Mal die ganze Zeit über wach und lag neben ihr. Das ging direkt von null auf 100.
Seit ca. einer Woche ist es so:
- sie trinkt tagsüber und nachts nur kleinste Mengen, 40 ml, 70 ml, kaum mehr 100 ml oder mehr und dafür häufiger, allerdings nur nachts (vorher tagsüber meist so 120-170 und nachts 170 ml je nach zeitlichem Abstand)
- sie wacht auf und brüllt sofort los
- sie liegt sehr unruhig im Bett
- sie schläft in der Trage, wacht beim ablegen auf
- dann "tobt" sie im Bett
Sie dreht sich auf den Bauch. Wird dann scheinbar wütend und weint und dreht sich nicht zurück (macht sie tagsüber ohne Probleme) sondern versucht mit der einen Hand am Daumen zu nuckeln, und dann dreibeinig mit den restlichen Händen und Füßen irgendwie nach vorne zu robben. Sie tobt quer durchs Bett, stößt sich den Kopf, bohrt den Kopf krumm ins Kissen und verdreht sich den Nacken, kommt auf meine Matratze usw. Tagsüber macht sie das auch, sobald ich sie ablege auf dem Sofa oder der Krabbeldecke. Das macht sie nun die gesamte Nacht durch und findet nicht in den Schlaf. Ich auch nicht.
Machen das Babys bevor sie krabbeln/robben können? Tagsüber erschließt sich mir das noch. Aber nachts nicht
Ich bin echt ratlos.
Wir haben seit gut 2 Wochen solche Nächte und bekommen nun überhaupt keinen Schlaf mehr. Vorher waren die Nächte immer schon sehr kurz, wenn sie dann gegen 23/00/01 Uhr mal eingeschlafen ist, beginnt der neue Tag dann schon um 6/7 Uhr. Mit den Unterbrechungen nachts, ich habe also insgesamt seit der Geburt so 4 h nachts selbst Schlaf. Den Schlaf holt sie tagsüber in der Trage und manchmal im Auto nach. Ich selbst komme da nicht zum schlafen. Sobald ich sie ablege, weint sie. Schon immer.
Bis ich mich selbst nach der Schreierei am Abend bzw. nun aktuell auch nachts wieder beruhigt habe, dauert es entsprechend. Das geht auch von meiner Schlafenszeit ab.
Habt ihr Tipps?
Was könnte ich noch machen um ihr in den Schlaf zu helfen und vor allem um diese nächtlichen Tobereien im Bett zu lindern? Sie wird ja selbst so wütend darüber, dass sie nicht in den Schlaf findet.