Saugverwirrung? Baby macht Mund nicht weit genug auf

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Wolkenhimmel
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Saugverwirrung? Baby macht Mund nicht weit genug auf

Beitrag von Wolkenhimmel »

Hallo,

Ich hoffe, dass ihr mir helfen könnt.

Mein 1. Kind kam als Frühchen zur Welt, wurde im KH mit einer Flasche gefüttert und hatte natürlich eine Saugverwirrung.
Zusätzlich nahm sie schlecht zu und ich habe damals schon einen Thread eröffnet.

Seit Beginn meiner Stillzeit hatte ich permanente Milchstaus/Knoten in der Brust und oft Schmerzen.
Viele Dinge haben es verschlimmert. Allein das Ablegen des Kopfes vom Baby auf meinen Brustbereich war ein Problem. Ich war bei vielen Experten und hab sehe viel probiert nicht half.
Seit Sommer 2015 habe ich in der linken Brust einen Knubbel, der nicht mehr weg geht, aber manchmal nach dem Stillen kleiner ist.

Ende September kam mein Sohn zur Welt.
Ich hoffte, dass er es schafft anders zu trinken, ich mich nicht wieder mit diesem Staus rumschlagen muss und er vielleicht den Knoten wegtrinken kann.
Doch leider klappte auch das nicht.

Alle sagten mir, dass meine Stilltechnik gut sei und abgesehen von Vasospasmen hatte ich auch nie Schmerzen.
Ich habe es überhaupt nicht groß hinterfragt (und komme mir vor wie ein Trottel) sondern geglaubt. Es gab diverse Theorien warum es immer zu den Staus kommt, aber helfen konnte mir niemand.
Also habe ich einfach damit gelebt und es meist verdrängt.

Nun bin ich gestern durch Zufall bei einem Bild gelandet, dass zeigt wie es aussieht, wenn ein Baby falsch andockt und so sahen/sehen meine Kinder beim Stillen aus :-(
Ein kleiner Kussmund statt eines geöffneten Mundes.

Der Kleine schnappt auch sofort mit halbgeöffnetem Mund zu. Jeder erneute Versuch, jedes Abdecken meinerseits endet im absoluten Gebrüll.
Ich habe wirklich Angst, dass ich durch meine Versuche einen Stillstreik provoziere. Er ist da sehr sensibel und verbindet von ihm negativ empfundenen schnell mit der Brust.

Und ich bin ehrlich gesagt sehr verzweifelt.
Ich habe mich so auf Fachleute verlassen, mich für das Stillen und die Milchstaus entschieden, weil ich es als das Beste für mein Frühchen empfand. Gleichzeitig hat es aber eben auch bedeutet, dass sie selten auf mir schlafen durch, nicht soo oft getragen wurde (von meinem Mann dafür ständig) und ich viel viel Zeit mit der Behebung der Staus verbracht habe.
Mein Sohn hat noch keine Nacht auf mir geschlafen. Vor jedem Tragen überlege ich, ob es eine Alternative gibt.
Und vermutlich hätte das alles nicht sein müssen.
Ich mache mir große Vorwürfe.

Nun mal zu den Eckdaten:
- Geburt bei 39+4 mit Hilfe einer Saugglocke
- er hat vor 5 Tagen zum ersten Mal einen Schnuller
gekommen (pro Tag höchstens 10min)
- 1x am Tag hat er Stuhlgang, Windeln sind tagsüber ca.
alle 3h nass (Stoffwindeln)
- die Stillabstände sind sehr unterschiedlich:
phasenweise stündlich (Schub), häufig alle 2 - 2 1/2h,
aktuell sehr schlecht vorhersehbar zwischen 2 - 6h ist
alles dabei.
- er weint abends recht viel, aber ich bin mir ziemlich
sicher, dass er satt wird. Er mag dann nicht an die Brust
bzw. spuckt dann vieles wieder aus bzw. läuft aus
- wir waren 1x bei einer Osteopathin, die direkt meinte,
dass er dann Mund nicht weit genug aufmacht. Danach
war ca. 1 Tag lang der Knoten an der linken Seite fast
komplett weg. Ich sah aber eher einen Zusammenhang
mit mir, da ich ebenfalls behandelt wurde und es bei mir
sehr viele Baustelle gab. Alle auf der linken Seite.
Ich werde nun natürlich nochmal einen Termin für uns
beide ausmachen.

Gewichtsdaten:
29.09 4080g Geburt KH
12.10 4300g U2 Kinderarzt 1
28.10 4870g Waage Zuhause
23.11 5900g U3 Kinderarzt 2
16.12 6660g Waage Zuhause
23.01 7550g U4 Kinderarzt 2

Ich würde mich sehr freuen, wenn ich Tipps bekommen könnte wie ich es schaffe, dass meine Sohn mehr Brust in den Mund nimmt und wie ich weitervorgehen soll, dass er sich nicht so aufregt.
Ich merke, dass ich zum einen in meinem eigenen Stillverhalten gefangen bin, extrem blockiert und wütend bin und überhaupt keine Ahnung habe wie wir normal stillen könnten.
Zeitgleich habe ich die Befürchtung, dass meine Sohn die Instinkte zum richtigen Stillen verloren hat. Das Öffnen des Mundes ist wirklich lachhaft. Da kann nicht viel Brust rein.
Vielleicht ist die Erkenntnis auch gerade einfach zu viel, aber ich überlege ernsthaft bald abzustillen, damit er wenigstens nicht auf die anderen Sachen verzichten muss (er ist so ein Kuschel).
Andererseits wird der Knubbel ja trotzdem nicht verschwinden. Die Pumpe schafft es nämlich nicht.

Entschuldigt den langen Text und danke fürs Lesen

Liebe Grüße von Wolkenhimmel
koalina
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Re: Saugverwirrung? Baby macht Mund nicht weit genug auf

Beitrag von koalina »

Ich mag dir einfach einen lieben Gruß da lassen ((( Wolkenhimmel )))

Hier hilft bei "kussmund" nur abdocken, mit dem Baby sprechen und Brust "reinhebeln". Dafür streiche ich mit der BW erst einmal vom Kinn Richtung Nase (ohne ihn zuschnappen zu lassen!) und dann von Nase Richtung Mund. Dabei geht der Mund hier auf und ich hebele die Brust asymmetrisch rein. Bin am Tablet und kann nicht verlinken. Suche mal nach stillkinder.de. Und "asymmetrisches Anlegen" bzw "stillen ohne schmerzen".

Alles Gute euch :piepmatz:
Koalina
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Re: Saugverwirrung? Baby macht Mund nicht weit genug auf

Beitrag von fb2015 »

Oje, das klingt ja anstrengend bei euch! Wart ihr mal beim Osteopathen? Bei uns lag die falsche Trinktechnik, die Madame mit etwa fünf Wochen entwickelt hat, an einseitig verkürzen Muskeln im Nacken. Die Physio hat hier gut geholfen und das trinken ging schnell wieder normal.
Alles Gute!
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Wolkenhimmel
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Re: Saugverwirrung? Baby macht Mund nicht weit genug auf

Beitrag von Wolkenhimmel »

Danke ihr Zwei

Asymmetrisches Anlegen habe ich schon probiert, aber das klappt einfach nicht.
Und andocken und neu anlegen bringt bisher nichts, weil er dann erneut falsch andockt. Meist noch schlimmer als zuvor. Und nach 3 Versuchen brüllt er alles zusammen.

Bei eine Osteopathin waren wir bereits 1x, aber ich werde nochmal einen Termin vereinbaren.

Insgesamt hat sich die Situation verschlechtert:
- die Anlegetechnik hat sich verschlechtert, weil er
schneller zuschnappt
- er ist der Brust gegenüber sehr skeptisch
- heute Nacht hat er nach 2x Abdocken, die Brust
verweigert, obwohl er definitiv Hunger hatte
Und nun sind meine Brustwarze natürlich wund und die eine Seite hat einen fiesen Riss :-(
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Re: Saugverwirrung? Baby macht Mund nicht weit genug auf

Beitrag von fb2015 »

Hallo Wolkenhimmel,
das hört sich ja nicht so gut an. Oder ist es schon wieder etwas besser geworden? Bei wunden Brustwarzen hilft viel Lanolin und die Multimam-Kompressen sind auch super!

Bestimmt meldet sich auch noch ein Stillmod, sonst einfach eine direkt anschreiben :)
Fb mit drei Mädels (10/2015, 09/2017, 01/2020)
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