Milchproduktion steigern bei einem 16 Monate alten Kind

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Andebe
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Milchproduktion steigern bei einem 16 Monate alten Kind

Beitrag von Andebe »

Hallo,
Ein bisschen was zu uns. Mein Sohn wird 16 Monate, ich habe etwa 6 Monate voll gestillt und stille neben normaler Tagesernährung bis heute. Zumindest lege ich meinen Sohn vor dem einschlafen an und versuche es auch nachts. Vor dem Schlafen geht er immer an die Brust, saugt ein paar mal und steckt sich den Schnuller in den Mund, saugt da ein bisschen dran und wiederholt dann das ganze. Das Spiel geht dann 10-15x . Er saugt ganz schnell, so wie zum Milchspendereflex auslösen, aber es folgt keine normale Trinkphase. Ich vermute daher, dass der Milchspendereflex einfach nicht mehr richtig ausgelöst wird und somit die Milch nicht fließt. Nachts möchte er dann gar nicht erst an die Brust sondern fordert lautstark die Flasche ein. Anfangs 1x die Nacht und einmal konnte ich stillen. Mittlerweile sind wir teilweise bei drei Flaschen nachts und gar nicht stillen (außer abends). Die Probleme gingen mit 11 oder 12 Monaten los.
Nun zu meiner Frage,ich habe mir aus der Apotheke eine Medela Doppel Pumpe ausgeliehen und versuche damit die Milchbildung anzuregen. Ich verspreche mir davon, dass mein Sohn wieder sättigend stillen kann und wir statt Flasche nachts auch stillen.
Zum einen möchte ich gern wissen wie oft und wie lange ich dazu pumpen soll.
Und zum anderen, habe ich noch eine emotionale Aufmunterung nötig. Mein Umfeld hält meine Bemühungen nämlich für übertrieben und unterstützt mich rein gar nicht. Mein Mann ist der Meinung er kann doch auch die Flasche bekommen. Aber mir ist die Muttermilch schon wichtig, wegen der Allergieprevention, dem Immunsystem usw. Außerdem ist es natürlich viel einfacher zu stillen, als Flasche zuzubereiten und zu geben.
Ist mein Vorhaben total bescheuert?

PS. Flasche einfach weglassen hab ich versucht, er ist ja angeblich alt genug um ohne Nahrung nachts auszukommen, aber das führt nur dazu, dass er stundenlang weint und wir gar nicht schlafen.

Vielen Dank schon mal für die Hilfe.
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deidamaus
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Re: Milchproduktion steigern bei einem 16 Monate alten Kind

Beitrag von deidamaus »

Hallo Andebe,

das Hauptproblem bei euch ist sehr wahrscheinlich nicht, dass deine Milchbildung im Moment nicht sehr hoch ist, sondern, dass dein Kind - auf Grund der Verwendung der künstlichen Sauger - nicht mehr weiß, wie es richtig an der Brust trinken kann.

Nur die Milchbildung ankurbeln wird euer Problem nicht lösen. Du müsstest deinen Sohn zurück an die Brust gewöhnen.

Ich kann dich gerne dabei unterstützen, möchte dir aber gleoh sagen, dass es auf Grund des Alters deines Sohnes schwierig werden bzw. unmöglich sein kann.

Magst du es probieren?

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Re: Milchproduktion steigern bei einem 16 Monate alten Kind

Beitrag von Teelicht »

Habt ihr probiert, dem Kind nur Wasser anzubieten? Viele Kinder und Erwachsene können ja nachts ziemlich schwitzen und werden dementsprechend durstig. Stillen löscht ja auch den Durst, aber halt nicht so schnell.
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Andebe
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Re: Milchproduktion steigern bei einem 16 Monate alten Kind

Beitrag von Andebe »

Hallo,

Ja Wasser haben wir versucht, da rastet er total aus.

Ja deidamaus, ich möchte das auf jeden Fall probieren! Ich war gestern Abend bereits kurz davor aufzugeben und zu akzeptieren ihm dir Flasche geben zu müssen, obwohl ich damit unglücklich wäre und er auch definitiv noch Interesse an der Brust zeigt. Heute Nacht hatte ich jedoch ein erstes Erfolgserlebnis seit Wochen, er hat tatsächlich so etwa 15-20 Sekunden gesaugt 2x und ist dann nach ein paar Mal an und andocken eingeschlafen, wollte keine Flasche. Allerdings hat das nur eine Stunde gehalten, dann war er wach und es war nichts zu machen, er wollte die Flasche, er hat soo gebrüllt. Natürlich kann er in der kurzen Zeit nicht viel Milch zu sich genommen haben, aber es hat doch gezeigt, dass er es vielleicht doch noch nicht so ganz verlernt hat, was ich wie du mittlerweile schon vermutet habe. Aber der Durchbruch war das sicher noch nicht. Beim Pumpen kommen leider immer noch nur Tropfen. Gestern Abend habe ich Powergepumpt, aber der MSR lässt sich bei mir einfach nicht so oft auslösen.
Ich möchte aber unbedingt weiter versuchen.
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deidamaus
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Re: Milchproduktion steigern bei einem 16 Monate alten Kind

Beitrag von deidamaus »

Hallo Andebe,
Andebe hat geschrieben: Ja deidamaus, ich möchte das auf jeden Fall probieren!
Gut, dann erstmal die wichtigste Frage vorneweg: Was ist genau deine Motivation wieder zu versuchen (mehr) zu stillen, statt die Flasche zu geben? Geht es dir um die Vorteile der Ernäherung mit Muttermilch oder um die wunderbaren Kuscheleinheiten dabei? Oder ist der Hauptgrund, die Tatsache, dass der Aufwand nachts mit Flasche deutlich größer ist? Der Weg zurück zum Stillen ist in dem Alter sehr steinig und die Erfolgschancen nicht so hoch. Du brauchst also viel Durchhaltevermögen und solltest dir vorher darüber im Klaren sein, dass ich dir keine Garantie geben kann, dass es klappt.
Ich war gestern Abend bereits kurz davor aufzugeben und zu akzeptieren ihm dir Flasche geben zu müssen, obwohl ich damit unglücklich wäre und er auch definitiv noch Interesse an der Brust zeigt. Heute Nacht hatte ich jedoch ein erstes Erfolgserlebnis seit Wochen, er hat tatsächlich so etwa 15-20 Sekunden gesaugt 2x und ist dann nach ein paar Mal an und andocken eingeschlafen, wollte keine Flasche.

Das ist sehr gut. Dein Kind scheint also auch die Brust zur Beruhigung gut gebrauchen zu können.
Allerdings hat das nur eine Stunde gehalten, dann war er wach und es war nichts zu machen, er wollte die Flasche, er hat soo gebrüllt.
Ich würde tippen, er hatte einfach Hunger.

Natürlich kann er in der kurzen Zeit nicht viel Milch zu sich genommen haben, aber es hat doch gezeigt, dass er es vielleicht doch noch nicht so ganz verlernt hat, was ich wie du mittlerweile schon vermutet habe.
Ganz verlernt nicht, was uns zu Gute kommt. Aber bis zum richtigen Stillen ist es noch ein weiter Weg. Vielleicht ist dein Kind aber auch sehr kooperativ und es klappt besser, als von mir vermutet.
Aber der Durchbruch war das sicher noch nicht. Beim Pumpen kommen leider immer noch nur Tropfen. Gestern Abend habe ich Powergepumpt, aber der MSR lässt sich bei mir einfach nicht so oft auslösen.
Um deine Milchbildung wieder anzukurbeln (umso reichlicher bei dir die Milch fließt, desto leichter hat es dein Kind, an diese ran zu kommen), ist regelmäßiges Pumpen sehr wichtig. Pumpe deswegen möglichst häufig mit einem elektrischen Doppelpumpset. Hast du eines zu Hause? Zusätzlich kannst du noch Bockshornkleesamen einnehmen (außer du hast Asthma oder Diabetes), als Anfangsdosis 2,7g pro Tag aufgeteilt in drei Dosen.

Um deinem Kind die Brust wieder schmackhaft zu machen ist es wichtig:
- Alle künstlichen Sauger wegzulassen und ihm nur noch den natürlichen Sauger Brust anzubieten. Damit er reichlich Gelegenheit zum Üben hat, solltest du auch tagsüber deinem Kind die Brust anbieten, auch wenn du mittlerweile nicht mehr tagsüber gestillt bzw. die Flasche gegeben hast.
- Damit dein Kind gleich wieder ein Erfolgserlebnis an der Brust hat, wäre es eventuell sinnvoll ein Brusternäherungsset (BES) zu benutzen. Ob dies bei einem 16 monatigem Kind gut funktioniert, kann ich dir aber nicht versprechen.
- Biete nachts die Pre in einem Becher an und reduziere die Portionsgröße auf etwa 70 ml. Dann gewöhnt sich dein Kind daran, dass es nicht so große Mengen auf einmal bekommt.

Ich vermute stark, dass die ersten Tage sehr anstrengend werden, aber ohne das Weglassen der künstlichen Sauger wirst du sehr wahrscheinlich keine Chance haben. Hast du die nächsten Tage/Nächte etwas Unterstützung?

Was meinst du dazu? Willst du es nochmal probieren?

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Andebe
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Re: Milchproduktion steigern bei einem 16 Monate alten Kind

Beitrag von Andebe »

Oh man, so wie du es schreibst, hört es sich ja super schwer und nahezu unmöglich an :( ich weiß, du möchtest mir nur keine falschen Hoffnungen machen, aber Hoffnung ist das was ich in Moment am meißten gebrauchen kann...

Meine Motivation ist alles zusammen. Ich würde ihm gern Muttermilch geben, wegen der Vorteile, insbesondere für das Immunsystem und die Allergieprevention. Kuscheln ist sowieso immer schön, ob mit oder ohne stillen uns nicht zuletzt will ich einfach diese Flasche nicht mehr geben. Falls er sich am Ende dazu entschließt , dass er wenn er die Flasche nicht bekommt, auch keine Brust will, dann wäre es ok für mich, auch wenn ich es mir anders wünsche.

Ich habe die Medela Symphonie mit doppelpumpset hier. Bockshornkleesamen nehme ich auch. Außerdem noch Mariendiestel und Weleda Stilltee.

Die Flasche konsequent weglassen ist wohl der einige Weg und das kann ich auch durchziehen. Den Schnuller weglassen nicht. Er hat sonst auch kein Problem damit gehabt Schnulli und Stillen zu kombinieren und hat mittlerweile gelernt sich auch mal allein, mit Hilfe des Schnullers zu beruhigen. Und wenn ich ihm nun die Flasche wegnehme , will ich ihm nicht auch noch seinen Schnulli wegnehmen. Ich denke, dass würde uns beiden das Leben nur unnötig schwer machen und keinen Vorteil für uns bringen.

Tagsüber Anlegen geht außer vor dem Mittagsschlaf hat nicht. Er will das nicht. Es ist alles andere viel zu aufregend. Es geht nur im dunklen, stillen Raum, vor dem Schlafen.

BES hab ich versucht, war eigentlich meine große Hoffnung. Aber leider wundert er sich darüber, dass da was ist, an der Brustwarze was da sonst nicht ist... Das ist denk ich in dem Alter schwierig, wie du auch schon vermutet hast.

Ich möchte es ihm so einfach wie möglich machen und deshalb die Milchproduktion, mit den Möglichkeiten die mir so noch bleiben ankurbeln, damit dann wenn ich die Flasche weglasse, Milch fließt wenn er sich entscheidet zu saugen. Normalerweise wird Milch doch auch während des Stillens gebildet oder nicht? Also selbst wenn ich die Milchmenge vorher nicht steigern kann, müsste doch was kommen, wenn er es schafft den MSR auszulösen,oder sehe ich das falsch?

Liebe Grüße
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deidamaus
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Re: Milchproduktion steigern bei einem 16 Monate alten Kind

Beitrag von deidamaus »

Andebe hat geschrieben:Oh man, so wie du es schreibst, hört es sich ja super schwer und nahezu unmöglich an :( ich weiß, du möchtest mir nur keine falschen Hoffnungen machen, aber Hoffnung ist das was ich in Moment am meißten gebrauchen kann...
Das Problem ist hier einfach, dass dein Kind schon recht lange an Flasche und Schnuller gewohnt ist und es darum schwierig ist, diese Gewohnheiten zu verändern. Umso jünger das Kind, umso leichter. Dies muss aber nicht heißen, dass es unmöglich ist.
Meine Motivation ist alles zusammen. Ich würde ihm gern Muttermilch geben, wegen der Vorteile, insbesondere für das Immunsystem und die Allergieprevention. Kuscheln ist sowieso immer schön, ob mit oder ohne stillen uns nicht zuletzt will ich einfach diese Flasche nicht mehr geben. Falls er sich am Ende dazu entschließt , dass er wenn er die Flasche nicht bekommt, auch keine Brust will, dann wäre es ok für mich, auch wenn ich es mir anders wünsche.
Das könnte definitiv passieren.
Ich habe die Medela Symphonie mit doppelpumpset hier. Bockshornkleesamen nehme ich auch. Außerdem noch Mariendiestel und Weleda Stilltee.

Wieviel Bockshornkleesamen nimmst du denn?
Die Flasche konsequent weglassen ist wohl der einige Weg und das kann ich auch durchziehen. Den Schnuller weglassen nicht. Er hat sonst auch kein Problem damit gehabt Schnulli und Stillen zu kombinieren und hat mittlerweile gelernt sich auch mal allein, mit Hilfe des Schnullers zu beruhigen. Und wenn ich ihm nun die Flasche wegnehme , will ich ihm nicht auch noch seinen Schnulli wegnehmen. Ich denke, dass würde uns beiden das Leben nur unnötig schwer machen und keinen Vorteil für uns bringen.
Das Problem am Schnuller ist, dass er sein Saugbedürfnis damit am Schnuller befriedigen kann und somit die Motivation von Seiten deines Kindes zur Bedürfnisbefriedigung die Brust zu nehmen, deutlich sinkt. Darf er nur an der Brust sein Saugbedürfnis befriedigen, sind die Chancen deutlich besser, dass es klappt. Ob es klappen kann, wenn dein Sohn zeitgleich den Schnuller bekommt, weiß ich nicht.
Tagsüber Anlegen geht außer vor dem Mittagsschlaf hat nicht. Er will das nicht. Es ist alles andere viel zu aufregend. Es geht nur im dunklen, stillen Raum, vor dem Schlafen.
Vielleicht kannst du es trotzdem probieren. Eventuell indem du dich tagsüber mit ihm zurückziehst. Bei manchen Paaren klappt es auch ganz gut, wenn man einen festen Platz zum Stillen hat. Viel nackig kuscheln (in dem Alter z.B. zusammen in die Badewanne, nachts oben ohne schlafen) ist auch gut. Du könntest ihn auch noch zusätzlich nach dem Aufwachen tagsüber die Brust anbieten.
BES hab ich versucht, war eigentlich meine große Hoffnung. Aber leider wundert er sich darüber, dass da was ist, an der Brustwarze was da sonst nicht ist... Das ist denk ich in dem Alter schwierig, wie du auch schon vermutet hast.
Das habe ich mir schon gedacht.
Ich möchte es ihm so einfach wie möglich machen und deshalb die Milchproduktion, mit den Möglichkeiten die mir so noch bleiben ankurbeln, damit dann wenn ich die Flasche weglasse, Milch fließt wenn er sich entscheidet zu saugen.
Das die Milch gut fließt, wenn er saugt, ist definitiv gut. Aber damit es klappt, wäre das Weglassen von Flasche und Schnuller sehr wichtig. Ohne wird es kaum gehen.
Normalerweise wird Milch doch auch während des Stillens gebildet oder nicht?
Ja, aber umso mehr Milch insgesamt pro Tag gebildet wird (d.h. getrunken wird), umso mehr Milch kann auch beim Stillen abgerufen werden. Eine Frau, deren Kind nur noch 100 ml pro Tag insgesamt auf 5 Mahlzeiten verteilt trinkt, wird kaum bei einer Stillmahlzeit 100 ml auf einmal produzieren können. Und eine Frau, deren Kind nur noch zum Einschlafen etwas nuckelt (und da 5 ml trinkt), ist auch nicht in der Lage auf einmal 50 ml zu produzieren. Dafür braucht es dann schon deutlich mehr Anregung über mehrere Tage/Wochen, damit das wieder klappt.
Also selbst wenn ich die Milchmenge vorher nicht steigern kann, müsste doch was kommen, wenn er es schafft den MSR auszulösen,oder sehe ich das falsch?
Auch richtig. Aber umso höher die Milchproduktion ist, umso leichter ist der MSR (und ein zweiter, dritter,...) auszulösen.

Liebe Grüße von deidamaus
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Re: Milchproduktion steigern bei einem 16 Monate alten Kind

Beitrag von AnnaH85 »

Entschuldige wenn ich was falsches sage, aber gibt es nicht auch einfach Kinder in dem Alter, die sich selbst abstillen? Vielleicht ist der Zeitpunkt gekommen, zumindest für deinen Sohn?

Ich verstehe dass du das stillen wegen den genannten Vorteilen beibehalten möchtest. Zum Thema Allergie meine ich gelesen zu haben, dass da wirklich die ersten 6 Monate am wichtigsten sind. Ist dein Sohn denn sehr vorbelastet? Gibt es in eurer Familie Allergien?

Ich kann nur von mir selbst dazu was sagen: ich wurde 22 Monate lang gestillt und habe 1000 Allergien gegen Tiere und diverse Esssachen.. stillen ist da also leider keine Garantie. In meiner Familie gibt es überhaupt keine Allergien. Es spielen da sehr viele Faktoren mit rein.

Ich wünsche dir viel Erfolg beim weg zurück zum (mehr) stillen!
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jiu21
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Re: RE: Re: Milchproduktion steigern bei einem 16 Monate alten Kind

Beitrag von jiu21 »

AnnaH85 hat geschrieben:Entschuldige wenn ich was falsches sage, aber gibt es nicht auch einfach Kinder in dem Alter, die sich selbst abstillen? Vielleicht ist der Zeitpunkt gekommen, zumindest für deinen Sohn? !
Naja, ohne Schnuller und Flasche hätte er sich wohl eher nicht von selbst abgestillt. Die meisten Kinder, die sich in dem Alter oder jünger "von selbst" abstillen, tun dies zur Flasche und/oder zum Schnuller hin (oft auch in Kombination mit dem Ersetzen von Stillmahlzeiten durch Beikost). Das Saugbedürfnis ist ja noch vorhanden, wird dann aber eben künstlichen Saugern befriedigt...
mit einem Sohn 08/2014
Andebe
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Re: Milchproduktion steigern bei einem 16 Monate alten Kind

Beitrag von Andebe »

Danke auch für deine Anregungen annaH85. Er hat bereits zwei Allergien Milch und Ei. Die Neigung dazu hat er sicher von mit geerbt. Aber vermutlich hast du Recht, dass insbesondere die ersten Monate dafür wichtig sind.

In den letzten Tagen ist mir klar geworden, dass es mir hauptsächlich darum geht ihn von der Flasche wegzukriegen. Wenn er sich dann dazu entschließt die Brust auh nicht zu wollen ist das ok für mich. Aber ich finde eben ein Kind was sich abstillt, braucht auch keine Flasche. Ich hätte einfach nie damit anfangen dürfen, aber das kann man ja nun nicht mehr ändern.

Bockshornkleesamen nehme ich 3x3 am Tag 2,7 g also.

Brust biete ich ihm tagsüber immer wieder zwischendurch an. Hat bisher aber noch nicht einmal geklappt. Nach dem Schlafen ist aber nochmal eine gute Idee.

Das mit der Milchmenge die während des Stillens produziert wird, bzw. nicht produziert werden kann, weil die Nachfrage zu gering war in der letzten zeit, leuchtet mir total ein. Deshalb ist mein Plan, durch Pumpen die Milchproduktion vor dem Schritt des Flasche weglassens zu erhöhen, damit er dann nicht gleich wieder von der Brust enttäuscht wird.

Ihn zwischendurch Anlegen, was zweifellos die effektivste Methode ist, wird vermutlich nicht funktionieren, wie oft sollte ich denn mindestens Abpumpen, damit es effektiv ist? Im Moment Versuche ich einmal vormittags 15-20 Min. Gegen eins (Mittagsschlaf) 1 Std powerpumpen, nach Möglichkeit einmal Nachmittags und wenn mein Sohn im Bett ist, nochmal eine Stunde powerpumpen.
Kann das reichen? Mehr schaff ich definitiv nicht, manchmal nicht mal das :(
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