Kind "will nicht" in den Kindergarten
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amandaH
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Kind "will nicht" in den Kindergarten
Wahrscheinlich ist es nur eine Phase, aber ich mache mir trotzdem Gedanken:
Seit er ca. 18 Monate ist, ging unser Sohn für 12 Stunden pro Woche in eine U3-Gruppe. Die Eingewöhnung verlief total unproblematisch und sanft, er hat die Gruppe geliebt und war immer gerne dort (hat nie was anderes geäussert oder gezeigt).
Nun sind wir umgezogen und er ist mit knapp 2 1/2 in eine "richtige" Kita eingewöhnt, 18 Kids zwischen 0 und 6. Z. Zt. geht er von ca. 7:45 bis 14 Uhr. Die Eingewöhnung war ganz kurz und schnell, weil er sehr offen auf alle zuging und sich schnell in die Gruppe eingefügt hat. Wir haben die Kita (Elterninitiative, bisschen alternativ, sehr familiär) bewusst ausgesucht und sind nach wie vor insgesamt zufrieden. Aber immer häufiger sagt unser Sohn nun, dass er nicht in den Kindergarten will und wenn ich morgens beim Hinbringen dabei bin, weint er auch manchmal ein bisschen und sagt, dass er wieder mit nach Hause möchte. Ich mache mir nun Vorwürfe, dass er so viel Zeit dort verbringt und so wenig mit mir (das lässt sich gerade nicht ändern, da ich mit vorzeitigen Wehen "stillgelegt" bin und mein Freund nach seiner Elternzeit nun wieder zu arbeiten beginnt), dass die Eingewöhnung vielleicht nicht behutsam genug war, dass es ihm dort doch nicht so gut gefällt wie in der alten Gruppe (er spricht immer noch von den Kindern und Betreuungspersonen dort und sagt auch manchmal, dass er dort wieder hin möchte) oder dass er sich jetzt schon hinter sein noch ungeborenes Geschwisterkind zurückgestellt fühlt.
Vielleicht sind das natürlich auch nur meine Hormone oder es liegt schlicht daran, dass er nun älter ist und genau wie bei anderen Dingen auch einfach äussern möchte, dass er auf keinen Fall das will, was wir wollen, aber mir wird echt schwer ums Herz, wenn ich denke, er könnte in der Situation unglücklich sein.
Welche Erfahrungen habt ihr gemacht mit der Kombination Kita-Eingewöhnung/Geschwisterkind im Anmarsch bzw. allgemein damit, dass das Kind nicht in den Kindergarten will?
Seit er ca. 18 Monate ist, ging unser Sohn für 12 Stunden pro Woche in eine U3-Gruppe. Die Eingewöhnung verlief total unproblematisch und sanft, er hat die Gruppe geliebt und war immer gerne dort (hat nie was anderes geäussert oder gezeigt).
Nun sind wir umgezogen und er ist mit knapp 2 1/2 in eine "richtige" Kita eingewöhnt, 18 Kids zwischen 0 und 6. Z. Zt. geht er von ca. 7:45 bis 14 Uhr. Die Eingewöhnung war ganz kurz und schnell, weil er sehr offen auf alle zuging und sich schnell in die Gruppe eingefügt hat. Wir haben die Kita (Elterninitiative, bisschen alternativ, sehr familiär) bewusst ausgesucht und sind nach wie vor insgesamt zufrieden. Aber immer häufiger sagt unser Sohn nun, dass er nicht in den Kindergarten will und wenn ich morgens beim Hinbringen dabei bin, weint er auch manchmal ein bisschen und sagt, dass er wieder mit nach Hause möchte. Ich mache mir nun Vorwürfe, dass er so viel Zeit dort verbringt und so wenig mit mir (das lässt sich gerade nicht ändern, da ich mit vorzeitigen Wehen "stillgelegt" bin und mein Freund nach seiner Elternzeit nun wieder zu arbeiten beginnt), dass die Eingewöhnung vielleicht nicht behutsam genug war, dass es ihm dort doch nicht so gut gefällt wie in der alten Gruppe (er spricht immer noch von den Kindern und Betreuungspersonen dort und sagt auch manchmal, dass er dort wieder hin möchte) oder dass er sich jetzt schon hinter sein noch ungeborenes Geschwisterkind zurückgestellt fühlt.
Vielleicht sind das natürlich auch nur meine Hormone oder es liegt schlicht daran, dass er nun älter ist und genau wie bei anderen Dingen auch einfach äussern möchte, dass er auf keinen Fall das will, was wir wollen, aber mir wird echt schwer ums Herz, wenn ich denke, er könnte in der Situation unglücklich sein.
Welche Erfahrungen habt ihr gemacht mit der Kombination Kita-Eingewöhnung/Geschwisterkind im Anmarsch bzw. allgemein damit, dass das Kind nicht in den Kindergarten will?
mit Zappelfrosch (*04/2014) und Milchwutz (*10/2016)
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Seelentattoo
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Re: Kind "will nicht" in den Kindergarten
Mein großer hatte letztes Jahr/ Anfang letzten Jahres mit 3 auch eine sehr ausgeprägte Phase, wo er nicht in den Kiga wollte. Ebenfalls nach dem Umzug, aber langer Eingewöhnung.
Er spricht auch noch heute von seiner Kita und das es ihm dort so gut gefallen hat. Klar, 7 Kinder, 2 Erzieherinnen und eine Auszubildende sind halt was anderes als 23 Kinder und 2 Erzieherinnen. Ich denke, auch die Lautstärke dort hat ihm sehr zu schaffen gemacht. Er sagt auch jetzt ab und an mal: Mama, melde mich bitte ab. Schwanger war ich auch zur Zeit des Umzugs und der erneuten Eingewöhnung für den großen.
Dazwischen geht er dann mal wieder gern. Geweint hat er auch ab und an, und ja, das tat mir auch in der Seele weh.
Ich denke mir immer, dass wir großen ja auch nicht gerne jeden Tag arbeiten gehen, einfach mal liegenbleiben wollen, warum soll es den Kindern anders gehen (wenn es sonst gut klappt und das weinen nur selten vorkommt. Bei meinem Kind merke ich immer, dass er ganz besonders nicht hin will, wenn ihm Schlaf fehlt). Wenn ich konnte, habe ich ihm auch Tage gegönnt, wo er wirklich einfach zu Hause bleiben konnte (dann war es auch ok, wieder in den Kiga zu gehen).
Er spricht auch noch heute von seiner Kita und das es ihm dort so gut gefallen hat. Klar, 7 Kinder, 2 Erzieherinnen und eine Auszubildende sind halt was anderes als 23 Kinder und 2 Erzieherinnen. Ich denke, auch die Lautstärke dort hat ihm sehr zu schaffen gemacht. Er sagt auch jetzt ab und an mal: Mama, melde mich bitte ab. Schwanger war ich auch zur Zeit des Umzugs und der erneuten Eingewöhnung für den großen.
Dazwischen geht er dann mal wieder gern. Geweint hat er auch ab und an, und ja, das tat mir auch in der Seele weh.
Ich denke mir immer, dass wir großen ja auch nicht gerne jeden Tag arbeiten gehen, einfach mal liegenbleiben wollen, warum soll es den Kindern anders gehen (wenn es sonst gut klappt und das weinen nur selten vorkommt. Bei meinem Kind merke ich immer, dass er ganz besonders nicht hin will, wenn ihm Schlaf fehlt). Wenn ich konnte, habe ich ihm auch Tage gegönnt, wo er wirklich einfach zu Hause bleiben konnte (dann war es auch ok, wieder in den Kiga zu gehen).
Mit Mann, drei Bonuskindern (*97, *04, *07) und drei Kindern (*12, *16, *18) sowie unserem Sternchen fest im Herzen (05/11)
- Mamalinchen
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Re: Kind "will nicht" in den Kindergarten
Umzug, neuer KiGa und bald großer Bruder zu werden, ist natürlich auch ganz schön viel auf einmal.
Wie lange seid ihr denn jetzt in der Eingewöhnung? Spricht denn etwas dagegen, wenn er einfach mal einen Tag bei dir bleibt? Mit der klaren Ansage, dass du eben nicht viel mit ihm machen kannst, so dass der KiGa vielleicht am nächstenTag wieder interessanter ist.
Als hier die Kleine geboren wurde, wollte der Große auch öfter mal zu Hause bleiben. Vorher war das nie ein Thema, weil er gewöhnt war, dass wir alle zur Arbeit gehen. Da ich dann zu Hause war, durfte er dann auch bleiben. Länger als 2 Tage wollte er nie.
Wie lange seid ihr denn jetzt in der Eingewöhnung? Spricht denn etwas dagegen, wenn er einfach mal einen Tag bei dir bleibt? Mit der klaren Ansage, dass du eben nicht viel mit ihm machen kannst, so dass der KiGa vielleicht am nächstenTag wieder interessanter ist.
Als hier die Kleine geboren wurde, wollte der Große auch öfter mal zu Hause bleiben. Vorher war das nie ein Thema, weil er gewöhnt war, dass wir alle zur Arbeit gehen. Da ich dann zu Hause war, durfte er dann auch bleiben. Länger als 2 Tage wollte er nie.
Mamalinchen mit Sonnenschein (06/2011) und Schneeflocke (01/2014)
"Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns."
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- saiidi
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Re: Kind "will nicht" in den Kindergarten
Beide Kinder hatten das bei uns auch. Anfangs gerne hingegangen und plötzlich eine Phase von wenigen Wochen wo sie nicht wollten und das Abgeben nicht einfach war. Ging aber nicht anders da wir ja arbeiten mussten. War aber beim abholen immer gut. Ich würde es eher als Phase sehen in der sie merken das ist jetzt nicht zum Spaß oder wenn man mal lust hat sondern Alltag und Routine.
So wie der Große in die Schule gehen muss und die Eltern in die Arbeit ist es die * Arbeit * der kleinen in den Kindergarten zu gehen. Und ich finde die Regelmäßigkeit auch wichtig. Und Ausnahmen sollten auch begründete Ausnahmen bleiben.
So wie der Große in die Schule gehen muss und die Eltern in die Arbeit ist es die * Arbeit * der kleinen in den Kindergarten zu gehen. Und ich finde die Regelmäßigkeit auch wichtig. Und Ausnahmen sollten auch begründete Ausnahmen bleiben.
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Shauni
- alter SuT-Hase
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Re: Kind "will nicht" in den Kindergarten
Mein Kind ist mit 12 Monaten in die Krippe gekommen und hat dieses Jahr (jetzt 2,5 Jahre alt) das zweite Mal eine "ich mag nicht Krippe"-Phase. Das äußert er zu Hause, dann am Parkplatz vor der Krippe und wenn er da ist, wirkt er ganz zufrieden und mag nachmittags kaum weg, weil er ja noch spielt.
Er möchte halt lieber zu Hause sein, was nicht geht. Genauso lässt er sich lieber vom Papa mit dem Auto bringen (dann fahren wir alle zusammen), als alleine mit mir Fahrrad zu fahren, da dann der Papa nicht dabei ist. Wobei ich sagen muss, dass das Abgeben durch den Papa besser funktioniert, als wenn ich ihn reinbringe, dann kommt es schon mal zu Tränen, lässt sich dann aber durch die Erzieherin trösten und winkt dann meist wieder halbwegs gut gelaunt durchs Fenster.
Ich denke, dass er zum einem mitteilen kann, dass er nicht möchte, und es einfach vorziehen würde, zu Hause mit seinen Eltern zu spielen als ohne Eltern in der Krippe zu sein. Schließlich machen wir am Wochenende (und auch nachmittags) ja immer ganz tolle Sachen zusammen und spielen viel mit ihm, dass das nicht jeden Tag so laufen würde, wenn wirklich jemand zu Hause wäre, kann er ja auch noch nicht verstehen.
Er möchte halt lieber zu Hause sein, was nicht geht. Genauso lässt er sich lieber vom Papa mit dem Auto bringen (dann fahren wir alle zusammen), als alleine mit mir Fahrrad zu fahren, da dann der Papa nicht dabei ist. Wobei ich sagen muss, dass das Abgeben durch den Papa besser funktioniert, als wenn ich ihn reinbringe, dann kommt es schon mal zu Tränen, lässt sich dann aber durch die Erzieherin trösten und winkt dann meist wieder halbwegs gut gelaunt durchs Fenster.
Ich denke, dass er zum einem mitteilen kann, dass er nicht möchte, und es einfach vorziehen würde, zu Hause mit seinen Eltern zu spielen als ohne Eltern in der Krippe zu sein. Schließlich machen wir am Wochenende (und auch nachmittags) ja immer ganz tolle Sachen zusammen und spielen viel mit ihm, dass das nicht jeden Tag so laufen würde, wenn wirklich jemand zu Hause wäre, kann er ja auch noch nicht verstehen.
Viele Grüße
Shauni mit dem großen M (01/14) und dem kleinen j (02/17)
Shauni mit dem großen M (01/14) und dem kleinen j (02/17)
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Lulamae
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Kind "will nicht" in den Kindergarten
Ich wollte gerade einen Thread mit exakt diesem Titel eröffnen
Rat weiß ich entsprechend auch nicht, aber ich erzähle einfach mal, wie es bei uns ist... mit 18 Monaten ging meine Tochter zu einer Tagesmutter. Dort ging sie anfangs sehr gerne hin. Nach ca. 8 Monaten wollte sie dann plötzlich von jetzt auf gleich nicht mehr gehen. Da wir die Möglichkeit hatten, sie familiär zu betreuen (Oma in Rente), war sie daraufhin 15 Monate nicht fremdbetreut. Mit 3,5 kam sie dann in den Kindergarten, 6 Wochen nach der Geburt des kleinen Bruders. Die ersten Tage fand sie es gut, und seit dem ist es ein einziger Kampf. Jeden Tag sagt sie, sie will nicht in den kiga, sie möchte bei mir bleiben. Wegen Umzugs war sie jetzt 5 Monate nicht im Kiga, jetzt geht sie seit drei Wochen wieder. Sie wurde im neuen kiga mit offenen Armen empfangen, mag die Kinder, hat viele Freunde, mag die Erzieher... und TROTZDEM ist es jeden Morgen ein Drama. Sie klammert sich an mir fest, will nicht in die Gruppe, lässt mich nicht los, will nicht auf Spielaufforderungen eingehen.... ich frage mich echt, woran das liegt.
Habe ich irgendetwas flasch gemacht?! Es macht mich so unendlich traurig, sie gegen ihren Willen dort abzugeben. Andererseits ist sie mittags immer sehr vergnügt und gut gelaunt. Ihr gefällt es da also durchaus. Bloß mag sie sich halt einfach nicht von mir trennen....
Habe ich irgendetwas flasch gemacht?! Es macht mich so unendlich traurig, sie gegen ihren Willen dort abzugeben. Andererseits ist sie mittags immer sehr vergnügt und gut gelaunt. Ihr gefällt es da also durchaus. Bloß mag sie sich halt einfach nicht von mir trennen....
Engel können fliegen, weil sie sich selbst nicht so schwer nehmen
mit Sonnenschein (03/11) und Sommerzwerg (06/14)
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amandaH
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Re: Kind "will nicht" in den Kindergarten
Vielen Dank für eure Rückmeldungen!
Na, ich hab mir schon gedacht/schon öfter gehört, dass auch andere Kinder phasenweise mal nicht "wollen". Nur - so wie ich eine "richtige" Eingewöhnung verstehe, also nach der Bindungstheorie, sollten ja die betreuenden Personen (im Idealfall zunächst eine) als Bezugs- und Vertrauensperson akzeptiert werden, sodass es zu keinem Verlustgefühl kommt, wenn die Eltern gehen. Wenn er nun doch weint oder sagt, dass er wieder mit nach Hause will (vor allem, wenn ich ihn bringe bzw. dabei bin), denke ich kurz, es hätte halt noch nicht richtig funktioniert mit der Eingewöhnung. Die war echt kurz, ca. 2 Wochen bis er dort schlafen sollte, was auch gut klappt, und nur ein paar Tage, in denen sein Papa tatsächlich länger mit da war. Und ja - wenn er abgeholt wird, versteckt er sich immer, weil er noch nicht weg will... Keine Frage, dass es ihm an sich sehr gut gefällt. Lautstärke ist ein guter Aspekt, jetzt, wo ich drüber nachdenke. Ü-3 Kinder sind echt noch mal ne Ecke lauter und wilder.
Wir hatten gehofft, dass der KiGa-Start im August und das Baby Ende Oktober für ihn nicht unmittelbar im Zusammenhang stehen, also, dass er sich nicht "wegorganisiert" fühlt. Er ist ja noch nicht mal drei. Also mein Bauchgefühl sagt mir eigentlich, wenn er wirklich deutlich machen würde, dass er dort nicht hin oder nicht dableiben will, würde ich ihm einen Tag zu Hause gönnen. Aber leichtfertig anbieten will ich ihm das natürlich nicht, sonst nutzt er es vielleicht aus. Es ist so schwer zu sagen, wie schlimm etwas wirklich ist - reisst er sich zusammen oder ist das Problem wirklich nach einer halben Träne vergessen?
Genau, die Routine sollte ihm klar sein - auch wenn ich natürlich im Hinterkopf habe, dass ich in der Elternzeit nicht zwingend darauf angewiesen bin, ihn fremdbetreuen zu lassen.
Na, ich hab mir schon gedacht/schon öfter gehört, dass auch andere Kinder phasenweise mal nicht "wollen". Nur - so wie ich eine "richtige" Eingewöhnung verstehe, also nach der Bindungstheorie, sollten ja die betreuenden Personen (im Idealfall zunächst eine) als Bezugs- und Vertrauensperson akzeptiert werden, sodass es zu keinem Verlustgefühl kommt, wenn die Eltern gehen. Wenn er nun doch weint oder sagt, dass er wieder mit nach Hause will (vor allem, wenn ich ihn bringe bzw. dabei bin), denke ich kurz, es hätte halt noch nicht richtig funktioniert mit der Eingewöhnung. Die war echt kurz, ca. 2 Wochen bis er dort schlafen sollte, was auch gut klappt, und nur ein paar Tage, in denen sein Papa tatsächlich länger mit da war. Und ja - wenn er abgeholt wird, versteckt er sich immer, weil er noch nicht weg will... Keine Frage, dass es ihm an sich sehr gut gefällt. Lautstärke ist ein guter Aspekt, jetzt, wo ich drüber nachdenke. Ü-3 Kinder sind echt noch mal ne Ecke lauter und wilder.
Wir hatten gehofft, dass der KiGa-Start im August und das Baby Ende Oktober für ihn nicht unmittelbar im Zusammenhang stehen, also, dass er sich nicht "wegorganisiert" fühlt. Er ist ja noch nicht mal drei. Also mein Bauchgefühl sagt mir eigentlich, wenn er wirklich deutlich machen würde, dass er dort nicht hin oder nicht dableiben will, würde ich ihm einen Tag zu Hause gönnen. Aber leichtfertig anbieten will ich ihm das natürlich nicht, sonst nutzt er es vielleicht aus. Es ist so schwer zu sagen, wie schlimm etwas wirklich ist - reisst er sich zusammen oder ist das Problem wirklich nach einer halben Träne vergessen?
Genau, die Routine sollte ihm klar sein - auch wenn ich natürlich im Hinterkopf habe, dass ich in der Elternzeit nicht zwingend darauf angewiesen bin, ihn fremdbetreuen zu lassen.
mit Zappelfrosch (*04/2014) und Milchwutz (*10/2016)
- matje
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- Registriert: 01.08.2014, 09:35
Re: Kind "will nicht" in den Kindergarten
Ich bin bei dem Thema auch irgendwie sehr hin- und hergerissen (was mich, wie so vieles an meiner Einstellung, seit ich ein Kind habe, doch ein bisschen überrascht....)
Grundsätzlich ist unsere Situation recht ähnlich: Madame ist im Mai 2 geworden, das Geschwisterchen wird Ende Oktober erwartet, und seit zwei Wochen geht sie hier in den Dorfkindergarten. Die Voraussetzungen sind grundsätzlich so gut, dass ich mir da weiter keinen Kopf drum gemacht habe und überzeugt war (und eigentlich noch bin), dass es für meine Tochter eine Bereicherung sein wird.
Sie wurde seit sie 14 Monate alt ist für ca 20 h die Woche durch eine Freundin von mit betreut, die selber 2 Kinder im Alter von 4 und 7 hat, was eine Superlösung für uns war, Fremdbetreuung kannte sie also grundsätzlich. Seit ich Schwangerschaftsbedingt weniger und jetzt gar nicht mehr arbeite, haben wir es ausgeschlichen. Sie ist sehr offen und selbständig, spricht viel, und hat sich seit Wochen und Monaten auf den Kindergarten gefreut. Der Kindergarten besteht aus einer Gruppe von 20 zwei- bis fünfjährigen Kindern und 5 Erzieherinnen. Sie geht morgens für 3- bis 3 1/2 Stunden, und bislang auch gerne. Aber: Ich merke schon, dass sie das nochmal ganz anders verarbeiten muss, sie ist vor allem Nachts viel anhänglicher und braucht ganz viel Körperkontakt, und als sie gestern bei meiner Freundin war, um mit deren Kindern zu spielen, hat sie eine Viertelstunde nachdem ich gegangen war sehr geweint. Das war fast das ganze Jahr nie passiert. Danach war sie auch wieder bestens zufrieden.
Jetzt schreibe ich und schreibe ich und habe extra den Computer rausgeholt
Ich wollte eigentlich nur sagen: Ich bin auf einmal nicht mehr so pro Fremdbetreuung wie bevor sie angefangen hat, von meiner Einstellung vor der Schwangerschaft wollen wir mal gar nicht reden. Ich glaube nach wie vor, die 3 Stunden sind eine Bereicherung für sie, aber wenn ich so vieler Orts lese, die Kinder WOLLEN eigentlich lieber zu Hause sein, arrangieren sich aber gut mit Kita / Kindergarten, dann finde ich die Vorstellung irgendwie gar nicht schön. Wenn es sein muss, na klar, aber so - ich bin froh, dass ich durch das Glück der anstehenden Elternzeit nicht auf ausgedehntere Betreuungszeiten angewiesen bin, und ich glaube, wenn meine Tochter äußern würde, dass sie nicht hin will, würde ich sie zu Hause lassen. Oder mit ihr zusammen für 2 h zum Spielen hingehen, bis sie wieder allein bleiben mag. Ich rechne fast damit, dass es irgendeinen "Rebound-Effekt" gibt, wenn das Baby da ist, und hoffe, dass ich dann noch genauso entspannt damit umgehe wie jetzt im Vorfeld - denn natürlich mag ich meine plötzlichen freien Vormittag 
Grundsätzlich ist unsere Situation recht ähnlich: Madame ist im Mai 2 geworden, das Geschwisterchen wird Ende Oktober erwartet, und seit zwei Wochen geht sie hier in den Dorfkindergarten. Die Voraussetzungen sind grundsätzlich so gut, dass ich mir da weiter keinen Kopf drum gemacht habe und überzeugt war (und eigentlich noch bin), dass es für meine Tochter eine Bereicherung sein wird.
Sie wurde seit sie 14 Monate alt ist für ca 20 h die Woche durch eine Freundin von mit betreut, die selber 2 Kinder im Alter von 4 und 7 hat, was eine Superlösung für uns war, Fremdbetreuung kannte sie also grundsätzlich. Seit ich Schwangerschaftsbedingt weniger und jetzt gar nicht mehr arbeite, haben wir es ausgeschlichen. Sie ist sehr offen und selbständig, spricht viel, und hat sich seit Wochen und Monaten auf den Kindergarten gefreut. Der Kindergarten besteht aus einer Gruppe von 20 zwei- bis fünfjährigen Kindern und 5 Erzieherinnen. Sie geht morgens für 3- bis 3 1/2 Stunden, und bislang auch gerne. Aber: Ich merke schon, dass sie das nochmal ganz anders verarbeiten muss, sie ist vor allem Nachts viel anhänglicher und braucht ganz viel Körperkontakt, und als sie gestern bei meiner Freundin war, um mit deren Kindern zu spielen, hat sie eine Viertelstunde nachdem ich gegangen war sehr geweint. Das war fast das ganze Jahr nie passiert. Danach war sie auch wieder bestens zufrieden.
Jetzt schreibe ich und schreibe ich und habe extra den Computer rausgeholt
The trouble with being a parent is that by the time you are experienced, you are unemployed
matje mit der großen Tänzerin (5/14), dem
kleinen Tiger (10/16) und dem kleinen Bären (3/19)
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amandaH
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Re: Kind "will nicht" in den Kindergarten
Ja, genau! Das ist für mich auch die Befürchtung. Und dann hätte ich erst mal ein Problem. Ich möchte mich Baby 2 anfangs intensiv widmen, werde nach der Geburt erst mal platt sein ... wie das halt so ist. Und dann würde man dem grösseren Kind ja auch nicht gerecht, wenn es zu Hause bleibt und man ständig im Stillsessel hockt oder so.Ich rechne fast damit, dass es irgendeinen "Rebound-Effekt" gibt, wenn das Baby da ist,
Vielleicht ist ein Reduzieren der Betreuungszeit aber ne ganz gute Idee. Bisher dachten wir, dass der Papa ihn vor der Arbeit zum KiGa bringt (7:15), aber wenn ich das später mache und ihn nach dem Mittagsschlaf wieder abhole, sind es schon 2 Stunden weniger pro Tag. Evtl. ein Kompromiss? Hätte auch gesagt, so 3-4 Stunden sind am Anfang fürs Kind erst mal genug.
mit Zappelfrosch (*04/2014) und Milchwutz (*10/2016)
- Missy
- alter SuT-Hase
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Re: Kind "will nicht" in den Kindergarten
Der Wusel weint auch, wenn die aktuelle Betreuungsperson mein Mann oder ich bin. Ist mein Mann nicht da, weint er nach Papa und wenn ich allein weggehe, weint er und will, dass ich dableibe.amandaH hat geschrieben:Vielen Dank für eure Rückmeldungen!
Na, ich hab mir schon gedacht/schon öfter gehört, dass auch andere Kinder phasenweise mal nicht "wollen". Nur - so wie ich eine "richtige" Eingewöhnung verstehe, also nach der Bindungstheorie, sollten ja die betreuenden Personen (im Idealfall zunächst eine) als Bezugs- und Vertrauensperson akzeptiert werden, sodass es zu keinem Verlustgefühl kommt, wenn die Eltern gehen. Wenn er nun doch weint oder sagt, dass er wieder mit nach Hause will (vor allem, wenn ich ihn bringe bzw. dabei bin), denke ich kurz, es hätte halt noch nicht richtig funktioniert mit der Eingewöhnung.
Das hat also nicht unbedingt zu sagen, dass er zu wenig Bindung oder Vertrauen zu den Betreuungspersonen hat.
Missy mit dem kleinen Wuselchen (6/13) und *(10/15)