Beikosteinführung schwierig

Was kommt nach dem Vollstillen?

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Kerstin4388
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Beikosteinführung schwierig

Beitrag von Kerstin4388 »

Hallo,
Meine Tochter ist nun 7 Monate.
Super aktiv und komplett gesund. Ich habe in den ersten 3 Monaten mit Pre Milch zugefüttert , es aber selbst geschafft, und danach nur noch Voll gestillt.
Die Beikosteinführung ist schwierig und ich weiß nicht mehr weiter.
Seit dem 5 ten Monat versuchen wir es mit Beikost. Zuerst hab ich selber gekocht , dann auch mal Gläschen gekauft, Fingerfood gegeben. Alles mal probiert.
Sie hat schon seit dem 5 ten Monat alles in den Mund gesteckt , auch Löffel , aber der Inhalt wollte nicht so richtig runter.
Mittlerweile macht Sie für 4-5 Löffel pro Mahlzeit den Mund auf, aber den Rest" kann ich ihr so reinmogeln.
Morgens wird sie zur Zeit gestillt(Ca.8 Uhr) im 12-12.30 gibt es selbstgerechten Brei (Möhre+ Kartoffel , sowas in der Art, wie gesagt auch mal ein Gläschen) . Zu guten Zeiten schaffte sie 100 gr pro mittags Mahlzeit. Jedoch die letzten Wochen eher nur 50 gr.
Nachmittags gegen 15.30-16.00 Uhr biete ich ihr einen obstmus an , den sie in seltenen Fällen auch mal schafft aufzuessen (Max. 100gr).
Am Abend vor dem schlafen gehen kriegt sie Getreide Obst Brei , auch hier isst sie momentan nur 50 gr Ca! Bis max. 100
Wenn Sie nachmittags oder abends kaum was gegessen hatte hab ich ihr nochmal die Brust angeboten , welche sie auch gerne nimmt!
In den letzten Tagen hab ich vermehrt darauf geachtet , dass sie auch mal 6-7 h ohne Brust auskommt , damit sie lernt, dass der Brei die Brust ersetzen kann.

Ich hab aber nie das Gefühl das sie so richtig Hunger hat bzw nach 4-5 h vormittags ohne Nahrung hoffe ich auf ein hungriges Kind, welches super Brei essen müsste , aber leider werde ich immer wieder eines besseren belehrt....
Auch habe ich es schon mit Einer Banane zB probiert, aber nach 2 x reinbeißen kommen meistens die noch zu großen Stücke wieder raus, oder wenn sie es geschafft hat, die Banane zu essen, ist es nach 2 Bissen uninteressant .

Allgemein hab ich das Gefühl sie hat Lust auf essen und ich weiß wirklich nicht warum sie nach 3-6 Löffeln mit der Zunge den Mund blockiert.
Gewichtsmässig muss ich mir keine Sorgen machen, aber ich bräuchte ein paar Tipps.
Trinken tut sie in den letzten Tagen viel besser , so dass sie 150-200 ml Wasser / ungesüssten Tee schafft.

Ich möchte bald wieder arbeiten gehen und hoffe das das dann besser klappt!....
Ich hoffe ihr könnt mir ein bisschen helfen
Ganz liebe Grüße
Kerstin
Kerstin4388
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Re: Beikosteibführung schwierig

Beitrag von Kerstin4388 »

Ach ja, nachts wird sie alle 3-4 h wach und nimmt die brust
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Brianna
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Re: Beikosteibführung schwierig

Beitrag von Brianna »

Für mich hört sich das ganz normal und nach eher viel Essen an. Meine 8 Monate alte Tochter hat wohl noch nie so viel an einem Tag gegessen, wie du von einem schlechten Tag schreibst. Sie mag nicht gefüttert werden, isst aber begeistert Fingerfood.

Was ist den dein Problem?

Möchtest du abstillen oder denkst du, dass du weniger stillen musst, weil man das so macht? Wenn du bald abstillen möchtest, wirst du in dem Alter wieder Pre zur Beikost füttern müssen, weil Milch im ersten Jahr die Hauptnahrung sein soll.

Wenn du gerne noch länger weiterstillst, habt ihr kein Problem. Wenn du da bist stillt und esst ihr, wie es passt. Wenn du mal weg bist, gibt es Brei und Wasser angeboten. Sie wird dann nehmen, was sie braucht. So lange du nach Bedarf stillst und gesunde Beikost anbietest, weiß dein Baby genau, was es braucht.
J 05/13 L 12/15
Kerstin4388
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Re: Beikosteibführung schwierig

Beitrag von Kerstin4388 »

Ich hatte in einem speziellen beikostbuch gelesen dass eine Mahlzeit ab 150-200gr ist , daher hab ich bedenken gebhabt ob sie dann von 50 gr satt ist.
Leider sind die Fingerfood Sachen auch nur die ersten 20 Sekunden interessant und wie zB bei einer Banane , nur 2 x abgebissen.

Abstillen möchte ich eigentlich nicht , bin nur unsicher , wann ich ihr die Brust anbieten soll. Morgens und nachts stille ich gerne weiter, nur tagsüber stell ich mir immer die Frage ob sie Hunger hat , dadurch das sie so wenig isst, aber auch nicht wirklich wenn sie Anzeichen von Hunger zeigt den Brei nicht "akzeptiert"
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Re: Beikosteibführung schwierig

Beitrag von Oxymoron »

Die Mengenangaben aus dem Buch... Das ist doch genauso, wie zu sagen, eine Portion Nudeln für erwachsene Menschen habe 140g (gelesen in einem Kochbuch). Ich esse eher 200g pro Mahlzeit, während andere vielleicht 80, 100g essen und auch gut satt sind. Dein Kind weiß, was es will. Und derzeit ggf eher Milch als Essen. Sie ist ja auch noch klein. :)

Ich würde ihr immer die Brust anbieten, wenn sie hungrig sein könnte. Mache ich bei meinem Sohn auch, und Festes, wenn ich esse. So trinkt er von ganz allein immer weniger und isst mehr... Nur kein Stress. Aber ich kenne das, ich habe mir vor 2 Monaten auch noch echt nen Kopf gemacht. Völlig umsonst.

Hast du schon die Grundinformation zur Beikosteinführung hier im Forum gelesen? Die ist klasse. Und ansonsten schließe ich mich inhaltlich Brianna an. :)
Unterwegs mit Knautschbäckchen (11/2015) :tt_ruecken_1:
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Brianna
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Re: Beikosteibführung schwierig

Beitrag von Brianna »

Mein großer hat lange viel gestillt und trotzdem viel gegessen, er fing aber erst mit so acht Monaten an zu essen. Mit einem Jahr hat er problemlos gestillt, danach eine große Erwachsenenportion gegessen, zum Mittagsschlaf gestillt und dann spätestens alle halbe Stunde nachgestillt. Er war dünn.

L ist dagegen ein Speckröllchen und stillt und isst bisher weniger. J als SGA-Baby hatte wohl einen erhöhten Bedarf.
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Lauretta
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Re: Beikosteibführung schwierig

Beitrag von Lauretta »

Für mich klingt es so, als ob deine Tochter schon viel isst.
Ich kann dir von meinen drei Kindern berichten, dass sie alle bis zum Krippenstart kaum Interesse am Essen bzw. großes Interesse aber nur Miniportionen gegessen hatten. Ich habe nie etwas gewogen oder gemessen und die Kinder haben einfach von unserem Essen probiert. Dazwischen nach Bedarf gestillt.
Kaum waren sie dann in der Krippe (mit 12 bzw. 10.5 Monaten) haben sie angefangen zu essen, und zwar das, was es dort gab. Brotzeit, frischgekochtes Mittagessen, Obst etc.
Beim Mini steht uns das noch bevor. Er isst an manchen Tagen von allem etwas, an anderen nur Quark und Tomaten und stillt noch viel. Wenn er in 2 Wochen mit der Krippe beginnt, wird er sicher dort viel mehr essen, weil dort die anderen Kinder auch essen.
Gerade im ersten Krippenjahr fand ich das Stillen direkt nach dem Abholen wichtig. Das gibt dem Kind sofort Sicherheit und eine Runde Mamatanken. Ich kann mich nicht mehr erinnern, wielange die Phase gedauert hat, aber anfangs war das unser Ritual.
Ich möchte dir damit Mut machen, dass der Krippenbesuch nicht bedeutet, dass das Kind tagsüber abgestillt sein muss.
Lauretta mit Sonntagskind 01/2009, Spätsommerkind 09/2011 und Sommerbaby 06/2015
zertifizierte Trageberaterin (ClauWi) und Mitglied im Tragenetzwerk e. V.
Serafin
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Re: Beikosteibführung schwierig

Beitrag von Serafin »

Kerstin4388 hat geschrieben:Ich hatte in einem speziellen beikostbuch gelesen dass eine Mahlzeit ab 150-200gr ist , daher hab ich bedenken gebhabt ob sie dann von 50 gr satt ist.
Leider sind die Fingerfood Sachen auch nur die ersten 20 Sekunden interessant und wie zB bei einer Banane , nur 2 x abgebissen.

Abstillen möchte ich eigentlich nicht , bin nur unsicher , wann ich ihr die Brust anbieten soll. Morgens und nachts stille ich gerne weiter, nur tagsüber stell ich mir immer die Frage ob sie Hunger hat , dadurch das sie so wenig isst, aber auch nicht wirklich wenn sie Anzeichen von Hunger zeigt den Brei nicht "akzeptiert"
Vergiss das Buch. Warum sollte denn dein Kind, das Beste, was es gibt, durch Brei ersetzen? Es heißt doch BEIkost. Nicht ANSTATTkost. Unserer ist acht Monate, wir geben gar keinen Brei (die Sauerei kann ich mir spaaren, das ist mir echt zu blöd) , nur unser Essen. Der isst fast nix. Na und? Er wird sich holen was er braucht. Und er stillt ganz oft vor dem Essen und nach dem Essen.

Schau dir mal die Grundinformation Beikoststart an. Da ist alles gut und kurz erklärt ohne komplizierte Sachen wie wiegen, ersetzen mogeln...
http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... hrung+jusl
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Re: Beikosteibführung schwierig

Beitrag von RonjaR »

Hör auf dein Gefühl und still nach bedarf, so lange das für dich und dein Kind passt. Essen soll doch was schönes und genussvolles sein und nichts, was einen genauestens abgewogen verabreicht wird.
7 Monate sind doch auch noch extrem jung. Dein Kind wird vielleicht einfach noch nicht so weit sein.

Wir haben mit 6 Monaten den ersten Brei gegeben und haben selbstgemachten in Eiswürfelformen eingefroren und anfangs wirklich nur einen Eiswürfel aufgetaut. So kam man gar nicht in die Versuchung, wegen der Menge der Reste zu meine, das Kind habe zu wenig gegessen.


Pieps * 6/15
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Re: Beikosteibführung schwierig

Beitrag von auri82 »

Ich hab letztens mal spaßeshalber gewogen was Schnuff an einem guten! Tag so zum Mittag gegessen hat. Das waren 34g. [emoji23]
Wenn du nicht zum Stillen verfügbar bist wird dein Kind auch essen. Ich bin jetzt regelmäßig abends bei einer Fortbildung und der Papa macht ihr dann ein Abendessen und bringt sie ins Bett. Das klappt super und sie isst zwar nicht so viel mehr aber offensichtlich ausreichend um nicht hungrig schlafen zu gehen.


Liebe Grüße von Auri mit Schnuff 6/15
Auri mit 2 Mädels 06/2015 und 04/2017
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