Gemüsebrei statt Muttermilch weil Baby zu schwer?
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haenne33
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Gemüsebrei statt Muttermilch weil Baby zu schwer?
Hallo,
der heutige U5 Termin war sehr unerquicklich, ich brauche dringend mal Rat!
Die KiÄ empfiehlt mittags nur Gemüsebrei und nachts abstillen, damit meine Tochter nicht weiter zunimmt. Sie wiegt mit genau 6 Monaten 15,1kg auf 74cm (Personenwaage-Differenzmessung, Babywaage hat error gezeigt...).
Bisher wurde sie vollgestillt, hat seit einer Woche deutlliches Interesse am Essen, schiebt aber das meiste wieder raus. Ich wollte weiter nach Bedarf stillen und locker geeignetes vom Familientisch anbieten, bin aber sehr verunsichert, ob ich meinem Kind damit schade? Motorisch geht nicht wirklich viel, an drehen ist noch lange nicht zu denken.
Bisher war ich davon ausgegangen, ein Stillbaby ist nie zu dick. Bis auf das Gewicht sei sonst medizinisch alles in Ordnung, meinte die KiÄ. Was mach ich denn nur? Kinderärztliche Zweitmeinung? Kinderendokrinologe? Ich kann doch mein Kind nicht hungern lassen, war heute so fertig, dass ich heulend auf dem Sofa saß.
Habt ihr einen Rat, oder Erfahrungen ähnlicher Art? Danke schonmal.
der heutige U5 Termin war sehr unerquicklich, ich brauche dringend mal Rat!
Die KiÄ empfiehlt mittags nur Gemüsebrei und nachts abstillen, damit meine Tochter nicht weiter zunimmt. Sie wiegt mit genau 6 Monaten 15,1kg auf 74cm (Personenwaage-Differenzmessung, Babywaage hat error gezeigt...).
Bisher wurde sie vollgestillt, hat seit einer Woche deutlliches Interesse am Essen, schiebt aber das meiste wieder raus. Ich wollte weiter nach Bedarf stillen und locker geeignetes vom Familientisch anbieten, bin aber sehr verunsichert, ob ich meinem Kind damit schade? Motorisch geht nicht wirklich viel, an drehen ist noch lange nicht zu denken.
Bisher war ich davon ausgegangen, ein Stillbaby ist nie zu dick. Bis auf das Gewicht sei sonst medizinisch alles in Ordnung, meinte die KiÄ. Was mach ich denn nur? Kinderärztliche Zweitmeinung? Kinderendokrinologe? Ich kann doch mein Kind nicht hungern lassen, war heute so fertig, dass ich heulend auf dem Sofa saß.
Habt ihr einen Rat, oder Erfahrungen ähnlicher Art? Danke schonmal.
J mit C 02/12 und H 02/16
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delfinstern
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Re: Gemüsebrei statt Muttermilch weil Baby zu schwer?
Ich drück dich mal (()).
Soweit ich weiß, kann man Kinder nicht überfüttern mit Mumi. 15kg sind aber nicht schlecht, wobei sie auch größenmäßig nicht gerade klein ist. Wenn sie sich auch nicht groß bewegen mag, setzt das natürlich mehr "an". Ich würd erst mal so weiter machen wie bisher, also stillen und Essen anbieten. Deine Tochter hat ja nicht in den letzten Wochen so viel zugenommen, wie ist denn generell der Gewichtsverlauf? Der Arzt hat sich ja sicherlich auch mal gewogen. Hast du die Daten? Es wird sicher noch ein Mod was dazu sagen.
Es ist natürlich auch eine Frage, wie genau die Waage ist... 1-2kg Schwankungen sind auf einer Personenwaage (insb. wenn einmal mit Mama, einmal ohne Mama) nicht ungewöhnlich, zumindest auf einer normalen Waage.
Soweit ich weiß, kann man Kinder nicht überfüttern mit Mumi. 15kg sind aber nicht schlecht, wobei sie auch größenmäßig nicht gerade klein ist. Wenn sie sich auch nicht groß bewegen mag, setzt das natürlich mehr "an". Ich würd erst mal so weiter machen wie bisher, also stillen und Essen anbieten. Deine Tochter hat ja nicht in den letzten Wochen so viel zugenommen, wie ist denn generell der Gewichtsverlauf? Der Arzt hat sich ja sicherlich auch mal gewogen. Hast du die Daten? Es wird sicher noch ein Mod was dazu sagen.
Es ist natürlich auch eine Frage, wie genau die Waage ist... 1-2kg Schwankungen sind auf einer Personenwaage (insb. wenn einmal mit Mama, einmal ohne Mama) nicht ungewöhnlich, zumindest auf einer normalen Waage.
Liebe Grüße
Delfin*
mit Delfinzwerg(1/17), Delfinknirps(12/18)und Delfinmini(5/21) *(11.14) *(2.18) *(2.26)
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Lösche Benutzer 21522
Re: Gemüsebrei statt Muttermilch weil Baby zu schwer?
Mein Kind hatte bei der U5 12 kg und eine ähnliche Körpergröße. Ebenfalls bei vollstillen übrigens. Mittlerweile ist sie 22 Monate und das Gewicht hat sich nach der U5 nicht mehr stark verändert, wobei sie deutlich gewachsen ist. Es relativiert sich sobald die kleinen mobiler werden. Dann schmilzt der Babyspeck ganz schnell weg.
- Brianna
- Prof. Dr. SuT
- Beiträge: 7067
- Registriert: 13.11.2013, 12:33
Re: Gemüsebrei statt Muttermilch weil Baby zu schwer?
Am Stillen würde ich auch nichts drehen. Es wäre mir aber wichtig, dass auf einer geeigneten Waage gewogen wird. Und nach Erkrankungen, die für das Gewicht verantwortlich sein könnten geguckt wird. Wenn der Kinderarzt auf Nachfrage keine Diagnostik macht, bräuchte ich eine gute Begründung oder eine zweite Meinung.
J 05/13 L 12/15
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haenne33
- gut eingelebt
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Re: Gemüsebrei statt Muttermilch weil Baby zu schwer?
Vielen Dank für eure Antworten! Die Gewichtsdaten suche ich morgen raus, und ja, das Gewicht sammelte sich so über die Monate an (gestartet mit 4310g). Ich mach erstmal weiter wie gehabt.
Und werde auch nochmal konkret fragen, ob irgendeine Stoffwechselerkrankung in Frage kommt.
Brianna: sehe dich gerade in der Vorschau. Meinst du eine geeichte Waage? Digital war sie, mehr kann ich gar nicht sagen. Wird in der Praxis für die größeren Kinder auch immer benutzt. Hmm
Begründung (sie bekommt bei dem Gewicht "kalte Füße"), war, sie befürchte mein Kind konnte den Speck nicht mehr loswerden, sprich später übergewichtig bleiben.
Und werde auch nochmal konkret fragen, ob irgendeine Stoffwechselerkrankung in Frage kommt.
Brianna: sehe dich gerade in der Vorschau. Meinst du eine geeichte Waage? Digital war sie, mehr kann ich gar nicht sagen. Wird in der Praxis für die größeren Kinder auch immer benutzt. Hmm
Begründung (sie bekommt bei dem Gewicht "kalte Füße"), war, sie befürchte mein Kind konnte den Speck nicht mehr loswerden, sprich später übergewichtig bleiben.
J mit C 02/12 und H 02/16
- tania
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Re: Gemüsebrei statt Muttermilch weil Baby zu schwer?
auch für schwere kinder gilt: BEIkost, nicht anstattkost. wenn dein kind freude an beikost hat, gut, wenn nicht - weiter nach bedarf stillen.
mir wäre allerdings die aussage des kinderarztes dazu nicht ausreichend. differenzmessungen auf der personenwaage sind nicht besonders belastbar und es gibt einige seltene krankheiten, die sich nicht einfach so ausschließen lassen. ich würde mir also eine zweitmeinung einholen, evtl auch direkt zum kinderendokrinologen gehen.
liebe grüße, tania
ModTeam Stillberatung
mir wäre allerdings die aussage des kinderarztes dazu nicht ausreichend. differenzmessungen auf der personenwaage sind nicht besonders belastbar und es gibt einige seltene krankheiten, die sich nicht einfach so ausschließen lassen. ich würde mir also eine zweitmeinung einholen, evtl auch direkt zum kinderendokrinologen gehen.
liebe grüße, tania
ModTeam Stillberatung
tania mit sohn *09 und sohn *12
- Dellyo
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Re: Gemüsebrei statt Muttermilch weil Baby zu schwer?
Wir hatten ähnliche Werte damals mit 8 Monaten. Und auch ähnliches Geburtsgewicht. Kein Messfehler (die Babywaage bei der KiÄ hier geht bis 20kg€). Alles abgeklärt (Stoffwechsel, Genetik, etc. Es gibt ganz wenige körperliche Ursachen.) und Kind ist gesund.
Das einzige, was hier war, war KISS-Syndrom, was Kind von der Bauchlage und Bewegen abhielt. Also Drehen ging hier auch nicht. Das kann ich aber auch erst im Nachhinein so sagen. Grundsätzlich wäre es ja auch noch nicht aus der Zeit gewesen.
Wir waren bei der Manualtherapie mit 8 Monaten, weil es mehrere Anzeichen gab, sie machte dann mehrere Schübe in der Bewegungsentwicklung und Gewicht stagnierte ein Jahr. Ich habe auch angefangen (so mit 9 Monaten ca.), nachts Wasser anzubieten, da ging es mir aber hauptsächlich um den Schlaf und Kind hat das gut angenommen und es hat für uns gepasst.
Beikost war hier zuerst Fingerfood, weil Brei das Kind gar nicht super fand und hat sich dann aber bis 12 Monate so entwickelt, dass wir nur mehr 2x am Tag gestillt haben. Aber ohne Druck!
Heute ist sie 5 Jahre, immer noch groß, aber Gewicht ging in Relation zur Größe stetig in Richtung Normalbereich und heute ist sie komplett normalgewichtig.
Sehr aktiv, bewegt sich gern, isst übrigens liebend gern Obst und Gemüse. 
Muss dazusagen, dass unsere Kinderärztin auch Stillberaterin ist, uns immer total unterstützt hat, es gab nie Vorwürfe an uns oder so. Aber damals war ich auch mit den Nerven fix und fertig. Fühl dich gedrückt!
Ich würde auch nochmal mit einer passenden Babywaage wiegen - es gibt welche bis 20kg. Und falls sich das Gewicht bestätigt, endokrinologisch abklären lassen (wobei meines Wissens nach die Wahrscheinlichkeit für eine Krankheit gering ist - aber auf jeden Fall abklären lassen.)
Alles Gute!
Schneckenkind 02/11
Wir waren bei der Manualtherapie mit 8 Monaten, weil es mehrere Anzeichen gab, sie machte dann mehrere Schübe in der Bewegungsentwicklung und Gewicht stagnierte ein Jahr. Ich habe auch angefangen (so mit 9 Monaten ca.), nachts Wasser anzubieten, da ging es mir aber hauptsächlich um den Schlaf und Kind hat das gut angenommen und es hat für uns gepasst.
Beikost war hier zuerst Fingerfood, weil Brei das Kind gar nicht super fand und hat sich dann aber bis 12 Monate so entwickelt, dass wir nur mehr 2x am Tag gestillt haben. Aber ohne Druck!
Heute ist sie 5 Jahre, immer noch groß, aber Gewicht ging in Relation zur Größe stetig in Richtung Normalbereich und heute ist sie komplett normalgewichtig.
Muss dazusagen, dass unsere Kinderärztin auch Stillberaterin ist, uns immer total unterstützt hat, es gab nie Vorwürfe an uns oder so. Aber damals war ich auch mit den Nerven fix und fertig. Fühl dich gedrückt!
Ich würde auch nochmal mit einer passenden Babywaage wiegen - es gibt welche bis 20kg. Und falls sich das Gewicht bestätigt, endokrinologisch abklären lassen (wobei meines Wissens nach die Wahrscheinlichkeit für eine Krankheit gering ist - aber auf jeden Fall abklären lassen.)
Alles Gute!
Schneckenkind 02/11
Schneckenkind 02/11
und
Koalakind 5/17
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Koalakind 5/17
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haenne33
- gut eingelebt
- Beiträge: 33
- Registriert: 11.01.2012, 14:02
- Wohnort: Berlin
Re: Gemüsebrei statt Muttermilch weil Baby zu schwer?
Wir waren eben bei der KiÄ und haben uns eine Überweisung zur endokrinologischen Abklärung geholt. Nachdem ich heute morgen noch mit einer KiÄ vom Familientelefon der Krankenkasse sprach, die mich bestätigte im Weiterstillen +BEIkost anbieten, hab ich mich wieder gefangen.
Klar hab ich im Kopf gehabt, dass Stillbabies nie zu dick sind, aber bei dem Gewicht kam ich ins Grübeln. Selbst die KiÄ vor Ort meinte, das hätte sie in ihren 25 Jahren Berufstätigkeit noch nicht gesehen... Hoffentlich kommt bei den weiteren Untersuchungen nichts raus, und wir haben 'nur' ein größes Baby
Danke für euren Zuspruch! Das tat gut.
Klar hab ich im Kopf gehabt, dass Stillbabies nie zu dick sind, aber bei dem Gewicht kam ich ins Grübeln. Selbst die KiÄ vor Ort meinte, das hätte sie in ihren 25 Jahren Berufstätigkeit noch nicht gesehen... Hoffentlich kommt bei den weiteren Untersuchungen nichts raus, und wir haben 'nur' ein größes Baby
Danke für euren Zuspruch! Das tat gut.
J mit C 02/12 und H 02/16
- Nuala
- Power-SuTler
- Beiträge: 5802
- Registriert: 10.04.2008, 21:05
- Wohnort: Wien
Re: Gemüsebrei statt Muttermilch weil Baby zu schwer?
Meine Kleine hatte mit 7 Monaten 12 Kilo und war sehr hypoton. Kein Umdrehen, gar nichts.
Arzt war besorgt, ich erst recht und wir bekamen eine Überweisung ins KH zur Überprüfung.
In der Woche zwischen Arztbesuch und KH drehte sie sich (mit 7,5 Monaten) das erste mal um.
Im Spital meinten sie, dass man bei allen Dingen die krankheitsbedingt als Grund angenommen werden könnten, in dem Alter noch eh nichts machen kann (keine Ahnung ob das stimmt, der Logik halber eher nicht; gesagt haben sie es trotzdem) und wir jetzt noch ein paar Monate abwarten ob die motorische Entwicklung in Gang kommt und dadurch die Kilos vielleicht purzeln.
Lange Rede, kurzer Sinn: Sie war mit rund einem Jahr nicht auffälliger als andere Kinder. Und sie ist mit 5 jetzt schlanker als es meine Große damals war. Sie wiegt jetzt 19 Kilo auf ca. 116cm.
Und sie wurde 6 Monate voll gestillt, durfte damals wie heute so viel essen was sie wollte (gesunde Grundauswahl) und wurde gestillt bis sie kurz vor dem 3. Geburtstag von einen Tag auf den anderen keine Lust mehr drauf hatte.
Auch wenn ich in der Zeit zwischen 5 und 8 Monaten teils SEHR besorgt war, bin ich froh, dass ich nichts anders gemacht habe. Jedoch ist es wichtig abzuklären wenn die Ärzte sagen das etwas abgeklärt werden muss.
Arzt war besorgt, ich erst recht und wir bekamen eine Überweisung ins KH zur Überprüfung.
In der Woche zwischen Arztbesuch und KH drehte sie sich (mit 7,5 Monaten) das erste mal um.
Im Spital meinten sie, dass man bei allen Dingen die krankheitsbedingt als Grund angenommen werden könnten, in dem Alter noch eh nichts machen kann (keine Ahnung ob das stimmt, der Logik halber eher nicht; gesagt haben sie es trotzdem) und wir jetzt noch ein paar Monate abwarten ob die motorische Entwicklung in Gang kommt und dadurch die Kilos vielleicht purzeln.
Lange Rede, kurzer Sinn: Sie war mit rund einem Jahr nicht auffälliger als andere Kinder. Und sie ist mit 5 jetzt schlanker als es meine Große damals war. Sie wiegt jetzt 19 Kilo auf ca. 116cm.
Und sie wurde 6 Monate voll gestillt, durfte damals wie heute so viel essen was sie wollte (gesunde Grundauswahl) und wurde gestillt bis sie kurz vor dem 3. Geburtstag von einen Tag auf den anderen keine Lust mehr drauf hatte.
Auch wenn ich in der Zeit zwischen 5 und 8 Monaten teils SEHR besorgt war, bin ich froh, dass ich nichts anders gemacht habe. Jedoch ist es wichtig abzuklären wenn die Ärzte sagen das etwas abgeklärt werden muss.
Großes Mädel 10/08 & kleines Mädel 04/11