Hallo koschka,
hier kommt - wie versprochen - meine ausführliche Antwort.
Gewicht
13ter Juli 2960 kh
16 ter juli 2690 kh
20 ter juli 2809 hebanme
25 ter juli 3100 hebamme
5ter Augusr 3480 hebamme
Die Zunahme ist sehr schön, gute Voraussetzungen, um das Stillen in Angriff zu nehmen.
Dannach war noch die U1 und bei mir wurde genäht(da war das Köpfchen wohl zu groß

) und wegen der Plazenta herrumgedocktort, dann hab ich ihn angelegt und er hat kräftig genuckelt.
In der Nacht hat er dann auch immer wieder getrunken.
Bis auf das nähen, klingt das gut. Schön, dass der Stillstart gut geklappt hat, das ist sehr wichtig für die Milchbildung.
Am nächsten Tag hat er dauernd geschlafen und wenn er wach war hatte er die Augen zu und kein Interesse am Trinken.
Am Nachmittag meinte die Hebamme ich müsste ihn nun zum trinken bringen.
Den restlichen Tag und die ganze Nacht musste ich dann alle Stunden versuchen ihn zum Trinken zu bewegen.
Wickeln und nur im Body lassen, kitzeln etc. damit er ordentlich wach wird.
Er hat nur wenige Schluck getrunken.
Hier hättest du mehr Unterstützung gebraucht, damit dein Baby auch gut an der Brust trinkt. Dadurch das er so müde war, hat er wenig getrunken und dadurch hatte er wiederum nicht genug Energie, um richtig zu trinken. Ein Teufelskreis, wie du sicherlich gemerkt hast.
Am nächsten Tag kam beim wiegen raus dass er stark abgenommen hat, 8%.
Hattest du unter der Geburt eine Infusion bekommen?
Ich hab dann entschlossen abzupumpen, ich hatte Angst um ihn und ich empfand es als Quälerei für ihn.
Das Abgepumpte hat er sofort getrunken, da merkte man erst seinen Durst.
Gut, dass du ihm hast Muttermilch geben können.
Jetzt wurde er immer aktiver und kräftiger und nahm zu, stillen klappte weiterhin nicht gut, aber ich war erstmal erleichtert.
Schlisslich kam nicht einmal meine Milchproduktion mit seinem Hunger mit, also hab ich ihm Aptamil gegeben.
Mit einer Milchpumpe genug Milch abgepumpt zu bekommen, um den kompletten Bedarf zu decken, ist auch nicht so einfach.
Hast du ein elektrisches Doppelpumpset? Wie oft am Tag pumpst du? Und wie lange?
Ich war immer gegen Fertignahrung für Babys wie ich das Pulver nannte, aber meinen Kleinen hungern lassen war auch keine Alternative.
Definitiv nicht. Gut, dass es Formula gibt. Richtig zufüttern kann sogar gut für die Stillbeziehung sein.
Die Milchproduktion wurde besser, mittlerweile fliest es nur noch so, die Stillprobleme wirden leider nicht besser.
Super, dass deine Milchbildung in Gang gekommen ist.
Er KANN es, manchmal trinkt er völlig freiwillig aber wenn er nicht will geht garnichts.
Das Problem ist nicht, dass er nicht stillen will, sondern das er nicht (immer) stillen kann. Durch den Gebrauch von künstlichen Saugern hat dein Baby eine Saugverwirrung entwickelt. Die Saugtechnik an der Flasche unterscheidet sich stark von der Stilltechnik an der Brust. Fast alle Babys kommen mit dem Wechsel zwischen Brust und Flasche (auf Dauer) nicht klar. Deswegen ist es sehr wichtig auf eine
stillfreundliche Zufüttermethode umzustellen. Damit bekommt dein Baby keine künstlichen Sauger mehr und kann ungestört seine Stilltechnik an der Brust verbessern. In eurem Fall würde sich ein Becher oder alternativ das Brusternäherungsset (BES) anbieten.
Er ist sonst so ein ruiges braves Baby, lässt sich sogar Blut abnehmen und Fieber messen ohne viel Geschrei, aber wenn ich versuch ihn zu stillen dreht er durch.
Er schreit mit hochrotem Kopf, windet sich kratzt zwickt (ich hatte teilweise blutige Stellen an den Brüsten) tritt.
Ich hab das Anlegen schon kontrollieren lassen, alles passt.
Die Erklärung für sein Verhalten liegt darin, dass er nicht weiß, wie er richtig an der Brust trinken kann. Meist klappt es nachts oder im Halbschlaf besser und wenn die Babys wach sind, deutlich schlechter.
Meine Mutter sagt einfach nur die Brust anbieten und stur bleiben.
Dies kann dazu führen, dass dein Baby nicht genug Milch bekommt. Solche Hau-Ruck-Aktionen sind nicht zum Wohle des Babys.
Ich kann einfach nicht stur bleiben wenn mein Baby so verzweifelt ist.
Das machst du genau richtig. Oberste Priorität ist, dass dein Baby genug Milch bekommt. Mit meiner Unterstützung können wir dein Baby wieder an die Brust gewöhnen und achten dabei darauf, dass es jederzeit genug Milch bekommt, d.h. die Zunahme weiterhin im Normalbereich bleibt.
Ich hab irgemdwie die Hoffnung schon fast aufgegeben, mein Mann sagt wenn es bis jetzt nicht geklappt hat klappt es eh nicht.
Dein Baby ist noch sehr klein, da stehen die Chancen sehr gut, dass es wieder aus der Brust trinkt. Ob du komplett zum Vollstillen kommst, kann ich nicht versprechen, aber den Anteil der Pre an der Ernäherung deines Babys können wir sicherlich senken.
Also zugefüttert wird mit Aptamil pre, ich schätze 300/400ml täglich und etwa 300 ml abgepumpte Muttermilch.
Okay, dann wird sein Bedarf etwa zur Hälfte von deiner Milch gedeckt. Hier wäre das Ziel den Anteil deiner Milch zu erhöhen. Außerdem sollte dein Baby möglichst deine Milch direkt aus der Quelle bekommen.
Er trinkt meist in 100er Portionen, wenn er sich schnell wieder meldet oder ich ihm etwas anbiete bevor er sich meldet(weil ich zb nachher essen will) natürlich weniger.
Eine wichtige Information. Normalerweise trinken Stillbabys circa 8-12 mal in 24 h, zur Erhöhung der Milchbildung sollten 10-12 Stillmahlzeiten angepeilt werden, d.h. im Schnitt tagsüber alle 2 h und nachts alle 3 h, wozu du dein Baby sehr gerne wecken darfst. Damit werden die Portionen automatisch kleiner (etwa 60 ml), so dass dein Baby sich dann mit der Zeit von alleine häufiger melden wird. Umso häufiger du stillst (oder abpumpst), umso besser für deine Milchbildung.
Ich knuddel oft obenrum nackt mit ihm weil er dann manchmal selber trinken will.
Sehr gut. Hautkontakt ist für euch beide sehr gut und für die Milchbildung auch.
Heute Abend hab ich versucht ihn gepuckt zu stillen, das hat (mit Stillhütchen) ganz gut geklappt.
Er hat seit 22 uhr bis jetzt immer wieder gesaugt (kurze meckerein, aber nichts schlimmes) und wirkt zufrieden, ich hoffe das klappt weiter.
Stillhütchen ist mir egal, ich bin erstmal froh wenn es irgendwie klappt.
Sehr, sehr gut. Wunderbar. Wenn dein Baby mit Stillhütchen trinkt, ist das große Klasse. Das Wichtigste ist erstmal, dass er überhaupt stillt, wie ist erstmal egal.
Kann es sein dass er am Stillhütchen mehr Luft schluckt als bei der Flasche?
Die Trinktechnik an der Brust (auch mit Hütchen) unterscheidet sich von der an der Flasche. Es kann also gut sein, dass er mehr Luft mitschluckt. Das lernt dein Baby aber schnell, wenn die Flasche nach und nach wegfällt.
Er wurde in der Nacht von 10 bis 1 gepuckt und mit Stillhütchen gestillt, um 4 war er unruig und schläftig, hatt die Flasche bekommen und war nach 70 zufrieden, und jetzt wird er ab 8 gestillt.
Auf jeden Fall spuckt er heute recht viel, er spuckt immer, aber so viel sonst nur wenn er schlingt(er hat jetzt eine Flasche mit dr er weniger schlingen kann).
Super, dass du so häufig stillen kannst. Bleibe da dran. Am besten legst du ihn alle 2h (tagsüber) bzw. 3h (nachts) an. Damit dein Baby genug Milch bekommt, solltest du auf jeden Fall zum Stillen noch etwa 300 ml Pre zusätzlich anbieten. Am besten auf kleine Portionen verteilt (30-50 ml), so dass die Pausen zwischen den Stillmahlzeiten nicht zu lange werden, da dein Baby zu satt ist.
Ganz wichtig wäre es, dass du dann auf eine stillfreundliche Zufüttermethode umsteigst. Ein kleiner Becher (hier eignet sich ein Schnapsglas gut, da einen dünnen Rand und einen kleinen Durchmesser, alternativ ein Fütterbecher (Medela, circa 1 Euro in der Apotheke)) gut. Hieraus kannst du deinem Baby nach dem Stillen noch etwas Premilch zusätzlich anbieten. Wie das geht, siehst du hier in dem Video gut
Becherfütterung. Wenn du magst, kannst du dir auch ein BES besorgen und damit zufüttern. Dies hat den Vorteil, dass du während dem Stillen zufüttern kannst, damit sparst du dir Zeit und dein Baby regt während der Zufütterung die Milchproduktion an. Falls du dir eines besorgen willst, dann solltest du dir auf jeden Fall noch die
Elterninfo zum BES besorgen und vorher gut lesen.
Wichtig beim Umstellen von Flasche auf Brust und bei der Reduktion der Zufüttermenge ist es, dass dein Baby jederzeit gut versorgt wird. Dafür ist es wichtig, dass du täglich unter gleichen Bedingungen wiegst. Wie das geht, steht in der
GRUNDINFO Gedeihen, Gewichtskontrolle, korrektes Wiegen. Dann postest du täglich hier Gewicht, Stillhäufigkeit, Häufigkeit der Zufütterung, deren Menge und mit was du zugefüttert hast, Häufigkeit und Menge des Abpumpens, sowie die Windelanzahl. Dies sieht dann in etwa so aus:
7.8.16 3450g, 10 x Stillen, 4 x Flasche (200 ml Pre), 4 x Becher (120 ml Pre, 40 ml Mumi), 2 x Abgepumpt (40 ml Mumi), 1 x Stuhl, 4 x Urin
Der grobe Plan würde dann wie folgt aussehen:
- Häufig stillen: 10-12 mal in 24 h
- Umstellen der Zufütterung auf eine stillfreundliche Methode
- Abpumpen (so oft, wie es für dich stressfrei möglich ist)
- Täglich mit den Daten hier melden
- Reduktion der Zufüttermenge
Die Chancen sind bei einem so jungen Baby sehr gut, dass es recht schnell wieder gut aus der Brust trinkt und deine Milchmenge sich deutlich erhöhen lässt.
Was meinst du dazu? Wäre das für dich ein guter Weg?
Liebe Grüße von deidamaus
ModTeam-Stillberatung