Verhalten nach Verkehrsunfall

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leonore78
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Verhalten nach Verkehrsunfall

Beitrag von leonore78 »

Guten Morgen,

gestern hatten unsere beiden Großen (9 und 11) einen Verkehrsunfall.
Sie nehmen an einer Ferienfreizeit teil und haben einen Ausflug gemacht. Die Kinder waren in zwei Bussen unterwegs und vor einer Ampel ist der hintere Bus auf den vorderen aufgefahren. Unsere beiden sind gottseidank unverletzt, aber 26 weitere Kinder nicht. Es sind wie durch ein Wunder keine schweren Verletzungen vorgekommen, aber Platzwunden, Gehirnerschütterungen etc.. Die beiden sind total geschockt, dazu kommt, dass sie nicht im selben Bus sassen und für längere Zeit nicht wussten, wie es dem jeweils anderen geht, denn sie durften ihre Busse natürlich nicht verlassen, bis die Strasse gesperrt wurde, die schwerer verletzten Kinder versorgt waren und der Unfallablauf klar war.
Nach dem Unfall dauerte es noch drei Stunden, bis sie wieder zuhause waren.
Wie gehe ich damit jetzt um?
Die Kleinere hat heute Nacht nicht schlafen können, war bei uns im Bett, der Große spricht nicht wirklich, nachbohren möchte ich aber auch nicht.
Hat jemand Erfahrung, eine Idee? Ich möchte ihnen gerne helfen, diesen Schock zu überwinden, weiss aber überhaupt nicht wie ich es anstellen muss.

Hilflose Grüße!
Leonore mit M. 2005, W. 2007 und M. 2016
EhMibima

Re: Verhalten nach Verkehrsunfall

Beitrag von EhMibima »

Oh Gott, die armen! :( Ich kenne mich da gar nicht aus.
Eine Idee: Kannst du deinen Kinderarzt anrufen? Der kennt sich vielleicht mit sowas aus?
Meine Große macht auch viel mit sich selbst aus. Finde ich selbst nicht gut und biete ihr an, mit mir zu sprechen, erzählen kann sie immer...Manchmal hilft es ihr, wenn ich das Thema in die Richtung lenke und dabei von mir erzähle.
Ich hoffe, sie erholen sich schnell und jemand anderes hier hat einen besseren Rat.

(Ich wundere mich immer warum Busfahrer so dicht auffahren müssen. :evil: :roll:)
Franzi175
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Re: Verhalten nach Verkehrsunfall

Beitrag von Franzi175 »

Ich würde mit ihnen auch drüber reden. Würde sagen, ich hätte da Angst gehabt weil ... Was habt ihr gefühlt. Ich versteht, dass du das und das gefühl hattest. Auch nachts, wenn siedeswegen nicht schlafen können.
Nicht das Trauma selbst ist die Quelle der Krankheit, sondern die Unbewusste unterdrückte hoffnungslose Verzweiflung darüber nicht Ausdrücken zu dürfen was man gelitten hat. Weiß gerade nicht wer das geschrieben hat. Finde dass das aber für uns alle zutrifft. Ich sage zu meinen Kindern immer: ich tröste dich so lange bis die Traurigkeit vorbei ist bzw. Ich halte dich so lange fest, bis die Angst vorbei ist ... Was ich mittlerweile überhaupt nicht mehr sage: sei nicht traurig, ist nicht so schlimm, da musst du keine Angst haben ...
Sorry etwas off topic zu deinem Thema
leonore78
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Re: Verhalten nach Verkehrsunfall

Beitrag von leonore78 »

Klar biete ich ihnen das Gespräch an, von mir aus tausend mal, ich möchte nur nicht so nachbohren.
Eigentlich möchte ich den Wunsch meines Sohnes, nicht zu sprechen, respektieren. Ich bin aber in diesem Fall relativ sicher, dass das nicht förderlich zur Verarbeitung ist.
Den Kinderarzt hatte ich auch in Betracht gezogen, der ist aber jetzt in Urlaub.
Heute morgen war ich mit unserer Tochter schon im Krankenhaus, sie klagte über Bauchweh, aber Gott sei Dank ist es nur eine Bauchdeckenprellung.
Leonore mit M. 2005, W. 2007 und M. 2016
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