spielzeugfreier/er leben

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Caralina
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spielzeugfreier/er leben

Beitrag von Caralina »

Schon lange ärgere ich mich über die fluten an Spielzeug welches meine kids übers jahr verteilt geschenkt bekommen. Immer wieder sortiere ich etwas aus, vieles bleibt aber. Entweder weil es so teuer war, weil es "pädagogische wertvoll" ist :-) , oder weil der dachboden eh schon übervoll ist.

Fakt ist, mit dem meisten was wir haben spielen sie eh nicht . Ich habe das Gefühl das meiste behindert sie nur am freien spielen.
Ich möchte daher drastisch reduzieren, nicht weil mich das chaos stört oder ich meinen kids kein Spielzeug gönne, sondern weil ich das Gefühl habe dass sie es einfach nicht brauchen.

Wer mag mich auf dem weg begleiten, mitmachen, von eigenen erfahrungen berichten?

Was war bei euch unverzichtbar?
Wie handhabt ihr kinder Geburtstage?
Liebe Grüße von Caralina

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rueckenwind
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Re: spielzeugfreier/er leben

Beitrag von rueckenwind »

Da wir im neuen Haus noch nicht dazu gekommen sind, das Kinderzimmer zu streichen sind die meisten Spielsachen nun schon knapp zwei Monate in Kisten verstaut (ausgepackt haben wir nur die Spiele, die wir gerne zusammen spielen, die Holzeisenbahn, Kreide und das Sandspielzeug, Ach ja,in der Küche steht auch noch die Kinderküche und Bücher haben wir auch einige ausgepackt). Verglichen mit anderen Kinderzimmern ist das unserer Kinder im Alltag schon ziemlich übersichtlich, aber dennoch kommt da so ein einiges, meiner Meinung nach zu viel, zusammen.

Ich habe mir vorgenommen, die Kisten dann später nicht alle auszuräumen sondern noch mal bei allem zu überlegen, ob es wirklich nötig/schön/bereichernd ist.
Bisher haben die Kinder (außer dem oben genannten dann ja auch ausgepacktem) nichts vermisst.

Ich bin gespannt, wie du das angehen wirst! Planst du, deine Kinder in den Prozess mit einzubeziehen (kann leider grad nicht sehen, wie alt sie sind), das hat hier zuvor nämlich gar nicht funktioniert...[SMILING FACE WITH OPEN MOUTH]
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Linda89
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Re: spielzeugfreier/er leben

Beitrag von Linda89 »

Ich bin schon ein paar Schritte weiter als du :) Ich liste mal unser Spielzeug auf. Es wird wahrscheinlich viel klingen, aber es ist sehr wenig.

Ein paar Puzzle mit 49 Teilen (die werden aber seit Weihnachten irgendwie nicht mehr gemacht, hab aber schon viele weggegeben)
Zwei Kisten Duplo, eine davon im Keller
ein paar Schleichtiere
Bälle
eine dreiteilige Holzeisenbahn (eigentlich für Einjährige, aber beide Kinder spielen damit)
ein Löwe zum hinterher ziehen
Woodys
eine Plastikküche im Sandkasten
vielleicht 20 Bücher (Ich hätte gerne mehr Bücher, aber mein Mann meint, dass die Kinder eh gerne immer die gleichen lesen.)

Ich glaube, das war es. Natürlich haben wir an sich viel mehr Spielzeug: Löffel, Maßband, Schüsseln, Rucksäcke, Medaillen, Kochlöffel, Rührbesen, Fahrzeuge, Sprossenwand, Sofa, Couchtisch, Fensterbrett, Trampolin, Sand. Aber das ist ja kein "richtiges" Spielzeug. Unsere Kinder spielen halt auch sehr viel mit "Nichtspielzeug". Eher klettern und turnen sie rum, sie jagen sich im Kreis und sowas. Seit nicht mehr so viel rumliegt, fühlt es sich besser an. Wir müssen nicht mehr ständig aufräumen, das hat immer genervt. Mein Mann ist da manchmal sehr auf dem Trip, dass "man" doch Spielzeug hat und "man" gibt keine neuen, teuren Sachen weg. Aber ich finde, wenn die Schwiegermutter dem Einjährigen Kind zum Geburtstag ein 200teiliges Kaufmannsladenset schenkt und mich das nervt, dann darf ich das entsorgen. Ich bin ja kein Mülleimer. Meinetwegen dürfen andere Leute sich mit mehr Materiellem besser fühlen, bei mir ist es andersrum. Bei meinem Mann im Prinzip auch, er merkt das immer im Urlaub. Wir waren mal im Wohnwagen zwei Wochen unterwegs. Das war super, da hatten wir wenig dabei und alles hatte seinen Platz. So war alles auch schnell aufgeräumt. Oder jetzt vor zwei Wochen waren wir in Italien in einer Ferienwohnung. Alles, was wir dabei hatten an Spielzeug war ein Ball, eine Gießkanne, eine Schaufel und ein Förmchen. Die Schaufel und das Förmchen haben wir nur am Meer benutzt (wo wir gar nicht so oft waren). Die Kinder haben lieber Steine in Flaschen sortiert oder sind auf der Mauer balanciert. Die Frau von meinem Vater hat mal gesagt "Spielzeug braucht man doch eigentlich nur, wenn man sich nicht mit den Kindern beschäftigen will.". Im Ansatz hat sie recht. Ich finde, seit die Kinder weniger Spielzeug haben, muss ich sogar eher weniger beschäftigen (okay, sie sind ja auch älter geworden, in dem Alter machen wenige Wochen oder Monate ja sehr viel aus). Ich muss nur häufiger mal im Streit schlichten unterstützen.

Ich finde so wenig Spielzeug sehr gut. Mein Sohn hat in drei Wochen Geburtstag und ich sehe jetzt schon, dass ich wahrscheinlich viel Spielzeug wieder weggeben muss. Ich werde es eine zeitlang da lassen und die Kinder damit spielen lassen. Aber wenn es viel rumfliegt und mich nervt, kommt es weg. Ich habe allen die Wunschliste von meinem Sohn gegeben. Er hat sich viele Sachen explizit gewünscht und einiges schon über Monate (und wiederholt es immer wieder). Ich bin gespannt, ob er von irgendjemandem was von den Sachen kriegt, die er sich wünscht. Sie sind halt ziemlich außergewöhnlich: Pinke Gießkanne, Lila Strümpfe mit Monstergesicht oder Augen drauf, lila Ring mit Glitzer (den bekommt er von uns), Raupe Nummersatt als Buch, Lila Blumen zum Einpflanzen, Zahlenschloss für das Fahrrad. Dazu hab ich noch Geschenke gesammelt, bei denen ich denke, dass er sich freuen würde (Kindersitz für seinen Affen - er hat nämlich schon öfter bemängelt, dass sein Fahrrad keinen Kindersitz hat), Gartenhandschuhe (hat er auch schon oft gewollt).

Ich bin gespannt, wie andere damit umgehen.
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Linda89
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Re: spielzeugfreier/er leben

Beitrag von Linda89 »

Achso und ich kann mir gerade gar nicht vorstellen, wie das mit älteren Kindern ist oder mit Kindern, die eher Spielzeug-fixiert sind. Mein Großer hat sich halt kaum für Spielzeug interessiert, schon immer nicht. Jetzt waren wir bei seinem Cousin, wo massig Spielzeug überall rumfliegt. Meine Tochter hat Kastanien in Dosen sortiert und mein Sohn hat nur mit der Holzeisenbahn und dem Kartonhaus gespielt und beide haben Bücher angeschaut :)
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Caralina
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Re: spielzeugfreier/er leben

Beitrag von Caralina »

Meine beiden sind 1 und 3 1/2. Ich habe nicht vor alles weg zu tun und werde sie da vermutlich auch nicht mit einbeziehen.
Als erstes möchte ich mir die Bücher vornehmen. Ich dachte immer man kann nie genug Bücher haben.... hab daher dankend jedes buch angenommen und jetzt haben wir hier etliche Bücher die entweder vom alter nicht passen oder nicht gemocht werden.
Ausserdem will ich mal über die Gesellschaftsspiele drüber schauen. Die werden nämlich garnicht bespielt.
Liebe Grüße von Caralina

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Lösche Benutzer 19296

Re: spielzeugfreier/er leben

Beitrag von Lösche Benutzer 19296 »

Wir sind seit ein paar Monaten Spielzeug-freier und es fühlt sich gut an :D
Mich hat es total genervt, das mein großer einfach alles auf einen Haufen geworfen und sich mit nichts wirklich beschäftigt hat. Also habe ich dann in einer Hauruck Aktion fast alles in Waschkörbe gepackt und aus seiner Sicht gestellt. Was kam war ein erstaunter Blick und die Feststellung einige Dinge (manches benannte er genau) seien weg. Ich habe ihm gesagt und gezeigt was noch da sei und das ich die anderen Sachen erst weggestellt habe und wir sie bei Bedarf wieder holen könnten.
Tatsächlich fing er dann an wieder konzentrierter und kreativer mit dem wenigem zu spielen und ich muss nicht ständig über ein Riesen Chaos im Wohnzimmer stolpern.

Ich hab vorher ein wenig recherchiert und eine Seite im Netz gefunden, wo über die Erfahrungen im "Spielzeug freiem Kinderzimmer" berichtet wird. Fand ich als Input ganz gut. :wink:

Was haben wir derzeit konkret an freiem Spielzeug?

Im Wohnzimmer:
Werkzeugkiste plus Mini Werkbank
Stapelbecher
Kugelbahn
Trommel und Glockenspiel
Kiste Duplo
Bücher ( da gibt es hier auch keine Beschränkung, wir derzeit ca 20)
Hörbert
Kletterbogen und Schaukel

Im Kinderzimmer:
Traktor mit Anhänger
Bauklötze
Flix ("Holz bobbycar")
Kiste mit Babyspielzeug für die kleine Schwester
Kuscheltiere

Ich habe gemerkt, das es wichtig ist, die Sachen regelmäßig durchzuschauen und gerade irgendwelchen blöden Kleinkram sofort zu entsorgen. Spiele und Bastelsachen gibt's hier bisher nur unter Aufsicht und die anderen Sachen werden hin und wieder getauscht, es kommt aber selten die Nachfrage durch den Großen. Ich tausche durch, damit die vielen schönen Sachen nicht unbespielt bleiben.

Hier ist auch bald Geburtstag und um eine Flut von neuem Spielzeug zu vermeiden, habe ich konkrete Wünsche geäußert. Hier wird nicht nur Spielzeug (Spiel, Buch, Bastelmaterial) geben, sondern auch notwendiges (Rucksack, Kleidung).
Wölkchen123
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Re: spielzeugfreier/er leben

Beitrag von Wölkchen123 »

Ich lese mal interessiert mit!

Den Spielzeugfreies-Kinderzimmer-Blog habe ich vor kurzem entdeckt, den kennt ihr sicherlich auch?

Momentan bin ich noch dabei, meinen Mann zu überzeugen/ins Boot zu holen und dann macht mir vor allem das zu schaffen, was hier schon angesprochen wurde:
Linda89 hat geschrieben:Achso und ich kann mir gerade gar nicht vorstellen, wie das mit älteren Kindern ist oder mit Kindern, die eher Spielzeug-fixiert sind.
Mein Sohn ist leider sehr Spielzeug-affin, er fragt jetzt schon, wann es die nächsten Geschenke gibt, weiß noch, dass der Weihnachtsmann ihm letztes Jahr nicht das gebracht hat, was er sich gewünscht hat (das ist etwas, das ich mir gemerkt habe, dass ich nichts oder nur noch wenig schenken werde, von dem ich oder wir denken, dass es toll für die Kinder ist. Die meisten Dingen, die wir uns so gedacht hatten, fand er erstmal blöd und spielt teilweise auch heute noch nicht damit :oops: )
Und er steht total auf Krimskrams, den die Oma gern zwischendurch mitbringt und mich nervt das so. Dieser herumfliegende Kleinkram, mit dem mal kurz begeistert gespielt wird, dann aber nur rumliegt und keinen richtigen Ort zum Aufbewahren hat. :roll: :roll: Oder der Inhalt von Ü-Eiern :roll:

Und ich habe dank des Blogs verstanden, dass es quatsch ist, Dinge zu schenken, die man selbst als Kind toll fand oder nicht haben durfte (Brummkreisel, Holzpuppenwagen (wobei, da hoffe ich noch, dass meine Tochter ihn irgendwann doch noch toll findet :oops: ), Schleich-Tiere (da hoffe ich auch noch, immerhin werden sie manchmal bespielt).

Kinderbücher haben wir auch sehr viele, aber das will ich nicht ändern. Wir alle lieben Bücher und diejenigen, die wir selbst ausgesucht haben, sind auch so, dass ich sie uneingeschränkt gut finde.
Liebe Grüße vom Wölkchen mit Sohn *04/12 und Tochter *10/14
mama2008
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Re: spielzeugfreier/er leben

Beitrag von mama2008 »

ich schau bei uns schon länger, das hier nur sachen sind, die bespielt werden und nicht sinnloses zeug rumfliegt.
welches spielzeug hier bespielt ist und was gehen darf, das entscheiden größtenteils die kids. ich finde es sonst übergreifend, wenn ich bestimme, was für sie sinnvoll/spielrelevant ist und was nicht.
an geburtstagen/feiertagen schenken wir und die familie in absprache, die wünsche der kids.
der große wünscht sich oft lego, beide lieben fussball und da gibt es tausend herzenswünsche angefangen von schweißbändern, mützen, schildkappen, fussbällen bis hin zu trikots. aber auch nützliche dinge wie neue arbeitshandschuhe, neue fahrradhelme, brandaktuelle fussballschuhe, ein zeitschriftenabo oder kinogutscheine/indoorspielplatzgutschein sind beliebt.

der große, 8, hat sehr viel lego, damit spielt er auch täglich. bruderfahrzeuge und bissl playmobil und das eine oder andere kuscheltier.
der kleine, 4, hat sehr viel duplo incl. der eisenbahn, die hubelinokugelbahn, einen herd/backofen mit küchenutensilien, bruder fahrzeuge und eine kiste mit fahrzeugen ganz unterschiedlicher hersteller und auch kuscheltiere sowie eine kiste mit werkzeug und helm ect.
für beide ist im flur ein bücherregal mit unmengen an büchern und cd´s sowie papier und bastelkram, playmais und bügelperlen und puzzel mit unterschiedlicher anzahl an puzzelteilen.
Linchen1988
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Re: spielzeugfreier/er leben

Beitrag von Linchen1988 »

Oh wie schön. Es ist jetzt schon zum wiederholten Mal passiert, dass ich mir über etwas Gedanken mache und dann taucht ein Thread dazu auf.

Wir haben verglichen mit anderen Familien schon weniger Spielzeug und trotzdem ist es mehr als genug. Besonders der Kleinkram.nervt mich. Allein 3 Sortierspiele fliegen mit ihrem Inhalt herum.
Ich möchte bei solchen Dingen etwas reduzieren und die restlichen Sachen regelmäßig austauschen. Vor allem soll nicht mehr soviel dazu kommen.
Meine Große spielt meist nur mit den Dingen die ich ihr in 3 kleinen Schubladen im wozi einräume. (Aktuell: 1 Puzzle, Xylophon, Kindertaschenlampe, Handpuppe, Pony zum frisieren). Daneben sind noch die Kinderküche, Einkaufswagen und das Schaukelpferd interessant sowie Bücher. Kisten im wozi sowie das Regal im Kizi werden höchstes ausgeleert.


Linchen mit Großer Maus (5/14) und kleiner Käferline (6/16)
Linchen mit Wirbelwindmädchen (05/14) und kleiner Lausemaus (06/16)
EhMiKS

Re: spielzeugfreier/er leben

Beitrag von EhMiKS »

*abo*

wir haben definitiv zuviele sachen denke ich.... und j (wird im september 5) ist gar nicht so ein spielkind. also er liebt z.b. seine fussballkarten/das album aber so ganz alleine lego oder playmobil ist nicht so sein ding. ich tue mich aber schwer damit auszusortieren gebe ich zu. aber einiges von dem kleinkindkram kann jetzt langsam mal weg. vllt wird dann anderes auch wieder interessanter. ich lese auf jeden fall mal hier mit.
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