Beikostliebhaberin

Was kommt nach dem Vollstillen?

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neja
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Beikostliebhaberin

Beitrag von neja »

Ihr Lieben,

ich suche und suche, aber ich finde nur Themen, wo Babys Beikost eher ablehnen. Ich habe hier aber den umgekehrten Fall und bin mir total unsicher geworden, ob man auch zuviel zufüttern kann? Und das Stillen (was ich nicht missen möchte!) vorschnell beendet?

Meine Maus erreicht nun ihren 7. Monat, passt in die Kleidergröße 74 und wiegt um die 8 kg (sie ist schon zur Geburt mit 4,2 kg und 56 cm gut reingestartet). Vor wenigen Wochen haben wir einmal angetestet, ob sie Brei mag. Inzwischen ist sie ein RIESIGER Fan, wenn ich das so sagen darf. Sie freut sich ein Loch in den Bauch, wenn ich nur anfange, ihr etwas aufzuwärmen oder den Obstbrei in die Hand nehme. Sie haut auch richtig rein, weshalb ich mich allmählich doch sorge:
a) Kriegt sie nicht mehr genug ab beim Stillen? Ich biete ihr so alle 2 Stunden eine Brust an (biete ich 2 an, spuckt sie danach viel, also lass ich es). Sie trinkt dann auch immer - sie ist allerdings schon seit Geburt eine in meinen Augen Über-den-Hunger-Trinkerin, d.h. man merkt, dass sie eigentlich pappsatt ist, kann aber nicht aufhören und nach dem Stillen macht sie den Eindruck, als würde sie gleich platzen. Es gab also noch nie eine Gelegenheit, wo sie das Stillen nicht angenommen hätte.
b) Ich gebe ihr momentan mittags oder am frühen Nachmittag einen warmen Gemüsebrei unterschiedlicher Zusammensetzung, etwa 100 Gramm. Dazu mische ich etwas Öl und/oder Kokosmus und/oder Mandelmus (nur einen Klecks, vielleicht einen Viertel Teelöffel). Den verputzt sie mittlerweile recht flott und inzwischen zeigt sie dann an, dass sie noch mehr essen könnte, weshalb ich ihr auch noch etwas Obstbrei hinterher anbiete. Davon nimmt sie auch einige Löffel und kommt damit sicherlich auf etwa 200 g alles in allem. Anschließend stille ich sie, was sie ebenfalls (wie oben beschrieben) nie ablehnt. Abends gebe ihr ihr entweder reinen Obstbrei oder so eine Mischung aus Obst und Gries oder Obst und Haferflocken. Getreidezugaben mag sie nicht immer; da bin ich noch auf der Suche. Jedenfalls hat sie gestern fast das ganze Glaserl Obst mit Gries weggehauen - und natürlich trotzdem noch gestillt. Ist das alles zuviel?

Nebeninfo: Wir sind alle sehr schlank und dünn in der Familie, auch Mausi wirkt überhaupt nicht zu proper oder dergleichen.

Danke für eure Hilfe :)
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Brianna
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Re: Beikostliebhaberin

Beitrag von Brianna »

Die Empfehlung zur Beikost, wenn man nicht schnell abstillen möchte, lautet vor, nach und während dem Essen stillen und nach Bedarf stillen. Dazu so viel Beikost wie das Kind mag.
Mein ähnlich altes Baby findet Beikost auch toll. Steht aber nicht unbedingt auf Brei und ich bin auch nicht wild aufs füttern. Sie isst, wenn wir essen und sie wach ist unser Essen babygerecht abgewandelt. Am Samstag hatten wir Tortelini mit Tomatensoße. Sie hatte Schleifchennudeln ohne Salz gekocht. Die hat sie selbst als Fingerfood gegessen und Tomatensoße vorm Salzen aus dem Topf genommen vom Löffel angeboten. Sie ist auch gerne gedünstetes Gemüse in Pommesform und Obst. Da sie selbst isst aber eher weniger als bei Brei.
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neja
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Re: Beikostliebhaberin

Beitrag von neja »

Brianna, kann Deine Tochter schon sitzen und hat einen Stuhl oder hältst Du sie derweil auf Deinem Schoss, wenn ihr esst?
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Brianna
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Re: Beikostliebhaberin

Beitrag von Brianna »

Sie sitzt im Hochstuhl. Dann kann ich auch essen. Sie kann noch nicht alleine sitzen, im Hochstuhl geht es aber gut. Ein bis zweimal am Tag für zehn bis fünfzehn Minuten ist es für uns okay. Auf dem Schoß geht auch, ich möchte aber auch essen und muss Großkind mal was helfen. Da wäre auf dem Schoß echt unpraktisch.
Wie macht ihr es denn bei Brei? Der soll ja auch in aufrechter Haltung gegeben werden.
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Re: Beikostliebhaberin

Beitrag von neja »

Wenn ich mit ihr allein bin, hab ich sie auf dem Schoß und das klappt super. Sie saut nicht mal viel rum oder macht Quatsch. Sie mampft einen Löffel nach dem anderen weg und schaut derweil versonnen aus dem Fenster oder zu den Katzen ;) Wenn mein Mann da ist, nimmt er sie und ich füttere.
Hochstuhl haben wir noch nicht mal einen gekauft. Sie kann sich aber schon richtig gut halten im Sitzen, wobei sie sich aber noch nicht allein hinsetzen kann. Sie versucht sich auch oft aufzurichten, übt also fleißig.
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Re: Beikostliebhaberin

Beitrag von Mutterhenne »

Ich würde auf jeden Fall vor dem Essen stillen, so dass der erste, große Hunger an der Brust gestillt wird, um vorzeitiges Abstillen zu vermeiden. So habe ich es zumindest hier gelernt ;-). Und Selberessen ist sicherlich ein guter Tipp (haben wir auch gemacht ;-)).
Ich kenne übrigens so eine essbegeistertes Baby (jetzt Kleinkind) - nicht meins! -, das immer nach Bedarf gestillt wurde und keine künstlichen Sauger etc. bekommen hat (die Mutter ist eine sehr gute Freundin von mir, daher glaube ich ihrer Aussage); dieses Kind hat sich mit etwas über 18 Monaten selbst abgestillt. Das ist aber seeehr selten und U1 kommt es praktisch gar nicht vor. - Ihr 'beikostet' ja noch nicht besonders lange - vielleicht legt sich die anfängliche Begeisterung auch bzw. reduziert sich auf ein 'stillfreundliches' Maß...?
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Meerhuhn
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Re: Beikostliebhaberin

Beitrag von Meerhuhn »

Solange sie nicht überproportional zunimmt oder das Stillen danach verweigert, würde ich mir keine Sorgen machen, dass sie zuviel isst und/oder sich abstillt.
Wenn sie selbst entscheiden kann, ob sie noch mehr möchte und ein "nein" von ihr akzeptiert wird (so klingt es ja bei euch), dann wird sie schon wissen, wann genug ist. Mein Kleiner war von Anfang an auch begeisterter Esser und hat die Brust auch nie verweigert, wenn ich sie angeboten habe. Er ist jetzt bald 15 Monate und isst und stillt viel.
Vielleicht hat sie gerade eine Wachstumsphase oder bereitet sich auf zunehmende körperliche Aktivität vor? Dann legt sich das enorme Interesse vielleicht auch wieder ein bisschen.
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Re: Beikostliebhaberin

Beitrag von neja »

Danke für eure Antworten.
Und gut zu wissen, dass es auch andere Beikostfans gibt ;)

Bzgl. Wachstumsphase oder körperliche Aktivität:
Ja, sie übt gerade, wie man von A nach B kommt, d.h. sie würde gern krabbeln, aber ganz den Dreh hat sie noch nicht raus. Ich weiß nicht, ob es damit zusammenhängt oder ob es nur die Beikost ist, aber seit Wochen sind unsere Nächte richtig schlecht. Sie wacht teils halbstündlich weinend auf, meist weil ein Pups quer sitzt. Tagsüber stört sie das nicht, da ist sie auch abgelenkt. Aber nachts scheint das inzwischen ein unüberwindbares Hindernis zu sein. Sie schläft auch bei mir nicht ruhig, nicht mal dauerangedockt. Sie wirft sich hin und her, an Schlaf ist nicht mehr zu denken. Ich gehe jetzt dazu über, sämtliche Beikost nur noch bis spätestens frühen Nachmittag zu geben, vielleicht vereinfacht das die Verdauung für sie... Sie hat eigentlich auch so gut wie jeden Tag Stuhlgang, aber sie quält sich trotzdem.
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Meerhuhn
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Re: Beikostliebhaberin

Beitrag von Meerhuhn »

Viele Kinder tun sich anfangs mit der Umstellung in der Verdauung schwer (meins war da keine Ausnahme). Das wird sich wieder legen, die Unruhe kann daher, aber vielleicht auch durch andere Ursachen bedingt sein (Schub, Zahnen,...). Halte durch – es ist nur eine Phase :wink:
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Re: Beikostliebhaberin

Beitrag von neja »

Das ist mein Mantra ("nur eine Phase"), aber morgens gegen 4 Uhr, wenn man kaum geschlafen hat und genau weiß, dass 6 Uhr sowieso alles rum ist, müsste man den Satz schon irgendwo eintätowiert haben, um ihn noch zu Gemüte führen zu können ;)
Mama seit 12/2015 :22:
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