Hallo,
ich bin mir nicht so sicher, wohin mit meiner Frage. Ich versuche es mal hier.
Der große Krümel (gerade 4 geworden) kam per sekundärem Kaiserschnitt zur Welt. In der zweiten Nacht wurde er noch dazu auf die Intensivstation verlegt, wo ich nicht bei ihm sein konnte und er einige Tage bleiben musste.
Auch wenn die Situation zu keinem Zeitpunkt objektiv betrachtet "dramatisch" oder gar lebensbedrohlich war, war die Geburt und der ganze Krankenhausaufenthalt für mich absolut traumatisch. Ich habe bis heute noch sehr daran zu knabbern.
Für mich habe ich das teilweise schon aufarbeiten können und bin auch noch dabei.
Es ist aber auch so, dass ich das Gefühl habe, dass das alles dem Krümel auch noch irgendwie "nachhängt".
Ich weiß gar nicht so richtig, wie ich das beschreiben soll. Ich habe manchmal das Gefühl, er versucht etwas nachzuholen (Nähe holen) weil er manchmal so extrem an mir hängt. Mein Mann meint, das wäre alles normal. Bis zu einem Gewissen grad ist es das auch ganz sicher, aber ich merke eben den Unterschied gegenüber dem kleinen Keks so deutlich. Der ist auch mal anhänglich, aber das ist irgendwie ganz "anders".
Ich kann es wie gesagt leider nicht genau beschreiben, es ist mehr ein Gefühl.
Ich weiß auch gar nicht so genau, was ich dazu jetzt hören möchte, aber mich würde es interessieren, ob jemand ähnliche Erfahrungen hat. Und ob jemand weiß, an wen ich mich wenden könnte, um die Sache gemeinsam mit dem Krümel aufzuarbeiten.
Sorry, das klingt alles wirr, aber ich schick es jetzt einfach mal ab, sonst überlege ich es mir wieder anders...
Geburtstrauma beim Kind?
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Mallory
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Geburtstrauma beim Kind?
LG Mallory
mit Krümel 04/2012
und Keks 06/2014
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Towonda
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Re: Geburtstrauma beim Kind?
Das ist überhaupt nicht wirr!
Ich glaube, dass sich die Hebamme Barbara Trübner da ganz gut auskennt, vielleicht kannst du sie kontaktieren?
Ansonsten fällt mir noch Craniosacraltherapie ein, die deinem Großen da helfen könnte.
Ich glaube, dass sich die Hebamme Barbara Trübner da ganz gut auskennt, vielleicht kannst du sie kontaktieren?
Ansonsten fällt mir noch Craniosacraltherapie ein, die deinem Großen da helfen könnte.
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LuxaRosenburg
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Re: Geburtstrauma beim Kind?
Ich kann Dir nicht wirklich helfen, wollte Dir aber Zuspruch und totale Zustimmung dalassen. Ich hatte, von außen betrachtet, eine "Traumgeburt" und hatte trotzdem damit zu kämpfen. Mir hat es sehr geholfen, einen ganz ausführlichen Geburtsbericht zu schreiben, in einer zweiten Fassung als Brief an mein Baby. Vielleicht wäre das was für Dich? Vielleicht sogar, aber das ist nur ein Gedanke, wenn Du versuchst einen Geburtsbericht aus der Perspektive Deines Sohnes zu verfassen? Möglicherweise kommen da ja noch ein paar klarere Gefühle hoch, wie es im damals ging und was davon ihn möglicherweise heute noch beschäftigt (dass das auch den Kindern nachhängt steht für mich außer Frage).
Alles Gute Dir und Deiner Familie!
Gesendet von meinem FP2 mit Tapatalk
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Jes
- gut eingelebt
- Beiträge: 38
- Registriert: 22.02.2016, 11:41
Re: Geburtstrauma beim Kind?
Ein Besuch bei einem guten Osteopathen ist in so einem Fall bestimmt auch Gold wert sowohl für sich als auch für deinen Sohn. Oft werden solche Erlebnisse ja körperlich abgespeichert und durch die Erfahrung kann das ein Osteopath spüren und an der Lockerung arbeiten.
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Puttchen
- schreibt ganz schön oft
- Beiträge: 109
- Registriert: 21.07.2011, 18:29
- Wohnort: England
Re: Geburtstrauma beim Kind?
Hallo Mallory,
Ich kann Deine Gedankengänge nachvollziehen. Vielleicht helfen Dir meine Überlegungen?
Hintergrund: Traumgeburt bei der Großen, bis sie dann aber mit unverdünntem aspiriertem Kindspech geboren wurde. Sofort in die Intensivstation, dort die ersten 5 Nächte ohne mich. Letztlich alles gutgegangen, natürlich gab es sehr angstvolle Situationen in den ersten Tagen.
Der Kleine: Sekundärer KS wegen zu niedriger Herzfrequenz, kam aber topfit raus, konnte quasi sofort mit mir kuscheln.
Der Kleine ist bisher im gleichen Alter mehr in sich ruhend als die Große. Ja, ich habe drüber nachgedacht, ob das mit ihren Geburtsumständen zusammenhängt.
Aber: Zwei Kinder sind zwei unterschiedliche Individuen, für die sich beliebig viele unterschiedliche Einflüsse aufzählen lassen: Erstes Kind, zunächst Einzelbaby, unerfahrene Eltern, ... Zweites Kind, hat große Schwester, Eltern etwas erprobter, ... Usw... Und natürlich unterschiedliche Gene. Ich finde, es gibt keinen zwingenden Grund zu der Annahme, dass beobachtete Unterschiede ausgerechnet und hauptsächlich an den Geburt liegen. Wie das gleiche Kind mit einem anderen Geburtserlebnis drauf wäre, wird man nie wissen.
Für mich heißt das, es gibt halt Dinge, die nicht zu ändern sind, die Geburten waren, wie sie waren. Viel wichtiger ist, wie ich jetzt und in all den folgenden Jahren für meine Kinder da bin. Das kann ich gestalten, und das beeinflusst ihr Leben garantiert viel stärker. Hoffentlich positiv...
Liebe Grüße, P.
Ich kann Deine Gedankengänge nachvollziehen. Vielleicht helfen Dir meine Überlegungen?
Hintergrund: Traumgeburt bei der Großen, bis sie dann aber mit unverdünntem aspiriertem Kindspech geboren wurde. Sofort in die Intensivstation, dort die ersten 5 Nächte ohne mich. Letztlich alles gutgegangen, natürlich gab es sehr angstvolle Situationen in den ersten Tagen.
Der Kleine: Sekundärer KS wegen zu niedriger Herzfrequenz, kam aber topfit raus, konnte quasi sofort mit mir kuscheln.
Der Kleine ist bisher im gleichen Alter mehr in sich ruhend als die Große. Ja, ich habe drüber nachgedacht, ob das mit ihren Geburtsumständen zusammenhängt.
Aber: Zwei Kinder sind zwei unterschiedliche Individuen, für die sich beliebig viele unterschiedliche Einflüsse aufzählen lassen: Erstes Kind, zunächst Einzelbaby, unerfahrene Eltern, ... Zweites Kind, hat große Schwester, Eltern etwas erprobter, ... Usw... Und natürlich unterschiedliche Gene. Ich finde, es gibt keinen zwingenden Grund zu der Annahme, dass beobachtete Unterschiede ausgerechnet und hauptsächlich an den Geburt liegen. Wie das gleiche Kind mit einem anderen Geburtserlebnis drauf wäre, wird man nie wissen.
Für mich heißt das, es gibt halt Dinge, die nicht zu ändern sind, die Geburten waren, wie sie waren. Viel wichtiger ist, wie ich jetzt und in all den folgenden Jahren für meine Kinder da bin. Das kann ich gestalten, und das beeinflusst ihr Leben garantiert viel stärker. Hoffentlich positiv...
Liebe Grüße, P.
Große Kleine geboren Mai '10, gestillt bis Aug '13.
2 Sternchen.
Kleiner Kleiner geboren Juni '15, gestillt bis Juli '19.
