Große Probleme mit der Beikost/Verdauung

Was kommt nach dem Vollstillen?

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EhMijaf

Große Probleme mit der Beikost/Verdauung

Beitrag von EhMijaf »

Hallo zusammen,
ich hoffe, ihr habt vielleicht Tipps oder Erfahrungswerte, die mir ein bisschen Hoffnung machen. Unsere Situation ist folgende:

Mein Sohn, ziemlich genau 7 Monate alt, steht total auf Essen. Er bekommt von uns Brei, den er aber insoweit selbstständig isst, dass ich ihm nur einen befüllten Löffel anreiche (Kartoffel mit Gemüse) und Fingerfood (bisschen Brot oder Hirsekringel, weiches Obst/weiches Gemüse...) und er isst mit großer Freude. Wenn wir etwas essen und er bekommt nichts ab, wird er sauer :) Ich stille ihn weiterhin genauso viel wie vor Beikostbeginn, habe keine Eile mit dem "Ersetzen" von Mahlzeiten, da er sowieso keinen festen Rhythmus beim Stillen hat und ich zumindest im Moment eher Richtung BLW orientiert bin. Zusätzlich zu dem Stillen trinkt er immer mal wieder etwas Leitungswasser aus einem Glas, weil ihm das viel Spaß macht. Das sind keine großen Mengen, aber ich denke, er bekommt auf jeden Fall genug Flüssigkeit.

So... das Problem ist jedoch, dass er, bekommt er z.B. jeden Tag etwas Brei, nicht mehr täglich Stuhlgang hat. Ich weiß, dass das nicht unbedingt sein muss, aber ich merke, dass es ihm Unwohlsein bereitet. Er drückt und grunzt bei jedem Stillen und turnt und zappelt, weil es ihm im Bauch drückt. Das Einschlafstillen ist dann entsprechend eine Katastrophe... die Nächte werden dann auch von Tag zu Tag unruhiger. Meistens endet es dann so, dass er nach ca. 3 Tagen deutlich Bauchschmerzen bekommt und ich mit einem Kümmelzäpfchen oder dem Fieberthermometer nachhelfe und er dann auch wirklich drei Portionen Stuhlgang absetzt. Dieser ist nicht besonders fest, normaler Beikoststuhl würde ich sagen. Ich finde es furchtbar, dass ich eingreifen muss, habe Angst, dass er davon quasi "abhängig" wird, aber er schafft es nicht alleine.

Jedes mal, wenn ich merke, er bekommt Probleme mit dem Bauch, setze ich das Essen aus und stille ein paar Tage wieder ausschließlich, bis sich alles reguliert hat... Aber ich kann ihm die Beikost eigentlich nicht vorenthalten, er will ja so gerne essen. Ich bin wirklich verzweifelt. Gestern Abend hat er eine Stunde lange geweint, weil er Darmkrämpfe hatte :cry:
Er war schon immer recht empfindlich, was seinen Bauch betrifft und seine Schwierigkeiten sind auch nicht ganz klassisch nach drei Monaten verschwunden. Organisch war bisher alles immer unauffällig, allerdings gehe ich trotzdem nächste Woche noch mal zu einem neuen Kinderarzt, da ich mit dem alten sehr unzufrieden bin.
Was mir zusätzlich ein bisschen Sorgen bereitet, ist, dass mein Sohn ziemlich genau 7 Kilo auf 65cm (gemessen am 1.4.) verteilt wiegt und damit nicht unbedingt besonders schwer ist (3. Perzentile). Vielleicht braucht er eigentlich auch die Beikost? Nur Stillen reicht eigentlich nicht mehr aus?! Habe Angst, dass er nicht genug zunimmt...
Was soll ich tun? Habt ihr eine Idee oder Erfahrungen? Entschuldigt, dass der Text so lang geworden ist. Danke für´s Lesen!

Liebe Grüße,
Silja
pqr
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Re: Große Probleme mit der Beikost/Verdauung

Beitrag von pqr »

Hallo Silja

Ich verstehe Deine Sorge.
Unser Kleiner hat sich anfangs auch etwas schwer getan, als wir mit Beikost begonnen haben.
Ich denke, das regelmäßige Nachhelfen ist nicht so gut, so kann sich die Verdauung nicht selbst regulieren.
Wir haben versucht, vermehrt Birnen(brei) zu geben.
Kartoffeln und Karotten sowie Bananen haben wir dann erstmal weggelassen, da sie beim Kleinen eher stopfend wirkten.
Vielleicht nutzt das bei Euch auch?
Viele Grüße
pqr

pqr mit Mini 04/2015
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mafe
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Re: Große Probleme mit der Beikost/Verdauung

Beitrag von mafe »

Schreibst du von meinem Kind? :) Wir haben auch Probleme mit dem Darm und Kind hat auch Bauchweh und Probleme mit dem Stuhlgang. Unser KiA hat uns einen Lactulosesaft verschrieben, der hilft beim Stuhlgang ganz gut. Nachteil ist allerdings, dass er davon Blähungen bekommt bzw bekommen kann. Aber der Saft macht nicht abhängig und ich möchte nicht, dass sich bei meinem Kleinen ein Schmerzgedächtnis einprägt, wenn der Stuhlgang so Probleme macht. Zusätzlich achte ich noch darauf, dass er viel Pflaume, Birne und Avocado isst, das hilft auch manchmal beim Stuhlgang.

Alles Gute euch!
mafe mit Zwergin (12/12) und Zwerg (09/15) auf dem Arm und Sternchen tief im Herzen (10/14)
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Missy
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Re: Große Probleme mit der Beikost/Verdauung

Beitrag von Missy »

Ich würde schauen, dass auch immer ordentlich Fett am Brei ist und stopfende Sachen eher erst mal meiden, wie z.B. Karotte oder Kartoffel. Bei Getreidebrei auch eher Frucht dazugeben, z.B. Birne, der stopft sonst auch gern mal am Anfang.
Mein Sohn bekommt noch heute Fruchtbrei, wenn er mal wieder Probleme mit der Verdauung hat.
Bei Fingerfood kann man ja anfangs auch erstmal eher stuhlauflockernde Sachen geben, wie z.B. Zucchini.

Das pendelt sich sicher bald ein. :)
Missy mit dem kleinen Wuselchen (6/13) und *(10/15)
EhMijaf

Re: Große Probleme mit der Beikost/Verdauung

Beitrag von EhMijaf »

Hallo,
vielen Dank für eure Antworten!

Ich habe jetzt erstmal Kartoffel und Getreide in Breiform weg gelassen. Gefüttert habe ich Pastinake, Avocado, Blumenkohl... und der zweite Tag ohne Stuhlgang neigt sich dem Ende... :(
Er drückt und hampelt aber kräftig. Ich kann mir schon ungefähr vorstellen, wie das zu-Bett-gehen heute abend aussehen wird :?

Immer, wenn ich zb. Getreide angeboten habe, bekam er dazu Birne, leider hat das aber nicht geholfen. Auch Fett habe ich beigefügt. Ich muss ehrlich sagen, dass mich das ganze ziemlich frustriert. Er will so gerne essen und dann ist es so eine Qual. Er wirkt heute sehr unzufrieden, bestimmt drückt es ihm im Bauch.

Liebe Grüße!
Silja
mafe
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Re: Große Probleme mit der Beikost/Verdauung

Beitrag von mafe »

Ist hier genau das Gleiche: Birne, Pflaume, Avocado und Fett bringen auch gar nichts. Nach dem Saft hat er meist Stuhlgang, aber die Nächte sind furchtbar. Ich hoffe, dass sich das bald reguliert, weil er eben genauso gern wie deiner isst...
mafe mit Zwergin (12/12) und Zwerg (09/15) auf dem Arm und Sternchen tief im Herzen (10/14)
EhMijaf

Re: Große Probleme mit der Beikost/Verdauung

Beitrag von EhMijaf »

Mafe, unsere Babys sind ja auch in etwa gleich alt... was gibst du denn zu essen und in welcher Form? Ich hoffe auch sehr, dass es bald besser wird... aber so wirklich große Hoffnung habe ich ehrlich gesagt nicht.
mafe
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Re: Große Probleme mit der Beikost/Verdauung

Beitrag von mafe »

Deiner ist 1 Tag älter :)

Hier gibt es meistens GOB (Grießbrei mit Pflaume-Birne und Rapsöl), neulich Baby Spaghetti Bolognese (Brei) :oops: , Dinkelnudeln, Gurke, Birne (gedünstet und als Stückchen), Melone, Obstgläschen. Alles querbeet und eben dann, wenn wir auch essen. Aber ich kann leider nicht wirklich einen Zusammenhang feststellen, wann er vermehrt Bauchweh hat... Und ihr?
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Re: Große Probleme mit der Beikost/Verdauung

Beitrag von mafe »

Ach und Avocado mit Pflaume-Birne, aber irgendwie mag er das nicht so, was ich überhaupt nicht verstehen kann :roll:
mafe mit Zwergin (12/12) und Zwerg (09/15) auf dem Arm und Sternchen tief im Herzen (10/14)
EhMijaf

Re: Große Probleme mit der Beikost/Verdauung

Beitrag von EhMijaf »

Also gibst du jeden Tag verschiedene Lebensmittl und bietest nicht zb. eine Woche lang immer das gleiche an, wie bei der klassischen Beikosteinführung? Und kriegt er drei mal am Tag was?
Ich biete auch verschiedenes an, abhängig davon, was wir kochen. Mal bekommt er das Essen dann als Fingerfood (Brot oder Nufeln zb), manchmal quetsche ich das Essen mit einer Gabel klein und manchmal bekommt er auch richtigen Brei (GOB oder auch püriertes Gemüse).

Ich habe eigentlich das Gefühl, dass er von allen Lebensmitteln Probleme bekommt... besonders schlecht scheint er allerdings Avocado zu vertragen, leider. Avocado ist ja sehr gesund und auch nahrhaft, ich dachte, ich könnte ihm so ein paar Kalorien mehr zukommen lassen, würde ihm ja nicht schaden. Geschmeckt hat es ihm auch, aber die letzte Nacht war wieder mal extrem unruhig und früh vorbei, weil er nicht mehr schlafen konnte. Heute hat er den ganzen Tag über wieder enorm viel gespuckt und nach jedem schlafen geweint, weil er schmerzhafte Blähungen hatte. Manchmal mache ich mir doch Sorgen, ob wirklich alles okay ist bei ihm... weil eben das Spucken auch nicht besser wird. Ich denke, ich werde mich noch mal an einen Kinderarzt wenden.
Was sagt euer KiA zu dem Thema?
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