ich habe ein Problem mit meinem 9 Monate alten Sohn. Seit er 5 Monate alt ist, haben wir mit Beikost (Brei) angefangen. Zuerst hat es auch relativ gut geklappt. Er hat den Löffel sofort akzeptiert, hat von Anfang an so 4-5 Löffel gegessen. Für den Anfang ja erst mal ganz gut und er war auch nicht sehr wählerisch. Dann sind wir langsam so auf 60 g Brei gekommen - und da stehen geblieben. Als er 7 Monate alt war, haben wir trotz der geringen Mittagsmenge mit Nachmittagsbrei angefangen. Den mochte er zuerst überhaupt nicht, irgendwann nach viel experimentieren hat er ihn aber so mit 100 g angenommen. Abenbrei ist wieder recht bescheiden mit ca. 30 g.
Ergänzend zum Brei wird er voll gestillt. Er bekommt auch immer mal Stücken in die Hand (Apfel, Birne, Gurke, Möhre). Im rohen Zustand findet er das interessant und kaut drauf rum. Wenn er aber tatsächlich mal ein Stückchen abbeißt, schiebt er es erschrocken wieder raus aus dem Mund, er isst also nichts davon. Wir haben auch mal gekochte Kartoffeln, gekochten Blumenkohl und gekochte Möhre probiert - gekochtes steckt er komischerweise überhaupt nicht in den Mund (ist aber natürlich abgekühlt, nicht heiß). Er zermatscht es und dabei bleibt es.
Ich weiß, dass nicht jedes Kind gleich viel isst und dass sich das auch noch entwickeln kann. Aber irgendwie wird das Essen immer schlimmer. Er isst jetzt viele Sachen nicht mehr, die er mal akzeptiert hat (Möhrenbrei, Kürbisbrei). Und man weiß nie, woran man ist. Einen Tag isst er mit Begeisterung Pastinakenbrei, 3 Tage später schüttelt er sich beim dem gleichen Brei (gleiche "Charge"). Ich habe auch schon Gläschen und selbst kochen probiert, das macht keinen Unterschied. Das einzige, was er fast immer isst, ist der Nachmittagsbrei aus Haferschmelzflocken (aber nur diese) mit Apfelmus von Hipp. Aber Gemüse ist gaaaanz schwierig
Was will ich jetzt von euch? Ich würde gerne wissen
1) ob jemand schon mal das Gleiche/was Ähnliches erlebt hat
2) wie es weiter ging, ob sich das von selbst gegeben hat
3) eure Meinung hören, was ihr machen würdet
Ich bin am Überlegen, ob es sinnvoll wäre, ihn 2 Wochen mal wieder nur zu stillen. Er verbindet inzwischen sicher das Essen mit purem Stress, dann ist es ja kein Wunder, dass es nicht klappt. Eine andere Möglichkeit wäre, ihm 3mal täglich seinen Hafer-Apfel-Brei zu machen, sodass er lernt, dass Essen gut schmeckt und dann vorsichtig wieder mit Gemüse anzufangen. Oder in seinen Hafer-Apfel-Brei nach und nach Gemüse zu rühren, dass er sich an den Geschmack gewöhnt. Dabei habe ich aber Angst, dass ich ihm diesen einzigen Brei, den er akzeptiert, auch noch verleide
Ich muss noch dazu sagen, dass er sich selbst an dem Brei nicht so satt isst, dass er die nächsten 3 Stunden zufrieden ist. Er isst davon ca. 100 g und will dann nach 1,5 h aber auch wieder Muttermilch bekommen.
Jetzt erst mal danke fürs Lesen, ist ja ganz schön lang geworden